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12 | Die Tage, die so trist waren

Zwei Tage lang hatte Bob Peter nun nicht gesehen. Er wusste nicht, warum er nicht zur Schule kam, doch es ging das Gerücht um, dass es seinem Fuß schlechter ging. Er hatte ein paar Mal überlegt, Jeffrey nach Peters Handynummer zu fragen, doch etwas hielt ihn zurück. Hätte er den besten Freund seines Schwarms nach dessen Nummer gefragt, hätte Jeff vielleicht Fragen gestellt. Und er wollte Peter nicht in eine Situation bringen, die er vielleicht unangenehm finden könnte.

Natürlich hatte er Justus fast dafür verteufelt, dass er sich nicht nach Peter erkundigt hatte, als er die Chance dazu gehabt hatte. Immerhin war laut Justus Aussage schon die Sprache auf den Supersportler und seine Verletzung gekommen. Bob meinte, ein kurzes „Wie geht es ihm denn?" oder ein „Hast du seine Nummer, damit wir mit ihm wegen unseres Verdachts mit ihm reden können?", wäre ja wohl drin gewesen.

Doch Justus verteidigte sich mit den Worten, dass er „für solche emotionalen Belange in dem einen Moment keine Notwendigkeit gesehen" habe. Und Bob musste einsehen, dass er wohl nur etwas über Peter erfahren würde, wenn er selbst „Recherchen anstellen" würde. Doch das traute Bob sich nicht.

Und so litt er still vor sich hin.

In der Schule versuchte Justus, ihn zwar immer wieder aufzumuntern, doch es gelang ihm nur mäßig. Zum Glück hatte Bob den Extraschichten in der Bibliothek zugestimmt und brachte so zumindest die Nachmittage rum.

Am dritten Tag stand im Englischunterricht plötzlich Mr Harrison in der Tür. „Darf ich Mr Andrews kurz entführen?", fragte er die Lehrerin. Bob sah unsicher auf und folgte dann mit wachsender Erwartung dem Astronomielehrer vor die Tür.

„Ist alles okay?", fragte Bob neugierig. Der Lehrer nickte grinsend.

„Die Presse hat sich angekündigt. Sie wollen ein Interview mit uns! Live, im Fernsehen! Wir werden dank deiner Entdeckung viel unbezahlte Werbung für diese Schule bekommen. Und das zur Abwechslung mal nicht durch ein sportliches Ereignis", sagte er mit einem gehässigen Unterton.

„Wann?", fragte Bob, ohne auf den Rest einzugehen. Ihm war der Spaß an dem Rummel schon vergangen, nachdem er Peter nach der Verkündigung in der Turnhalle nicht mehr gesehen hatte. So hatte er sich seinen Ruhm nicht vorgestellt. Er hatte Peter beeindrucken wollen und nun sah er ihn gar nicht mehr.

„Morgen vor dem Unterrichtsbeginn! Wir werden das Interview medienwirksam vor dem Haupteingang geben. Man soll schließlich unsere schöne Schule sehen! Und Bob", sagte der Lehrer, „es wäre hilfreich, wenn du morgen ein wenig lächeln könntest. Seit Tagen sehe ich nur ein betrübtes Gesicht vor mir. Du hast den Jackpot geknackt! Überleg doch mal, du hast mit Professor Zara einen Kontakt nach Harvard! Verbau dir das nicht durch das, was auch immer dir diese Laune beschert!"

Bob nickte brav und rang sich ein Lächeln ab. Wenn er wenigstens wüsste, dass Peter morgen da sein würde...

„Peter Dunstan Shaw, heute gehst du wieder zur Schule! Du hast lange genug Trübsal geblasen!" Peters Vater stand vor seinem Bett im Gästezimmer und zog seinem Sohn die Decke weg. Mit einem Brummen krümmte Peter sich zusammen und zog das Kopfkissen über seinen Körper.

