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/ doc aroha - prologue: talking to myself /

Eine Hand klammerte sich zitternd um die dicken Bücher, die er sich in der Bibliothek für sein kleines Eigenstudium geholt hatte. Die andere, versuchte vergebens den Schlüssel in das Schloss zu bekommen, um endlich in die Wohnung zu gelangen.

Blut triefte über seine bereits vollgesogene Augenbraue, über die verklebten Wimpern und an seiner Wange entlang. Seine Stirn pochend, benebelte der Schmerz jegliche Sinne, die ihn gerade widerfahren und machten es ihm unmöglich, klar zu sehen. 

Er ließ klimpernd den Schlüsselbund fallen und griff sich mit einer Hand an die Stirn. Aus seinen Beinen entwich spürbar die Kraft, sein Gewicht zu tragen, worauf er rückwärts an die nächstbeste Wand des dritten Stockwerks donnerte. Schwingungen durchbebten seinen Körper und schnürte ihm für kurze Zeit den Atem ab. Jinjin schnappte nach Luft und versuchte noch bei Bewusstsein zu bleiben. Sein linker Unterarm brannte, seine Muskeln zitterten von der Anstrengung, unter Dauerspannung die Bücher vor dem Fallen zu hindern. Doch er wusste, dass nicht alleine deswegen seine Innenseite sich anfühlte, als hätte sie Feuer gefangen. 

Die Schlacht war unerbittlich gewesen, zu viele am Boden liegenden Menschen. Er schloss seine Augen und rieb sich mit dem Handrücken über die Stirn, um ein wenig des freiwerdenden Blutes entfernen zu können.

Er war unfähig gewesen, hatte von der einen auf die andere Sekunde nichts mehr gewusst, wie er reagieren sollte. 

Sein kurzes Schluchzen hallte durch das Stiegenhaus und er fühlte wie sich alles zu drehen begann. Er würde gleich zu Boden gehen. 

Seine Augen öffneten sich langsam wieder und sahen an seiner linken Schulter hinab. Bis zur Armbeuge hatte sich sein T-Shirt mit Blut vollgesaugt und es sickerten immer noch rote, von seinem Gesicht triefende Tropfen in den Stoff.

"Bitte lass' es nicht zu spät sein", hauchte er einen Satz, den er in seinem heutigen Traum gehört hatte. Eine leichte Gänsehaut zauberte sich auf seine Arme. Kalter Schweiß floss über seinen Rücken. 

Heute hat er sich einmal nach dem Training nicht sofort nachhause begeben, sondern war in die Nationalbibliothek gegangen, um dort zu recherchieren. Es gab ja auch noch das Internet, aber Jinwoo wollte etwas zum Lesen und wollte es auch verstehen und dies ging nun einmal am besten mit Büchern. Er hat sich durch unzählige dicke Schwarten gestöbert, über Anatomie und Pflanzenheilkunde. 
Mit dem Stapel Bücher auf den Händen, hat er sich in eine kleine stille Ecke gesetzt und sie durchgeblättert und aus irgendeinem Grund, war er eingeschlafen. In den letzten Tagen hat er sich tagtäglich auf den Beinen gehalten, nur ein kleines Nickerchen, wenn sie im Bus auf dem Weg zum Training waren. Sein Körper hat ihn in gewisser Hinsicht gezwungen, zu schlafen, obwohl er nicht wusste, was er damit angerichtet hat. Wie immer, ist Jinjin in seine Traumwelt katapultiert worden. Inmitten eines Schlachtfeldes aus Trümmern und Menschen.
Alles reglos.

Als er wach geworden war, hatte er vorerst keine Luft bekommen. Seinen Kopfschmerz ignoriert, war die wenigen Meter zur Wohnung fast gelaufen und hat die vielen Blick der Passanten nicht beachtet, die ebenfalls das kalte Blut in seinem Gesicht bemerkt hatten. Und jetzt stand er hier, starrte vor sich an die Tür und wusste kaum, wie zu handeln.

