Kapitel 117
Lilli POV.
Am nächsten Morgen wachte ich in Percys Armen auf und verblieb dort erstmal, bis auch Percy aufwachte. Dann gingen wir gemeinsam zum Frühstück und aßen dort. Nach dem Essen gingen wir dann mit Mira zum Trainieren in die Arena und es klappte ganz gut. Mittlerweile konnte ich mit den schwarzen Flammen schon recht gut umgehen und sie ohne große Mühe beherrschen. Auch Percy hatte seine Kräfte mittlerweile sehr gut unter Kontrolle und wusste sie auch einzusetzen. Mira sahen wir leider nur selten, da sie vorwiegend alleine trainierte und somit wussten wir auch nicht genau, wie sie ihre eigenen Kräfte unter Kontrolle hatte. Nach einem anstrengendem Vormittag gingen wir dann gemeinsam zum Essen und dort trafen wir dann auch wieder auf Mira, welche am Chaos-Tisch etwas abseits saß und ihr Essen in sich hineinschaufelte. Wir setzten uns zu ihr und nach einem kurzem Seitenblick aß sie wieder weiter. "Nah, wie ist es so im Camp? Besser als im Tartarus oder eher schlechter?", wollte ich von ihr jetzt mal wissen. Sie zögerte erst mit ihrer Antwort, doch dann meinte sie: " Es ist eigentlich ganz in Ordnung. Nur dass so viele Leute hier sind stört mich ein wenig aber es gibt viele Plätze, wo man ungestört sein kann. Also im Allgemeinen eher besser als im Tartarus." "Das freut mich. Was hast du dann heute noch alles so vor?" "Naja, im Prinzip, wenn nichts mehr passiert wollte ich eigentlich nur trainieren. Schließlich haben wir ja hoffentlich bald den Kampf und da will ich vorbereitet sein." "Ok, passt es, wenn wir mit dir trainieren?", meinte Percy und Mira nickte nur kurz, dann aßen wir weiter. Nachdem wir dann fertig waren und ich einen Teil meinen Eltern geopfert hatte, ging ich mit den beiden in Richtung Arena. Auf einmal kam vom Haupthaus mein Dad und direkt auf uns zu. "Kommt mal kurz mit ihr drei, es gibt etwas wichtige zu besprechen." Er wartete gar nicht auf eine Reaktion von uns, sondern ging gleich wieder zum Haupthaus. Seine Miene verriet nichts gutes, da er ziemlich nachdenklich aussah und das war nicht gut. Wir folgten ihm schnell und im Haupthaus wartete auch schon meine Mum mit Chiron und komischerweise waren auch noch sehr viele der jungen Götter, beziehungsweise der Freunde meiner Eltern da. Erschienen waren Reyna, Thalia, Jason, Piper, Hazel, Leo, Frank, sowie ein ziemlich besorgter Will. Und wenn ich sage besorgt, meine ich, dass er schon fast verzweifelt wirkte. Er sah zudem gar nicht gut aus, er hatte sehr dunkle Augenringe und sah immer wieder suchend durch die Gegend. Wir gesellten uns zu ihnen, wobei Mira allerdings etwas hinter uns stand. "Was ist los? Warum seid ihr alle so angespannt?", wollte ich wissen. "Wir wissen nicht ganz, wie Telos es geschafft hat, doch er hat es irgendwie geschafft Nico zu entführen und jetzt spielen alle möglichen Geister auf der Welt verrückt und die Schatten verhalten sich auch etwas unnatürlich", erklärte mein Dad. Ich sah ihn daraufhin nur entgeistert an. Telos hatte es geschafft einen der mächtigsten Gottheiten gefangen zu nehmen und zudem noch einen der besten Freunde meines Dads. "Wie ist es passiert?", war das Einzige, was ich hervorbrachte. Nun sprach das erste Mal Will und man konnte aus seiner Stimme, die sonst so fröhlich wirkte heraushören, das er am Boden zerstört war. "Naja, wir waren halt in unserem Tempel auf dem Olymp und Nico wollte noch kurz in die Unterwelt, seinen Vater besuchen. Er kam dann auch bald wieder, da ich seine Anwesenheit gespürt habe, doch auf einmal war er weg. Vom einen auf den anderen Moment konnte ich ihn nicht mehr spüren. Ich hab den ganzen Olymp mehrmals abgesucht und ihn nicht gefunden. Das Ganze war allerdings vor zwei Tagen. Ich habe am nächsten Tag noch gehofft, dass er wieder auftaucht und heute auch, doch er blieb weg und er würde mir immer einen Nachricht hinterlassen, wenn er so lange ausbleiben würde." Nun war er den Tränen nahe und es schmerzte mich sehr, den sonst so fröhlichen Gott so traurig zu sehen. Nun sprach allerdings mein Vater erstmal weiter: "Und wir vermuten eben, dass es Telos war, denn ich habe vor nicht allzu langer Zeit eine magische Barriere um den Olymp errichtet, die nur bestimmte Personen und eben alle Halbgötter durchtreten können, somit wäre ein normaler Gott niemals in der Lage zu solch einer Tat. Einzig allein Telos würde so viel Macht besitzen, da er eben noch mächtiger ist als ich." "Ok und wie geht es jetzt weiter? Was ist der Plan?", fragte ich nachdenklich. "Was meinst du, welcher Plan?", meinte Will verwundert. "Naja, wir können Nico nicht so einfach hängen lassen, also wie sieht der Plan aus, ihn zu befreien, er ist einer von uns und wir werden ihn retten", antwortete ich entschlossen. Daraufhin waren alle Augen auf mich gerichtet. "Du willst ihn befreien, wenn er von Telos gefangen gehalten wird?", fragte mich Reyna erstaunt. "Aber sicher, ich denke nicht, dass er Nico groß bewachen wird, da er für Telos nicht gefährlich wird. Das Ganze ist einzig allein dazu gedacht, uns zu destabilisieren und uns mental zu schwächen", erläuterte ich und meine Mutter sah mich erstaunt an. "Da könntest du tatsächlich Recht haben, er will uns den Mut nehmen, damit wir nicht herausfinden, wie wir ihn besiegen können. Aber wie wollen wir ihn finden?" Da kam Percy auf einmal eine Idee: "Die Schatten, sie spielen ja verrückt und zeigen in die falsche Richtung, ist euch schon mal aufgefallen, dass sie alle in die selbe Richtung zeigen? Ich denke, Nico hat immer noch ein bisschen Macht und da er ja der Meister im Schattenreisen ist, kann es ja eigentlich auch sein, dass die Schatten jetzt zu ihm zeigen. Seht, sie zeigen alle nach Süden obwohl dort gerade die Sonne steht, das ist nicht normal." Jetzt waren alle wieder erstaunt. "Du hast Recht, sie zeigen wirklich alle nach Süden und das könnte durchaus eine Möglichkeit sein. Wir sollten es versuchen", murmelte Annabeth nachdenklich. "Ok, dann ist es ja schon halb beschlossen, wer soll losziehen?", fragte ich in die Runde und meine Mutter meinte: "Eigentlich wie immer nur drei aber wir Götter sollten eigentlich unseren Verpflichtungen nachgehen." Ich verstand, auf was sie hinauswollte. Sie wollte, dass wir drei Nico retten. "Ok, dann gehen eben wir drei", meinte ich daraufhin, doch da schritt mein Dad dazwischen: "Nein, ich werde mitkommen. Ich werde meinen Freund nicht im Stich lassen, ich komme mit. Das Universum kann erstmal warten, hier geht es um mehr als nur einen Gott, der gerettet werden muss. Er würde das Gleiche auch für mich tun und er hat mich schon oft gerettet, jetzt wird es Zeit, dass ich den Spieß mal umdrehe." Nun schritt auch Jason nach vorne. "Wenn Percy dabei ist, bin ich auch dabei, er ist einer von uns und wir werden ihn nicht im Stich lassen." "Ok, dann eben nicht so, wie geplant, ist ja auch egal allerdings sollten wir nicht zu viele sein, da sonst Telos eure Anwesenheit spüren wird und das sollten wir tunlichst vermeiden", meinte meine Mum und ich musste ihr zustimmen, das wäre viel zu gefährlich. "Ok, dann würde ich sagen, kommst du noch mit Mum und dann sind wir auch schon komplett. Mehr sollten wir echt nicht mitnehmen." Anschließend wurde ein wenig diskutiert, doch im Endeffekt blieb es bei der Konstellation. "Gut, dann lasst uns mal auf die Suche gehen, weiß einer von euch, wo wir anfangen sollten?", meinte ich in die Runde. "Naja, ich vermute, dass Telos nicht mehr so unvorsichtig wie das letzte Mal sein wird. Er wird wahrscheinlich nicht auf der Erde sein, da das für ihn ein Nachteil ist. Percy, wie siehts aus, irgendwas unnormales im Universum?", meinte Mum nachdenklich. Mein Dad konzentrierte sich kurz und meinte