
t h r e e
,,good days are precious, they should be treasured"
• ────── ✾ ────── •
Als Jimin aufwachte, dämmerte es schon. Denn mit einem kurzen Blick auf seinen Wecker musste er feststellen, dass es bereits fünf Uhr am Nachmittag war. Ächzend setzte sich der junge Mann auf und genoss die wenigen Minuten, in denen er sich sammeln durfte, ohne von irgendetwas oder jemandem bekämpft zu werden. Er war ausgeschlafen, er fühlte sich.. gut.
Deshalb nahm er sich auch die Zeit, um die guten Momente genießerisch zu nutzen. Er betrachtete die Sonne, die orangene Flächen durch sein Zimmer warf, die wie durch ein Wunder mal nicht durch eine dicke Wolkenschicht verdeckt wurde. Für Mitte Dezember war das ziemlich.. außergewöhnlich. Es war auch fast ein Lächeln auf seinen Lippen zu sehen, eine wahre, echte Bewegung seiner Mundwinkel, als er auf das Dröhnen wartete, den vertrauten Strom der Stimmen - der heute ausblieb.
Da Jimin nicht wusste, wie lange er sich an diesem Zustand erfreuen durfte, stand er auf und ging in sein Bad, nahm eine ausgiebige und heiße Dusche, ehe er sich fertig machte und anzog.
Als er die Treppen hinunter kam und die leisen Stimmen unten verstummten, hatte er das Bedürfnis, sich zu entschuldigen. Auch wenn er doch eigentlich nichts dafür konnte, auch wenn er das gestern eigentlich nicht gewollt hatte. Je näher er dem Erdgeschoss kam, desto angespannter wurde er, desto dünner schien die Luft zu werden.
Er hatte Angst. Angst davor, wie sie ihn sahen, was sie in ihm sahen und wie sie von ihm dachten. Ihnen dabei helfen, ihre Träume zu erreichen, das war sein Wunsch. Ihnen eine Hilfe sein, keine Last. Ein Freund, kein Feind. Sie stolz machen, stolz, dass sie ihn kannten und nicht enttäuschen, dass sie sich für ihn schämen müssten. Letzteres ließ sich leider nicht immer verhindern.
Als er dann die Treppe hinter sich ließ, seine Hand von dem kühlen Geländer nahm und sich dann umdrehte und nach und nach tiefer in das Wohnzimmer schlurfte, in dem die anderen Sechs saßen, zog er seinen Kopf immer tiefer zwischen die Schultern. Im Boden versinken wollte er. Weinen, dass er ja so dumm war.
Manchmal fühlte er sich wie zwei Personen in einem Körper. Der Jimin gestern.. das war die Version von ihm, die kein anderes Gefühl kannte, als den Schmerz und die nur auf Kälte reagierte. Der, der jetzt seinen Körper lenkte, verspürte die Wärme, die Fürsorge unter seinen Freunden, glaubte den Wert des Lebens zu kennen und zu verstehen - wer nun der wahre Jimin war, wusste er nicht. Falls es überhaupt einer der Beiden war.
Dann blieb er stehen und räusperte sich, als wolle er um Ruhe bitten, obwohl die Aufmerksamkeit schon längst auf ihm lag. Die Augenpaare waren auf ihn gerichtet, die er eines nach dem anderen ansah, ehe er sich dann vorbeugte.
,,Es tut mir leid, was gestern passiert ist. Ich war einfach viel zu müde, kaputt und.. ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht wirklich..", murmelte er, schämte sich für die Worte und hoffte, die Worte würden ankommen. Als es anfing ihm unangenehm zu werden, weil so lange keine Antwort kam, legte sich eine Hand auf seinen Hinterkopf und drückte diesen dann spielerisch noch tiefer nach unten.
Das Lachen Jungkooks ertönte und er zog Jimin in den Schwitzkasten, rieb diesem durch seine noch von der Dusche leicht feuchten Haare: ,,Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Es ist doch nichts passiert, es ist alles gut!"
Jimin fiel ein Stein vom Herzen, als er das hörte. Er fühlte sich leichter und konnte dann ein wenig mitlachen, leise und zurückhaltend. Er fragte sich, wann er das letzte Mal laut und herzhaft gelacht hatte. Ohne Kameras, ohne Zwang oder irgendetwas vorspielen zu müssen. Zu lange, als dass er sich erinnern konnte.
Jungkook ließ von ihm ab und Taehyung und Hoseok rückten auseinander, dass für Jimin nun ebenfalls Platz auf der großen Couch war, die momentan von allen belegt wurde.
