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Kapitel 10


Novel 

„Kommandant. Bitte", ich bot Gabrielle einen Platz an meinem Schreibtisch an und bedeutete den Wachen abzutreten. Mein Adjutant folgte ihnen skeptisch. Ihm gefiel nicht, was ich in den Kasernen trieb, dass wusste ich, auch wenn er sein Missfallen besser versteckte, als ich es je könnte.

„Ihr habt meiner Schwester ganz schön den Kopf verdreht", scherzte er und griff nach einem Gebäcksstück auf meinem Schreibtisch. Ich sah verlegen weg. Beinahe niemand kannte mich so gut wie Gabrielle. Zwar war er nicht mit mir aufgewachsen, aber seit er vor fünf Jahren zu unseren Militärs gewechselt hatte, vertraute ich ihm beinahe alles an.

Es wunderte mich, dass er mich trotzdem noch immer mit einem Lächeln ansah. Immerhin wusste er, was zwischen mir und Ava seit Jahren lief. „Geht es ihr gut?", fragte ich kleinlaut. Ich bekam die ganze Nacht ihre dünne Stimme aus dem Kopf und ihre klammernden Hände. Am liebsten hätte ich mich zu ihr gelegt, damit sie nicht alleine ist. Aber hätte uns jemand erwischt, wäre Beth ruiniert gewesen und jegliche Chance auf eine Ehe vertan.

Gabriele gegenüber von mir nicke langsam, bevor er verächtlich das Gesicht verzog.

„Ich habe ihr nicht wehgetan. Zumindest ist es nicht das, woran Ihr denkt"

„Eure Augen leuchten, Novel. Ihr würdet sie niemals schlagen, ich weiß"

Einen Moment lang breitete sich Stille zwischen uns aus. Wie konnte er sich da so sicher sein? Immerhin war seit über einem halben Jahrzehnt zu allen Frauen in meinem Bett grob. Allerdings wurde mir alleine bei der Vorstellung Beth in irgendeiner Hinsicht weh zu tun schlecht. Hoffentlich kam es überhaupt so weit, dass ich es herausfinden konnte.

„Elisabeth ist ..."

„Was ist sie? Sagt es mir schon!"

Gabrielle lachte auf und schüttelte langsam den Kopf. Beleidigt verschränkte ich die Arme. Ich war so kurz davor einfach zu ihr zu gehen und sie ein zehntes Mal zu fragen, was ihr fehlte. Um wieder mit derselben abweisenden Antwort zurückzukehren.

„Beth bezieht kein eigenes Einkommen aus unserem Familienvermögen. Deshalb komme ich für ihren Unterhalt auf. Beth schämt sich, glaube ich, für ihre Ausgaben"

„Könnt Ihr denn zusätzlich für sie aufkommen?"

Gabrielle seufzte auf. Am liebsten würde ich mich selbst ohrfeigen. Ich hatte keinerlei Gedanken daran verschwendet, dass Beth vielleicht nicht genügend Geld für ihre jetzige Situation hatte. Ich hatte zwar wenig Ahnung von Mode, wusste aber von Mama und Leila, dass das alles nicht so einfach war.

Warum hatte sie mir bloß nicht Bescheid gegeben? Sie hätte mich gestern um ein neues Kleid oder um Schmuck bitten können. Anstelle will sie spazieren gehen. Als könnte sie das nicht jederzeit haben. Andererseits würde ich ihr auch jederzeit ein neues Kleid anfertigen lassen.

„Ich muss sofort mit ihr reden!"

„Nur noch einen Moment. Als Lizzi gestern mit mir über ihre Finanzen gesprochen hatte, überprüfte ich die Hofführung ihrer ersten Gesellschaftsdame. Irgendetwas stimmt da nicht, Novel"

„Fehlt Geld?"

