
Seventeen
S T E L L A
"Oh shit", sagte ich schockiert.
Sofort war Conor zur Stelle und wollte aufgeregt wissen was los war. Als ich ihm dann von den verpassten Anrufen meiner Mutter erzählte musste er allerdings nur lachen.
"It's not funny!", sagte ich empört und schmollte.
Kannte er das denn nicht von seiner eigenen Mutter? Bei mir waren zwei Anrufe in Abwesenheit von ihr schon der reinste Horror. Sie ging natürlich immer davon aus, dass mich jemand entführt und vergewaltigt hätte, was in unserer kleinen Stadt ja auch total realistisch war.
"Wait here. I am back in a few. Dead or alive i don't know yet."
Ich verließ das Kino und stellte mich draußen in eine Ecke, wo ich ungestört war. Ich zückte mein Handy und rief meine Mutter zurück.
Das Gespräch verlief ziemlich kurz, da sie mich nichtmal zu Wort kommen ließ.
"You come home right now!", waren die Worte, die sie dreimal mit scharfem Ton wiederholte und ich traute mich nicht ihr auch nur im Geringsten zu wiedersprechen.
Seufzend legte ich auf und steckte mein Handy zurück in meine Manteltasche.
"Maybe you are here with the wrong guy", flüsterte mir plötzlich eine Stimme ins Ohr und brachte mich zum Zusammenzucken.
"Did you follow me?", fragte ich schockiert und sah in Calums grinsendes Gesicht.
"Maybe", war seine Antwort und er zwinkerte mir zu. Ich wollte ihn gerade dumm anmachen, was die Scheiße soll, doch er wurde plötzlich ziemlich blass und verschwand in einem weißen LKW.
"Okay?", fragte ich mich selbst und sah dem LKW hinterher. Ich konnte kein Gesicht erkennen, der Personen die sich im Fahrzeug befanden, also wusste ich auch nicht warum Calum dort eingestiegen war.
"Finally I found you", sagte Conor, der schwer atmend zu mir rüber rannte.
Er erzählte mir, dass er mich hier nirgends gefunden hatte und dachte, ich würde wieder zurück ins Kino gegangen sein. Also ist er alle vier Stockwerke abgelaufen nur um nach mir zu suchen.
"Sorry for that", sagte ich etwas beschämt, doch er winkte nur ab. "Anything for you Stella."
"Yeah uhm I'm sorry but I really have to go back home. My mum is already really mad at me and I don't even know why so yeah. Could you please drive me or if not I can take the bus it's fine too."
"What? No, of course I'll drive you", sagte er und nahm meine Hand. Ich folgte ihm zu meinem Auto und er öffnete mir die Tür.
Danken nickte ich ihm zu und nahm auf dem Beifahrersitz platz.
Vor meinem Haus angekommen verabschiedete ich mich schnell, bedankte mich für das Date und stürmte die Treppen hoch zur Haustür. Hinter der Haustür stand meine Mutter schon mit verschränkten Armen und wartete auf mich, was kein gutes Zeichen war.
"What?", fragte ich sie empört, da ich wusste nichts Falsches getan zu haben.
Sie hielt mir einen Zettel vor die Nase und ich las ihn mir sorgfältig durch.
Your daughter is on a date with the best friend of Riley Kingsen
- H
"And? What is wrong with going on a date with Conor?", fragte ich sie immer noch verwirrt.
"This guy is the best friend of Riley and Riley nearly wanted to rape you. And now you ask me what is wrong with going on a date with him? Really Stella?"
Vergewaltigen also. Warum mussten Mütter immer so maßlos übertreiben?
"You are grounded", fügte sie noch hinzu und ließ mich sprachlos im Flur stehen.
Genervt lief ich hoch in mein Zimmer, knüllte den Zettel mit der Botschaft zusammen und warf ihn in den Papierkorb.
Wer hatte ihn geschrieben?
Schnell fischte ich ihn wieder raus aus dem Papiermüll und faltete ihn auseinander. "H", sprach ich aus. Im Moment fiel mir keiner ein, den ich mit dem Anfangsbuchstaben H kannte, also schmiss ich den Zettel wieder weg.
Ich legte mich aufs Bett und massierte meine Schläfen, da mir die ganze Aufregung meiner Mutter von vorhin Kopfschmerzen bereitet hatte.
Als ich einen Blick auf mein Handy warf sah ich, dass ich zwei neue, ungelesene Nachrichten hatte.
Die erste war von Conor die ich lächelnd öffnete.
-thanks for the very nice evening. i hope we can repeat it soon? :)-
-i would love to repeat it :)-
Ich öffnete die nächste Nachricht die von "Hoodie :b" stammte. Genau als ich diesen Namen laß kam mir der Geistesblitz. Natürlich, H für Hoodie.