,,Wie geht es dir heute, Jimin?", fragte Jin dann und lächelte ihn liebevoll an, schenkte ihm dieses brüderliche Augenzwinkern, welches Jimin des öfteren darin bekräftigt hatte, dass er bei seinen Bandkollegen sicher aufgehoben war. Besser, als irgendwo sonst.
,,Mir geht es überraschend gut. ich habe ausgeschlafen, bin ausgeruht, ich.. ich bin ..glücklich", seufzte Jimin bescheiden und Taehyung schlang seinen Arm von hinten um seine Schultern und zog ihn grinsend an sich, während auch die Anderen sehr erfreut waren, das zu hören.
,,Wie wär's, wenn wir heute alle zusammen etwas bestellen? Heute Abend? Am besten das gesamte Menü von irgendeiner Pizzeria", schlug Jungkook plötzlich vor und setzte sich aufrecht auf, rieb seine Handflächen aneinander, Seokjin unterstützte ihn sofort: ,,Das klingt toll, wir könnten uns auch endlich zusammen einen Film ansehen, dafür hatten wir sonst nie Zeit."
Somit stand der Plan für den Abend. Jimin freute sich, er konnte sich heute wirklich komplett entspannen. Das hatte er echt gebraucht. Das Management gab ihnen heute und morgen frei, damit sie sich ein wenig erholen könnten, bevor der routinierte und dennoch abwechslungsreiche Alltag mit den Trainingseinheiten und Terminen wieder beginnen würde.
Jimin lebte eigentlich seinen Traum, er liebte es, ein Idol zu sein, aber manchmal zerrte das wirklich an seinen Kräften. Ganz besonders zerrte es an der Beziehung zu seinen Eltern. Er hatte lange nicht mehr seinen Vater oder seine Mutter gesprochen. Sie schrieben sich nur Textnachrichten und seitdem sie bemerkt haben, dass ihr Sohn irgendwie nicht mehr ihr Sohn war, haben sie für sich beschlossen, auch irgendwie nicht mehr seine Eltern zu sein. Jimin hat eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob er ihnen irgendwie eine Schande war, doch am Ende haben die Jungs ihn immer wieder hoch gezogen, er sei alles andere als das. Und naja, seitdem versuchte er nicht mehr so intensiv darüber nach zu denken.
,,Die werden etwas länger brauchen mit unserer Super-Bestellung", kicherte Hoseok, als er zurück ins Wohnzimmer kam und sein Handy wegsteckte: ,,Wollen wir schon den Film anfangen oder vorher was Anderes machen?"
Die Mehrheit war für den Film, also richtete sich jeder mit etwas zu Trinken und einigen Snacks auf dem Sofa ein, lehnte sich dann entspannt zurück. Jimin entspannte ebenfalls, wunderte sich, dass er das Dröhnen noch immer nicht vernahm. Aber er wollte sich nicht beschweren. Er wollte es voll auskosten. Dann hallte das Klingelgeräusch durch das große Haus und Hoseok wollte gerade aufspringen, da stand Jimin bereits und übernahm für ihn.
,,Ich mach das", wimmelte er den Anderen ab, der ein sehr viel größeres Interesse an der Filmhandlung zeigte, als er selbst. Und bevor er gleich während des Filmes mit tausenden Fragen nervte, was denn passiert sei, bezahlte er lieber das Essen. Jimin schnappte sich das Geld von der Kommode und zählte es grob ab, es klingelte ein weiteres Mal.
,,Ich komme!", rief er und öffnete dann die Tür. Bevor er etwas sagen konnte, vergaß er Alles, was er hat sagen wollen.
Vor ihm stand eine schwarzhaarige, junge Frau, sie schien völlig fertig und trug ein schlafendes Mädchen in ihren Armen. Jimin war mehr als nur überfordert mit der Situation, als die Frau dann endlich etwas sagte.
,,Ich möchte Park Jimin sprechen."
• ────── ✾ ────── •
Ich wurde getaggt von der lieben Nono-chaan und direkt danach mit demselben von der tüllen maaytae 😂💪❤
1. Ich denke Pizza C:
2. Ich bin noch immer beim englischen ersten Teil also denke ich mal der :D
3. The oceaaan
4. Momentan eher Schokolade
5. PFIRSICH
6. Schwer. I love das wandelnde Schloss oder Mulan oder Lilo&Stich.. so viele aahhh
7. I dunno, bin kein Chemiker oder Sekundenklebertubenhersteller; aber ich denke irgendeine nichtklebende Schicht :')
8. siehe 6
9. What does a sofa says to another sofa on the other side of the room?- You are sO fAr AwAy
10. KAWAiiMANG
bangtantual
loveseok-
LOVEYMIN
LovelyYoungRose
Maviyesilgoezlue
Eine gute Nacht euch noch 🌙☄💛
Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro