
- 48 -
Lennart schwieg genauso viel wie Carly. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater war seit dem Umzug nicht mal mehr halb so gut wie davor - und ihre Mutter mochte er sowieso nie.
Aber eins hatte der Umzug dann doch geschafft - Carly und er redeten mehr. Lennart hatte sich einen Job gesucht, einen einfachen in irgendeiner Firma, und Carly hatte auf dem Internat nur mit ihm telefoniert - und mit Noah natürlich, aber eben von ihrer Familie.
Jetzt schrieben sie miteinander, obwohl sie in einem Auto saßen. Nebeneinander. Aber eben auch mit ihren Eltern. Von wem ist die Kette, schrieb Lennart.
Noah, schrieb Carly zurück. Er hat sie selbst gemacht. Er hat auch eine.
Und ihr behauptet immer noch, dass ihr nicht zusammen seid. Ihr seid so bescheuert, das ist so offensichtlich.
Nein! Du und Elina, ihr seid offensichtlich. Funktioniert das überhaupt mit eurer Fernbeziehung? Elina war Lennarts Freundin. Seit einem Jahr fast. Aber jetzt warf Lennart Carly einen scharfen Blick zu. Ohhh, schlechtes Thema.
Jaja, okay, schrieb Carly. Lass mich jetzt Musik hören. Sie verließ WhatsApp, aber Lennart fing - natürlich - an, Sticker zu spammen. Leise fluchend schrieb Carly ihm wieder. Arschloch. Hör auf so viel zu schicken, ansonsten blockier ich dich. Da er nicht aufhörte, blockierte sie ihn. Lennart zeigte ihr den Mittelfinger, aber Carly ignorierte ihn. Stattdessen begann sie, Musik zu hören - und schrieb Noah. Hoffentlich war er schon wach, denn ansonsten wusste Carly nicht, wie sie die fünf Stunden bis zu ihrer Großmutter überleben würde. Sie würde nach DEUTSCHLAND fahren. Aber weder war ihr erlaubt worden, dass Noah kommen durfte, noch durfte Noah zu ihr fahren. Und auch andersrum, sie durfte auch nicht zu Noah fahren. Was absolut beschissen war.
Noah war wach. Vielleicht hatte Carly ihn auch geweckt, aber auf jeden Fall, er schrieb ihr zurück. Carlys Herz machte einen Hüpfer. Morgen, Schlafmütze, schrieb sie.
Morgen, Carly, schrieb er, damn it, carly, es hat acht Uhr morgens. Lass mich Ferien haben!
Ich hock im Auto. Ich hab Langeweile. Lass mich, tippte Carly und Noah schickte ein Bild von seiner Decke. Ich lieg im Bett. Bitte, wer steht jetzt schon auf?
Ich, schrieb Carly, Und du jetzt auch. Btw, wann genau hast du in den Winterferien Zeit? Ich hab vom 10. bis zum 26. oder so.
Lass mich mal schauen, schrieb Noah und ging off. Zwei Minuten später kam er wieder online. Ich hab ab dem 18. Dann müssen wir da halt mal schauen. Wer darf alles mit?
Ich, auf jeden Fall. Carly lächelte. Endlich, endlich wieder Noah wiedersehen war etwas, dass sie sich so sehr wünschte. Ich darf auch irgendwie drei, oder vier Tage bleiben. Und auch Aurelie darf mit, aber die will zuerst schauen, ob Louis mitkann. Constantia hat wahrscheinlich vergessen, zu fragen und Catherine muss noch verhandeln.
Darf Aurelie auch übernachten?, fragte Noah. Weil nur für einen Tag fünf Stunden Zug Fahrt ist bescheuert.
Ja, darf sie. Hast du genug Platz? Wenn alle von Carlys Freunden für eine Nacht übernachten würden, wäre Noahs Zimmer sehr voll.
Ne, schrieb Noah, aber Amy hat gesagt, sie kann ihren Keller ausleihen. So lang sie dich kennenlernen darf. Carly hasste das Gefühl in ihrem Magen, wenn der Name Amy fiel. Trotzdem schrieb sie zurück: Oh, okay. Richt ihr danke aus. Dann wechselte sie wieder das Thema.
Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro