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Das Ende naht

Mein Morgen startete gut, besser hätte es vielleicht nicht sein können.
Nick warf mir Stroh ins Gesicht.
»Och Nick lass mich noch ein bisschen schlafen, es ist noch so früh«, meinte ich verschlafen mit noch geschlossenen Augen.
»Nichts da, die Pferde müssen versorgt werden. Wir haben viel zu tun«, sagte er schmunzelnd während er sich seine Hose anzog.
»Nein, tue mir das nicht an«, flehte ich schmunzelnd und drehte mich wieder auf die Seite.
Nick bewarf mich wieder mit Stroh und meinte: »Komm schon Constanze.«
Mit einem Ruck setzte ich mich auf.
»Wie hast du mich gerade genannt?«, mahnte ich witzelnd.
»Du hast schon richtig gehört Constanze, los komm. Ich muss mir sonst nochmal überlegen ob ich deine Entschuldigung von gestern Abend annehme.« Er stand schon an der Leiter und war bereit runterzugehen.
Ich hörte ihn zuerst gar nicht richtig zu, aber als ich realisierte was er sagte, meinte ich überrascht: »Du warst noch wach! Du hast mich gehört! Du Blödmann.«
Ich stand auf und warf ihn mit einer großen Ladung Stroh ab.
Er setzte selbstverständlich gleich zum Gegenangriff an und ich bekam es mitten ins Gesicht.
Es artete in einen regelrechten Strohkrieg aus.
Wir lachten. Wir waren glücklich.
Schöner hätte mein Morgen nicht starten können.

Unsere Strohschlacht mussten wir dann aber vorerst auf später verschieben, denn Theo rief ungeduldig nach uns und forderte uns schmunzelnd auf das ganze Stroh doch bitte oben zu lassen.
Wir verkündeten also vorerst Waffenstillstand und machten uns an die Arbeit.
Die Pferde, die in den Boxen schliefen, mussten wir füttern und anschließend auf die Weide bringen. Die anderen Pferde mussten wir dann auf der Weide füttern, dann misten und fegen - das Übliche der ganzen letzten Wochen also.

Mein Reitunterricht begann an diesem Tag erst viel später und viel anders als gewohnt. Die Ferienkinder mussten verabschiedet werden und weder Theo noch Sabine hatte Zeit für mich. Auch Emil war heute ziemlich eingespannt. Er und seine Familie machten einen Ausflug zum 20km entfernten Strand.
An diesem Tag unterrichteten mich Nick und Marc. Es war ungewohnt und mit viel mehr Spaß als Ernsthaftigkeit verbunden, aber das machte nichts, denn ich hatte trotzdem jede Menge gelernt.
Es war eine Reitstunde auf Rocky und die Longe benötigten wir nicht mehr. Sabine hatte meinen Fortschritt am Vortag ja gesehen und sagte, dass wir weiterhin an den Fortschritten anknüpfen sollten.
Ich ritt mit einer richtigen Trense und einem Sattel.
Marc und Nick lobten mich sehr für meine ruhige Hand und meine Beinarbeit.
Die Longenstunden von Theo und Sabine hatten sich wirklich sehr ausgezahlt. Die ganze harte Arbeit der letzten Wochen war nicht umsonst. Wir gingen an dem Tag soweit, dass ich schon trabte und eine kleine Galopprunde an der Longe drehen durfte. Ich fühlte mich einfach unglaublich sicher und wusste, dass mir nichts passieren konnte.

An dem Nachmittag gingen wir sogar soweit, dass wir unseren ersten gemeinsamen Ausritt machten. Ich ritt Jaromir, Nick ritt Möhrchen und Marc war auch dabei. Er ritt aber nicht Rune, nach dem Vortag war er noch ein wenig verunsichert gewesen, aber mit einem sichereren Pferd war alles in Ordnung.
Marc ritt Houdini, Houdini war ein 1.55m großer Rappwallach mit einer wunderschönen Blesse, er war vielleicht ein etwas zu groß geratenes Deutsches Reitpony.
Er war schon in seinen besten Rentnerjahren und wurde nur noch sehr wenig geritten. Sein jahrelanger Dienst als Schulpferd wurde im letzten Jahr dankbar beendet und er durfte sein Leben auf der Wiese genießen. In jungen Jahren hat er es immer geschafft sich loszureißen und ist so gut wie überall ausgebrochen, nichts war vor Houdini sicher. So kam er auch zu seinem Namen. Mittlerweile brach er nicht mehr so häufig aus, aber trotz des hohen Alters löste er immer wieder den Strick am Anbindering und spielte damit rum.
Er war nunmal ein schlauer Quatschkopf gewesen. Er war toll, genauso wie der Ausritt. Wir trabten und galoppierten durch den Wald und mischten die Ruhe mal so richtig auf. Mit sehr viel Überwindung galoppierte Marc sogar mit und wie erwartet hatte er einen riesigen Spaß. Es schien so als wäre er geheilt gewesen.
Zum Schluss machten wir noch ein Wettritt übers Feld, bei dem ich letzter wurde. Ich hatte es einfach noch nicht so drauf mit dem antreiben.

