XVII: Ängstlich
POV Malcolm:
Ich sprang zurück, aber er streifte mein Bein. Verdammt! Es fing an zu bluten. Ich lief davon. Der Wolf hinterher. Ich lief im Zickzack um das Haus und das Tier folgte mir. Verdammt! Wie sollte ich es schaffen, bis zum nächsten Sonnenlicht am Leben zu bleiben und gleichzeitig Angus bei mir zu behalten. Ich blieb stehen und drehte mich wütend um. Der Wolf legte eine Vollbremsung ein und sah mich verdutzt an.
„Was denkst du dir eigentlich!?" Schrie ich. „Ich bin nicht dein Fressen, okay!? Wieso auch immer du mich fressen willst, ich bin dein Bruder und nicht dein Futter!" Ich schlug ihm in den Kiefer. Er sah mich geschockt an und winselte. „Mach hier nicht das arme Wölfchen! Du wolltest mich fressen du Angeber!" Schrie ich und schlug ihn erneut. Doch das war eine schlechte Idee, weil der Wolf sich von seinem Schock erholte und mich mit seinen großen Pranken schlug, so dass ich mich im Kreis drehte. Er legte eine Pfote auf mich und drückte mich auf den Boden. Ich versuchte davon zu kriechen. Er zog seine Krallen langsam und schmerzhaft über meinen Rücken. „Du Misstvieh! Lass mich los!" Schrie ich mit tiefer Stimme und Schottischem Akzent. Immer wenn ich richtig wütend war, hörte ich mich so an. Das Kratzen hörte auf. Ich drehte mich aus dem Griff und trat ihm in die Schnauze. Doch bevor ich ein zweites Mal zutreten konnte, schnappte er mein Bein. Ich zitterte vor Angst, als er mein zweites Bein nahm und sie spreizte. Immer weiter. Ich jaulte mit hoher Stimme. Das tat verdammt weh! Kein normaler Wolf tat das! Es war ja auch ein verdammter Werwolf. Er drückte meine Beine auf den Boden und spreizte sie weiter. „Was zur Hölle machst du jetzt mit mir!? Machst du das, was sie William Wallace angetan haben!?" Schrie ich wütend. Ich hatte Todesangst, aber ich wollte nicht als Feigling sterben. Er beugte sich vor und leckte über meinen Hals. Ich zitterte, als seine 200 Kilo auf mir lagen. „Angus! Hör auf damit! Verdammt, wach auf!" Schrie ich weiter. Der Wolf beugte sich über mich und mit einem biss hatte er mein Hemd hinunter gerissen. Er starrte auf den weißen Verband. Ich windete mich weiter und versuchte aus dem Griff zu kommen. „Du bist ein Wolf! Du hast meine Klamotten gefressen! Wieso handelst du jetzt wie ein Mensch!?" Natürlich gab es keine Antwort. Er riss mir den Verband ab und leckte über meine Wunden. Ich zitterte stark, als er meine Beine noch weiter spreizte. Ich denke, mein Becken wird brechen, wenn er so weiter macht, Dachte ich panisch. Ich schlug ihm in den Kiefer. Sein Kopf drehte sich wegen der Wucht zur Seite. Ich sprang auf und wäre fast zusammengebrochen. Ich konnte nicht mehr richtig laufen! Dieses Misstvieh hatte meine Beine absichtlich verbogen. Ich legte eine Hand an meine Hüfte und versuchte aufrecht zu stehen. Der Wolf grinste mich an. Dieses Grinsen war ersten gruselig und zweitens ging es mir unheimlich auf die Nerven. „Wach auf, Angus! Ich weiß dass du irgendwo da drin bist!" Schrie ich und schlug ihm die Eisenkette über den Kopf. Ich hörte etwas knacken. Doch leider war es nicht sein Kopf, sondern die Kette. Er hatte sie in der Pfote und zerdrückte sie. Er ging grinsend auf mich zu. Ich stolperte panisch zurück und versuchte mich auf den Beinen zu halten. Er drückte mich gegen einen Baum. „L...Lass mich." Flehte ich. Plötzlich liefen wieder Tränen über meine Wangen und mein ganzer Mut war weg. Ich zitterte vor Angst und hielt mich am Baum fest um nicht umzufallen. Er roch an meinem Hals. Seine Pfote hob sich. Seine Krallen streichelten über meinen Kehlkopf. Ich zitterte und biss mir auf die Lippe um nicht laut zu wimmern. War es jetzt aus? Würde mich Angus morgen tod vor der Hütte finden? Würde Angus morgen überhaupt noch leben? Würde er zu den Schafen laufen? „Ich bin deine einzige Überlebenschance." Flüsterte ich uns sah in die bösen Augen vor mir. Ich konnte seinen heißen Atem auf meinem Gesicht spüren. Die großen weißen Zähne und die fellige Schnauze. Würde ich durch die Hand meines Bruders sterben?
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