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26


"Hallo?", fragte ich müde. 

"Hi, hier ist Kiki. Ich weiß, es kommt ungelegen, aber würdest du auf Franziska aufpassen? Nur ein zwei Stunden. Roland und ich haben einen Termin und..."

"Ja, schon gut. Wann soll ich da sein?"

Eigentlich hatte ich vorgehabt, den Rest des Nachmittags zu schlafen. Ich war wirklich erschöpft von den vielen beinahe schlaflosen Nächten der vergangenen Tage. Aber Kiki war meine beste Freundin, also würde ich ihr den Gefallen tun und auf ihre Tochter aufpassen. 


Wenig später stand ich auch schon vor Kikis Haustür und drückte auf die Glocke. "Hallo", grüßte ich, als sie die Tür öffnete. "Hi Elisa, komm rein", sagte sie und ich machte einen Schritt in ihr Haus. "Es tut mir leid, dass du dich jetzt nicht ausrasten kannst." Ich schüttelte den Kopf, um ihr zu zeigen, dass es nichts machte. Ich war müde, aber trotzdem freute ich mich darauf, auf Franziska aufzupassen. Sie war wirklich ein süßes Mädchen. 

Kiki erklärte mir allerhand, jedoch hörte ich nur halbherzig zu und merkte mir nur die Hälfte von dem, was sie sagte. Ich strengte mich zwar an, so viel wie möglich mitzubekommen, doch meine Gendanken führten immer wieder zu den Ereignissen der vergangenen Tage. Was machte mich daran überhaupt so fertig?! Zwischen Simon und mir war nicht einmal etwas passiert. Knapp daneben ist auch vorbei. Trotzdem ließ mich der Gedanke, Martin betrogen zu haben nicht los. Und das war ein schreckliches Gefühl. 

"Alles klar?", fragte Kiki schließlich. 

"Mhm." Ich nickte. 

"Gut, wir werden so ungefähr um halb sechs wieder da sein. Danke nochmal!" Mit diesen Worten verließ sie das Haus und ließ mich mit ihrer Tochter alleine. 

"Na dann", ich hab Franziska hoch, "was sollen wir machen?"

"Tante Elisa." Das war das einzige, das sie sagte. "Tante Elisa." Sie grinste übers ganze Gesicht. Kiki hatte solch ein Glück, eine Tochter wie sie zu haben. 

"Ja, Tante Elisa. Und wie heißt du?" 
Das kleine Mädchen zeigte mit einem Finger auf sich selbst, "du." 
Ich lachte. "Ich heißte Elisa und wie heißt du?"
"'anziska", sagte sie stolz. Ich lachte.

"Tante Elisa tauig?", fragte sie schließlich mit schiefgelegtem Kopf. Ich nickte langsam, doch dann antwortete ich: "Nein, ich bin nur müde."

"Dann muss du 'afen." 

"Ja, wenn ich dich niedergelegt habe, fahre ich nach Hause schlafen."

Plötzlich begann das kleine Mädchen auf meinem Arm zu strampeln. Behutsam setzte ich sie auf den Boden. Franziska hob ihren Kopf und sagte: "Essen?" Ich kniete mich zu ihr auf den Fußboden. "Hast du Hunger?" Sie nickte eifrig. "Okay, dann schaue ich mal in die Küche."

Ich stand auf und machte mich auf en 'Weg in Kikis Küche. Ich öffnete den Kühlschrank und fand Obst und Gemüse. Bestimmt genug, um vier Wochen problemlos damit auszukommen. Auf einer Tafel über der Arbeitsfläche stand jedoch:

Einzukaufen: Bananen, Äpfel, Birnen, Spagel, Paprika, Gurken

Was wollte sie mit noch mehr Obst und Gemüse? 

Erst als ich den Stabmixer neben dem Geschirrspühler stehen sah, fiel mir ein, dass Franziska möglicherweise zu fast jeder Tageszeit püriertes Obst oder Gemüse bekommen würde. Also verließ ich die Küche wieder, um das Kind zu fragen, was sie denn essen wolle. 

Als ich das Wohnzimmer betrat, traute ich meinen Augen kaum. Franziska hatte sich an der Tischplatte hochgezogen und stand nun, die Hände auf den Tisch liegend, in Raum. 
Ich hatte keine Ahnung, ob es das erste Mal war, dass sie stand, aber es machte mich unheimlich stolz. 

Ich ging auf sie zu und umarmte sie glücklich. "Zur Belohnung darfst du dir aussuchen, was du essen möchtest", sagte ich und küsste das Mädchen auf die Stirn. 

"'anane?" Ich nickte. 


Nachdem sie ein Bananenmus verzehrt hatte legte sie ihren Kopf auf meine Schulter. "'uch?", fragte sie und deutete auf ein Bilderbuch, das auf den Tisch lag. 

Ich setzte mich auf die Couch, Franziska auf meinen Schoß, und begann zu lesen. 

Kurz darauf hatte das kleine Mädchen auf meiner Schulter eingeschlafen. Ich jedoch schaute mir, so dumm ich mir auch vorkam, das Bilderbuch noch einmal an.

Es ging um eine junge Prinzessin, die sich aufmachte, um ihren Prinzen zu finden. Sie traf einen Drachen. Es war ein lieber Drache. Er gab ihr auf ihrer Reise zu essen und zu trinken. Dann zog sie weiter, traf einen jungen und gutaussehenden Prinzen. Sie verliebte sich in ihn. Doch als er den Drachen, ihren Freund umbrachte, einfach nur weil er war, was er war, verflog die ganze Liebe für ihn und die Prinzessin zog wieder nach Hause in ihr Schloss.

Komische Geschichte. Trotzdem sah ich einen wahren und tiefgründigen Hintergrund.

Man ließ sich zu oft von den Äußerlichkeiten eines Menschen blenden und erkannte nicht, wie er wirklich war. 

Während ich noch über dieses Bilderbuch nachdachte, öffnete sich die Tür und Kiki kam herein. 

"War sie brav?", fragte sie leise und deutete auf ihre schlafende Tochter.

Ich nickte. "Ja, sie ist aufgestanden. Vielleich hat sie das schon einmal gemacht, aber sie ist gestanden, beim Tisch, ganz ohne Hilfe."

Kiki schüttelte lächelnd den Kopf. "Was machst du denn für Sachen? Stehst das erste Mal auf eigenen Beinen, wenn Mama und Papa nicht zu Hause sind." 
Sie hob ihre Tochter von meinem Schoß, küsste ihre Stirn und trug sie hinauf in ihr Bett. 

"Danke dir, Elisa", sagte meine beste Freundin, als sie wieder den Raum betrat.

"Kein Problem."

"Du kannst noch bleiben, wenn du willst", bot sie mir an. 

"Nein danke, ich bin wirklich müde. Es war eine anstrengende Woche."

Kiki schüttelte den Kopf. 
"Ich kenne dich Elisa, irgendwas verheimlichst du mir. Aber weißt du was? Ich werde dich ein anderes Mal ausquetschen." 


Nachdem ich das Haus verlassen hatte und in mein Auto gestiegen war, begann ich nachzudenken. Und desto länger ich nachdachte, desto klarer wurde mein Beschluss. 

Ich wollte ein Kind.

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