„Ganz im Gegenteil. Die Auflistung neuer Kleider passt nicht mit dem Ankauf neuer Roben oder Stoffe zusammen"

Beth 

Ich lachte auf, als den Traum aus grünem Tüll auf meinem Bett liegen sah. Wollte meine Hofdamen meine Garderobe in Zukunft selbst schneidern? Dann müsste ich mich wahrscheinlich endgültig vom Hof verabschieden. Sofort schüttelte ich den Kopf. „Gräfin?", meine Hofdame klopfte an die Tür und ich schnaubte genervt auf. „Prince Esposito hat mir die Dokumente Eurer Aufenthaltsgenehmigung gebracht. Ihr müsst sie dringend erneuern lassen"

Ich verharrte in meiner Position. Er legte es wirklich darauf an. Wenn ich nicht sein l'uccelletto sein, dann würde ich wie der Vogel, der ich nicht sein wollte, außer Landes fliegen. Im hohen Bogen. Egal was Novel wollte oder nicht.

„Wann?", rief ich zurück. „Innerhalb der nächsten Wochen"

Ich schluchzte auf. Insgeheim hatte ich gehofft, dass ich noch mehr Zeit mit ihm habe.

Aber so wie die Dinge standen werde ich ihn sicherlich verlieren.

„Beth?"

Ich fuhr zusammen, als ich seine Stimme aus meinem Wohnzimmer hörte. Hektisch wischte ich mir über die Wange. Er klopfte hartnäckiger. „Beth, lass mich hinein!", verlangte er und ich griff blindlings nach der Türschnalle. Ich würde ihn nie heiraten können. „Du darfst nicht in mein Schlafzimmer" – „Warum weinst du? Jetzt lass mich schon hinein"

Wäre ich nur eine Spur stärker, hätte ich die Tür nicht geöffnet.

Aber meine Zukunft war verloren. Da konnte ich mich genauso gut ruinieren lassen. Für ihn.

Ich schmiss mich noch auf der Türschwelle in seine Arme. Hoffentlich fand er einmal eine Frau, die nicht so viel weinte wie ich. Seufzend drückte er mich an sich und strich mir über den Kopf.

„Wieso weinst du?", fragte Novel und strich mir die Tränen von den Wangen. Er war viel zu Gut, um ihn vor die Wahl zwischen mir und den Italienern zu stellen. „Ich wollte dir mit dem Kleid eine Freude bereiten", verteidigte er sich und ich warf noch einen Blick auf den Tüllhaufen auf meinem Bett. Männer.

„Warum hast du mich nie um kostbare Geschenke gebeten, Beth? Ich wusste nicht, dass du keinen eigenen Unterhalt bekommst"

„Ich bettle nicht gerne, Novel"

„Aber ich schenke dir gerne etwas!"

„Du hast mir alles gegeben, dass ich brauchte"

Zielsicher schritt ich auf das Kleid zu und faltete es auf. Es war mit rotem Damast verziert, sicherlich das kostbarste Kleid, dass ich je besessen hatte. „Hast du geweint, weil Gabrielle über das Wochenende aufs Land fährt?"

Ich nickte schnell. Vielleicht zu schnell, aber Novel bohrte zum Glück nicht weiter nach. Anstelle zog er mich an sich und strich mir Strähnen aus dem Gesicht. Es würde gut werden. „Eigentlich wollte ich dich heute Abend in die Oper einladen, aber wenn du lieber hier bleiben möchtest ...", begann er doch ich schüttelte sofort den Kopf. Bei der Erinnerung an das goldene Licht und die Magie, die quasi durch die Luft schwirrte, überlief mich eine Gänsehaut.

„Dann geh schon, ich muss mich umkleiden"

„Trägst du dein neues Kleid?"

Einen Moment zögerte ich. War es gerecht, dass ich sein Geschenk annahm, obwohl ich bald ausgewiesen werden würde? Seine Augenbrauen zogen sich nach oben, deshalb nickte ich schnell. Es war unnötig, die restliche Zeit mit Streiten zu verbringen.