„Peter", versuchte der Vater es nun sanfter. „Ich kann ja verstehen, dass dies eine schwere Zeit für dich ist. Aber wenn du nur im Bett liegst, wird es dir nicht besser gehen. Du musst dich der Realität stellen und wieder in die Schule gehen. Dann wird es dir bald besser gehen."

„Ich will nicht!", maulte Peter. Die letzten Tage nach dem Vorfall beim Training hatte er im Bett verbracht. Jeffrey war zweimal vorbeigekommen, um nach ihm zu sehen, und seine Eltern hatten versucht, ihn zu trösten. Doch Peter wollte einfach nur allein sein. Aus Angst, ihr Sohn könnte in ein noch tieferes Loch fallen, hatten die Eltern beschlossen, dass Peter heute wieder zur Schule musste. Ohne Widerworte.

„Jeffrey wird in einer halben Stunde hier sein und dich einsammeln", erklärte Mr Shaw. „Heute ist Freitag, du kannst noch das ganze Wochenende im Bett liegen, wenn du willst", schlug er vor.

„Hmmm", brummte Peter erneut, schlug aber die Augen auf. „Deine Freunde vermissen dich sicher schon", wollte der Vater ihn aufmuntern. Doch bei Peter erreichte er das genaue Gegenteil.

„Meine Freunde vermissen mich nicht! Jeff ist der Einzige, den ich habe!"

„Dann vielleicht die Lehrer. Oder ein Mädchen?", riet er. Peter war augenblicklich wach. Daran hatte er gar nicht gedacht. Wusste Bob, warum er nicht in der Schule war? Machte er sich vielleicht sogar Sorgen? Er hätte Jeff bitten sollen, Bob seine Nummer zu geben. Aber dafür war es jetzt zu spät. Aber er konnte zur Schule gehen und Bob seine Nummer selbst geben. Warum war ihm diese Idee noch nicht früher gekommen.

Mit einem Satz saß er aufrecht im Bett. „Endlich", seufzte sein Vater und gab seinem Sohn einen Kuss auf die Stirn. „Zieh dich an, ich mache dir Frühstück."

Nervös knetete Bob seine schweißnassen Hände. Er stand eine Viertelstunde vor Schulbeginn am Haupteingang der High School neben Mr Harrison und ließ eine junge Frau Puder auf sein Gesicht auftragen. „Ganz schön aufregend, was?", grinste sie Bob an. Bob rang sich ein Lächeln ab.

„Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt", gab er zu. Die junge Frau finalisierte das Make-Up und widmete sich dann Bobs Haaren.

„Ein so hübscher Kerl wie du zieht doch sicherlich öfter die Aufmerksamkeit auf sich, oder?", zwinkerte sie ihm zu. „Und Wissenschaft ist sexy, also gönn dir den kleinen Ruhm, bevor es wieder vorbei ist", sagte sie und betrachtete dann ihr Werk. „Ja, ich glaube, wir sind so weit!"

Die Kamera war auf Bob gerichtet und die Reporterin hielt ihr Mikrofon in der Hand. „Lächeln, Bob", raunte Mr Harrison seinem Schützling zu. Bob gab sich Mühe, nicht zu verkniffen zu wirken, doch er hatte Schwierigkeiten. Justus grinste ihn von hinter der Absperrung zu und zeigte auf seine Mundwinkel. Bob holte tief Luft und dachte an Peter. Er dachte an den Moment im leeren Klassenzimmer, als er ihm so nah gekommen war, dass Bob diesen betörenden Duft wahrgenommen hatte, den Peter verströmte. An die grünen Augen, die ihn so intensiv betrachtet hatten. Seine Hand auf Peters, als er ihn im Krankenzimmer besucht hatte. Die Gedanken an Peter taten ihre Wirkung. Sofort wirkte das Lächeln auf seinen Lippen wieder recht.

„Wir sind live in drei, zwei, ..." Die eins zeigte der Kameramann nur noch mit einem Finger. Das Lämpchen an dem schwarzen Gerät leuchtete nun grün. Bob war im Fernsehen.

Jeff stieg aus und öffnete Peter die Tür. „Ich glaube, die sind wegen des Kometen hier", vermutete Jeff.

