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Es war ruhig, als wir zusammen beim Essen saßen. Nicht einmal Thema und meine Mutter sprachen miteinander. Sie aßen nur und schauten ab und an mal auf. Wow, das ist doch mal wunderbar... Wer feiert denn nicht gerne seinen Geburtstag mit einem Raum voller Schweigen? Genau, niemand.

"Kannst du mir vielleicht etwas über deinen Vater erzählen?"

Meine Gedanken schweiften zurück zu den Klippen. Wir saßen zusammen an den Klippen und mein Kopf ruhte auf seiner Schulter. Mein Blick ruhte in der Ferne und meine Gedanken waren nicht feste. Wie lange wir so saßen, wusste ich nicht, doch das war mir auch egal, denn irgendwie fühlte ich mich wohl bei ihm. Doch als er diese Frage stellte, war ich prompt wieder in der Wirklichkeit. Meine Gedanken waren wieder klar und ich saß innerhalb von wenigen Momenten kerzengerade. Meine Augen trennte ich von dem wunderschönen Anblick, welcher so weit in der Ferne lag. Er wollte etwas über meinen Vater wissen? Aber warum?

"Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ihn kannte. So wie du ihn beschrieben hast... Das erinnert mich an jemanden..."

An wen hat ihn denn bitte meine Erzählungen erinnert?Er kannte doch nicht etwa meinen Vater, oder? Aber wie auch? Ich meine niemand wusste von ihm... Nein, niemand wusste, dass er mein Vater war... Aber jeder kannte ihn. Er war schließlich der Beste der Besten. Außerdem war er der Leibwächter von meiner Mum, der großen Alecto, der Herrscherin unserer Welt. Kein Wunder, dass jeder ihn kannte.

"Weißt du, irgendwie erinnerst du mich an jemanden, den ich früher mal gekannt habe. Aber der nicht mehr da..."

Seit dem wir wieder hier im Schloss waren, war sein Blick voller Trauer. Ich habe ihn noch nie so traurig gesehen. Meine Mutter schaut nur gerade auf ihr Essen. Es ist bedrückend hier zu sitzen, an meinem Geburtstag, mit den zwei wichtigsten Menschen, die ich noch habe. Jedoch fühlt es sich so leer an. Meine Augen wandern zwischen Themba und meiner Mutter immer wieder hin und her. Irgendwas ist mit ihnen los, doch was? Das sie mir was verheimlichen, vermute ich ja schon länger, doch sonst waren sie immer fröhlich. Ich hasste es mit solchen dunklen Stimmungen umzugehen.

Irgendwie bin ich Traurig, doch nicht nur das. Ein anderes Gefühl schlummerte in mir, jedoch erwachte es langsam. Es war Wut. Meine Wut konnte ich nicht mehr wegsperren. Normalerweise ist das kein Problem für mich, aber heute geht das einfach nicht.

Sonst war mein Geburtstag der einzige Tag, an welchen meine Mum, mein Dad und ich eine richtige Familie sein konnten. Mit der Zeit verstand ich, dass wir keine normale Familie waren, so wie die, welche sonst noch im Schloss lebten. So schwer es mir auch viel das zu akzeptieren. Doch gab es immer diese eine Ausnahme, dieser eine Tag, an welchem meine Eltern es schafften, das wir nur zu dritt was machen konnten. Dieser Tag war mein Geburtstag.

"Ist alles in Ordnung?" Ich bekam ein Schweigen.

"Warum seid ihr so still?" Wieder nur ein Schweigen.

"Ihr seit schon seit Tagen so komisch... Was verheimlicht ihr mir?" Und erneut ein Schweigen.

Das einzige, was Themba und meine Mutter taten, war, dass sie sich kurz ansahen, dann richteten sie ihre Augen auf mich und schließlich schauten sie wieder runter. Das Gefühl, welches tief in mir lag, wurde immer stärker. Ich wusste nicht, weshalb ich so wütend war, aber ich wusste, dass ich das nicht mehr zurück halten konnte.

"Okay, ich merke, dass ihr nicht mit mir reden wollt aber müsst ihr deshalb alles totschweigen? Könnt ihr euch nicht wenigstens etwas Mühe geben, mich an meinem Geburtstag nicht nur an zuschweigen? Alles ist besser als das! Ich würde sogar lieber bei dem Training von Quirin mit machen, oder mit Hektor meine Zeit verbringen!"

Die beiden anderen schauten mich an. Mehr machten sie nicht. Es traf mich, dass sie nichts taten. Jedes einzelne Geräusch wäre mir lieber, als dieses stille Gestarre. Wieder einmal sehe ich den beiden in die Augen, doch es passierte nichts. Das traf mich wie einen Schlag. Ich stand auf und nicht fähig irgendetwas zu sagen. Mit schnellen Schritten ging ich auf die große schwere Holztür zu, welche den Raum von dem Flur trennte. Kurz bevor ich die Tür öffnete schaute ich nochmal zu den beiden.

Themba schaute bedrückt Richtung Boden, so wie er es oft macht, wenn er unsicher ist oder irgendetwas nicht sagen möchte. Und meine Mutter schaut mich mit einem undefinierbaren Blick an. Diesen Ausdruck habe ich noch nie bei ihr gesehen.

Ich legte meine Hand auf die kühle Klinke und drückte diese runter. Gerade als ich die Tür durch ein wenig Druck öffnen wollte, hörte ich die Stimme von meiner Mum: "Nisha, wo willst du hin? Du kannst doch nicht einfach so aufstehen!" Ihre Stimme war irgendwie kalt, doch sie hatte auch irgendetwas flehendes oder auch unsicheres. Wieder drehte ich mich zu ihr, nur um zusehen, das sie mich mit ihren Augen fixiert hatte und mittlerweile auch nicht mehr saß. "Ich möchte weg von euch", meine Augen lagen nun auf Themba, welcher seinen Blick immer noch gen Boden gerichtet hatte.

"Ich kann das einfach nicht mehr. Gerade du solltest doch wissen, dass mir mein Geburtstag wichtig ist! Ich wollte doch nur wieder einen schönen Geburtstag haben... Seit dem Papa tot ist hatte ich kaum einen schönen Tag! Aber das hat dich ja nicht richtig interessiert! Seit seinem Tod hast du ja kaum noch Zeit für mich! Und dann konnte ich mit Themba endlich mal wieder lachen und ich sein, aber du musst dich ja wieder mal einmischen! Mal wieder musste irgendetwas passieren und du nimmst mir wieder jeglichen Grund zum lachen... Seit Tagen verheimlicht ihr mir irgendetwas und verstummt sobald ich komme. Glaubt ihr, dass ich dumm bin? Ich merke solche Sachen!"

"Nisha!" Ich schaute zu ihr und Tränen brannten in meinen Augen. "Wisst ihr, all das konnte ich eigentlich ignorieren, doch dass ihr mir meinen Geburtstag nur durch ein einziges Essen zerstört, das tut mir weh..."

Wieder wandte ich mich ab und ging hinaus auf den Flur. Meine Tränen fingen an über mein Gesicht zu rennen, als die Tür ins Schloss fiel. Kurzerhand rannte ich los. Ich wollte weg von allem. Mein weg führte mich in mein Zimmer und mein Blick richtete sich auf eins meiner vielen Bücher, welche gefüllt mit meinen Gedanken, gestapelt auf meinem Schreibtisch lagen. Blind griff ich nach einem Stift. Dieser war ein tiefblauer Füller mit einer eben so dunklen Tinte in ihm. Er gehörte eins meinem Vater. Wenn ich mich so in meinem Zimmer mal umschaue, war dies auc das einzige, was ich noch von ihm habe. Also wenn man mal von Miss Bare und ein paar Fotos absehe.

Ich schnappte mir eins der Bücher und schlug es auf einer der freien Seiten auf. Langsam öffnete ich den Stift in meiner Hand und setzte die Feder auf das leicht gelbliche Papier. Die silberne Spitze des Füllers bog sich leicht, als ich leichten Druck auf diese ausübte. Langsam bewegte ich meine Hand und meine Bewegungen hinterließen eine königsblaue Spur auf dem Papier.

Jedoch sah ich das alles nur aus einer verschwommenen Sicht, da sich meine Tränen noch immer ein Rennen über mein Gesicht lieferten. Das Papier füllte sich immer mehr mit der blauen Tinte. Diese blauen Spuren veranschaulichten meine Gedanken. Ich schrieb schon immer, wenn mir meine Gedanken zu viel wurden. Sie liegen mir oft schwer auf der Seele. Mein Blick hob sich für einen Moment und blieb an den anderen Büchern hängen. Sie waren fast wie Tagebücher, dort stand alles drinnen. Jeder einzelne Gedanke,welcher mir zu schwer wurde. Meine ganzen Gedanken zu meiner Mutter, meinem Vater, meiner Situation, meinen Gefühlen und noch viel wichtiger zu Themba stehen dort niedergeschrieben. Leise musste ich seufzen, denn ich will mir nicht vorstellen, was geschehen würde, wenn jemand diese Bücher lesen würde. Diese Person wüsste absolut alles über mich wissen.

Gerade als ich fertig war, wollte ich den Füller wieder weglegen und das Buch schließen, als ich in dieser Handlung Inne halten musste. Ein Klopfen hallte durch mein Zimmer und kurz darauf öffnete sich meine Tür. Meine Kopf drehte sich automatisch in die Richtung der Lärmquelle. Dort standen natürlich meine Mutter und Themba, welche sich selber rein ließen und sich auf mein Bett setzten.

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