Eine Träne floss über seine Wange, vermischte sich mit dem Blut. 
Warum war er dort gefangen.
Warum musste er solch Leid ertragen.
Warum brachte er diese Schreie nicht aus seinem Kopf.

Er nahm sich schließlich allen Mut zusammen, den er noch besaß, biss die Zähne zusammen und stieß sich mit einem Fuß von der Wand ab, um in Richtung Wohnungstür zu stolpern. Es fühlte sich an, als würde sein Hirn bei jedem gestolperten Schritt gegen seine Stirn krachen. Mehrere Schmerzimpulse durchfuhren seinen Kopf, die unerträglich waren. Langsam wurde ihm von dem vielen Blut auf seinem Körper, seiner Kleidung, übel. 

Seine Hand ließ nun die Bücher los, verteilten sie im halben Flur und er krachte mit den Handfläche auf die hölzerne Tür.

"Sanha!", hämmerte er wie verrückt gegen das Holz, konnte glauben einen seiner Fingerknochen brechen zu hören. Er empfand keinen Schmerz mehr, da dieser zu beschäftigt in seinem Kopf war, um sich um den einen kleinen Finger zu kümmern. "Bitte mach' auf."

Seine Hände zu Krallen geförmt, versuchte er sich an der glatten Tür festzuklammern, doch es war vergebens. Seine Beine haben den Dienst für heute niedergelegt und er fiel an die Tür gelehnt auf die Knie. Es war das Ende. 

Nichts konnte ihm nun vom Gegenteil überzeugen. Er würde hier verbluten, vor aller Welt und niemand würde es bemerken. Ein qualvoller Tot, so hat er gelesen. 
Eine Hand zog sich den Schlüsselbund vom Boden näher, der schimmernd die letzte Hoffnung war. Aus irgendeinem Grund hat er noch nicht aufgegeben und er wollte es auch nicht. Wie sehr er doch diesen General Sugary verachtete, scheint er langsam auf ihm abzufärben. Mit seiner lässigen, wenn auch gleichgültig kalten Art, doch an das Aufgeben dachte er nie. 

Die zweite Hand von Jinjin klammerte sich nun an die Türklinke und versuchte seinen Körper leicht aufzuziehen, aus der schrägen Position, irgendwie an der Tür lehnend. Er kniff die Augen zusammen und versuchte einen Aufschrei zu unterdrücken, auch wenn er dadurch Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte. Er wollte sie aus irgendeinem Grund nicht mehr. 

Mit geschlossenen Augen tastete er sich blind an das Schloss und versuchte präzise und mit letzter Kraft den Schlüssel hineinzubringen. Mit Leichtigkeit rutschte er in das Schloss und er legte seine Hand auf das runde, noch hervorschauende Ende, um mit dem Handballen den Schlüssel hinunterdrücken zu können.  Ein leises Klacken erklang und die Tür sprang auf. 

Jinwoo fiel überwältigt rücklinks in die Wohnung, erkannte nur den leeren Flur. Um sich aufzurappeln, war er zu schwach.

"Was machst du denn für einen Krach", kamen mit schallendem Gelächter die Worte aus dem Wohnzimmer, welches durch die Ecke von der Tür aus nicht zu erkennen war. Er spürte die schweren Füße auf dem Boden. Es müsste Sanha sein. 

"Sanha", griff Jinjin nach vor und versuchte sich etwas dem Wohnzimmer entgegenzuziehen, doch seine ganze Kraft war für das Öffnen der Tür auf seine Kosten gegangen. "Sanha."

"Hast du...", hielten nun Füße, mehrere Meter von ihm entfernt in seinem Sichtbild und kamen Sekunden später laufend auf ihn zu. "Jinwoo!"

Sanha warf sich auf die Knie und betrachtete erst einmal seinen Freund. Sein Shirt war überströmt mit Blut, seine halbe Gesichtshälfte auch und er lächelte. Was zum Teufel war passiert, wer hat ihm dies angetan. 

"Bitte hilf' mir", griff Jinjin nach der Hand seines Freundes und zwang sich, nicht die Augen zu schließen. Er wollte dies Sanha nicht antun, nicht vor seinen Augen zu sterben, wie er es schon selbst ein paar Mal fast erlebt hätte.

