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Monster

Es fing langsam an, eine kleine Winböe, mehr passierte nicht. Die Menschen merkten es nicht, doch ich spürte es tief in meinen Inneren, wie ein kribbeln oder einen unkontrollierten Schmerz, aber nur leicht.

Wer ich bin? Nicht wichtig.

Es hat alles keine Bedeutung mehr, denn plötzlich platzte es raus, wie ein Feuerwerk.

Alles um mich herum nervte, es tat mir innerlich weh, zerstörte mich und gab mir das Gefühl von Wut, das ich bis heute gut unterdrückt hatte. Doch nein. Jetzt ist es vorbei, ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie ich das scharfe Messer im Kochunterricht gepackt und dem größten Spasten der ganzen Schule in die Brust gerammt hatte.

Es war... Seltsam. Ich wurde ruhig.

Zugegeben. Dieser Spast war mein bester Freund.

Er würde überleben, ich hatte ja nichts lebenswichtiges getroffen.

Verdammt, fühlte sich das befreiend an.

Plötzlich war ich vergessen, die restlichen Schüler rannten schreiend aus der Klasse und ich setzte mich in aller Ruhe auf eine der Arbeitsplatten, während meine Lehrerin Krankenwagen und, wie ich hören konnte, Polizei rief.

Ich hatte keinen Grund zum weglaufen, schließlich würden sie mich sowieso finden, egal wohin ich ginge. Und oh wow. Es war mir ziemlich egal gerade, alles.

-

Ich saß in dem Raum, mitten im Verhör. Bis jetzt hatte ich genau null Worte gesagt und ich sah auch noch keinen Grund, dem jungen Polizisten irgendeine seiner Fragen zu beantworten.

Es ist mir egal, alles egal.

Ich war immernoch wie in Trance, ich spürte nichts und über die Worte die ich hörte legte sich ein angenehmes rauschen.

"Warum tut er das?" fragten sie sich wieder und wieder, ohne jemals eine Antwort zu bekommen.

Ich wusste noch, wie er mein größtes Geheimnis einfach ausgeplaudert hatte.

Wir zwei, wir waren die coolsten, schon immer und daran würde sich niemals etwas ändern. Dachte ich.

Denn nachdem ich ihm zwei Jahre lang, seit ich vierzehn war, vorgespielt hatte, ständig irgendetwas mit nem Mädchen anzufangen, sagte ich ihm an dem Mittwoch nachmittags in meinem Zimmer die Wahrheit.

Es fing alles ganz harmlos an. Er erzählte mir, das er sich in Hanna aus unserer Klasse verschossen hatte. Eine Nacht, meinte er, eine Nacht könnte man sicherlich gut mit ihr verbringen und er schmiedete Pläne, wie er das schaffen konnte.

Dann ging es, wie davor und danach in den Tagen oft, mit mir durch und ehe ich darüber nachdenken konnte küsste ich ihn und scheiße, er küsste zurück!

Was hatte er mir nur für Hoffnungen gemacht...

Doch im Endeffekt hatten sich seine Pläne für Hanna in Pläne für mich verwandelt und was war daraus geworden? Die ganze Schule wusste das ich schwul war.

Wie konnte er nur, fragte ich mich immer wieder, wie konnte er das nur tun... Mich küssen, all die anderen Dinge mit mir tun, mir Hoffnung geben, mich glücklich machen und mir dann alles nehmen, auf einen Schlag?

Ich erinnerte mich an ein Nacktfoto von mir am schwarzen Brett, definitiv von seinem Handy.

Es tat weh.

Ich musste beim Kochen dran denken, er hatte mich aus Versehen gestreift, nichtmal extra hatte er mich berührt und es ging mit mir durch, ich konnte mich nicht halten und dann lag er blutend am Boden und plötzlich waren wir allein, nur ich und er. Er sah mich an und ich ahnte, was er von mir dachte.

Ich war ein Monster.

"Dieser Junge muss ein Trauma erlitten haben." hörte ich den Psychologen sagen. Meine Mutter schluckte schwer. "Es ist sicher keine psychische Krankheit?"

Der Psychologe zögerte.

Ich wusste es doch. Es war schon immer in mir drin, hinter meiner Maske war da diese unbändige Wut, die ich nie hatte kontrollieren können, die mich bestimmte, mir den Schlaf raubte und mir schmerzte bis das Fass überlief und das Gefühl den Boden veräzte, auf dem das Fass stand.

Nebenbei bemerkt war ich nie mit meiner Sexualität klargekommen, aber das war nicht wichtig. Nein.

Er stand nicht auf meiner Seite.

Ich hasse ihn!

Nein, ich bin kein Held, ich bin ein Fake, ein Abklatsch dieser furchtbaren Gesellschaft.

Oh ja, ich bin der Bösewicht und du wirst schon sehen, was du davon hast, mir soetwas angetan zu haben!

-

Drei Jahre war es her. Ich glaube nicht an Wunder und obwohl ich als geheilt befunden wurde, spüre ich diesen Schmerz in mir. Meine Eltern und meine Geschwister haben keinen Kontakt mehr zu mir, aber ich bin nicht echt und gefährlich. Es ist besser so.

Ich darf ihm nicht zu nahe kommen und das wollte ich nicht.

Ich war nicht auf der Suche nach ihm. Umgekehrt, er suchte mich und er fand mich auch.

Es war ein normaler Tag den ich damit herum brachte, Müll im Park zu sammeln. Ich hasse mein Leben. Jeden Tag den Abfall derjenigen wegräumen, die sowieso immer sich selbst verlieren.

