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II: forgotten

Bis spät in die Nacht, leuchtete im Studioraum noch ein kleines Licht, welches auch im Laufe der Stunden erlosch.
Es war Rob gewesen, der sich in die nächste Ecke verkrümelt und nach einem Last-Minute Flug gesucht hatte. Momentan noch erfolglos.

Sofern seine Hände es in gewisser Weise zuließen, obwohl er sie kaum öffnen und schließen konnte. Die Wunden verkrusteten langsam, welche Stellen aber bei einer unaufmerksamen Bewegung sofort wieder offen waren.

Ihm war leicht schlecht geworden, von dem etwas hohen Blutverlust seiner Schnittwunden, die er eigentlich nähen lassen sollte. Doch er wollte nun nicht irgendwo anders hin. Jetzt, wo er sich gefunden hatte. Wo er wusste, was er zu tun hatte.

In den frühen Morgenstunden spazierte ein schwarzhaariger, pfeifend, mit leichtem Asiatenhauch in das Studio. Er schlüpfte schwungvoll aus der Jacke und hing sie am Haken hinter der Tür auf. Seine Autoschlüssel legte er auf den kleinen Küchenesstisch und stellte sofort eine Tasse unter die Kaffeemaschine. Auf der Arbeitsplatte trommelte er mit seinen Fingerspitzen einen leichten, wenn auch aufwendig klingenden Rhythmus. Neben dem Geruch von frisch gemahlenen Kaffeebohnen, der sein Lächeln noch etwas verstärkte. Aus dem Kühlschrank holte er sich etwas Milch und aus dem Schrank wurden zwei Zuckerstückchen gezaubert.

Die Küche allgemein, war keine Größe. Neben der meterlangen Küchenzeile mit Spüle und Herd, auf dem eine Kaffeemaschine thronte, war ein kleiner Kühlschrank in den unteren Schränken verstaut und hinter Mike, der zur Spüle stand, ein Tisch, an dem sechs Stühle gerade so Platz fanden.

Mit der Tasse in der Hand und einem Keks, der eigentlich aus einer Schachtel mit der Aufschrift Nur für Brad! stammte, drehte er sich schwungvoll zum Tisch, an dem er sich nun niederlassen wollte.

Doch er stockte. Starrte gebannt auf den kleinen, zusammengeknüllten Gegenstand auf der Platte.
Es war eines der Tischtücher, die im obersten Schrank neben der Dose mit den Kaffeebohnen waren. Dieses Tischtuch war getränkt mit Blut und anscheinend noch recht frischem. Er schüttelte den Kopf und sah zur geöffneten Küchentür.

In seinem Kopf liefen alle Gehirnzellen auf Hochtouren. Er brauchte Anläufe, um nur annähernd erraten zu könnten, von wem dieses Blut stammte.

Es war seit gestern niemand mehr im Proberaum gewesen. Außer ihr Produzent für das derzeitige Album, für welches noch niemand einen geeigneten Namen gefunden hatte.

Doch niemand würde sich so verletzen, so viel Blut verlieren, um vorher nicht einen Arzt zu rufen. Wäre etwas passiert, was seine Kollegen und Freunde betrifft, hätte er schon bescheid gewusst oder bescheid bekommen.

Dennoch zog ihn seine Gänsehaut, die sich über seine Arme langsam breit machte, in einen ganz anderen Gedanken. Er musste sich im Studio umsehen, um sich ganz ganz sicher zu sein, dass sich niemand hier befand. Verletzt und vergessen.

Andererseits könnte es auch ein schlechter Streich von Brad sein, der Phoenix galt.

Doch dieser Streich war zu extrem, dass er zu Brad passen würde. Doch Mike traute ihm auch dies zu.

Delson war in manchen Dingen wirklich nicht einzuschätzen. Ihn konnte man nicht in eine Schublade geben und schließen. Brad kam aus dieser irgendwie heraus und belagerte​ eine neue, völlig unvorhergesehene.

Als er nun inmitten des Studios stand und umher sah, starrte er auf eine Person.

Eine zusammengekauerte Person in einer Ecke.
Mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Die Beine angezogen und die Hände mit den Handflächen zur Decke auf die Knie gelegt.
Die Ärmel des grauen Hoodies waren schon fast schwarz und verliefen über den halben Unterarm bis hin zu dunklen, hellen und leichten Blutflecken. Die Haut von Rob war weiß wie eh und je und ließ seine dunklen längeren Haare noch dunkler wirken, wie sie waren.

Mike öffnete seinen Mund, brachte aber nichts hervor. Zu überwältigt war er von dieser Situation.
Und ein Gedanken schoss zwischen die vielen, inzwischen unwichtig gewordenen hindurch.

War er schuld daran.

Schuld daran, dass er ihn nun so sah. Nach zwei Wochen, in denen er nichts von Bourdon zu Ohren bekommen hatte. Jeder Anruf ignoriert worden war. Und keine Nachricht beantwortet.
Hatte er es mit einem Satz geschafft, einen seiner besten Freunde zu Boden zu bringen. Mehr als nur ungewollt. Vielleicht sogar zum Selbstmord getrieben zu haben.

Aus seinen schwitzigen Händen glitt Shinoda die Tasse mit der dampfenden Flüssigkeit und fiel klirrend auf den Boden. Der Inhalt wurde auf dem Boden verteilt und hinterließ ebenfalls Flecken auf seinen Jeans.

Mit einem tiefen Atemzug, riss es Rob aus seiner unbequemen Starre, während Mike nur ein kurzes, erschrockenes Quitschen von sich gab. Sein Herz pochte und hämmerte ungemein gegen seinen Brustkorb. Seine schwarzen Spitzen zitterten vor Angst und veranstalten einen Wettbewerb mit seinen Händen.

Bourdon drehte sich leicht zu ihm und hauchte eher kraftlos seine Worte hervor, die schier unverständlich waren.

"Mike, warum bist du hier?"

Mike verstand diese Frage nicht. Nicht wegen der Lautstärke, sondern die Bedeutung von ihr. Warum sollte er nicht hier sein. Sein Kopf war voller Ideen, die es auf Tonspuren zu bringen brauchte.

"Es ist unser Studio, warum sollte ich nicht hier sein."

"Weil heute Sonntag ist", murmelte Rob hervor und schloss seine Augen, "Anna gibt es ja auch noch."

Mike ging nun in die Hocke, da er kaum einen Fuß vor den anderen setzten konnte. Der Schock, Rob womöglich verloren zu haben, saß noch in seinen Muskeln. Sein Blick fiel auf die Hände seines Freundes.

"Was hast du gestern getan, Rob."

Bourdon schüttelte stur den Kopf und drehte sich weg. Wieder der Wand zu, während er vor Schande seiner hochkommenden Tränen im Erdboden versinken wollte.

"Robert Gregory Bourdon", startete Mike einen nächsten Ablauf, brachte aber nun die Welle zum Brechen und hatte eigentlich genau das Gegenteil bewirkt.

Rob drehte sich immer weiter zur Wand und kauerte sich zu einem kleinen Haufen zusammen, der leise vor sich hin winselte. Während Mike nur vor ihm kniete und hilflos zusah.

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