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Kapitel 3

Mit hängenden Schultern schlenderte ich nachdenklich zur Bandprobe, die wöchentlich am Samstag stattfand. Eigentlich wollte ich dort nicht hin, denn ich wusste genau, dass ich mich wieder ausgeschlossen fühlen würde. Ich konnte nicht verstehen, warum die Proben nicht wie früher verliefen konnten, zumindest funktionierte das sonst auch immer super.
Bevor wir zu Silvester wegfuhren, um das Feuerwerk aus einer besseren Perspektive sehen zu können. Es hatte sich gelohnt dort hin zu fahren, denn diese Tage waren ein wunderschönes Erlebnis, das ich wohl nicht so schnell wieder vergessen konnte. Wir waren glücklich und verstanden uns gut, lachten über einen Film, den wir an diesem Abend angesehen hatten und lagen gemeinsam in einem Doppelbett, wo wir aneinander kuschelten und versuchten mit dem zu hohen Alkoholspiegel einschlafen zu können. Am nächsten Tag war uns allen übel, am schlimmsten ging es Melody. Sie hatte nicht nur einen Kater, auch war sie krank und bekam Fieber. Nachdem alle ziemlich müde schienen, machte ich mich auf den Weg, um an der nächsten Ecke vier Pizzen zu holen.
Das war einer der Tage, an denen ich nett zu meinen Bandkollegen war und das Beisammensein mit ihnen genoss. Ich hatte das Gefühl, dass irgendwann die Band zerbrechen würde. Aber welchen Grund könnte es dafür geben? Willkürlich zuckte ich mit den Schultern, als wäre es nicht notwendig eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Der Tür näherte ich mich mit großen Schritten, während ich überlegte nicht einfach wieder umzukehren und zu Hause etwas anderes zu machen. Aber als ich zu dem Entschluss kam, dass ich mich alleine in meinem Zimmer nur langweilen würde, weil ich nichts zu tun hatte. Nun gut, ich hätte für die Schule lernen können, aber ich hatte nicht den Kopf dafür. Da spürte ich schon die Türklinke unter meiner Hand und ich trat in das Gebäude ein. Wir hatten diesen Raum günstig für wenig Geld gemietet, das uns eine gute Gelegenheit für sinnvolle Proben bot.
„Hey!“, rief ich fröhlich in den Raum, wobei Melody sofort auf mich zu lief und mich in eine kräftige und lange Umarmung drückte.
„Hey, Soap!“, begrüßte mich Jack beiläufig und umarmte mich ebenfalls, nachdem Melody schweren Herzens von mir abgelassen hatte.
Ich runzelte die Stirn, als ich darüber nachdachte, warum ich mir so viele Gedanken darum gemacht hatte, dass ich ausgeschlossen worden wäre. Ein schlechtes Gefühl begleitete diese Überlegungen.
„Soap!!“, rief Yvonne aufgeregt und umarmte mich noch während Jack mich in den Armen hielt. Ich gluckste.
Als diese emotionale Begrüßungszeremonie beendet war und alle wieder von mir gelassen hatten, sah mich Yvonne mit großen Augen an.
„Ich – eher wir müssen euch etwas gestehen.“
Die Verwirrung stand Melody ins Gesicht geschrieben, anscheinend genauso wie mir, denn Jack sah mich stirnrunzelnd und leicht besorgt an. Was hatten sie schon wieder angestellt? Ich hoffte, dass sie nichts kaputt gemacht hatten.
„Ist das Keyboard kaputt?“, fragte ich entsetzt. Beide schüttelten den Kopf. „Der Bass? Bitte sagt mir, dass der Bass noch ganz ist.“ Jack lachte und Isabel schüttelte den Kopf.
„Das ist also worüber sich Soap Gedanken macht. Die Musikinstrumente. Etwas Schlimmeres scheint es wohl in deinem Leben nicht zu geben?“, behauptete Melody scherzhaft lachend. Ich musste schlucken. War ich diejenige, die mehr Geheimnisse vor meinen Bandkameraden hatte, als die anderen mir gegenüber?
