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Neun


„Ähm... Hi", sagt Swan, sichtlich überrascht, als sie mir die Tür aufmacht. „Was machst du denn hier?"

Sofort schießt mir das Blut in den Kopf. „Du hattest doch gefragt, ob ich vorbeikommen möchte", entgegne ich. Hatte ich mich bei der Zeit verlesen? Nein, ich hatte es doch mindestens zehn Mal nachgelesen, heute um halb sieben bei ihr.

„Aber doch erst morgen, oder nicht?" Ich schüttele den Kopf.

„In deiner SMS stand, heute um halb sieben." Wir schweigen einander einige Sekunden lang an. Es ist mir peinlich, am liebsten hätte ich mich umgedreht und wäre wieder weggerannt. Ich hätte mich auf mein erstes Gefühl verlassen und einfach gar nicht hierher kommen sollen.

Schließlich tritt sie einen Schritt zur Seite. „Kannst gerne reinkommen, ich warne dich aber, hier herrscht gerade pures Chaos. Willst du was zu trinken? Essen ist noch nicht ganz fertig, magst du Nudelauflauf?" Ich höre ihr nicht ganz zu, ich bin zu abgelenkt, weil ich gerade beinahe auf die riesige Leinwand getreten wäre, die mitten im Raum auf dem Boden liegt. „Lilly?", fragt Swan nach. „Ich hab gefragt, ob du was trinken möchtest."

„Jaja... Wasser, bitte", antworte ich schnell. Swan steht bereits in der Küchenecke des großen Wohnraumes, der anscheinend Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer in einem ist. Ich schenke ihr kaum Beachtung, mein Blick ist immer noch auf die Leinwand gerichtet, um die einige Tuben Acrylfarbe und Pinsel verteilt liegen.

„Ähm... ja", seufzt Swan, hochrot im Gesicht, und gesellt sich zu mir. „Ich dachte, wir würden uns erst morgen treffen, sonst hätte ich das schon längst weggeräumt." Sie hat mich gemalt.

„Ist doch nichts schlimmes", sage ich. „Ich find's cool." Ich kann meinen Blick kaum von dem Bild lösen. Dass Swan so gut zeichnen kann, hat sie mir gar nicht erzählt. Das Bild sieht nahezu fotorealistisch aus.

„Freut mich", lächelt sie und sieht auf einmal sehr schüchtern aus, das habe ich bei ihr noch nicht gesehen. Sie drückt mir das Wasserglas in die Hand und deutet Richtung Couch, die auf der anderen Seite der riesigen Leinwand steht. „Du kannst dich ruhig hinsetzen, das Essen ist noch nicht ganz fertig." Sie zieht sich ihr Zopfgummi aus den Haaren und schüttelt den Kopf, dass ihre Haare fliegen. „Tut mir übrigens leid, dass ich so aussehe." Sie trägt eine Jogginghose und ein ausgeleiertes T-Shirt. Trotzdem sieht sie total süß aus.

Ich nippe an meinem Wasserglas und sehe ihr dabei zu, wie sie sich auf den Boden setzt und nach einer Palette und einem frischen Pinsel greift. Innerlich stelle ich die Frage, woher sie weiß, welche Farbe wohin gehört. Von Kunst habe ich nie viel verstanden, und ich bewundere immer noch Menschen, die so gut zeichnen können.

„Kannst du bitte die Musik wieder anmachen?", fragt Swan. Ich nicke, stelle mein Glas auf dem Couchtisch ab und gehe hinüber zu dem CD-Player, der in einem Regal zwischen Büchern steht. Bücher über Kunst.

„Sag mal... studierst du Kunst?", spreche ich meine Vermutung aus.

„Ja, und nebenbei arbeite ich in einer Kunstgalerie", sagt sie. Sie klingt ziemlich stolz.

„Schön...", murmele ich und suche nach der Play-Taste. Als ich sie endlich finde, stolpere ich beinahe vor Schreck einen Schritt zurück und drehe den Lautstärkeregler schnell ein Stück nach links.

„Sorry", sagt Swan grinsend. „Aber auf Dauer wird mir bei dieser Stille echt langweilig."

Aus der Küche ertönt das Piepsen des Backofens und Swan erhebt sich seufzend wieder. „Essen ist fertig. Setz dich ruhig schon mal." Sie deutet zum Esstisch. Ich setze mich auf einen der drei Stühle – die allesamt verschiedene Modelle sind – und sehe ihr dabei zu, wie sie Geschirr aus den Schränken nimmt. Sogar die Teller und das Besteck sind verschieden.

Swan hat recht, in ihrer Wohnung herrscht Chaos. Aber ein angenehmes Chaos. Ihre Wohnung wirkt bei weitem nicht so kalt und unmenschlich wie meine. Sie setzt sich zu mir und serviert mir einen Teller Nudelauflauf. „Guten Appetit", sagt sie.

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