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7 | Mr Harold

Die Tür von Mr Harold befand sich in einem der hohen Türme, in einer der breiten Gassen, die vom Platz in südlicher Richtung abzweigten. Zumindest müsste es Süden sein, wenn man den Ort des Sonnenuntergangs als Westen annahm. Aber welche Gesetze galten schon, in einer von künstlicher Intelligenz geschaffenen Welt?

Xander hatte die - durch eine metallene Sicherheitstür verschlossene - Traumwelt erst einmal betreten. Damals war er mit Sassy hier gewesen. Und er hatte sich nicht gerade willkommen gefühlt. Mr Harold war ein mächtiger Mann in der realen Welt, soviel hatte Sassy ihm anvertraut. Wer er war und was genau er tat, war Bestandteil des Datenschutzes. Und den nahm man bei Elysium Haven sehr ernst. Auch wenn Sassy ihm gegenüber wenig subtile Andeutungen gemacht hatte.

„Wir sind da", meinte Xander, als sie mit dem Fahrstuhl bis ins oberste Stockwerk gefahren waren und nun aus der Kabine traten. Sein Rekrut schien begeistert. „Genauso imposant hatte ich es mir vorgestellt", meinte er, während er die Aussicht aus den bodentiefen Fenstern bewunderte. Xander irritierte der Kommentar ein wenig. „Warum hast du geglaubt, dass wir es mit einer solchen Tür zu tun bekommen würden? Du weißt doch gar nicht, wer er ist!"

Renard zögerte einen Moment. Sein Gesicht war noch immer auf die Aussicht der kleinen Welt unter ihnen gerichtet. „Na ja, allgemein hatte ich erwartet, dass diese Welt so ist, wie dieses Hochaus. Irgendwie schick und mit Klasse. Immerhin ist der Dienst ja nicht gerade günstig."
Dann drehte er sich um und grinste. „Außer natürlich für die Lotteriegewinner und die Tagesgäste. Oder solche, die ne halbe Niere spenden würden, um einmal ihre Sorgen zu vergessen."

Xander fand diesen Kommentar gar nicht witzig. Er kannte tatsächlich Menschen, die für den Genuss, ein paar Stunden lang sorgenfrei zu sein, getötet hätten, würde man ihnen dafür einen Platz im Himmel anbieten. „Falls du nach diesem Tag noch immer Traumreiseführer werden solltest, untersage ich dir hiermit offiziell, diese Art von Späßen in der Gegenwart unser Kunden zu tätigen", meinte Xander streng. „Jeder hat seine Gründe hier zu sein und wir urteilen nicht!", rezitierte er das Handbuch. Auch wenn er selbst anders darüber dachte.

„Entschuldige", sagte Renard nun etwas geknickt. „Ich werde mich zurückhalten." Er sah wirklich reumütig aus, fand Xander und seufzte. „Schon okay. Halte dich nur bitte zurück, wenn wir nun hineingehen. Überlass mir das Reden. Wir gehen rein, tragen unser Anliegen vor und gehen wieder. Dann warten wir, bis uns jemand rettet. Alles klar!" Renard nickte. „Dann los!"

Als Xander den Code für die Tür eingab, war er für einen Moment unsicher, ob sie es überhaupt in die Traumwelt hineinschaffen würden. Normalerweise plante man die Besuche im Kontrollraum und der Code war nur die zweite Freigabestufe. Aber wie durch ein Wunder schwang die Tür tatsächlich auf und gewährte ihnen Einlass. Vielleicht, dachte Xander, hatte es etwas mit dem Systemfehler zu tun, der sie hier unten eingesperrt hatte. Würde er auch durch andere Türen gehen können, deren Code er kannte?

