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Die Sonne näherte sich immer schneller dem Ende des Horizontes. Bald würde die Nacht herein brechen. Gemeinsam sammelten sie Blätter und Holz ein. Rhùk schlug mit der Axt auf eine der umgekippten Palmen ein um ein grösseres Holzarsenal zu haben. Sie stapelten alles auf. „Die Nächte sind Eisig. Wir müssen genügend Holz haben um durch die Nacht zu kommen.“ Prophezeite Rhùk und wischte sich den Schweiss von der Stirn. Er hatte sich den Kaftan auf die Hüften runter gezogen und stand mit freiem Oberkörper vor der Palme. Megan's Herz schlug schneller und sic konnte kaum ihren Blick von seinem Oberkörper abwenden. Sie hatte ihn schon oben Ohne gesehen, aber da war er ein Patient und eine riesige Narbe klaffte auf seiner Brust. Die Narbe, die sich heller von seiner dunklen Haut absetzte. Sie biss sich auf die Unterlippe. Der Schweiss liess seine Haut glänzen und so wirkte er wie aus flüssigem Kupfer. „Tja, hätte mir Das Bad heute Mittag ersparen können.“ Lachte er und riss sie damit aus ihren Gedanken. Megan sammelte das Holz ein das er schon heraus geschlagen hatte und brachte es zum Lager. Dieser Vorgang wiederholte sich so lange, bis Rhùk mit dem Holzvorrat zufrieden war und sich die Axt schulterte um zurück zum Lager zu gehen.
Die Axt landete wieder in einer der Taschen und aus einer anderen zog Rhùk nun Gewänder für die Nacht heraus. Er zog den Kaftan komplett aus und stand nun nur noch in einer Leinenhose vor ihr. Megan schluckte schwer und widmete sich der Aufgabe die wenigen Sandkörner vom Lager zu wischen. Oder besser gesagt den Abermillionen von Sandkörnern, die hier lagen. Denn kaum hatte sie einen Ort frei gemacht, lagen auch schon wieder unzählbare Sandkörner nur wenige Sekunden später wieder dort. Ein unmögliches Unterfangen. Aber es würde sie von Rhùk ablenken. Der so schamlos rumlief. Sich den Schweiss abwusch und sich neben sie hinfallen liess: „Es wird langsam kühler.“ Sagte er nur und Megan blickte automatisch zu ihm hoch, was sie sofort bereute. Seine Haare waren feucht und kräuselten sich leicht. Das Wasser tropfte von einigen Strähnen hinunter auf seinen Körper, der mit Wasserperlen bedeckt war. Megan's Augen huschten über seinen Körper, fingen jeden Zentimeter Haut ein und beobachteten jeden Tropfen, der bei der kleinsten Bewegung hinunterrollte und im Sand landete. Bei den Drein, wie konnte so ein Vollidiot nur so verflucht gut aussehen? „Gefällt Dir was Du siehst?“ Seine Stimme riss sie in das Hier und Jetzt zurück. Megan riss ihre Augen erschrocken auf und blickte in das breit grinsende Gesicht von Rhùk. Oh dieser Mistkerl. Warum musste er nur so unverschämt gut aussehen? Die Narben die er hatte trugen eher noch dazu bei, dass er dadurch noch verwegener aussah. „Ich…“ begann sie stammelnd, doch weiter kam sie nicht. Seine Hand hatte sich auf ihre Wange gelegt. Sie spürte seine Wärme auf ihrer Haut. Sie spürte seine Lippen auf ihren. Sie spürte die Sonne, wie sie ein letztes Licht aussendete und dann glühend am Horizont versank.
Wie konnten seine Küsse nur so heiss sein? Wie klein sie in seinen Händen, in seinen Armen wirkte. Wie sehr sie sich danach gesehnt hatten, sie beide endlich vereint. Verzehrend begann ein stürmischer Kuss, der sie entfachte, verbrannte. Sie gingen beide in Flammen auf. Die Hitze, die sie durchströmte. Die Wärme des Sandes. Seine Arme, die sie zu ihm zogen. Megan spürte die harten Muskeln, die sich an- und entspannten. Er hob sie kurz hoch und Megan stiess ein kurzes Kichern aus. Rhùk sah zu ihr hoch als sie auf seinen Schoss sass, ihre Beine um seinen Rücken schlang und ihre Hände an seine Wangen legte. Sie lächelte. Ein Lächeln das er so noch nie zuvor an ihr gesehen hatte. Ein Lächeln das Freude, Glück und Liebe wiederspiegelte und er liebte dieses Lächeln. Megan beugte sich zu ihm runter und küsste ihn erneut. Rhùk umfasste ihre Taille, zog sie enger an sich. Seine zweite Hand umfasste ihren Nacken und zog Megan zu sich runter. Ein glühend heisses Feuer entfachte und der leidenschaftliche Kuss wurde immer stürmischer. Megan spürte wie sein Glied sich in ihrem Schoss regte und ein wohliges Kribbeln durchflutete sie. Sie begann sich leicht an ihm zu reiben und Rhùk stöhnte in den Kuss hinein, was sie nur in ihrem Bestreben ermunterte weiter zu machen.