Als wir wieder beim Hof waren trafen wir auf Sabine.
»Na ihr, wie war der Ausritt?«
»Wunderschön«, sagte ich und klopfte Jaromir den Hals.
Als Nick abstieg meinte er: »Es hat richtig Spaß gemacht und wir haben den Wald so richtig zum beben gebracht, die Pferde waren auch super artig.«
»Na dann ist doch gut. Ihr seid mir echt schon welche«, sagte Sabine schmunzelnd und wollte gerade weiter gehen, aber dann drehte sie sich wieder um und fügte hinzu: »Ach Conni, ich soll dir von deiner Mutter sagen, dass Frieda angerufen hat.«
Oh mein Gott! Frieda! Ich hatte sie in meiner ganzen Zeit dort komplett vergessen. Ich fühlte mich schlecht und musste sie sofort anrufen.
»Kann ich telefonieren?«, fragte ich hektisch und sprang vom Pferd.
»Aber selbstverständlich. Geh ins Haus, im Wohnzimmer ist ein Telefon.
Noch bevor Sabine ausgeredet hatte lief ich schon zum Haus und stürmte zum Telefon.
Ich wählte Friedas Nummer und wartete bis sie ran ging.
Tut tut... tut tut...
Das war das Einzige was ich vorerst hörte, aber dann ging auf einmal Tine ran.
»Hallo Tine Müller, mit wem spreche ich denn da?«
»Hallo hier ist Conni! Kann Frieda ans Telefon kommen?«, fragte ich aufgeregt.
»Ach Conni, du meldest dich also auch mal wieder.«
Tine klang ganz schön abwertend und ich mochte nicht wie sie mit mir sprach, aber Zeit zum aufregen hatte ich gar nicht, denn Frieda war schon am Telefon gewesen.
»Hey Conni, wie geht es dir denn?«, hörte ich sie leise fragen.
»Mir gehts so gut hier! Es ist wunderschön und ich hab so viele Freunde, außerdem reite ich jetzt und Nick und ich machen jeden Tag was mit den Pferden. Es ist toll! Du musst unbedingt mal her kommen!« Ich konnte mich gar nicht mehr halten und die ganzen Informationen sprudelten nur so aus mir heraus.
»Nick?«, fragte sie hellhörig.
»Ja genau! Er ist so toll und ich verbringe so viel Zeit mit ihm. Er ist einer meiner besten Freunde!«
Als ich dies aussprach tat es mir schon leid, ich wusste wie sensibel Frieda auf das Thema „Beste Freunde" reagierte. Einmal, in der 3. Klasse, hatte ich mit Theresa aus meiner Nachbarschaft viel Zeit verbracht und es entwickelte sich eine gute Freundschaft. Frieda wurde wütend und hat fast eine Woche nicht mit mir gesprochen.
Um meine ganze Aussage nochmal zu retten sagte ich noch schnell: »Also natürlich nicht so ein guter Freund wie du.«
»Ist schon in Ordnung, ich verstehe schon. Du Conni, lass ein anderes mal reden, ich geh jetzt mit Julien ein Eis essen. Weißt du, seitdem du weg bist sind wir so gute Freunde.«
Ich hörte ganz genau, dass sie neidisch war und mich eifersüchtig machen wollte.
Aber ich muss sagen, es ärgerte mich nicht mehr so sehr. Seitdem ich dort weg war, empfand ich so gut wie nichts mehr für Julien und Anton hätte ich sogar fast ganz verdrängt, hätte es kein Pferd gegeben was genauso hieß.
Am Telefon verabschiedete ich mich also von Frieda und ging wieder raus.
Das Gespräch verlief alles andere als geplant und es war mir sogar ziemlich egal, es machte mich weniger fertig als ich es vor noch ein paar Wochen vermutet hätte. Mein altes Leben war vorbei und es machte mich nicht traurig.
War ich ein schlechter Mensch deshalb? Ich wusste es nicht. Aber ich konnte mir mein Kopf auch gar nicht so lange darüber zerbrechen, als ich nämlich am Putzplatz ankam, wartete eine Menge Arbeit auf mich.
Aber es war eine schöne Arbeit und ich hatte viel Spaß. Der ganze Tag verlief noch weiter so schön und ich liebte mein neues Leben.