Da sah ich ihn, er saß auf einer Bank und sah mir direkt in die Augen. Ich versuchte ihn zu ignorieren, das tiefe blau seiner Augen, in Kombination mit den blau gefärbten Haaren raubte er mir meinem Verstand und verdammt, ich wünschte hier wäre ein scheiß Messer damit er mich nicht so anschauen kann!

Egal wo ich hinging, er folgte mir und als ich abends in meine Wohnung kam, saß er schon auf meiner Matratze. Er hielt etwas in den Händen, das ich nur allzu gut kannte.

Das Messer.

Ich spürte, das es jetzt nicht mehr lang dauern konnte.

Er stand auf und stellte sich vor mich.

Das Messer glänzte im Mondlicht, das durchs Fenster herein kam und ansonsten schien nur der kleine Holzofen ein bisschen Wärme und Licht.

Er folgte meinem Blick zum Feuer und sah kurz in die knisternden Flammen, sah dann aber wieder zu mir.

"Warum?" fragten wir beide gleichzeitig.

Ich sah ihn böse an. In mir herrschte unendliche Wut.

"Du hast mich ausgenutzt, verdammt du hast meinen Körper einfach benutzt, mir das Gefühl gegeben dir wichtig zu sein und mich dann hintergangen!"

Er sah mich mit hochgezogener Augenbraue an.

"Ach ja? Du hast es zuerst Hanna erzählt, was zwischen uns passiert ist, du hast angefangen!" Er klang aufgebracht und seine Finger griffen den Griff des Messers noch fester.

Als er das sagte, schoss mir eines durch den Kopf, etwas das ich nicht erwartet hatte, was mich überraschte und verletzte. Freudlos lachte ich und sah ihn an.

"Hanna ist meine Schwester. Hättest du mir damals auch nur eine Sekunde lang zugehört, wüsstest du das!"

Jetzt begann seine Hand zu zittern. "W-was...?"

"Und deswegen hast du mein ganzes Leben zerstört?" fragte ich ihn wütend und riss ihm das Messer aus der Hand, wobei ich ihm die Handfläche aufschnitt.

"Ich und dein Leben zerstört haben? Du bist krank, das hat schon immer in dir gesteckt und irgendwann musste es ja rauskommen!" schrie er und schubste mich Richtung des Holzofens. Ich spürte die unangenehm kribbelnde Hitze im Rücken.

Aggressiv schubste ich zurück.

"Du verstehst das nicht!"

"Nein, tue ich auch nicht!" Er schubste mich wieder, ich stolperte und mein Arm landete für einige Sekunden am heißen Ofen.

Ein Schrei verließ meinen Mund und ich roch, das auch meine braunen Haare ein wenig angebrannt waren. Aber gleichzeitig schoss auch Adrenalin durch meinen Körper. Ich würde das hier und jetzt zuende bringen!

Also raffte ich mich auf.

Unsere Blicke trafen sich und ich erinnerte mich an die vielen Tage, die wir zusammen verbracht hatten. Tränen stiegen in meine Augen.

Kino, See, Schwimmbad, Hausaufgaben, wir haben alles zusammen gemacht, wir wollten zusammen studieren, wohnen und...

"Du hast alles zerstört! Ich war glücklich, aber du hast mein gesamtes Leben zerstört!"

Ich wusste nicht wieso, aber trotz das alles ein Missverständnis war, konnte ich mich nicht beruhigen, ich war so wütend!

Er hatte mir meine Familie genommen, meinen Alltag, meine Maske und die Selbstbeherrschung, die ich mir so krampfhaft hatte behalten wollen. Jetzt würde jeder wissen, dass mit mir etwas nicht ganz richtig war.

Er sah mich auch wütend an.

"Du hättest mir erzählen sollen, das Hanna deine Schwester ist!"

"Du hättest nicht so tun sollen als wäre nichts und mich auch nicht ignorieren!"

"Du hättest mit mir reden sollen!"

Wir wurden immer lauter, das Schubsen fing wieder an und plötzlich hatte er mich gepackt und wir beide rangelten weiter. Bis zur Balkontür.

Man hörte das Glas klirren. Ich durfte den Balkon nicht betreten, denn er hatte kein Geländer und das erfuhren wir beide jetzt.

Wir fielen.

In den wenigen Sekunden vor dem Aufprall sah er mir in die Augen.

Grün traf auf Blau.

Er lächelte mich schwach an und ich?

Ich lächelte zurück.

Wir wussten, es hatte so kommen müssen. Wir waren für andere Menschen gefährlich, Helden unserer eigenen Welt ohne Verständnis für die anderen.

Er hatte mich befreit, mir die Fesseln genommen.

Mein Arm, seine Hand, alles vergessen.

Ich war frei.

Und wir flogen.

Dann kam der Aufschlag.

Keiner von uns beiden starb direkt. Aber er würde verbluten, die Narbe an seiner Brust war aufgerissen und auch seine Hand hatte Mal besser ausgesehen.

Er hielt das Messer in der Hand. Ich drückte mich hoch, sah ihn an und er zog mich in einen innigen Kuss.

Bevor ich es richtig begreifen konnte, hatte er mir das Messer ins Rückenmark gerammt.

Ich spürte, wie das Leben aus mir sickerte und trotzdem küsste ich ihn weiter.

Dann wurde alles schwarz und bevor meine Gedanken verstummen konnten, wurde mir eines klar:

Das alles hatte ich schon einmal erlebt. Und ich würde es wieder tun.

Lohnte sich das? Die nervenaufreibenden Jahre in der Klinik?

Ja.

Denn wenn es auch nur eine einzige Nacht und dieser Kuss war, den ich bekam, es war besser als nichts.

Das würde ich liebend gern erneut erleben.

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