Er wusste ja schon, dass sie ihn wahnsinnig macht. Aber DAS hier, war eine komplett neue Form des Wahnsinns. Megan presste sich an sein Glied und rieb ihren Körper vor und zurück. Womit sie ihm eine wohlige Welle nach der anderen durch seinen Körper jagte. Und bei den Drein, er liebte es wie sie ihn quälte und wahnsinnig damit machte. Seine Hände strichen über ihren Körper. „Zu viel Stoff“ murmelte Rhùk als er ihren Hals küsste, an der weichen Haut saugte und knabberte und Megan damit süsse Laute entlockte. Er hörte sie auflachen. Ihr Körper bebte bei diesem Lachen und Rhùk spürte wie sein Glied durch die Bewegung nur noch härter wurde und zog scharf die Luft ein. Beim Schatten, lange würde er sich nicht mehr zurück halten können. Aber er musste aufpassen. Wie viel konnte er riskieren, ohne diesen Moment zu zerstören? Das Verlangen nach ihr steigerte sich ins unermessliche. „Dann sollten wir etwas dagegen tun.“ Säuselte sie und grinste ihn an als er hochsah. Ihre Augen funkelten vor Lust und hatten sich um mehrere Nuancen verdunkelt. Rhùk schluckte. Beim Schatten. Er pfiff auf all die Geschichten die über Wesen wie Halbblüter erzählt wurden. Sollte er doch verflucht sein diese Frau jemals gehen zu lassen. Er liebte sie.
Diese Erkenntnis liess sein Herz für einen Schlag aussetzen. Er liebte sie. 'Ein ausgestossener Windreiter und ein Halbblut. Was kann da schon schief gehen?' Rhùk schmunzelte und schüttelte leicht den Kopf. Megan blickte ihn fragend an: „Rhùk?“ sie strich ihm durch die Haare und zog die Stirn kraus: „Willst Du nicht?“ fragte sie unsicher und strich dann über seine Wange. Rhùk blickte auf. Seine warmen dunklen Augen schienen ein Feuer in sich zu haben, das sie so noch nie gesehen hatte. Ihr Herz schlug schneller. Rhùk zog einen Mundwinkel hoch und umfasste sie mit seinen starken Armen. Megan rutschte nach vorne und ihre Stirn berührte seine. Sie schloss die Augen für einen Moment und atmete tief ein. „Megan Dwayne..“ erklang seine melodische Stimme und ein wohliger Schauer fuhr durch ihren Körper. Sie lächelte unweigerlich. Rhùk nahm derweilen seinen ganzen Mut zusammen. Jetzt oder nie: „Ich bin nur ein ausgestossener Windreiter. Und ich kann Dir nicht viel bieten. Aber bei den Dreien, ich Liebe Dich. Willst Du meine Frau werden?“ Der Wind wehte durch die Palmenblätter und ein Rauschen erklang durch die Oase. Rhùk zählte die Herzschläge, die vergingen. Sie liess sich Zeit. Zu viel Zeit. Er befürchtete schon, sie würde aufspringen. Ihn auslachen. Das würde er nicht ertragen. Er blickte in ihr Gesicht, seine Stirn an ihre gepresst. Sie hatte die Augen Geschlossen. Er konnte ihren Gesichtsausdruck nicht entziffern. 'Sag doch etwas. Irgendetwas.' flehte er sie stumm an. Der Wind wehte durch ihre Haare, die sich wie sehnende Hände um seinen Kopf schlangen und sich mit seinem Haar vereinten. Nur das Rauschen des Windes, sein Herzschlag und die Pferde waren zu hören. Rhùk wartete. Bangte. Hoffte.
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