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01.2 • Der Todestag

Dahlia

Als Dahlia aufwachte war es immer noch hell. Sie fühlte sich müde und gerädert, außerdem war ihr kalt. Fröstelnd zog sie die Decke höher und bemerkte dabei, dass sie immer noch ihre normale Kleidung anhatte. Was war eigentlich passiert? Sie blieb mit geschlossenen Augen liegen und versuchte sich an den Tag bis jetzt zu erinnern. Sofort fiel ihr ihre Mutter ein, dann ihr Bruder, Unterricht, Sport, Isaac... Oh nein, Isaac! Wo war er? Er hatte sie in ihr Zimmer gebracht! Er war in ihrem Zimmer gewesen! Sie war aus ihrem Bett hoch geschossen und sah sich um. Nirgendwo konnte sie den Lehrer entdecken, aber genau in diesem Moment klopfte es draußen an ihrer Bürotür. Ihr Zimmer befand sich da hinter, deswegen hörte sie es nur gedämpft. Schnell sah sie auf ihren Wecker und bemerkte, dass es Mittagspause sein musste. Bestimmt wollte nur irgendjemand wieder etwas von ihr. Seufzend stand sie auf und versuchte ihre zerknitterte Kleidung zu glätten, während es nochmals zögerlich klopfte. "Ich komme!", rief Dahlia und lief durch die Tür ihres Zimmers zu ihrer Bürotür, um diese dann zu öffnen.

Davor stand Dylan, ihr Neffe, und Dahlia fühlte, wie sie sich wieder entspannte. "Komm rein", sagte sie und hielt ihm die Tür auf, während sie sich schon wieder umdrehte. Bestimmt hatte er ihre Unachtsamkeit heute Morgen bemerkt und wollte sich erkundigen wie es ihr ging. Denn auch ihm konnte das heutige Datum nicht entgangen sein. "Ich muss dir was sagen", konnte sie seine leise gemurmelten Worte hinter sich vernehmen. "Ja?" Dahlia drehte sich etwas zögernd zu ihm um. "Ja, genau genommen will ich dich warnen." "Warnen? Warnen wovor?" "Naja..." Dylan zupfte unruhig an seinem Pulli herum und jetzt war sie an der Reihe besorgt zu werden. "Ist etwas passiert? Was ist los, Dylan?" "Du hattest doch heute Mittag die elfte Klasse im Kampfunterricht und naja, Mr. Hay hat die Tür der Frauenumkleide aufgemacht und gesagt du seist krank geworden und es geht jetzt das Gerücht rum, dass... naja... du weißt schon." Dahlia gefror das Blut in den Adern. "Wie bitte?", piepste sie. "Das ist doch nie... so war das doch gar nicht!" "Ich weiß, aber es hat sich schon so weit verbreitet und ich habe auch erst gerade eben davon erfahren und... naja... es tut mir leid."

Sofort fühlte Dahlia wieder ihre mütterlichen Instinkte. Sie durfte vor Dylan jetzt bloß nicht in Panik ausbrechen. "Das braucht es nicht, du kannst doch nichts dafür. So ein Gerücht verflüchtigt sich zu seiner Zeit auch wieder, warte nur ab, das wird schon." Dylan sah sie zweifelnd an. "Bist du dir sicher, dass es dir nichts ausmacht?" "Ganz sicher." Dahlia rang sich ein Lächeln ab. "Es ist nichts passiert und das ist die Wahrheit. Wenn ich sie kenne, dann ist das genug." Ihr Neffe lächelte zurück. "Okay, dann geh ich lieber wieder, die anderen warten schon." Dahlia war zu sehr in ihren Gedanken versunken, um nach den anderen, die er erwähnt hatte, zu fragen. Ungefähr die ganze Schule dachte jetzt, dass sie mit Isaac in der Damenumkleide... ja was eigentlich? Rumgemacht hatte? Oder gar noch weiter? Mit einem verzweifelten Seufzen stützte sie ihren Kopf in ihren Händen ab und fuhr sich durch die Haare. Konnte der Tag noch schlimmer werden?

Ja, das konnte er. Nachdem Dahlia das Mittagessen übersprungen hatte und in ihrem Zimmer geblieben war, um dort weiter nachzudenken und zur Ruhe zu kommen, klopfte es wieder. Wer war das denn? Warum verstand bloß niemand, dass sie alleine sein wollte? Erst wollte sie das Klopfen einfach ignorieren, aber dann hörte sie ein leises "Dahlia?". Sofort machte ihr Herz einen Satz. Das war Isaac. Was jetzt? Weiter ignorieren? Aufmachen? Und was sollte sie dann sagen? Wie erstarrt blieb sie sitzen und hörte, wie sich die Schritte nach einiger Zeit wieder entfernten. Seine Schritte. Eine Träne tropfte auf ihre Hand.

Die Lagerhalle war in Dunkelheit gehüllt und Dahlia konnte ihre Mutter neben sich kaum ausmachen. Aber sie wusste, dass sie da war. "Siehst du sie?," flüsterte Mary, ihre Mutter, leise. "Ja", hauchte Dahlia zurück. "Sie sind zu dritt, nein warte, da kommt noch ein vierter." Sie kniff ihre Augen zusammen, um die schemenhafte Gestalt am anderen Ende der Halle zu erkennen. Kam er ihr nicht bekannt vor? Seine Art zu laufen, sein Umriss, seine Frisur, war das nicht... mit einem Schlag wurde es ihr klar. "Maximilian!", keuchte sie und auch ihre Mutter neben ihr sog erschrocken die Luft ein. "Wie ist das möglich?" Dahlias Zwillingsbruder trat zu den drei Verbrechern, als würde er sie schon Jahre kennen. "Er muss undercover arbeiten und es uns nicht gesagt haben", murmelte Mary und kurz wollte Dahlia es auch glauben, aber sie wusste es besser. Sie kannte Max. In letzer Zeit war er anders geworden und jetzt wusste sie warum. "Wir müssen abbrechen, Mama, weg hier." "Ich lasse meinen Sohn nicht alleine mit diesen Verbrechern!" Dahlia konnte sie nicht mehr aufhalten, Mary war aus den Schatten getreten, ihren Bogen in der Hand. Und dann ging alles ganz schnell. Das nächste was sie mitbekam war das viele Blut. Das Blut an ihren Händen, stammend aus einer klaffenden Wunde in Marys Bauch. Ihre Mutter schnappte nach Luft, kämpfte um zu Leben, aber ihre Augen wurden glasig, ihr Kopf fiel zur Seite. "Nein!" Tränen strömten über Dahlias Gesicht, sie sah fassungslos auf ihre Hände, dann nahm sie den Bogen...

