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|ELF|

Pünktlich, um halb zehn, stürmte ich die großen Treppen der Uni hinunter.
Schon den ganzen Morgen über war ich total aufgeregt und quasselte Kara mit meinen worst-case Szenarien voll.
Somit konnte ich mich leider eher weniger der Lesung widmen, aber soweit ich es mitbekommen hatte war sowieso nur das Zeug vom letzten Mal wiederholt worden.

Außerdem war Kara so genervt von meinem Gelaber, dass sie angefangen hatte säuberlich Notizen aufzuschreiben.
Sie war übrigens tatsächlich krank gewesen, nichts vorgetäuschtes. Magendarm oder so.
Nichts, dass man gerne freiwillig haben wollte.
So wie ich Kara kannte, hätte sie sich auch locker noch einen Tag länger auskurieren sollen. Aber statt in stiller Isolation zu sitzen, begab sich die Brünette sogar lieber in die Uni.

Am Vorabend hatte ich mich dann am Telefon auch noch ausführlich mit Elisa unterhalten.
Sie hing mir durchgehend damit in den Ohren, wie toll Johannes sei und wie schöne Augen er habe. Ihre Beschreibungen waren so ausführlich, dass ich mir Johannes schon vor meinem inneren Auge haargenau vorstellen konnte.

Jedenfalls beruhigte meine beste Freundin mich ein wenig und behauptete, dass Julian wahrscheinlich genauso aufgeregt sein würde und er sicher nicht direkt wieder abhauen würde.
Kara, die nun schon seit fast fünf Jahren in festen Händen war, gab mir die selben Worte mit auf den Weg.
Und wer würde sowas schon besser wissen als meine zwei besten Freundinnen.

-

Zuhause sang ich lauthals Lieder von meiner Playlist mit und räumte währenddessen meine Wohnung auf.
Es war immer wieder erstaunlich, wie schnell so wenig Raum unordentlich werden konnte.

Dass sich die Nachbarn noch nicht über mein Gebrüll beschwert hatten grenzte auch an ein wahres Wunder.
Wobei, wenn ich mal so drüber nachdachte war ich mir ziemlich sicher, dass der Großteil meiner Nachbarn nicht ohne ihre Hörgeräte das Haus verlassen würden.
Komischerweise wohnte ich mit einem Haufen Rentnern unterm Dach. Also bräuchte ich mir darüber am wenigstens Sorgen machen.

"Without you it's hard to survive." voller Elan grölte ich den Text mit.
"Cause every time we touch I get this feeling and every time we kiss I swear I cou-."

Die Musik wurde abrupt unterbrochen und meine letzten schiefen Töne verhallten in der Küche.
Hoffentlich hatte das niemand gehört. Singen gehörte echt night zu meinen Stärken.

Ich wühlte mich interessiert durch den Klamottenberg, unter dem mein Handy stecken musste.
"Hier" triumphierend hielt ich das Handy in die Luft, das an der Anlage angeschlossen war und heftete meinen Blick auf das Display.

Julian

Zeigte es mir klar und deutlich, schwarz auf weiß.
In meinem Kopf ratterte es und als ich endlich mal geschnallt hatte, dass ich vielleicht ran gehen sollte, wusste ich nicht wirklich wie ich mich melden sollte.
Seit wann war ich denn bitte so mundtot geworden. Das war ja nicht auszuhalten.

Ich warf mein Handy wie eine heiße Kartoffel, von der einen in die andere Hand und wieder zurück.
Bis ich endlich doch auf den grünen Hörer drückte und mein Handy ans Ohr nahm.

"Julian?" fragte ich und versuchte möglichst überrascht zu klingen.
Ich vernahm ein räuspern
"Oh Alessia, dachte schon du bist nicht erreichbar." Julian's raue Stimme drang durch den Hörer zu mir.
Peinlich berührt stammelte ich in das Telefon "Äh ja, also sorry, ähm, ich war am aufräumen."

Ein kehliges Lachen erklang und bescherte mir Gänsehaut, von oben bis unten.
"Kein Ding, nur gut, dass du dran bist" antwortete er gelassen,
"Ich wollte fragen ob du heute auch früher kannst, mein Training wurde vorgeschoben, ich wäre also schon um halb Drei fertig-" erklärte er "ähm, also nur wenn du willst." schob er hinterher.