„Jack und ich, wir – naja, wie soll ich sagen. Wir haben Gefühle füreinander.“ Diese Worte gingen viel zu schnell über Yvonne’s Lippen, sodass ich nicht realisieren konnte, ob ich das gerade wirklich richtig verstanden hatte. Nachdem sie ihr Gesicht in ihre Hände vergrub und errötete, war ich mir sicher, dass ich mich nicht verhört haben konnte und ich begann zu zittern. Es ist genau das eingetreten, das ich seit dem ersten Mal fortgehen mit ihnen befürchtet hatte. Noch bevor ich diesen Gedanken zu Ende denken konnte, fügte Yvonne noch einen Satz hinzu, der mich noch härter aus der Bahn warf und der mich mitten ins Herz traf: „Die Band wird daran nicht zerbrechen, wirklich nicht, Soap!“
Damals, vor ungefähr drei Monaten, waren wir auf einer Party, wo ich gesagt habe, dass wenn jemand in dieser Band eine Liebesbeziehung eingehen würde, nicht die Musikgruppe daran zerbrechen sollte.
„Was?!“ Das war alles, das aus mir zu hören kam.
Im Gegensatz zu mir war Melody total aufgelöst – im positiven Sinne. Ihre übertriebenen Gesten, die mir zu verstehen geben sollten, dass Jack und Yvonne jetzt wohl ein Paar wären, ließen mich nur weiter ein einziges „Was?!“ ausstoßen. Ich war nicht nur verwirrt, sondern auch enttäuscht, aber irgendwie auch erfreut.
Das war toll, dass Jack und Yvonne zueinander gefunden haben, nachdem er mit seinem Hund ziemlich aufgewühlt vor meiner Haustüre stand, um sich die Sorgen von seiner Seele zu sprechen, dass Yvonne keine Gefühle für ihm empfinden würde. Einerseits fand ich die Situation belustigend, weil er ungefähr 40 Kilometer zu mir gelaufen war, nur um seinen schlaflosen Nächten ein Ende zu setzen. Seine Gefühle waren ein Chaos, weil ihm nicht möglich war, Herr über seine Lage zu werden, und seine Gedanken zu kontrollieren. Ich konnte nicht anders, als für ihn da zu sein.
Mit der Zeit hatte er sich dann damit abgefunden, dass Yvonne wohl nicht die richtige für ihn wäre und hatte sich folgendermaßen den Gedanken, sie als Freundin an seiner Seite zu sehen, aus den Kopf geschlagen. Zumindest glaubte ich, dass das der Fall war, als er den Tipp von mir annahm, Abstand von allem zu halten, um besser nachdenken zu können.
Nach diesem Liebesgeständnis hatte ich das Gefühl mit Jack unter vier Augen zu reden, was in diesem Moment leider nicht möglich war, weil Melody und Yvonne anwesend waren. Da musste ich wohl bis zum Ende der Probe warten und dann die Gelegenheit nutzen, wenn wir uns verabschiedeten und dann getrennte Wege gingen. Ich würde ihn einfach noch einmal zu mir rufen und ihm sagen, dass ich mit ihm noch etwas besprechen müsste. Das klang nach einer guten Idee.
„Soap? Alles okay? Wir proben das erste Lied“, warf Yvonne mich aus den Gedanken, während sie mir den Zettel mit dem Titel des ersten Songs zeigte. Ich war wohl so tief in meinen Planungen vertieft, sodass ich nicht bemerkt hatte, dass alle schon auf den Plätzen saßen und die Probe starten wollten.
Musik konnte einen traurig machen. Vor allem machte mich diese Band traurig. Diese Entwicklung, der Beziehung zu meinen Bandkameraden, veränderte sich in eine Richtung, die ich nicht wirklich ausstehen konnte. Teilweise fragte ich mich, ob ich überhaupt in diese Band passte, weil wir alle vom Charakter sehr verschieden waren. Jedoch hatten wir drei Sachen gemeinsam: wir machten gerne Musik, wir konnten gut und lange schlafen und wir waren alle verrückt in einer humorvollen Art. Jack nannte diese Verrücktheit gerne einen ‚gemeinsamen Dachschaden‘.
