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Kapitel 35

Ihr war absolut nicht klar, wie lange sie einfach nur da stand und ihn anstarrte. Das dafür nötige Zeitgefühl war irgendwo verloren gegangen nach seinen letzten Worten.
Genauso wenig wusste sie auch, weshalb sie überhaupt zur Salzsäule erstarrt war.
Möglicherweise hatte auch die Lautstärke ihres Gegenübers einen gewissen Anteil daran.
Bisher war er ja immer der durchaus gutgelaunte Sänger mit den freundlichen Augen, die bei jedem noch so kleinen Lächeln aufblitzten.

Nichts davon erinnerte jetzt an den vor ihr stehenden Mann, der die eh schon harten Konturen seines Gesichts zusätzlich unterstrich, indem er auf die Innenseite seiner Wangen biss.
Danbi musste mehrfach blinzeln, um sich bei diesem Anblick wieder selbst daran zu erinnern, dass sie doch eigentlich sauer war.
Also kniff sie die Augen wieder ein kleines Stück zusammen, schob angriffslustig den Unterkiefer vor und fragte schnippisch: "Stehst du auf mich, oder was?"
Okay, sie klang dabei eher wie ein pubertierender Teenager, was die eigentliche Wirkung wohl verfehlte.

Chris seufzte: "Muss man zwingend auf jemanden stehen, um ihn zu mögen?"
"So ein Bullshit!", blaffte Danbi ihm ohne Vorwarnung entgegen. "Du kennst mich überhaupt nicht. Wir sind von Grund auf verschieden. Sieh mich an.", sie deute an sich herab. "Und dann dich, Mister Superstar. Die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben, dass wir des Mordes verdächtig werden."
"Wir sind verdächtig? Hat dieser Polizist dir das gesagt?", fragte Chris überrascht.
Warte, was?
"Du hast ihn gesehen?", hakte sie misstrauisch nach.

Ohne Umschweife nickte ihr Gegenüber: "Sein Wagen ist ziemlich auffällig.", erklärte er, legte dabei die Hände gegen ihren Rücken und schon sie sanft zum Fenster, bedeutete ihr allerdings, in Deckung zu bleiben.
Entgeistert sah Danbi zu ihm auf, tat aber, was er wollte und ging vor dem Fensterbrett in die Hocke, linste vorsichtig auf die Straße, um Ausschau zu halten nach einem angeblich auffälligen Fahrzeug.
Wie so ein Geheimagent.
Halb auf dem Bürgersteig geparkt standen einige Autos. Der Großteil davon Taxis.
Allerdings erregte ein weißer von Rost befallener Transporter irgendeiner Reinigung ihre Aufmerksamkeit.

"Meinst du, die haben da Überwachungskameras drin, um uns hinterher zu spionieren?", flüsterte sie verschwörerisch.
"Nicht der.", widersprach Chris, nahm ihren Kopf zwischen seine Hände, drehte ihn so weiter nach links. "Der Mercedes."
"Was soll an dem auffällig sein?", fragte Danbi verwirrt, während sie den stinknormalen etwas klobig wirkenden schwarzen Geländewagen betrachtete.
Erneut seufzte der Sänger, beinahe enttäuscht: "Das ist eine G-Klasse. Die bekommt man in Korea kaum zu Gesicht, besonders in der Ausstattung."

Ungläubig blinzelte Danbi ihn an, ehe sie zynisch entgegnete: "Vielen Dank für die Erklärung, Mister 'schau dir meine schwarze Kreditkarte an' "
Es wirkte, als wollte er gerade zu einer Rechtfertigung ansetzen, entschied sich dann aber wohl doch zur Fortsetzung seiner eigentlichen Ausführung: "Seit ich als Zeuge aussagen musste, folgt entweder er oder sein Kollege mir."
Danbi kam der vermeintliche Kollege in den Sinn, von welchem sie bisher jedoch ausschließlich die Stimme kannte, als sie ihn vom Dach des Shangri-la aus gehört hatte.

"Warte mal, das heißt, du führst die automatisch auch zu mir?", wurde ihr plötzlich bewusst.
Schnell schüttelte Chris mit dem Kopf: "Ich konnte sie bisher immer recht schnell abschütteln. Keine Ahnung, wie wir hier gefunden worden sind."
Schwer atmend fuhr sich Danbi mit beiden Händen durch das Gesicht.
"Wir sind am Arsch, das ist dir hoffentlich klar.", stellte sie fest. "Ich bin am Arsch, weil scheinbar alle um mich herum einem Irren zum Opfer fallen. Du bist am Arsch, weil du in meiner Nähe rumhängst. Und dass Jongin uns in einem Stundenhotel findet, macht die Sache nicht besser."

"Das ist ein Stundenhotel?", erkundigte sich Chris mit ungläubigem Blick.
"Was hast du denn gedacht, weshalb auf dem Tisch eine Schüssel voller Kondome steht?", meinte sie zynisch, krabbelte auf allen Vieren zum Bett zurück und hievte sich daran hoch.
Stirnrunzelnd betrachtete der Sänger die besagte Schüssel, ehe er sich wieder an Danbi wandt:" Willst du da wirklich sitzen? ", fragte er mit deutlich angewidertem Fingerzeig auf das Bett.
Die Angesprochene winkte ab: "Das ist wahrscheinlich die einzige Alternative, um mit anderen Körperflüssigkeiten in Kontakt zu kommen. Wenn du schon kein Interesse hast."