Die nächsten zwei Wochen sollten genauso verlaufen wie die letzten. Mein Hauptlebensinhalt waren die Pferde und ich liebte es mit ihnen zu arbeiten. Sabine überließ mir immer mehr Verantwortung und ich durfte auch mal andere Pferde wie Thor, Anton und Krümel reiten.
Mit Frieda redete ich nicht mehr, vielleicht war es ja Schicksal.
Mit meiner Mutter verstand ich mich mal so, mal so. Ich war ihr immer noch sehr böse und redete kaum mit ihr. Ich war nur Zuhause zum schlafen und zum Essen, sonst war ich immer unterwegs. Wenn ich konnte ignorierte ich Mama, aber sie tat mir leid und deshalb wechselte ich ab und an ein Wort mit ihr oder sagte ihr, dass ich sie trotzdem lieb hatte.

Am letzten Ferientag war ich ein bisschen aufgeregt auf die neue Schule, aber auch traurig, weil es der letzte Tag war an dem ich machen konnte was ich wollte.
Das taten Nick und ich auch. Wir verbrachten den ganzen Tag mit den Pferden und auf dem Spielplatz.
Das traurigste war an dem Tag tatsächlich, dass Marc wieder nach Hause musste. Die Sommerferien waren zu Ende, wir mussten nun mal einsehen, dass der Sommer nicht ewig hielt.
Marc war wieder bereit für Zuhause, er ritt wieder so weit angstfrei in allen drei Gangarten, selbst der Galopp fiel ihm nicht mehr schwer, mehr aber auch nicht.
Rune hingegen war noch nicht annähernd soweit, er machte sich aber gut und es wurde von Tag zu Tag immer ein klitzekleines bisschen besser.
Am letzten Tag haute Marc uns aber alle noch mal um.
Er wollte noch ein letztes Mal reiten bevor er nach Hause musste.
Wir anderen standen alle im vorderen Bereich des Hofes und putzen alles auf Hochglanz.
Irgendwann kam dann Marcs Mutter auf den Hof gefahren und wollte ihn abholen.
Sabine und seine Mama kamen ins Gespräch und quatschten erstmal eine Weile.
Emil verschwand in der Zeit und ging durch den Stalltrakt in Richtung Reitplatz.
Nach etwa 10 Minuten kam er plötzlich zu uns gerannt und rief hektisch: »Schnell beeilt euch! Es ist etwas bei Marc passiert!«
Sofort liefen wir alle panisch hinter Emil her und standen dann am Reitplatz.
Wir realisierten zuerst alle gar nicht so richtig was das jetzt war, aber nach einer kurzen Zeit konnten wir uns nicht mehr halten. Wir applaudierten, jubelten und seine Mutter verlor sogar Freudentränen.
Marc ritt einen Springparcours auf Thor. Sie waren beide so entspannt und es funktionierte so gut. Thor war kein Pferd mit Nerven aus Stahl, bei ihm brauchte nur etwas nicht stimmen und er drehte ab. Gerade beim Parcours springen, wenn er zu viel Druck verspürte, war er eine tickende Zeitbombe.
Aber weder Thor noch Marc verspürte Angst oder Druck. Es sah so harmonisch aus.

Als Marc dann fertig war und abstieg, feierten wir seinen Erfolg mit Saft und Kuchen.
Lange Zeit hatten wir allerdings nicht mehr, seine Mutter drängelte und sie fuhren Zeitnah ab.
Marc fehlte mir doch schon ziemlich dolle, aber wir hatten Nummern ausgetauscht und er versprach mir zu den Herbstferien wieder da zu sein.
Obwohl ich ihn nur knappe 4 Wochen kannte, war er mir wirklich wichtig geworden. Die Freundschaften dort waren viel intensiver und ich hatte das Gefühl sie schon ewig zu kennen.

Am Abend, als ich dann endlich im Bett lag, konnte ich nicht einschlafen. Ich war aufgeregt und fragte mich was die neue Schule so bringen würde. Ich kannte zwar schon viele Kinder dort, aber noch längst nicht alle. Außerdem wusste ich ja auch gar nicht in welche Klasse ich kam und wer dort alles drinnen war.
Ich schaute aus dem Fenster, es war eine wunderschöne sternenklare Nacht.
Als ich dann eine Sternschnuppe sah, wünschte ich mir was. Es war meine erste Sternschnuppe und eigentlich wusste ich, dass Wünsche nicht in Erfüllung gehen, aber ich hoffte es.

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