Aber eines wurde mir durch dieses Liebesgeständnis klar: Sie wollten mich nicht aus der Band ausschließen, sondern waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, sodass sie die Menschen um sich herum vergaßen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sah die Welt wieder viel schöner aus und ich war nicht mehr so stark von meinen Gefühlen geblendet wie zuvor.
***
„Jacky?“, rief ich unserem Schlagzeuger nach, um ihn noch einmal zu mir zu locken. Wir hatten bereits unsere emotionale Verabschiedung hinter uns, Melody und Yvonne waren bereits weg und ich stand nun alleine Jack gegenüber, der mich fragend anblickte.
„Was gibt’s, Soap?“, fragte mich Jack abwartend, woraufhin ich tief Luft holte und mir die Worte gut überlegte.
„Du und Yvonne. Seid ihr jetzt zusammen? Ist das jetzt… Ich dachte, du wolltest Abstand nehmen von allem. Wo sind diese verzweifelten Worte über sie hin? Was ist passiert? Kannst du mir das bitte mal erklären?“ Ich klang eher verzweifelt als verwirrt. Wollte ich nicht meine Worte weise wählen? Das hat ja super geklappt.
„Wow. Jetzt halte mal die Luft an. Eines nach dem anderen.“ Er nahm seinen Rucksack vom Rücken und stellte ihn auf den Boden, woraufhin er seine Hände frei hatte zum Gestikulieren. „Ich weiß selbst nicht genau wie das passiert ist, aber wir lagen beide falsch. Du lagst falsch, ich lag noch falscher als du. Wir haben einfach aneinander vorbeigedacht, dabei war alles anders.“
„Erzähl und bau nicht so eine Spannung auf. Los!“
„Wo soll ich beginnen? Was willst du überhaupt wissen?“
„Ich will alles wissen. Beginn am besten am Anfang. Vielleicht ab dem Zeitpunkt, wo du vor meiner Haustüre gestanden bist und mir noch erzählt hast, wie beschissen doch die Situation sei.“
„Es ist wie in einem Film. Du musst dir das so vorstellen: die Titanic, nur in einer fröhlichen Version.“ Jack hatte damit begonnen, hin und her zu wandern, während er erzählte.
„Die Titanic ist fröhlich. Jack lebt, das Schiff geht nicht unter und alle sind glücklich.“ Zumindest war das so in meiner Fantasie.
Jack grinste und sah mich verständnisvoll an. „Okay, dann stell dir das genauso vor. Jetzt weißt du, wie ich mich gerade fühle.“
„Wie auf der Titanic?!“
„Ja, die glückliche Version davon – Egal! Auf jeden Fall war ich bei ihr und dann war sie bei mir.“
„Was? Langsamer, bitte, und mehr Details.“
Jack seufzte. „Okay, also ich war bei dir und wir haben geredet. Ich war verzweifelt-“
„Da waren wir bereits. Wir sind ja inzwischen schon auf der Titanic, also erzähl weiter. Also, du warst bei ihr und weiter?“ Ich empfand dieses Gespräch schon langsam sehr mühsam und irreführend, dass ich schon bald keine Lust mehr hatte, diese Konversation weiterzuführen, aber mich interessierte, was passiert war.
„Wir haben einen Film geschaut, während wir im Bett lagen. Der Film war zu Ende, dann sahen wir uns an… Naja, den Rest kannst du dir dann ja denken.“
„Jacky! Jetzt erzähl doch! Muss ich dir alles aus der Nase ziehen?“, fragte ich zaghaft lächelnd. „Habt ihr euch geküsst?“
„Ja.“
„Was?!“
„Ja, wir haben… naja, es kam eben zum Kuss.“
Stille.
„Wow… Wegen dir habe ich jetzt ein komisches Kopfkino“, murmelte ich. Das war nicht die Geschichte, die ich mir erwartet hatte, aber wenigstens war meine Neugierde nun befriedigt. Komischerweise fragte ich mich, ob das wirklich eine so gute Idee war, dass Jack und Yvonne nun ein Paar waren. Was, wenn die Band wirklich in Brüche gehen würde?

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