
sixteen
Changbin POV
Ich war geschockt. Aber im guten Sinne.
Felix Stimme war so verdammt toll. Tief. Tiefer als jeder Ozean und es verteilte überall auf meiner Körper Gänsehaut. So eine Stimme hatte ich noch nie gehört. Wer hatte ihm beigebracht, seine Stimme so tief nach unten zu verstellen? Hatte er sich das selbst beigebracht? Ich hatte echt viel aus diesem zierlichen Jungen erwartet, aber nicht die Stimme des Teufels höchstpersönlich. Wieder im guten Sinne.
Den Song kannte ich auch nicht, aber er gefiel mir. Ich werde ihn gleich mal nach dem Künstler fragen.
Den kleinen Teil den er am Anfang gerappt hatte, hatte schon gereicht um mich mit offenem Mund dasitzen zu lassen.
Felix legte sein Handy zur Seite und schaute leicht zu mir, wohl nervös, wie ich seine Stimme finden würde.
,,Und?", murmelte er unsicher.
Mir fiel eigentlich nur ein Wort zu seiner Stimme ein: Atemberaubend.
,,Verdammt Felix... sie ist scheiße-", sagte ich erst ruhig und atmete ein, sodass ich den Satz kurz unterbrach.
Felix sah mich traurig an und senkte den Kopf.
,,-sie ist scheiße gut", kam es dann ungläubig aus mir.
Felix hob den Kopf schlagartig und sah mich mit großen Augen an.
,,Wirklich?! Findest du?", sagte der Jüngere glücklich, als wäre das, was ich gerade gesagt hatte, das größte Lob überhaupt.
Ich nickte ihm leicht zu.
Stumm lächelte er in sich hinein und spielte mit seinen Fingern.
,,Wie heißt das Lied und von wem ist es?", fragte ich dann interessiert und beugte mich leicht zu ihm. So interessiert war ich schon lange nicht mehr an einem Gespräch.
Der Junge gegenüber von mir schien rot zu werden, bevor er sagte:,, Das Lied heißt 3rd Eye und naja..."
Kurz unterbrach er sich selbst und kratzte sich nervös lachend am Hinterkopf.
,,... mein bester Freund und ich haben ihn zusammen gemacht.", gab er dann zu.
Er hatte diesen Song gemacht?
,,Wirklich? Wer ist dieser Freund?", fragte ich ihn weiterhin aus. Wie es aussieht waren seine Freunde und er wohl nur halb so schlimm und eingebildet, wie ich dachte.
,,Bang Chan... vielleicht kennst du ihn ja", lächelte Felix mir zu.
Ja, den Namen hatte ich schon gehört. Chan war ebenfalls etwas bekannter an unserer Schule, weil er sich viel für die Schule einsetzte und Jahrgangsprecher war.
Ich nickte als Antwort nur.
,,Wir machen so etwas öfters... Ich kann dir gerne irgendwann mal mehr zeigen-", bot er an und unterbrach sich wieder kurz.
,,-also natürlich nur, wenn du willst", schob er schnell hinterher und wurde leicht.
Wie nervös er mir gegenüber war. Ich dachte immer, dass er ein eingebildetes Arschloch war und nur an sich selbst dachte. So viele „Fans" wie er hatte, konnte man das erwarten. Gerade schien er aber eher so, als hätte er Angst irgendwas falsches zu sagen. Vielleicht gebe ich ihm mal eine Chance. Obwohl, dann bin ich auch nur ein Freund von vielen... ach, mal sehen.
Ich wollte gerade meine Stimme heben, als meine Zimmertür auf ging und meine Oma durch die Tür trat. Langsam und leicht gebrechlich machte sie sich den Weg in mein Zimmer.
,,Oh Schatz. Du hast ja Besuch", stellte sie mit strahlenden Augen fest.
Sie hatte immer gesagt, dass ich Freunde finden und mal Leute hierhin einladen sollte. Bis jetzt war das aber nie passiert.
Sie kam auf uns zu und betrachtete Felix, der stumm lächelnd zu ihr schaute.
,,Was ein hübscher, junger Mann. Wie heißt du denn, mh?", fragte sie interessiert und schaute Felix an.
,,Felix. Schön sie kennenzulernen", stellte er sich vor.
,,Felix? Ist das wirklich dein Name?", fragte sie überrascht, was Felix und ich leicht belachten.
,,Ja, ich komme aus Australien", erklärte sich der Jüngste.
,,Oh dann haben wir einen hübschen, jungen Australier im Haus", grinste sie und hob die Augenbrauen.
Felix wurde knallrot und murmelte ein leises ‚Danke'.
Wird er nicht täglich von Komplimenten überschüttet? Warum wird er dann rot?
,,Ihr habt bestimmt Hunger. Felix, du kannst gerne mit uns essen", bot meine Oma überglücklich an,
,,Er kommt schon kl-", wollte ich sagen, doch kassierte einen leichten Schlag auf den Hinterkopf.
,,Du bist ja ein schlechter Gastgeber, Binnie. Tut mir Leid, Felix. Er hat nicht so oft Besuch. Iss einfach mit, ja?", motzte sie leicht mit mir und entschuldigte sich bei Felix.
,,Danke, ich würde sehr gerne mit euch essen", sagte Felix überglücklich.
Er war wie ein Sonnenschein und deswegen mochte meine Großmutter ihn auch. Sie lächelte auch immer. Beide waren komplett anders als ich. Felix war immer offen, genau wie meine Oma. Ich wiederum gab nie Sachen über mich Preis.
Dann heißt es wohl Essen mit zwei permanent glücklichen und offenen Menschen. Außerdem auch noch Essen mit einem echt hübschen Jungen am selben Tisch.
Was? Er war nun einmal hübsch. Da ich ihn kaum kannte und mochte, würde ich das natürlich nie zugeben, aber leugnen, dass er echt süß war, konnte ich nicht. Felix war wirklich bildhübsch.
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