dann: "Bisher eigentlich nichts Besonderes aber anscheinend bahnt sich etwas auf einem Planeten an, dort entstehen immer mehr Aufstände gegen die dortige Regierung und ich denke, dass Telos da sicher seine Finger im Spiel hat." "ok dann wird unsere Suche sicher dort beginnen", meinte Mira nun und wollte schon in der Dunkelheit verschwinden, als sie verwundert aufsah: "Welcher Planet denn? Und können wir dorthin dunkelreisen?" "Der Planet ist sehr weit entfernt, doch für Telos ist es sicher ziemlich einfach hin und herzureisen. Und ja du kannst rein theoretisch dorthin dunkelreisen, da der Planet nicht in der Umlaufbahn einer Sonne ist und somit aus völliger Dunkelheit besteht aber ich würde dir dennoch empfehlen das zu machen, da der Planet dafür zu weit weg ist und du danach tot umkippen würdest. Wir werden uns aber teleportieren, das kostet weniger Kraft, wann wollen wir los?" "Am Besten eigentlich gleich, dann haben wir noch ein bisschen das Überraschungsmoment", entgegnete ich und meine Mutter stimmte mir zu. "Also gut, dann alle schön festhalten." Damit fassten wir uns alle an den Händen und im nächsten Moment waren wir auch schon eingehüllt in Schwärze. Zuerst dachte ich mir nichts dabei und hoffte, dass sich meine Augen bald daran gewöhnen würden, doch ich merkte schnell, dass es nicht besser wurde. "Äh, ich will ja jetzt nicht die Stimmung trüben aber seht ihr was?", fragte ich in die Runde, wobei ich nicht sehen konnte, wo die verschiedenen Personen standen. "Ja, ich kann sehen", meinte Dad und Mum stimmte ihm zu. "Wir können auch sehen, da wir ja Kinder der Nyx sind", meinte Mira und Jason meinte: "Ich kann zwar nicht besonders gut sehen aber es reicht aus, warum?" "Ich sehe gar nichts, ich weiß absolut nicht, wo wir hinmüssen und wo ihr seid", meinte ich etwas resigniert. Zuerst hörte ich nur trübe Stille, was mich etwas verunsicherte, doch dann hörte ich: "Ok, das ist nicht gut. Nimm meine Hand, ich führe dich durch diese Finsternis, wenn das in Ordnung ist." Ich erkannte Percy anhand der Stimme und ich ging zu ihm, ganz darauf bedacht, nirgendwo darüberzustülpen. Schließlich erreichte ich meinen Freund, der mir schon seine Hand entgegenstreckte, welche ich dankend nahm. "Danke", murmelte ich in seine Richtung, doch es kam keine Antwort. Vermutlich hatte er mich nicht gehört. "Gut, können wir los?", fragte mein Dad und ich nickte. Dann setzte sich mein Freund in Bewegung und ich stolperte ihm nach. Der Untergrund auf diesem Planeten war sehr sehr uneben und das merkte ich schmerzlichst, da ich ziemlich oft stolperte und dadurch kamen wir leider nur schleppend voran. Irgendwann blieb Percy allerdings abrupt stehen, sodass ich in ihn hineinstolperte. Ich konnte mich gerade so auf den Beinen halten. "Hey, wieso bleibst du stehen?", fragte ich etwas irritiert. Es machte mich fertig fast keine Orientierung zu haben und nichts sehen zu können. "Da vorne ist etwas", antwortete mein Freund und ich sah ihn bloß fragend an. "Da vorne steht so etwas, das wie ein riesiger Palast aussieht. Es könnte durchaus das Versteck von Telos sein", murmelte er zu mir. Links neben mir hörte ich meinen Dad sagen: "Ja, stimmt dort vorne ist wirklich ein Palast und er ist wirklich riesig. Ich glaube auch, dass das das Versteck von Telos ist. Aber wir sollten jetzt nichts überstürzen, Jason bleib hier! Du weißt nicht, was uns erwartet, wenn wir da reinstürmen und dann verlieren wir das Überraschungsmoment." Jason wollte anscheinend schon losrennen, doch jetzt kam er wieder zurück und pflichtete meinem Dad bei. "Ok, wie machen wir es jetzt?", fragte ich in die Runde, wobei ich nicht sah wo die verschiedenen Personen standen. Von rechts konnte ich jetzt meine Mutter hören: "Ich würde sagen, wir schleichen uns langsam heran und schauen dann, wo der Eingang ist. Dann schleichen wir