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Gefangen

„Schön.“, sagte Jasper unheimlich ruhig. „Dann reden wir eben jetzt. Diese Ausbeute ist echt nicht schlecht.“ Er warf einen Blick auf die verschiedenen Konservendosen, die sich säuberlich aufgestapelt in dem Rucksack befanden. „Aber wir beide wissen, dass nur wenige der Parasiten Essen zu sich nehmen, das nicht frisch ist. Solche Vorräte legen nur hohe Beamte an, für mögliche Krisenzeiten. Also, wo zur Hölle warst du!?“

Jana biss sich auf die Lippen und wich seinem Blick aus. „Das ist doch nicht so wichtig, oder? Wir haben Lebensmittel für bestimmt... drei Wochen.“

„Nicht wichtig? Nicht wichtig!?“ Jaspers Stimme wurde lauter und Jana zuckte zurück. Sie hatte ihn nur sehr selten wirklich aufgebracht erlebt. „Jana, benutze doch deinen Verstand! Wärst du nicht in dieses Haus, in welches auch immer, eingebrochen...“

Er brach mitten im Satz ab und sprach leiser weiter, doch noch immer zitterte seine Stimme vor unterdrückter Wut. „Ist dir eigentlich klar, in welche Lage du uns gebracht hast? Mindestens drei Polis sitzen gerade jetzt vor unserem Keller“, mit einer beiläufigen Handbewegung wies er auf die Gestalten, die sich als dunkle Schemen hinter der Glasscheibe abzeichneten. „Ich kenne dich, Jana. Du bist diesen Polis nicht einfach so auf der Straße in die Arme gelaufen, du bist in ein bewachtes Haus eingebrochen. Wir müssen schon von Glück sprechen, dass du überhaupt hinein gekommen bist!“

„Es war einfach“, versuchte Jana kläglich, sich zu verteidigen. Ihre Wut von eben war genau so schlagartig verraucht, wie sie gekommen war. Sie fühlte sich einfach nur noch völlig erschöpft und ausgelaugt, auch wenn der Schwindel und die Übelkeit nachgelassen hatten. „Die... die Schatten waren lang und die Polis unaufmerksam. Direkt im Erdgeschoss stand ein Fenster auf. Ich wollte da nicht hin, wirklich nicht. Das war nicht mein Ziel, aber es war zu verlockend.“ Sie verzog die Lippen bei der Erinnerung. „Es hat alles wunderbar geklappt, auch wenn ich nicht einmal weiß, wem das Haus gehört. Es war mit unglaublich viel Glas gefühlt, Figuren, Vasen... alles Mögliche. Und als ich den Rucksack gefüllt hatte, habe ich ihn zu schwungvoll wieder aufgesetzt und eine Vase ist herunter gefallen. Das Klirren hat die Polis auf mich aufmerksam gemacht.“

Jasper schnaubte missbilligend und wandte sich ab. „Du bist zu leichtsinnig, Jana. Das hier ist kein Spiel. Bei einem Spiel kannst du von vorne anfangen, wenn du verlierst. Wenn du hier von einer Kugel getroffen oder gefangen genommen wirst, ist es vorbei.“

„Das ist mir klar...“ Jana fühlte sich zu erschöpft, um zu widersprechen. Doch Jasper ließ nicht locker. „Du kannst nicht erwarten, dass die Polis die Sache auf sich beruhen lassen. Sie kennen jetzt unser Versteck, und sie werden nicht ruhen, bis sie uns hier heraus getrieben haben. Das ist unsere Galgenfrist“, schloss er düster und ließ sich schließlich doch noch neben Jana auf das Sofa fallen, das bedrohlich knarzte, aber stand hielt.

Unruhig knetete Jana ihre Unterlippe, wie immer, wenn sie nervös war. „Aber... wo sollen wir hin? Wir haben kein anderes Zuhause als das hier.“

Jasper stützte die Ellbogen auf die Knie und vergrub das Gesicht in seinen Handflächen. Einige Minuten lang herrschte Stille. Als er wieder hoch schaute, waren seine Augen rot gerändert. „Ich weiß es nicht.“ Wieder schwieg er eine Zeit lang. „Aber im Moment haben wir sowieso keine Wahl. So kommen wir hier nicht raus. Gegen drei der Polis haben wir keine Chance. Scheinbar bleibt uns keine andere Wahl, als abzuwarten.“

Mit einem Schlag begriff Jana, was das bedeutete. „Der Präsident...“, wisperte sie.

Jasper nickte. „Er hat es zu entscheiden, was mit uns geschieht. Aber... ich mache mir keine großen Hoffnungen, dass das eine Entscheidung zu unseren Gunsten sein wird.“

Das machte Jana sich auch nicht. Jeder kannte die Geschichten, die in der Stadt kursierten. Wenn es dem Präsidenten gelang, jemanden von den natürlichen Kindern aufzuspüren, wurde derjenige entweder solange gefoltert, bis er die Aufenthaltsorte von anderen aus dem Unglücklichen heraus gepresst hatte, oder derjenige wurde ins Gefängnis geworfen und nie wieder gesehen. Es gab sogar Gerüchte, dass der Präsident seine Gefangenen kaltblütig verhungern ließ. Wie es aussah, würden sie und Jasper das allzu bald heraus finden.

„Es muss doch einen Weg geben“, sagte sie unglücklich. Der kleine Kellerraum kam ihr plötzlich noch kleiner als normalerweise vor. Jasper nickte, aber er sah nicht so aus, als ob er wirklich daran glaubte.

„Du solltest ein wenig schlafen“, sagte er schließlich tonlos. „Wir beide sollten das tun. Vielleicht fällt uns morgen etwas ein.“

Kurz blickte Jana ihn zweifelnd an, doch dann akzeptierte sie, dass sie wohl an diesem Abend zu keiner Lösung mehr kommen würden. „Du weckst mich morgen früh, okay? Und nicht zu spät...“

Jasper erlaubte sich ein Grinsen, als er es sich auf dem Boden so bequem wie möglich machte. „Du kennst mich doch.“

Jana lächelte ebenfalls. „Eben.“ Kurz verspürte sie einen Stich von schlechtem Gewissen, als sie ihn auf dem Boden liegen sah, aber bevor sie ihn überreden konnte, das Sofa mit ihr zu teilen, war sie auch schon eingeschlafen.           

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