Kapitel 24
Am nächsten Morgen sind die Anderen, wie immer, schon an der Arbeit. Lena und ich machen uns Frühstück und essen gemeinsam. ,,Und, was machen wir heute?", fragt sie mich gespannt. ,,Ich weiß nicht ...", murmele ich. ,,Paula, darf ich heute Nachmittag mit Dustin und Flo ins Kino?", fragt sie. ,,Klar, wenn die Beiden Zeit haben", sage ich und lächele. ,,Ich weiß, was du denkst. Aber nein, wir gehen nur ins Kino", sagt sie. Ich lache. Dann räumen wir alles ab und Lena verschwindet in ihr Zimmer. Ich lege mich nochmal auf die Couch und mache meine Augen zu.
Ich muss wohl tatsächlich eingeschlafen sein, denn plötzlich überfällt mich eine Horde wilder Affen, die sich nachher als Franco und Alex herausstellt. ,,Boah, raus hier", sage ich genervt und schmeiße ein Kissen nach den Beiden. Sie verschwinden lachend und ich drehe mich auf die andere Seite. Aber jetzt kann ich nicht mehr schlafen. Also stehe ich auf und gehe in die Küche. Lena steht am Herd und kochte etwas. Julia deckt den Tisch und die Herren sind in den Garten. ,,Irgendwann renne ich den Beiden noch mit einer Bratpfanne nach", murre ich und setze mich an den Tisch. ,,Wieso, was haben sie denn jetzt wieder gemacht?", fragt Lena. ,,Mich überfallen, während ich geschlafen habe", beschwere ich mich. Julia verdreht die Augen. ,,Sind halt Männer", murmelt Lena. ,,Ja, da hast du Recht. Männer sind wie kleine Kinder", sagt sie. Ich nicke und hole mir ein Glas Wasser. ,,Das Essen wäre dann fertig. Holt jemand die Herren?", fragt Lena. Julia nickt und steht auf.
Dann essen wir gemeinsam und anschließend verstreuen wir uns im ganzen Haus. Ich lege mich in mein Bett und lese in einem Buch. Aus dem Zimmer von Lena hört man laute Rapmusik. Jetzt fängt das auch bei ihr an. Jeder Jugendliche hat irgendwie eine Phase, in der man nur noch solche Musik hört und seine jugendliche Rebellion hat. Aber ich kenne das und ich lasse Lena soviel Freiraum wie nur möglich. Mehr kann man in dieser Situation wahrscheinlich nicht tun.
Nach einer Weile stehe ich wieder auf und gehe ins Wohnzimmer. Dort sitzen Julia, Alex und Franco. ,,Diese Musik ... wer hört denn sowas?", fragt Franco. ,,Nur weil du mehr für Metall bist", meint Alex. ,,Ich halte das nicht mehr aus. Ich gehe jetzt spazieren", sagt Franco und verschwindet. ,,Tja ... wir müssen die Lautstärke mal begrenzen, glaube ich", lacht Julia. ,,Vielleicht sollten wir das tun", sage ich nachdenklich. Jetzt wissen wir alle nicht, was wir mit dem Rest den Nachmittags anfangen sollen. ,,Mir ist langweilig", seufzt Julia und steht wieder auf. ,,Mir irgendwie auf ...", murmele ich und drehe mich auf den Bauch. Dabei zappele ich mit den Füßen in der Luft herum. ,,Wir schauen jetzt einfach einen Film an, damit euch nicht mehr langweilig ist. Sagt jemand Lena bescheid?", fragt Alex. ,,Ich mache das", meldet Julia sich freiwillig und saust die Treppe nach oben. Zwei Minuten später erscheint sie mit Lena im Schlepptau. ,,Also, was wollt ihr schauen?", fragt Alex. ,,Keine Ahnung ...", kommt es von Julia. ,,Wie wäre es mit ... Harry Potter?", fragt Lena. ,,Ja, warum nicht?", murmele ich und suche eine DVD heraus.
Wir schauen uns Harry Potter und der Gefangene von Askaban an. Lena kuschelt sich an mich und ich genieße es richtig. Mittendrin taucht Franco wieder auf und setzt sich auch zu uns. Wir schauen den Film zu Ende und verteilen uns dann wieder aufs komplette Haus und den Garten. Ich gehe ins Behandlungszimmer und schaue mir einige Unterlagen durch. Dann fülle ich die Schubladen und fehlenden Utensilien auf. Ich trage alles auf der Liste ein, die wir uns eingetragen haben. So können wir sehen, falls man etwas nachbestellen muss und ob etwas abhanden kommt. Das ist immer gut, denn sonst verliert man schnell den Überblick bei den vielen Medikamenten und der Ausstattung. Dann schnappe ich mir mein Handy und schalte Musik an. Ich lege mich auf die Couch und genieße die Musik. ,,Paula?", fragt jemand leise. Ich mache meine Augen auf und sehe Lena. Sie steht an die Tür gelehnt und wartet ab. ,,Was gibt es denn?", frage ich. ,,Ich wollte dich fragen, ob ich morgen vielleicht mit Dustin und Flo was machen darf", sagt sie. ,,Ja, klar", sage ich. ,,Danke, du bist die Beste", sagt Lena. ,,Ist doch kein Problem, Lena. Aber bitte sei bis 21 Uhr wieder daheim", sage ich. ,,Klar, wir wollen ja erst am Nachmittag was machen", sagt Lena. Ich nicke und wende mich wieder der Decke zu.
Schließlich stehe ich wieder auf und mache das Essen, da ich sonst nichts anderes zu tun habe. Franco kommt und hilft mir dabei. Alex liegt im Garten in der Sonne und bräunt sich. ,,Hoffentlich bekommt er keinen Sonnenbrand. Alex hat keine Sonnencreme benutzt", sage ich. ,,Ist dann sein Problem", meint Franco lachend. Ich verdrehe die Augen. Wie sie sich alle immer lieb haben und ärgern müssen. Aber es sind halt Männer und das männliche Geschlecht ist generell etwas merkwürdig, würde ich jetzt mal behaupten. Sie sind viel launischer als wir und richtige kleine Zicken. Wir Frauen dagegen versuchen wenigstens, nicht aufzufallen. Dann ist das Essen fertig und wir essen gemeinsam. Alex sieht jetzt schon aus wie so ein Krebs. ,,Was hast du denn da gemacht?", fragt Lena. ,,Ich habe mich gesonnt", meint Alex. ,,Offensichtlich zu lange", kommt es lachend von Julia und alle stimmen ein. ,,Jaja, lacht ihr nur. Ich gehe wenigstens mal aus dem Haus", giftet er. ,,Wenn du meinst", kommt es von Franco.
So, das wäre dass Kapitel 24. Ich hoffe, dass es euch gefallen hat. Wer Verbesserungsvorschläge/Ideen hat, kann sie gerne äußern. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu dem Buch in die Kommentare schreibt. Danke!
Eure Jacqui1709
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