uns rein, holen Nico da raus und verschwinden sofort wieder." Alle anderen pflichteten ihr bei und ich hoffte, dass ihr Plan funktionieren würde, doch ich wusste es besser. In der griechischen Götterwelt funktionierte nie alles nach Plan und so war es auch dieses Mal. Wir schlichen uns zuerst an den Palast ran, sodass ich irgendwann schließlich die glatten Mauern spürte und ich war froh, mich endlich wieder an etwas orientieren zu können. Wir schlichen an dieser Mauer entlang, bis schließlich Percy stehen blieb. Ich wäre fast noch weiter gegangen, doch da zog mich mein Freund an der Hand zurück. "Halt, nicht weiter, da ist eine Ecke und wir wissen nicht was dahinter ist." Nach kurzer Zeit hatten wir herausgefunden, dass hinter dieser Ecke anscheinend der Eingangsbereich war und dieser von dem lieben Minotaurus bewacht wurde. "Ok, wie machen wir es jetzt? Wenn wir angreifen, dann ist das Überraschungsmoment hinüber und wir müssen mit harten Kämpfen rechnen aber ich glaube auch nicht, dass wir uns an ihm vorbeischleichen können", listete meine Mutter unsere Möglichkeiten auf und wir dachten fiberhaft nach. "Ich würde sagen, wir schleichen uns an und erledigen ihn dann leise, oder?", brachte ich ein. "Ja, das wäre eine Möglichkeit. Wenn wir es nicht schaffen, dann müssen wir halt aufpassen aber wenn es funktioniert, dann haben wir ein Monster weniger, gegen das wir kämpfen müssen", meinte Jason und Annabeth musste ihm Recht geben. Damit war es beschlossen, wir würden uns an ihn heranschleichen und ihn dann ausschalten. Allerdings klappte es nicht so wie gedacht, denn wieso sollte im Leben eines Halbgottes oder Gottes jemals etwas nach Plan verlaufen? Wir schlichen uns also in der Dunkelheit an den für mich nicht sichtbaren Minotaurus an und irgendwann stoppte mich Percy auf einmal. Ich sah fragend in seine Richtung. "Er wittert uns glaube ich", flüsterte mir mein Freund zu. Jetzt wurde ich zum ersten Mal etwas skeptisch, er sollte uns eigentlich nicht so leicht bemerken aber egal. Irgendwann schritten wir weiter und das auch nicht lange. "Wir sind jetzt genau hinter ihm, wenn du deine Aura vorsichtig ausbreitest kannst du ihn spüren aber sei vorsichtig", meinte mein Dad und ich tat, was er vorgeschlagen hat. Keine zwei Sekunden später spürte ich schon, dass er genau vor uns war und mit dem Rücken zu uns stand. Ich bereitete mich schon vor, als ich Percys Hand spürte: "Nein, lass uns das machen, du siehst nichts." "Ja aber ich kann das mit meiner Aura regeln", versuchte ich zu argumentieren, doch es half nichts, denn nun mischte sich auch meine Mum ein: "Nein, Lilli. Das würde auf Dauer zu viel Kraft kosten, lass uns das machen." Ich sah nun ein, dass es nicht half und hielt mich zurück. Neben mir spürte ich, wie Percy sein Schwert zog. Dann verschwand Percy neben mir und auch die anderen waren nicht mehr hier. Somit lauschte ich ganz angeregt und konnte hören, wie sie sich ganz leise dem Minotaurus näherten. Ich wartete ungeduldig darauf, dass sie endlich springen würden und schließlich war es soweit, ich hörte jemanden springen und kurz darauf den Minotaurus verwundert aufschreien. Anscheinend hatte die Person getroffen, doch der Minotaurus war noch nicht tot, nein er lebte noch und war jetzt ziemlich wütend. "Was ist passiert?", schrie ich in die Dunkelheit und mein Dad antwortete mir sofort: "Mein Schwert ist an ihm abgeprallt, er hat eine komische Schutzschicht, Achtung, duck dich!" Jetzt spürte ich auch den Luftzug, der auf mich zukam und ich wich dem nun an mir vorbeirasenden Minotaurus aus. Ich spürte, wie er nur wenige Zentimeter neben mir vorbeirauschte. Doch damit war es noch nicht beendet, denn nun schien er bemerkt zu haben, dass ich nichts sah, denn ich spürte, wie er wieder auf mich zuraste. Und wieder konnte ich ihm nur knapp ausweichen. Nun wurde