Hektisch strich die Hofdame mir ein letztes Mal Rusch auf die Wangen, bevor sie mich mit einer Bewegung aus dem Schlafzimmer scheuchte. Ich wollte gerade nach meinen Handschuhen greifen, als die Kaiserin leise die Tür hinter sich schloss. Sofort sank ich in einen Knicks. Wahrscheinlich würde ich mich nie an ihre Nähe gewöhnen. Obwohl das jetzt wahrscheinlich überhaupt nicht mehr notwendig war.

„Man nannte Euch l'uccelletto in Italien", stellte die Kaiserin fest. Stumm nickte ich. Es war ohnehin zu spät gewesen. Überrascht drückte ich einen Kuss auf ihre Hand, die sie mir entgegenstreckte. „Werdet Ihr dem Ruf des Vögelchens innerhalb des Habsburg-Regimes gerecht?"

„Nein. Ich war die nicht die Einzige am Hof, die Informationen an die Rebellen lieferte"

„Aber Ihr wart es, die den Oberkommandanten ausgehorcht hat"

„Ja, Majestät"

Ein leichtes Lächeln lag auf den Lippen der Kaiserin. Die Gelegenheit war günstig für sie, mich loszuwerden. Das konnte ihr nicht verdenken. Immerhin hatte sie nur das Beste für Novel im Sinn. „Damit setzt Euch Prince Esposito unter Druck, nicht wahr?"

„Ja, Majestät. Aber bei meinem Leben, Majestät, ich würde Novel nie verraten.

„Ich weiß, meine Palastdame hat mich aufgeklärt"

Die gute Princesse Esposito. Ohne sie hätte mich Novel überhaupt nicht kennengelernt, noch hätte ich ohne ihre Hilfe überhaupt das nötige Auftreten gehabt ihm zu gefallen. Vielleicht konnte sie die Kaiserin davon überzeugen, dass sie meine Aufenthaltsberichtigung über den Kopf der Italiener unterzeichnet. Als Souverän musste sie die Möglichkeit dazu haben. Andererseits konnte ich mir nicht sicher sein, dass sie überhaupt etwas mit einem ehemaligen Spion zu tun haben wollte.

„Erinnere ich Euch an Erzherzog Dorian?"

„Aber nein, mein Kind", die Kaiserin trat näher auf mich zu und drückte mir einen Kuss auf die Stirn, „Dorian ist gegangen, weil er ... belastet Euch nicht mit den Leiden einer alten Frau" Ich lachte auf und hauchte erneut einen Kuss auf ihre Hand. Sie war erst fünfunddreißig. Da konnte noch keine Rede sein von alt.

„Ihr seid doch nicht ..." – „Aber ich fühle mich so" Ihre Züge waren plötzlich ganz hart geworden und ich hätte gerne nochmal nach ihrer Hand gegriffen, um ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine war. Der Verrat ihres zweiten Ehemannes muss sie hart getroffen haben. „Als sich Dorian in mich verliebt hatte war ich fünfzehn oder sechszehn Jahre alt. Die Zeit hat mich verändert. Uns beide. Aber das nichts mit seinem Verschwinden zu tun, obwohl ich seine utopischen Vorstellungen unserer Ehe nicht immer erfüllen konnte" Überrascht sah ich sie an, worauf sie mich nur traurig anlächelte. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, welche Krisen sie bereits durchgestanden hat. Sie ein Anrecht darauf müde zu sein.

„Sagt Novel, was geschehen ist. Er braucht Euch"

„Habt Ihr Euren Ehemännern immer die Wahrheit gesagt?"

„Es geht nicht um die Wahrheit, Kleines. Zurzeit geht es alleine darum, am Hof zu überleben" 

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Hey ihr Lieben!

Ich wünsche euch einen schönen ersten Adventsonntag!

Also ich für meinen Teil liebe Weihnachten mit allem drum und dran.

Deshalb wollte ich euch fragen, ob ihr euch bereits für einen Wattpad Adventkalender entschieden habt oder ob ihr selbst einen schreibt :) 

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