
Das Stinktierfiasko
911 Lone Star - 911 Lone Star - 911 Lone Star - 911 Lone - 911 Lone Star - Lone Star- 911 Lone Star
Es war ein warmer Nachmittag, als das 126-Team zu einem Notruf gerufen wurde.
Ein kleiner Brand war in einem Vorort ausgebrochen,
und obwohl es auf den ersten Blick nach einem Routineeinsatz aussah, war das Team wie immer hochkonzentriert.
Owen führte die Truppe an, während Marjan, TK und Paul ihm dicht folgten.
„Okay, Team, es scheint, als sei der Brand unter Kontrolle, aber bleibt wachsam," sagte Owen, als sie sich dem Haus näherten.
Marjan nickte und machte sich bereit, als sie plötzlich ein Rascheln in den Büschen neben dem Haus hörte.
„Cap, da bewegt sich etwas," flüsterte sie und trat näher heran.
Doch bevor jemand reagieren konnte, kam ein kleines, schwarz-weißes Tier aus dem Gebüsch geschossen – ein Stinktier!
Marjan erstarrte, aber es war zu spät. Das Stinktier stellte sich auf die Hinterbeine und sprühte sie direkt an.
„Ah, nein!" schrie Marjan und sprang zurück, aber der Schaden war bereits angerichtet.
Der beißende Gestank breitete sich sofort aus, und sie verzog angewidert das Gesicht.
„Verdammt!"
Owen, der die Situation beobachtet hatte, versuchte, das Lachen zu unterdrücken, aber ohne Erfolg.
„Alles okay, Marjan?" fragte er, wobei ein Grinsen seine Lippen umspielte.
Marjan, wütend und völlig durchnässt von dem üblen Geruch, funkelte ihn an.
„Danke, Cap! Dank dir stink ich jetzt nach Stinktier!"
Die anderen Mitglieder des Teams, die inzwischen dazugekommen waren, konnten sich das Lachen nicht verkneifen.
Nancy hielt sich den Bauch vor Lachen, und Mateo versuchte erfolglos, ernst zu bleiben.
Selbst Owen konnte nicht anders, als zu schmunzeln, obwohl er versuchte, professionell zu bleiben.
Aber der Spaß verflog schnell, als TK einen besorgten Blick auf Marjan warf.
Marjan versuchte, den Gestank zu ignorieren, doch der stechende Geruch war überwältigend.
Schon nach kurzer Zeit wurde ihr schlecht.
TK, der die Situation beobachtete, bemerkte, wie sie langsam blasser wurde.
Er legte besorgt eine Hand auf ihre Schulter.
„Marjan, du siehst nicht gut aus. Ist alles in Ordnung?" fragte er sanft und trat nähe um sie genauer anzusehen.
Marjan nickte schwach, aber ihr war eindeutig übel.
„Mir ist schlecht... von dem Gestank."
TK runzelte die Stirn.
„Du solltest dich hinsetzen. Vielleicht..."
„Nein, nein, mir geht's gut", unterbrach sie ihn, doch ihre Stimme klang unsicher.
Trotzdem setzte sie sich auf eine nahegelegene Bank, und die anderen rückten ein Stück von ihr weg, um dem Gestank zu entkommen.
Owen, der inzwischen seine Besorgnis nicht mehr verbergen konnte, trat zu ihr.
„Wir bringen dich zurück zur Wache.
Vielleicht solltest du einen Arzt aufsuchen, nur um sicherzugehen."
Marjan winkte ab.
„Ich brauche keinen Arzt, ich brauche nur..." Sie hielt inne und atmete tief durch, bevor sie mit einem schwachen Lächeln hinzufügte:
„...eine Dusche. Und vielleicht... ein Mittel gegen den Geruch."
Nachdem Marjan wieder auf den Beinen war und sich erholt hatte, wurde sie von den anderen zurück zur Wache gebracht.
Der penetrante Geruch des Stinktieres hing immer noch hartnäckig an ihr,
und selbst der Fahrtwind auf dem Rückweg konnte nichts dagegen ausrichten.