„Bob", flüstere Peter, als ihm klar wurde, dass Bob nun die Berühmtheit von ihnen war. Peter hatte nichts und er hatte Ruhm. Am liebsten wollte er sich zurück in den Wagen fallen lassen, doch Jeff hielt ihn am Arm fest. „Nicht kneifen, Peter", mahnte er. „Ich helfe dir, den Tag zu überstehen!", versprach er.

Peter seufzte und quälte sich aus dem Wagen. Langsam gingen die beiden Freunde auf den Eingang zu. Als er auf Höhe der Kameras war, konnte Peter nicht widerstehen und warf einen Blick auf die beiden Personen, die im Licht eines Scheinwerfers ein Interview gaben. Bob stand neben dem Lehrer und sah einfach umwerfend aus. Seine Haare fielen in perfekten Locken und er strahlte über das ganze Gesicht. Seine blauen Augen funkelten, als er von der Entdeckung des Kometen erzählte. Nun richtete die Reporterin das Wort an Mr Harrison, der eine Lobeshymne auf das Astronomie-Programm der Schule sang, und Bob ließ in dieser kurzen Pause seinen Blick umherschweifen. Als er zur großen Treppe blickte, an der sich inzwischen ein paar Schaulustige versammelt hatten, blieb ihm fast sein Herz stehen, nur um kurz darauf davonzugaloppieren.

Da stand Peter mit Jeffrey. Die grünen Augen fest auf ihn gerichtet, die roten Haare etwas wild vom Kopf abstehend, so als wäre er gerade erst aufgestanden. Bob wollte fast rufen, doch ihm fiel noch rechtzeitig ein, dass er in einer Livesendung war. So blieb ihm nur, zurückzustarren und Peters perfekten Oberkörper zu bewundern, der heute in einem engen grauen Shirt steckte. Verdammt, warum nur sah er heute so gut aus. Bob konnte sich gar nicht richtig konzentrieren. Als die Reporterin ihn zum zweiten Mal fragte, welchen Namen er dem Kometen gegeben hatte, musste er sich kurz sammeln und erzählte dann von dem Namen. „Es ist eine Kombination aus meinem Nachnamen und dem eines Freundes, der bei der Entdeckung dabei war", erklärte er immer noch leicht abgelenkt.

„Ein Freund?", echote die Reporterin. „Warum höre ich das heute zum ersten Mal?"

Bob errötete leicht. „Er ... ähm ... er wollte nicht genannt werden", antwortete Bob unsicher. Verdammt, warum hatte er in einem Live-Interview dieses geheime Detail ausgeplaudert? Jeder an der Schule konnte nun eins und eins zusammenzählen und Peter Shaw als den geheimen Namensgeber von Shandra7 ausmachen. Die Gerüchteküche würde brodeln.

Bobs Blick wanderte zu Peter.

Peter starrte auf Bob. „Hat er grade...?", fragte er mit krächzender Stimme. „Soll ich dich retten?", fragte Jeff, als die Kamera plötzlich auf sie gerichtet war. Als Peter nichts sagte, grinste Jeffrey und winkte in die Kamera.

„Ist das dein Freund?", fragte die neugierige Reporterin. Bob zögerte nur kurz. „Genau. Jeffrey... Shield. Wir sind zusammen im Astronomie-Kurs und haben an einem Projekt gearbeitet."

„Ich denke, das reicht jetzt", unterbrach Mr Harrison mit einem Lächeln. „Die Schüler müssen zum Unterricht."

„Natürlich", lächelte die Reporterin sichtlich enttäuscht. Anscheinend hatte sie bereits eine Story gewittert. Sie moderierte die Szene noch ab und beendete dann das Interview. Bob war erleichtert, als die kleine Lampe an der Kamera auf Rot sprang und er sich von den Reportern verabschieden konnte. Mit dem Strom der Schüler, die ihn nun mit einer Mischung aus Bewunderung und Ehrfurcht ansahen, ging er in das Schulgebäude. Peter hatte er längst aus den Augen verloren.

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