Keuchend und schweißgebadet wachte Dahlia auf. Sie brauchte einen Moment, um sich vom ihrem schrecklichen Traum zu erholen. Natürlich hatte sie den gehabt, so wie jedes Mal nach diesem Ereignis. Ihre Vergangenheit ignorierte sie nicht, nur weil sie sie versuchte zu ignorieren. Plötzlich kam ihr ihr Zimmer viel zu eng vor und fast schon panisch schlug sie die Decke weg. Sie musste hier raus, sofort. Mit ihrer Jogginghose und dem Morgenmantel begab sie sich nach unten, schlich durch die Flure und schlüpfte schließlich durch eine kleine Hintertür nach draußen. Die frische Luft tat ihren Lungen gut und sie konnte wieder frei atmen. Gegen die Kälte zog sie ihren Mantel enger um ihre Schultern und setzte ihren Weg zum Ufer fort.

Der Himmel war in dieser Nacht besonders klar und mit ihren Armen um ihre Beine geschlungen sah Dahlia nach oben. Sie hatte sich auf den flachen Stein am Ufer gesetzt, wo sie hinüber zum Festland schauen konnte, aber auch Sicht auf das Gebäude hier auf der Insel hatte. Die Kälte des Steins unter ihr sickerte langsam in ihren Körper, aber sie kümmerte sich nicht darum. Stattdessen sah sie hinauf zu den Sternen und fragte sich welcher von ihnen ihre Mutter war und welcher ihr Bruder.

Plötzlich merkte sie auf irgendeine Weise, dass jemand da war. Sofort drehte sie sich um und sah Isaac, der nur wenige Meter hinter ihr stand. "Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken!", sagte er sofort und sah dabei direkt schuldbewusst aus. "Schon okay", seufzte Dahlia und entspannte sich wieder etwas. Im Moment wusste sie gar nicht mehr was sie fühlen und denken sollte. Sie war so verwirrt, wegen ihrem Traum und wegen ihren Gefühlen für Isaac. In der Stille, die nur das Rauschen des Meeres und der Wind in den Bäumen unterbrachen, hörte sie wie er näher kam und schließlich neben ihr stand. Er würde nicht gehen bis er Antworten bekam, das wusste sie. Ohne etwas zu sagen rückte sie auf dem flachen Stein beiseite und machte für ihn Platz. Er nahm das Angebot ebenso wortlos an und setzte sich neben sie.

"Genau an diesem Tag vor ein paar Jahren ist meine Mutter gestorben", flüsterte Dahlia und sah wieder zu den Sternen auf. "Es war bei einem Spionageauftrag, bei dem wir entdeckten, dass mein Zwillingsbruder nicht auf unserer Seite stand. Ich habe...". Zitternd holte sie einmal tief Luft und senkte den Blick wieder zu ihren Knien, während sie die Tränen zurück drängte. "Ich habe meinen Bogen genommen und... und ich habe meinen Bruder angeschossen. Er war tot." Es war zu spät noch zu versuchen ihre Tränen zu verdrängen, sie liefen schon über ihr Gesicht und hinterließen laue Spuren. Isaac legte tröstend einen Arm um sie und zog sie näher an sich und genau wie am Morgen heulte Dahlia an seiner Brust. "Es tut mir so leid, Dahlia." Im Moment war Dahlia einfach nur froh, dass er hier war.

"Wie hast du mich gefunden?", fragte sie nach einiger Zeit leise und versuchte sich wieder zu beruhigen. "Ich habe dich von meinem Fenster aus gesehen und weil du mir nicht geöffnet hast, bin ich dir einfach gefolgt." Vorsichtig sah sie zu ihm auf und diesmal traute sie sich in seine Augen zu sehen. "Danke", hauchte sie. Isaac lächelte und dabei zeigten sich seine Grübchen. Wie schön konnte ein Mensch eigentlich sein? Zum ersten Mal hatte sie die Gelegenheit Isaac von ganz aus der Nähe zu betrachten und sie spürte ihr Herz schneller klopfen. Ihr Gehirn wollte einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen, solange sie in diese wunderschönen, grauen Augen sah. "Kannst du mich küssen?", flüsterte sie leise. Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Oh nein, war das peinlich. Sie spürte wie ihr die Röte ins Gesicht schoss und mit jeder Sekunde die verstrich fühlte sie sich schlechter. "Okay, vergiss das einfach, ich wollte nicht... also ich..." Aber bevor sie ihren Satz beenden konnte hatte Isaac seine Lippen auf ihre gelegt.

Auf Wunsch von:
FoxCrafts

Teil 2 meine lieben Leutz! Endlich nach all diesen gefühlten Jahren. Ich struggle mit diesem Ende und mit dem Mittelteil und mit dem Anfang auch und insgesamt finde ich es einfach Kacke, aber ich veröffentliche es trotzdem xD

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