Auf der Wache angekommen, stieg sie aus dem Wagen, und der Geruch schien sich sofort im gesamten Raum auszubreiten.
„Oh Mann, das ist ja unerträglich", meinte Paul und hielt sich die Nase zu, während er grinsend einen Schritt zurücktrat.
„Sorry, Leute", murmelte Marjan verlegen.
„aber ich muss das irgendwie loswerden."
Owen stand nachdenklich neben ihr.
„Ich habe gehört, dass Tomatensoße helfen soll, den Geruch loszuwerden."
Marjan schaute ihn ungläubig an.
„Tomatensoße? Ernsthaft?"
„Ja, das habe ich auch schon mal gehört", stimmte TK zu.
„Es neutralisiert den Geruch irgendwie. Vielleicht einen Versuch wert."
Wenig später stand Marjan in der Duschkabine der Wache, umgeben von mehreren Flaschen Tomatensoße.
Die anderen hatten alles besorgt, was sie finden konnten,
und es sah ein bisschen aus wie in einem schlecht geplanten Kochkurs.
„Ich kann nicht glauben, dass ich das wirklich mache", sagte Marjan,
während sie sich langsam eine der Flaschen über den Kopf goss.
Die dickflüssige rote Soße verteilte sich in ihrem Haar und lief ihr den Rücken hinunter.
Der säuerliche Geruch der Tomatensoße vermischte sich mit dem des Stinktiers,
was die Luft im Raum nicht unbedingt angenehmer machte.
„Du siehst bestimmt aus wie in einem schlechten Horrorfilm", witzelte Mateo durch die Badezimmertür.
„Ha-ha, sehr lustig", konterte Marjan sarkastisch, während sie begann, die Soße in Haut einzumassieren.
Sie wollte den Geruch um jeden Preis loswerden.
Nach einigen Minuten unter der Tomatensoße fühlte sich Marjan wie eine lebendige Lasagne.
Sie drehte den Wasserhahn auf und begann, die klebrige Masse abzuwaschen.
Als das Wasser die Soße von ihrer Haut spülte, hoffte sie inständig, dass auch der Gestank verschwand.
Marjan trat schließlich aus der Dusche, ihr Haar war feucht, und sie roch immer noch leicht nach Tomaten.
Schnell zog sie sich frische Kleidung an.
Als sie aus dem Badezimmer trat, sah sie sich im Spiegel an.
Ihr Haar hatte einen Rotschimmer angenommen, und ihre Haut war fleckig von der Sauce.
TK, der mit den anderen draußen gewartet hatte, um sicherzugehen, dass es ihr gut ging, sah sie an und versuchte, nicht zu lachen.
„Du siehst aus wie eine Pizza", sagte Mateo schließlich und grinste breit.
Marjan seufzte und rollte mit den Augen.
„Wenigstens rieche ich jetzt nicht mehr nur nach Stinktier", meinte sie trocken.
"Ich glaub da sollte ich ein Foto von machen" kicherte Mateo.
"Ich warne dich Mateo denk nicht mal dran.
Du könntest es bereuen!"
„Na, wie ist es?", fragte Owen, während er dazu trat vorsichtig an ihr schnupperte.
Marjan hob die Arme, um einen Selbsttest zu machen, und atmete tief durch.
„Es ist... besser. Viel besser, aber nicht ganz weg."
TK nickte zustimmend.
„Vielleicht brauchst du einfach noch ein paar Duschen, aber ich glaube, du hast das Schlimmste überstanden." grinste T.K.
Erst jetzt bemerkte Mateo das Marjan ihren Hijab nicht trug.
"Wow" kam es staunend von ihm da er zum ersten mal ihre langen dunklen Haare sah
die dank der Tomatensoße einen Rotschimmer angenommen hatten.
Auch die anderen Bemerkten das fehlen des Hijabs.
"Wow du hast echt Hammer Haare." kam es bewundernd von Amy.
"Danke" erwiderte Marjan leicht beschämt.
In all dem Drama um das Stinktier hatte sie vergessen ihren Hijab vor den anderen zu tragen...