-did you enjoy ur date? ;)-
-fuck off. i hate u-
-wtf did i do this time?-
-you know what i am talking about .. hoodie-
-well i just thought your parents should know-
Am liebsten würde ich ihn jetzt mit Beleidigungen zu texten, aber manche Sachen davon würde ich sicherlich später bereuen. Anstatt mir weiter Gedanken über Calums Aktion, die übrigens total daneben von ihm war, zu machen startete ich lieber meinen Laptop und checkte meine E-Mails.
You have no new messages.
"Great", sagte ich genervt, da ich wohl auch hier keine Ablenkung bekommen würde.
-don't be mad at me stell stell :(-
-did you really call me like that?-
-yes :)-
-shut up hood-
-please stop being mad. i was angry-
-wtf? why?-
-because you stood me up .. for that guy--oooooooooh now i get it. you are jealous? :D-
-no wtf, why should i?-
-u r-
-maybe a bit-
-i knew it-
Nach meiner Nachricht kam nichts mehr, was mich auch nicht sonderlich verwunderte, er war also eifersüchtig.
Aber warum? Verliebt in mich war er nicht, dass hätte er mir längst sagen können, immerhin war er nicht auf den Mund gefallen soweit ich das beurteilen konnte.
Ich musste mit ihm reden, so schnell wie möglich.
Ich packte meine Sachen und rannte die Treppen nach unten. Ich schnappte mir meine Schlüssel und wollte gerade das Haus verlassen, als mich meine Mutter aufhielt.
"Where are you going youn lady?"
"At Stacy's", log ich.
"I don't think so."
"What?", sagte ich schockiert, da sie noch nie etwas dagegen einzuwenden hatte, wenn ich meine beste Freundin besuchte.
"You are grounded you know."
Shit, dass hatte ich schon wieder total vergessen.
"But we have to do some school stuff together. Like a little project for chemistry."
So verwandelte sich meine kleine Lüge in eine etwas größere und ich fühlte mich, wie wenn ich die Hauptfigur in dieser Teen-Serie Pretty little Liars spielen würde.
"So if it is for school stuff you are allowed. But be back before ten", mahnte sie mich noch.
Schnell verließ ich das Haus und bog in die falsche Richtung ein, damit meine Mutter auch keinen Verdacht schöpfte. Zu Stacy führte die linke Straße, zu Calum die rechte.
Ich ging links, doch bog schon bei der ersten Abzweigung ein, um die Straße wieder zurückzugehen, jedoch ohne von meiner Mutter gesehen werden zu können.
Es war eisig und ich könnte mir dafür eine klatschen meine Jacke in der Eile zu Hause vergessen zu haben.
Eng umschlungen rannte ich die nur wenig beleuchteten Straßen entlang und kam schließlich endlich halb durchgefroren bei Calums Haus an.
Es brannte oben Licht und soweit ich mich erinnern konnte lag dort auch sein Zimmer.
Etwas nervös klingelte ich, doch niemand machte mir auf. Ich sah hoch und sah, dass sich der Vorhang bewegt hatte. Kurze Zeit später wurde mir die Tür geöffnet und ein halbnackter Calum, der ziemlich durchgeschwitzt aussah öffnete mir die Tür.
"Stella?", fragte er mich immer noch unsicher ob ich auch wirklich hier vor seiner Tür stand.
"Uhm hi", sagte ich schüchtern und versuchte nicht auf seinen freien Oberkörper zu starren, der richtig durchtrainiert war.
"Do you like what you see?", fragte er mich grinsend, doch ich boxte ihm nur gegen den Arm.
"Oh shut up Hood."
Ich begann wieder leicht zu frösteln, was er anscheinend auch bemerkte. "Are you cold?", fragte er mich und in seiner Stimme erkannte man sogar eine leichte Spur von Besorgnis.
"A bit."
Er bat mich herein und ich nahm in der Zwischenzeit auf der Couch im Wohnzimmer platz, während er sich ein T-Shirt anziehen gehen wollte. Er kam angezogen wieder zu mir zurück und schmiss mir einen schwarzen, viel zu großen Hoodie entgegen. "Take it on", sagte er und zwinkerte mir zu.
Da mir immer noch sehr kalt war zog ich ihn mir schnell über und sah belustigt, wie mir die Ärmel viel zu lang waren.
"Looks good on you", sagte er und grinste mich wieder an. Ich wurde automatisch rot und sah beschämt zu Boden, was in nur noch mehr zum Grinsen brachte.
"Do you want a tea?", fragte er mich und ich nickte leicht mit dem Kopf, immer noch zu beschämt um etwas zu sagen. Er verschwand in die Küche und ich versuchte meine roten Backe wieder loszuwerden, jedoch ohne großen Erfolg.
Er kam mit einer dampfenden Tasse wieder und stellte sie vor mir auf den kleinen Couchtisch ab.
"I hope you like cherry."
"It's my favourite flavor to be honest."
"Mine too", sagte er lachend.
"You drink tea?", fragte ich ziemlich überrascht, da ich ihn mir nur mit einer Flasche Bier oder Cola vorstellten konnte.
Grinsend nickte er und fragte mich dann: "So why are you here Stells?"
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Möchte jemand die Widmung? :)
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