"MJ! MJ!"
Sanha war völlig überfordert. Er hatte nicht die geringste Ahnung, was er nun tun sollte. Jinjin hielt seine Hand so leicht, wie nie zuvor und es begann sich langsam Blut auf dem Boden auszubreiten. Sanha spürte, wie ihm die Farbe aus dem Gesicht wich. 

"MJ!!", rief Sanha erneut, so energisch wie noch nie und Jinwoo versuchte die Hand seines Freundes, des jüngsten der Band noch etwas fester zu halten, um deutlich zu machen, dass es ihm noch zur Hälfte gut ging, obwohl das Gegenteil der Fall war.

Eine Tür fiel ins Schloss und Sanha begann zu schluchzen. Er fühlte sich so nutzlos, zu weinen zu beginnen, anstatt seinem Freund zu helfen. 
Myungjun kam nun angerannt und hatte aus der Ferne schon gesehen, wie Sanha neben der Tür kniete. Es könnte nur eines bedeuten und MJ wusste um was es sich handelte. 

Er drückte Sanha leicht zur Seite und ließ sich ebenfalls auf die Knie nieder. 
Der Maknae sah zum Ältesten und bittete ihn stumm mit seinem tränenüberströmten Gesicht um Hilfe.

"Ruf' einen Krankenwagen", kam es ruhig von Myungjun und nahm die Hand von Jinjin aus der von Sanha, der nun zurück ins Wohnzimmer lief. MJ versuchte sich ein Bild von der Lage zu machen, doch Jinwoo lachte und dies hieß, dass es ihm halbwegs gut zu gehen scheint. Seine vorherigen Zweifel, dies nicht zu überleben, wie weggefegt.

"Bist du wieder wo eingeschlafen?", bedachte sich MJ leiser Worte und zog die klebenden Strähnen aus der Platzwunde am Kopf, die über das gesamte Gesicht Blut verteilte. 

Myungjun wusste bescheid. Von all den gespenstischen Geschehnissen, die seinen Freund widerfuhren, ohne dass er es wirklich kontrollieren konnte. Einmal in der Woche saßen sie mindestens im Krankenhaus und MJ hatte auch schon einen Erste-Hilfe-Kurs belegt, um Jinjin nicht einmal vor seinen Augen sterben sehen zu müssen. 
Jinjin hatte Angst davor gehabt, es jemand anderen anzuvertrauen. MJ war der älteste der Band, schon fast wie eine Vaterfigur für sie. Er hat nicht gezögert, es ihm vor guten drei Monaten zu erzählen. Doch anstatt, wie geglaubt, Jinjin auszulachen, hat MJ ihm gesagt, ihm beizustehen. Denn aus den Kratzern, sind im Laufe tiefe Wunden geworden. 

"In der Bibliothek", bekam Jinjin nun den zusammengeknüllten Pulli unter den Kopf belegt, als Kissen. Myungjun sah ihn verdutzt an und musste diesen Satz nochmals in seinem Kopf wiederholen. 
Seit wann besuchte Jinjin die Bibliothek freiwillig. 
Doch er fragte nicht nach dem Grund, da er unwichtig war. Sein Blick fiel aus der Wohnung zum Flurboden, auf dem Bluttropfen und mehrere Bücher verteilt waren. Die Überschrift des ihm am nächsten liegenden Buches konnte MJ entziffern. 

Notfallsmedizin - Taschenatlas

"Ich will sie nicht sterben sehen."
Jinjin hatte den Blick seines Freundes bemerkt. Er musste die Frage nicht aussprechen, da er sie ohnehin schon von seinen Augen lesen konnte. 

"Und wenn du es nicht verhindern kannst?", stellte MJ ihm die Frage, wie vor einem Tag, an dem sie sich wegen des genau selben Themas gestritten haben. 

"Dann haben ich es wenigstens versucht und kann mir nur die halbe Schuld zuweisen, da ich für die Verletzung nicht verantwortlich bin."

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