Jedoch fühlte sie sich hier auf der Feuerwache unter ihren Freunden und Familie
so frei sich ohne ihren Hijab zu zeigen.
Die anderen ließen Marjan schließlich alleine um ihr ihre Privatsphäre zu geben.
Schnell kämmte sich Marjan ihre Haare und zog dann ihren Hijab wieder an.
Der unangenehme Stinktiergeruch haftete immer noch an ihr
gepaart mit dem Geruch der Tomatensoße.
Sie entschied, dass es Zeit für eine kurze Auszeit war.
„Ich lege mich einfach kurz hin," murmelte sie und machte sich auf den Weg in den Schlafraum.
Als sie das Bett erreichte, ließ sie sich darauf fallen und seufzte.
Die Erschöpfung überkam sie, und sie schloss für einen Moment die Augen.
Der Tag hatte sich als deutlich turbulenter herausgestellt, als sie ursprünglich geplant hatte.
Im Zimmer herrschte Stille, abgesehen von dem leisen Summen des Ventilators.
Doch während sie dort lag, dachte sie an die Geschehnisse des Tages.
„Stinktier," murmelte sie vor sich hin und schüttelte den Kopf.
Wie konnte das nur passieren?
Ein paar Minuten später klopfte es an der Tür.
Es war TK im war aufgefallen das sich Marjan zurück gezogen hatte.
„Marjan? Ist alles in Ordnung?" fragte er besorgt und öffnete die Tür einen Spalt.
Als er sie auf dem Bett liegen sah, schlüpfte er schnell hinein.
„Mir ist immer noch übel, TK," gestand sie und setzte sich auf.
„Aber es könnte schlimmer sein, ich rieche nicht mehr nach so stark nach Stinktier...
Dafür nach Tomaten."
TK lächelte sanft.
„Das ist schon mal ein Fortschritt.
Wenn du magst, kann ich dir etwas Wasser bringen.
Vielleicht hilft es dir, dich besser zu fühlen."
„Ja, das wäre toll, danke." Marjan lehnte sich zurück und schloss die Augen wieder, während TK das Zimmer verließ.
In Gedanken versunken, überlegte sie, wie oft sie solche chaotischen Tage mit ihrem Team erlebt hatte.
Die unerwarteten Momente machten ihre Arbeit so besonders – und gleichzeitig so herausfordernd.
Kurze Zeit später kehrte TK mit einem Glas Wasser zurück und setzte sich auf die Bettkante.
„Hier, trink das.
Tut mir leid das wir dich ausgelacht haben..." entschuldigte er sich bei ihr.
„Schon gut ich hätte wahrscheinlich selber gelacht wenn es einen von euch passiert wäre.," antwortete Marjan und nahm einen Schluck.
Das Wasser war kühl und erfrischend, und sie spürte, wie es ihr langsam besser ging.
In diesem Moment hörten sie das Lachen von Mateo und Nancy, die draußen in der Küche waren.
„Hörst du das? Die haben ihren Spaß," bemerkte Marjan und musste schmunzeln.
„Sie werden dir noch lange das Stinktier vorhalten, da kannst du dir sicher sein," sagte TK mit einem Grinsen.
„Aber ich glaube, sie haben auch großen Respekt vor deiner Tomatensoßen-Taktik gewonnen."
„Ich sollte ein Buch darüber schreiben," scherzte Marjan.
„'Die geheime Kunst der Geruchsbeseitigung'."
Nach einer Weile fühlte sich Marjan stabiler und stand auf.
„Wir sind ein Team, und das bedeutet, füreinander da zu sein, egal was passiert.
Und keine Sorge, ich halte die anderen in Schach, damit sie nicht zu viele Witze über das Stinktier reißen," versprach er und stand auf, um ihr zu helfen.
Sie machten sich auf den Weg in die Küche, bereit,
das Chaos des Tages hinter sich zu lassen und gemeinsam ein neues Kapitel zu beginnen – eines, das hoffentlich ohne stinkende Überraschungen auskam.
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