es mir zu blöd und ich zückte meinen Bogen mit Pfeilen, die eine Chaos-Stahl-Spitze hatten. Ich spannte den Pfeil und stellte mich kampfbereit hin. Jedoch spürte ich nun nicht mehr den Windzug und wurde etwas unsicher. Ich wusste nicht woher er kommen würde und komischerweise konnte ich meine Eltern und Freunde nicht mehr hören. Allgemein konnte ich nichts mehr hören. Die ganze Situation wurde mir zu brenzlig und deswegen breitete ich nun meine Aura ein wenig aus und wusste sofort wo er stand, doch jetzt würde jeder wissen, dass ich hier war. Deswegen musste es jetzt schnell gehen. Ich drehte mich blitzschnell um und schoss nun auch schon meinen ersten Pfeil, doch der Minotaurus wurde nicht langsamer und somit schoss ich einen weiteren, doch dieses Mal wich er meinem Pfeil aus. Ich fluchte ein paar wirklich sehr unschöne Beleidigungen teils auf altgriechisch und teils auf chaotisch und spannte meinen Bogen ein weiteres Mal. Dann konzentrierte ich mich und begann seine Bewegungen zu analysieren. Ich erkannte tatsächlich ein kleines Muster darin und suchte nach einer Schwachstelle. Er kam dabei immer näher und hatte nun auch seinen Kopf gesenkt, sodass er mich sicher mit seinen Hörnern aufspießen würde. Als ich dann endlich eine kleine Schwachstelle gefunden hatte, wurde mir bewusst, dass ich jetzt nicht mehr ausweichen könnte und treffen musste. Ich hatte den Bogen immer noch gespannt und begann nun für den Bruchteil einer Sekunde zu zielen. Dann ließ ich im letzten Moment die Sehne loswartete einfach nur. Durch meine Aura spürte ich, wie der Pfeil langsam auf meinen Gegner flog und sich schlussendlich durch den Schaft des anderen Pfeils bohrte. Dadurch konnte er den Schutzschild durchdringen und den Minotaurus verletzte. Dieser kam nun glücklicherweise ins Taumeln, starb aber nicht. Jedoch taumelte er so stark, dass er nun hinfiel und durch seinen Schwung rutschte er noch bis vor meine Beine. Ich ließ nun meinen Bogen verschwinden und zog mein Schwert. "So und nun hat der Scheiß endlich ein Ende." Damit fokussierte ich die Stelle, in der der Pfeil steckte und rammte mein Schwert in das entstandene Loch. Der Minotaurus keuchte noch ein letzte Mal auf und verwandelte sich dann endlich zu goldenem Staub. Dann war wieder alles ruhig, doch nur für kurze Zeit, denn nun hörte ich endlich wieder etwas und hörte nun, wie meine Freunde und meine Eltern auf mich einredeten. Am lautesten war mein Dad: "Wow, das war ja mal richtig super. Du hast die Hackfresse erledigt, obwohl du nichts sehen konntest und er einen Schutzschild hatte. Wie hast du das geschafft?" Ich zuckte nur mit den Schultern und nun begann meine Mutter: "Jaja alles schön und gut, ich bin nur froh, dass dir nichts passiert ist." Aufgrund dieses Satzes wurde ich jetzt ein wenig rot, doch mein Freund nahm nur meine Hand und streichelte beruhigend darüber. Er flüsterte mir noch kurz zu: "Hast du super gemacht." Dadurch wurde ich noch röter, fasste mich jedoch schnell wieder: "Naja, alles schön und gut aber jetzt ist halt der Überraschungsmoment ist jetzt dahin, ich glaube wir sollten schnell weiter, bevor wir dem gesamten Tartarus gegenüberstehen." "Ja, da hat sie Recht, wir sollten uns beeilen, durch die Aktion weiß Telos sicher, dass zumindest Lilli hier ist und jetzt kommt!", meinte Mir und ich wurde wieder von Percy mitgezogen. Nach wenigen Sekunden erreichten wir das nun nicht mehr bewachte Tor und traten ein. Ich musste mir jetzt erstmal die Augen zuhalten, da im Gebäude auf einmal ein grelles Licht war. Nach ein paar Sekunden ging es zum Glück wieder und wir konnten weiter in das Gebäude eindringen.
So ein weiteres Kapitel, ich hoffe euch gefällts. Meinung und Verbesserungswünsche wie immer gerne in die Kommis und bis zum nächsten Mal,
Euer Sinclair
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