Den Wink schien Chris zu verstehen, weshalb er schnell den Blick senkte.
"Wenn ich gestresst und hungrig bin, mache ich seltsame Dinge.", murmelte er wie zu sich selbst.
"Und wenn du hungrig bist, kaufst du frittierte Bällchen?", erkundigte Danbi sich schmunzelnd, deutete dabei auf die vielen Tüten neben sich.
Aufgeregt nickte der Sänger, kam schnurstracks auf sie zugelaufen und begann ohne Umschweife, verschiedenste kleine Kartons auszupacken.
"Das ist der beste Laden dafür in Seoul. Du musst unbedingt die mit der Schokoglasur probieren. Es gibt auch gefüllte und...", er sah durch die Strähnen seines Ponys zu ihr, verstummte, als er ihren irritieren Gesichtsausdruck bemerkte.

"Du bist der seltsamste Kerl, dem ich je begegnet bin.", meinte Danbi mit hochgezogenen Augenbrauen. "Und glaub mir, ich bin schon vielen merkwürdigen Typen begegnet."
Chris hielt ihr ein mit Puderzucker bestäubtes Bällchen entgegen: "Ist das schlimm?"
Kurz überlegte sie, ob sie wirklich derart viele Kalorien in sich rein schaufeln wollte. Bis sie zu der Erkenntnis kam, dass sie ja eh keinen Job mehr hatte, somit geflissentlich zugriff.

"Kommt drauf an, ob du in der Lage bist, eine Frau mit ihrem Stöckelschuh zu ermorden." antwortete sie schließlich mit einem Schulterzucken, was Chris dazu veranlasste abrupt mit Kauen aufzuhören, ihr stattdessen einen vorwurfsvollen Blick zu schenken.
"Jetzt guck nicht so.", rollte Danbi mit den Augen. "Du kannst mir schließlich auch nicht an der Nasenspitze ansehen, ob ich nicht ein Doppelleben als Frauenkiller führe."
"Warum solltest du deine Freundin töten?", schüttelte der Sänger den Kopf, biss abwesend in ein weiteres frittiertes Irgendwas, schien sich zeitgleich neugierig umzusehen nach etwas mit was er seine fettig glänzenden Finger sauber machen konnte.

Fasziniert von seinem Gewedel und der Leichtigkeit, die er trotz allem an den Tag zu legen schien, konnte Danbi kaum den Blick abwenden.
Was trieb sie hier eigentlich?
Saß in einem schäbigen Hotelzimmer mit einem möglicherweise berühmten, ganz sicher aber stinkreichem Typen, der sich im schlimmsten Fall als gestörter Killer entpuppen könnte. Und stopfte ungesundes Allerlei in sich.
Das war so absurd.
"Ich muss nochmal weg.", sprach sie plötzlich, sprang ebenso unerwartet vom Bett auf. Für Chris scheinbar aus heiterem Himmel, starrte er sie doch erst nur sekundenlang überrascht an. Ehe er schließlich doch fragte: Jetzt? Es ist dunkel. "

"Und ich bin schon groß.", antwortete Danbi, triefend vor Sarkasmus.
"Aber eine Frau.", entgegnete er.
Sie hob die Brauen: "Das ist sexistisch."
"So meine ich das doch nicht.", nun sprang er ebenfalls hoch, wenn auch weit eleganter als sie. "Ich begleite dich."
Erst sah sie ihn nur ungläubig an, hob jedoch im selben Augenblick abwehrend die Hände: "Mit Sicherheit nicht. Immer wenn du in meiner Nähe bist, geraten wir in Schwierigkeiten, weil kurz darauf die Bullen auftauchen."
"Aber wenn du alleine bist und dieser Verrückte dich erwischt...", argumentierte Chris weiter mit allmählich bebender Stimme.

"Dann hab ich Pech gehabt. Was juckt es dich?", so langsam war Danbi genervt von diesem Gespräch.
"Ich hab doch schon gesagt, dass ich dich mag.", kam die prompte Antwort.
"Aber ich dich nicht, verflucht!", sie konnte ihre Emotionen nicht mehr zurück halten. "Du tauchst einfach auf und denkst, du könntest den silbernen Ritter spielen."
Verwirrt blinzelte er ein paar Mal:"Das Sprichwort geht aber anders."
"Das ist mir scheiß egal!", frustriert hob sie erst die Arme, schob sich schließlich an ihm vorbei. "Seit du aufgetaucht bist, geht alles den Bach runter."

"Haltet endlich die Klappe da drüben!", ertönte es plötzlich wieder aus dem Nebenzimmer.
Noch ein Grund mehr, endlich zu verschwinden.
"Keine Sorge, du kannst dich ab jetzt selber mit ihm rumschlagen!", brüllte sie zurück. "Ich schenk ihn dir."
"Danbi.", versuchte Chris es nochmal, wesentlich leiser. Beinahe sanft.
Allerdings ohne Erfolg.
Sie drehte sich nicht einmal mehr zu ihm um, bevor sie die Tür endgültig ins Schloss fallen ließ.

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