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k. havertz

Für drowninghavertz / @drowninghavertzx weiß jetzt nicht, was dein aktueller Account ist

[Words: 1.669]
[geschrieben am 16.10.2020]

Song: Mirror
Interpret: Niall Horan

She closed the door
She hides behind the face nobody knows
She feels her skin touch the floor
She wants to fight
Her eyes are tired, nobody's on her side
She wants to feel like she did before

Ich schlüpfte in meine Wohnung herein und schloss die Tür möglichst leise hinter mir, um niemanden meiner Nachbarn zu wecken, die sich ständig beschwerten, weil ich angeblich so spät nach Hause kam.
Sobald das Knacken des Schlosses ertönte, brachen meine Beine zusammen und ich sank das Holz herunter, bis mein Hintern Freundschaft mit dem Boden schloss. Ich zog meine Beine an mich heran, warf meine Arme um diese und versuchte mich in dieser Haltung möglichst ruhig zu halten. Gelangen tat mir das kaum bis gar nicht. Mein Herz raste, mein Atem ging schnell, meine Gedanken waren laut.
Ich presste meinen Kopf zwischen meine Kniescheiben und fixierte meinen Blick auf einen Punkt auf dem braunen Laminat.
Ich spürte das Brennen in meinen Augen, was sich nur meldete, wenn die Müdigkeit mal wieder die Oberhand gewann, was in letzter Zeit viel zu häufig geschah. Mir war völlig schwindelig nach dem stressigen Arbeitstag an dem mehr schiefgegangen war, als eigentlich schiefgehen sollte. Nicht nur, dass ich schon zu Beginn der ersten Schicht den kompletten Inhalt der Gläser auf die Gäste verschüttet hatte, die mich anmotzten, nein, danach hatte ich mich noch am Herd verbrannt und nach der stressigen ersten Schicht waren meine Nerven so am Ende, dass ich mich in der Mittagspause noch mit meiner besten Freundin Hannah zerstritten hatte, die mir einfach nur von ihren Problemen erzählen wollte, aber anstelle mir diese anzuhören, hatte ich mich nur über meine missliche Lage beschwert.
Frustriert warf ich meinen Kopf nach hinten gegen die Tür und schloss meine Augen. Eine kleine Träne bahnte sich den Weg aus meinem Augenwinkel. Ich wischte sie nicht weg. Ich ließ es einfach geschehen. Ich ließ den Ausbruch meiner Tränen etwas Erleichterung in diesen dunklen Tag bringen, denn das war der einzige Lichtblick unter schwarzen Wolken.
Jeden Tag ab sieben Uhr, ab Beginn meiner Arbeit im Café, zählte ich die Minuten bis Feierabend. Bis ich mich wieder in meinem Appartement verbarrikadieren konnte, bis ich wieder alleine sein konnte,  ich meine Maske von der lebensfrohen Person abnehmen und mich in die deprimierte Person verwandeln konnte, die ich in den letzten Jahren geworden war.
Ich wünschte mir, ich könnte wieder so werden wie früher. Wieder so fühlen wie früher. Lebensfroh, glücklich. Aber es schien als hätten sich jegliche gute Gefühle gegen mich gewandt und eine Allianz gebildet, um meinen Körper nie wieder zu betreten. Ich konnte nichts Schönes oder Gutes mehr fühlen. Diese Fähigkeit war wie ausradiert.

She looks into her mirror
Wishing someone could hear her, so loud
And I need love, to hold me closer
In the night, just enough
I need love to hold me closer
In the night, just enough
To feel my body come alive
When my bones start breaking, my heart starts shaking
I need love, need love

Irgendwann erhob ich mich vom Boden und schlürfte, mit meinem schweren Kopf, in Richtung meines Badezimmers. Vor dem Waschbecken hielt ich und schaltete den Wasserhahn an. Einige Sekunden starrte ich nur auf den gleichmäßigen Wasserstrahl, dann tauchte ich meine Hände unter diese. Eine Gänsehaut zierte sofort meinen Körper, durch die eisige Temperatur des Wassers.
Ich spülte mir einige Male mit dem Wasser über das Gesicht und stemmte dann meine Hände auf das Waschbecken. Meine schwachen Arme zitterten, ich blickte mich im Spiegel an. Meine Gesichtszüge waren eingefallen, meine Haut weiß, völlig blass. Die Augenringe waren riesig, was auf meine unruhigen Nächte zurückzuführen war, zeitgleich waren sie komplett rot von meiner Weinattacke. Ich sah von oben bis unten nicht gut aus und fühlte mich auch nicht gut. Ich war hungrig und zugleich war mir schlecht, weil ich zu viel gegessen hatte. Komische Gefühle, die meinen Körper regierten, keines von ihnen war gut. Dominieren tat dabei das Gefühl der Einsamkeit, welches mittlerweile mein bester Freund war.
Sofort verstärkte sich die Gänsehaut, als ich an mein einsames Leben dachte. Jetzt hatte ich sogar meine beste Freundin verschreckt. Ich war genial jeden meiner Mitmenschen aus meinem Leben zu schieben, egal wie herzlich sie waren.
Ich starrte weiterhin in den Spiegel und spürte, wie meine Arme immer mehr zitterten, bis ich irgendwann aufgab und losließ. Ich taumelte auf meinen schwachen Füßen zurück, bis meine Kniekehlen die Badewanne berührten. Ich ließ mich auf den Rand fallen und hockte mich hin.
Nach weinen war mir nicht mehr zumute, aber das bedeutete nicht, dass ich mich irgendwie besser fühlte. Ich fühlte mich nie besser. Ich war einsam und sehnte mich nach dem Gefühl von Liebe. Ich brauchte Liebe, aber diese war mir weiter entfernt denn je. Ich hatte das Gefühl, als könnte ich mich auf die Straße stehen und nach Liebe brüllen und niemand würde mich hören, jeder würde mich passieren und mich unbeachtet lassen. Wie ein Stückchen Dreck. So fühlte ich mich.

The coffee's cold
He turned around and said "I hope you know
You're beautiful, have you ever been told?"
She's a little shy
As he walks away, she slowly breaks a smile
The skies are blue, haven't been for a while

Am nächsten Morgen saß ich, wie es an einem Samstag Morgen üblich war, in meinem Stammcafé an der Theke vor dem Fenster. In meinen Händen hielt ich die Kaffeetasse, die mittlerweile schon total abgekühlt war.
Ich hob meinen Blick kurz, als ich das Quietschen des Stuhles neben mir hörte. Nur aus den Augenwinkel sah ich eine schwarze Hose, die sich setzte. Die Statur ließ darauf schließen, dass es ein Mann war.
Ich scherte mich darum nicht mehr und starrte wieder hinaus. Der Samstag nahm seinen normalen Lauf. Die Menschen rannten durch die Strasse, eilten herum, wie als wäre es Mittwoch. Niemand kam zur Ruhe, aber vermutlich war das der Nachteil an London oder auch Vorteil, je nachdem wie man es sah. Hier war auf jeden Fall immer was los.
Gedankenversunken saß ich für eine weitere halbe Stunde einfach da und versuchte meinen Gefühlsausbruch, der sich in meinem Körper vorbereitete in den Griff zu bekommen. Ich wollte mir die Peinlichkeit ersparen wieder einmal in der Öffentlichkeit anfangen zu weinen. Dies war mir einmal gelungen, nach einem schweren Tag in der Uni und anschließend einer Doppelschicht im Café und daher konnte ich aus Erfahrung sagen, dass ich dies nie wieder erleben wollte.
Die Person neben mir schlürfte laut an ihrem Kaffee, bevor sich der Stuhl zurückschob und er aufstand. Wieder wollte ich mich nicht weiter um ihn scheren, was allerdings schwer war, da er mich an der Schulter stupste. Im ersten Moment glaubte ich, dass es Zufall war, doch als unsere Augen sich trafen, wusste ich, dass es mir Absicht war.
„Ich hoffe du weißt, dass du wunderschön bist. Hat dir das schon einmal jemand gesagt?"
Sein Englisch hatte einen großen Akzent, den ich auf Anhieb Deutschland zuordnen konnte. Ich hatte in der Grundschule einige deutsche Bekannte gehabt und daher kannte ich den Akzent.
Ich begann bei seinen Worten zu Lächeln, spürte, wie sich meine Wangen riss färbten. Schüchtern wandte ich meinen Blick von ihm ab.
Er lächelte mir warm zu und verließ mich dann.
Als ich beobachtete, wie er sich von mir entfernte und schließlich das Café verließ, brach mein Lächeln von meinem Gesicht.
Für einen kurzen Moment war mein Leben schön gewesen.

She looks into her mirror
Wishing someone could hear her, so loud
I need love to hold me closer
In the night, just enough
To feel my body come alive
When my bones start breaking, my heart starts shaking
I need love, need love
Oh, oh whoa
Oh, oh whoa
She closed door
She hides behind the face nobody knows
She feels her skin touch the floor
I need love to hold me closer
In the night, just enough
To feel my body come alive
When my bones start breaking, my heart starts shaking
I need love, need love

Zwei Wochen später

„Was ist nur anders an dir?", sprach ich mir selbst zu, während ich mich im Spiegel anstarrte. Die Nacht war schwer gewesen und hatte Spuren hinterlassen. Meine Augen waren klein, die Ringe unter ihnen dafür ganz groß. Ich war todmüde, konnte zeitgleich aber nicht schlafen.
Ich entschied mich dazu, dem Kaffee unten im Café wieder einmal eine Chance zu geben und zu hoffen, dass er etwas Leben in meinen Körper flößte.
Als ich dementsprechend später wieder an meinem Stammplatz saß und an meinem Kaffee schlürfte, gesellte sich wieder jemand neben mich. Diesmal blickte ich auf und brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um die Person zu erkennen.
„Hab dich lange nicht mehr gesehen!", grüßte mich der junge Mann von vor einigen Wochen, während er sich auf den Platz neben mich winken ließ. Ich schenkte ihm ein dünnes Lächeln.
„Waren schwere Wochen", murmelte ich, ohne weiter ins Detail zu gehen und darüber zu sprechen, wie sehr mich meine Depression in den vergangenen Wochen eingefangen hatte. Der Fremde schien zu bemerken, dass mir dieses Thema unangenehm war und fragte nicht weiter nach.
„Noch etwas vor?", fragte er stattdessen. Interessiert schielte ich zu ihm, beobachtete eine braune Locke, die ihm ins Gesicht fiel, da das Haargel scheinbar nicht ausgereicht hatte.
„Ne", murmelte ich: „Ich hab meinen Job verloren, dementsprechend auch viel Freizeit!"
Er wurde stutzig.
„Als was hast du gearbeitet?"
„Kellnerin!"
Er verzerrte sein Gesicht und beäugte mich skeptisch.
„Nicht mein Traumberuf, aber das einzige, was Landon hergibt!", erklärte ich.
„Ich kenne noch einen anderen Arbeitsplatz!", meinte er. Etwas zu gleichgültig wandte ich mich zu ihm.
„Der Chef von Chelsea braucht eine neue Assistentin!", erklärte er: „Habe ich mitbekommen!"
Ich grunzte vor Lachen.
„Und das weißt du woher?"
„Ich hab meine Kontakte!"
„Ah", ich lachte ungläubig, doch der ernste Blick des Braunhaariges ließ mich verstummen.
„Wenn du nichts vorhast, kann ich dich mitnehmen und dich ihm vorstellen!", schlug er fort. Ohne meine Handlungen zu überdenken, auch wenn es eigentlich nichts zu überdenken gab, nickte ich hastig.

———
Beende ich auch in diesem Buch die kleine Auszeit und starte mit einem längeren Os. Ich hoffe er gefällt euch, lasst mir liebend gerne Feedback da ❤️

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