XVI: Malcolm Young VS. Werwolf
POV Malcolm:
Der Wolf machte einen Sprung und stand neben mir. Er senkte den Kopf und knurrte mich an. Ich konnte mich immer noch nicht bewegen und starrte in die braunen Augen des Tieres. Feuer loderte in ihnen.
„Ich...W...Angus. Bitte, erinnere dich." Flüsterte ich so leise, dass ich es selbst fast nicht hörte. Der Wolf sprang blitzschnell auf mich. Ich schrie auf, als ich vom Dach geworfen wurde und unsanft auf meinem Rücken landete. Ich wollte aufstehen, doch mir tat der Rücken zu sehr weh. Das Tier kam nach und landete neben mir. Er knurrte mich an und drängte mich in eine Ecke. Ich keuchte. Mein Herz schlug stark gegen meinen Brustkorb. Dann tat ich etwas, wo ich mir selbst nicht sicher war, ob es eine gute Idee war. Ich schloss die Augen und streckte dem Wolf meine Hand entgegen. Außerdem drehte ich den Kopf weg. Dann passierte lange nichts. „Angus. Bitte, komm zurück zu mir." Flehte ich. Der Wolf biss in meine Hand. Ich schrie auf und trat ihm in die Schnauze. Der Wolf zog sich winselnd zurück. Ich hielt meine blutende Hand. Zum Glück waren alle Finger noch dran. Verdammt! Verdammt! Verdammt! Ich sprang auf und lief zum Baum, wo die Kette auf dem Boden lag. Ich wickelte sie schnell ab und hielt sie dann in der Hand. Es war totenstill und ich konnte den Wolf nirgends sehen. Hoffentlich war er nicht zu den Schafen gelaufen. Ich ging langsam um den Baum herum und plötzlich spürte ich wieder heißen Atem über mir. Nein, bitte nicht. Eine Träne lief über meine Wange. Verdammt! Hör auf so eine Heulsuse zu sein! Schrie ich mich an. Wenn ich sterben muss, dann mit Ehre! Ich drehte mich um und sah dem Wolf mit aufgestelltem Kiefer in die Augen. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und blies meine Brust auf. Ich hoffte ihn damit zu imponieren, was jedoch nicht so ganz der Fall war. Seine Schnauze verzog sich zu etwas, das wie ein Grinsen aussah. Das würde ich nie wieder vergessen. Verdammt, ich könnte nie wieder schlafen. Der Wolf machte es mir nach. Er stellte sich ebenfalls auf die Zehenspitzen und blies seine Brust auf. Er war nun mehr als dreifach so groß wie ich und überragte mich. Ich lockerte meine Haltung jedoch nicht, sondern starrte ihm genauso wütend, wie er mir, in die Augen. Es gab Menschen, die behaupteten ich wäre gruselig. Dann sollten sie Mal Angus als Werwolf sehen! Ich zog meine Augenbrauen runter und starrte ihm mit Killerblick in die Augen. Der Wolf zuckte kurz zusammen, fing sich dann jedoch wieder. Er fletschte die Zähne. Ich hob meine Schultern an um breiter zu wirken und gab ein tiefes Grollen von mir. Der Wolf sah mich ein wenig erstaunt an. Ich wiederholte das Grollen und spürte, wie es sich in meiner Brust überschlug. Ich knurrte ihn an. Der Wolf fletschte erneut die Zähne und knurrte ebenfalls. Wir begannen und langsam im Kreis zu bewegen. Scheiße! Wenn das wirklich zu einem Zweikampf kommen sollte, dann ist ja klar, dass ich für mich schon einmal ein Grab graben sollte. Der Schwanz des Wolfes bewegte sich hin und her und schüchterte mich zusätzlich ein. Ich knurrte mit tiefer Stimme. Er fauchte mich an. Ich machte es nach. So ging es ein wenig hin und her, bis er sich auf mich stürzte.
Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro