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Ihre Tante war außer sich vor Wut und warf ihr allerlei Vorwürfe an den Kopf. "Wenn so etwas noch einmal vorkommt, sperre ich dich ein. Hast du das verstanden, Nurana Fairchild? Ich trage die Verantwortung für dich und es ist bereits schwierig genug, dein Ansehen in der Gesellschaft zu wahren! Wag es nie wieder, dieses Anwesen ohne Begleitung zu verlassen. Hast du mich verstanden?" Die Countess hatte ihr Handgelenk fest umgriffen und Nurana nickte heftig: "Ich hab verstanden." Mit diesen Worten löste Lady St. Claire ihren Griff und schüttelte ihre Hand beinahe angeekelt.

"Geh mir aus den Augen."

Hastig lief die junge Dame die Treppen hinauf und schloss die Tür hinter sich. Wie sehr sie ihr Leben doch hasste! Cathal McKinnon hatte Recht. Egal wie sehr sie sich anpasste, sie würde immer ein Außenseiter bleiben. Frustriert ließ sie sich auf die Daunendecke sinken und starrte mit verzogener Miene aus dem großen Fenster.

Die Äste wiegten sanft im Wind und obwohl die Freiheit direkt vor ihrer Nase war, würde sie diese nie erlangen. Eine ernüchternde Feststellung. Sie richtete sich auf und schob die große Kleidertruhe unter ihrem Bett hervor.

Vorsichtig öffnete sie diese und betrachtete ehrfürchtig die hellen, edlen Stoffe. Sachte hob sie eines der Kleider heraus und hielt es vor sich. Es hatte etwas anmutiges, ja elfenhaftes ansich und das Wichtigste, es hatte kein Korsett. Das Klopfen an der Tür unterbrach ihre Faszination und rasch richtete sie sich auf. Siùsan stand vor ihr, die Haare zerzaust und die Augen funkelten. "MyLady! Ihr wisst nicht wie besorgt ich um Euch war!" Stieß sie aus und Nurana lächelte sanft: "Mir geht es gut. Du musst dich nicht sorgen." Sie trat bei Seite und die Zofe kam in das Zimmer.

"Ich muss Euch zum Tee trinken ankleiden..." Begann sie und hielt inne: "Was ist das?" Entfloh ihr erstaunt und peinlich berührt verschränkte Nurana die Hände: "Es ist ein traditionelles Kleid. Shenyi oder Hanfu genannt." "Es ist wunderschön, MyLady." Gab Siùsan ehrlich zu und Nurana nickte: "Mit dem Fall der Ming Dynastie, wurde es jedoch verboten." Erklärte sie dann und die Zofe sah sie verwundert an: "Wirklich? Weshalb?" "Nun, die Mandschuren herrschen nun über das Land. Sie haben eigene Regeln." Nurana seufzte und strich über den hellgrünen Stoff. "Weißt du was Siùsan, ich werde heute dieses Kleid tragen." Beschloss sie schließlich und dem jungen Hausmädchen wich jegliche Farbe aus dem Gesicht: "Die Countess wäre sicher nicht begeistert..."

"Diese Korsetts schnüren einem sowieso die Luft ab." Entgegnete Nurana und Siùsan seufzte. "Na schön." Gab sie schließlich nach, bevor sie das Kleid nahm und die Fairchild begann, sich umzukleiden.

Der Countess St. Claire wäre beinahe die Tasse aus der Hand gefallen, als sie ihre Nichte erblickte. "Nurana Fairchild of Pearlport, was in aller Welt hast du da an?!" Zeterte sie aufgebracht und richtete sich auf. "Kleidung, Tante." Entgegnete Nurana und entsetzt schnappte sie nach Luft: "Sowas trägt keine englische Lady."

"Ihr habt mich nie wie eine Euresgleichen gesehen, egal in welchem Aufzug ich vor Euch trat. Ich habe es satt, jedem etwas vorzumachen. Mein Vater hatte nie etwas dagegen, wenn ich die Kultur meiner Mutter würdigte." Entgegnete Nurana sachlich und hielt dem vernichtenden Blick ihrer Tante stand. "Deine Mutter?" Die Countess schnaubte. "Meine Mutter, die die Duchess of Pearlport ist und somit über Euch steht." Die unterschwellige Mahnung entging der alten Gräfin nicht und empört verdrehte sie die Augen: "Titel hin oder her, es ändert nichts an ihrem Blut."

"Ihr Blut fließt durch meine Adern." 

Die Countess verzog die Lippen zu einem Strich und setzte schließlich zum Tee trinken an. "Thomas bring die Biscuits. Ich benötige dringend etwas Zucker." Mrs. St. Claire seufzte und blickte Nurana an: "Ich war auch mal so jung und unberechenbar wie du. Voller Träume und Ziele. Doch sie werden nicht in Erfüllung gehen, egal wie sehr du es möchtest. Dein Leben ist dir vorgeschrieben und wenn du in dieser Gesellschaft überleben willst, genügt es nicht sich auf dem Titel auszuruhen. Du musst ihm gerecht werden." Sie setzte die Tasse ab und nahm einen der Kekse. "Du bist eine Frau, noch dazu eine Frau mit ausländischem Blut. Die Menschen werden immer Möglichkeiten suchen, dich außer Gefecht zu setzen. Wenn du dich dagegen nicht wehren kannst, solltest du es vermeiden Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen."

"Wer sagt das ich mich nicht wehren kann?" Entgegnete Nurana und die Countess schmunzelte: "Ein Blick genügt um zu wissen das du zu weich bist, um all diese Schwätzereien zu ignorieren."

„Ich werde Euch noch früh genug das Gegenteil beweisen." Mit diesen Worten richtete sich die zukünftige Duchess auf und wollte den Saal verlassen, als die Worte der Countess sie inne halten ließen.

"Dieses Kleid...es steht dir."

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