„Soll ich vorgehen?" Renards Frage riss Xander aus seinen Gedanken. Eilig schüttelte er den Kopf. „Ich gehe schon!" Zielstrebig schritt er aus dem Treppenhaus durch die Tür und auf einen, von der Sonne schon halbverblassten Holzsteg. War es in der Oasis gerade noch beginnende Nacht gewesen, schien hier eine helle Sonne vom wolkenlosen Himmel. Auf dem Weg zum Strand plätscherte unter ihnen türkisfarbenes Wasser wie zu einer sanften Melodie. Zwei Kokospalmen säumten das Ende des Steges und eine leichtbekleidete Dame begrüßte sie freundlich, als sie ihre gelben Gummistiefel in den feinen Sand des Strandes setzten.

„Hallo die Herren! Wen darf ich ankündigen!", fragte sie mit einem erkennbar spanischen Akzent. Ihre schwarzen Haare umrahmten ein filigran gezeichnetes Gesicht mit fast schon unnatürlich großen braunen Rehaugen und langen dichten Wimpern. Xander erkannte das Model, welches durch kleinere Ad-Ons noch ein wenig modifiziert worden war. Eine hochpreisige Ausführung der neuesten Version, die es im Elysium Heaven gab. Wer sich solch eine Schönheit nur für den Empfang leistete, hatte definitiv zu viel Gold in seinen Manteltaschen, fand Xander.

„Hallo, ich bin Traumreiseführer Xander Breece und das ist mein Auszubildender Renard. Wir wurden von dem Systemausfall überrascht und kommen deshalb nicht wieder zurück in die Kommandozentrale. Wir wünschen Mr Harold zu sprechen, um ihn um Hilfe zu bitten", erklärte er dennoch höflich.

„Einen Moment bitte", sagte die Dame höflich und ging zu einer Hütte am Urwaldrand der tropischen Insel, vor der eine Hängematte einladend zwischen zwei Palmen hing. „Nicht die schlechteste Art zu entspannen", meinte Xander, als sie die Dame kurz aus den Augen verloren hatten. Wahrscheinlich erstattete sie ihrem Boss gerade bericht.

Xander sah zu Renard, der gerade mit seinem Stift an seinem Transponder herumfummelte. „Was machst du da?", fragte er ihn verwundert.
„Ich wollte es noch mal mit deinem Trick versuchen", antwortete Renard mit einem schiefen Lächeln. Der Typ war doch bescheuert.
„Lass das, wir haben doch jetzt jemanden, der uns helfen kann", tadelte Xander. „Wer weiß, was du mit deinem Herumgefummele noch anrichtest!"

Doch es war bereits zu spät. Es klickte einmal laut, und als Xander an sich hinunterschaute, steckten seine Beine und sein halber Oberkörper in einer dunkelblauen Wathose.
„Was soll das denn? Denkt die KI etwa, wir wollen heute noch angeln gehen? Das kann nicht noch schlimmer werden, oder", lachte er halb amüsiert, halb genervt.
„Ähm... Gib mir eine Minute"*, meinte Renard, der zu Xanders Erstaunen von der neuesten Modifizierung des Outfits verschont geblieben war.

Er trug keine Wathose, nur ein hämisches Grinsen.

„Was zum Henker ist hier los?" Xander spürte mit einem Mal, wie eine seltsame Unruhe von ihm Besitz ergriff. Renard hatte inzwischen den Stift aus dem Kontrollpanel gezogen und stand nun mit offenen Händen vor ihm. Seine Beine hatte er schulterbreit aufgestellt und sein Blick ruhte ernst auf seinem Ausbilder.

„Was hast du vor?" Xander konnte die aufkeimende Angst in seiner Stimme nicht verstecken. Er verstand nicht, was genau hier gerade vor sich ging, doch er besaß genug Instinkt, um sich vor dem, der ihm nun so kampfbereit gegenüberstand, zu fürchten.
„Ist das denn nicht offensichtlich? Ich werde dich töten!"**

*Mai Prompt von SteffiDa
** April Prompt von _Silencia

Okay, ich habe ein wenig geschummelt. Ich habe den Mai Prompt vor dem April Prompt verwendet. Aber Silencia hat gesagt, dass es okay ist 😅

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