Ich nickte wie wilde, war mir aber bewusst, dass er das, zum Glück, nicht sehen konnte.
"Ja das passt auch" ich versuchte so cool zu klingen wie er, was aber kläglich scheiterte, da meine Stimme wirklich einem einzigen Piepsen glich.

Ein Blick auf die Uhr verriet mir keine Sekunde später, dass wir schon zehn Minuten nach Eins hatten.
"Sag mal, bist du etwas im Training am Handy?" fragte ich ihn neckend.

"Hab gesagt es ist ein lebensnotwendiger Anruf, bin so durchgekommen." das schelmische Grinsen auf Julian's Gesicht konnte ich mir nur all zu gut vorstellen.

"So ist das also." spöttisch hob ich die Braue und kicherte anschließend.
Der Blonde lachte "Ja stimmt doch auch, oder nicht?" am Ende der Leitung vernahm ich weitere Stimmen, die näher kamen.
"Du ich glaube ich sollte mal wieder weiter trainieren" brachte er entschuldigend rüber.
"Ja das solltest du" murmelte ich "Bis später" rief er noch bevor die Leitung blockiert war.

Um halb Zwei machte ich mich dann daran, meine Kleider rauszulegen, zu duschen und nochmals meine Zähne zu putzen. Das aufräumen hatte ich ohnehin schon wieder aufgegeben. Wurde ja eh wieder unordentlich werden.

Da es draußen noch ziemlich schwül war, entschied ich mich für eine blaue Hotpants und ein weiß- bedrucktes T-Shirt, was ich dann mit meinen weißen Schuhe kombinierte.
Ich schminkte mich noch ein wenig und legte zuletzt meine Lieblingskette und Armband an.
Zehn Minuten vor halb packte ich meine Tasche. Nahm den roten Pulli von dem Schreibtisch, auf dem er schon seit einer Woche verweilte.
Ich sog nocheinmal seufzend den Duft ein, bevor ich ihn ganz oben in die Tasche legte.

Dann klingelte es.

Hektisch schaute ich nochmal in den Spiegel, stolperte auf dem Weg zur Tür fast über die Sofakante und brauchte dann eine Ewigkeit um den Schlüssel im Schloss umzudrehen.

Atemlos öffnete ich die Tür.

Egal, wie gelassen ich gewesen wäre, spätestens jetzt wäre es sowieso um mich geschehen.

Julian stand lässig im Türrahmen gelehnt vor mir. Er trug Jeans Shorts, ein weißes Hemd, das im Bund der Hose steckte und dazu irgendwelche weißen Markenschuhe.
Seine Socken lugten hervor und auf seinem Kopf war eine Kappe platziert.
Auch er musterte mich akribisch.

"Hi" kam es schüchtern von mir, irgendwie musste ich das äußerst stille Schweigen ja brechen.
"Hey" seine raue Stimme ertönte
"Also, wollen wir?" fragte Julian und machte eine ausladende Geste, die in Richtung Haustür führte.

"Ich brauch nur noch mein Schlüssel und die Tasche" erwiderte ich atemlos und stolperte in die Wohnung, wo ich meine Sachen schnappte. Kurz lehnte ich mich an dem Regal an und atmete tief durch, es war wohl doch mehr drin, als ein einfaches Hallo und Tschüss.

Ein Lächeln zierte meine Lippen, als ich Julian im Türrahmen lehnen sah und er belanglos meinen Flur betrachtete.
Er tat nichtmal etwas und sah trotzdem atemberaubend gut aus. Wie geht sowas?

"Los geht's" vielleicht etwas zu enthusiastisch zog ich die Tür hinter mir zu.

Vor dem Mehrfamilienhaus stand ein todschicker, schwarzer Sportwagen.
Mit einer flinken Handbewegung zog Julian den Schlüssel aus der Hosentasche und drückte auf einen Knopf, woraufhin die Blinker des Autos vor uns auf blinketn.
Der Fußballer lief hastig zur Beifahrerseite und zog die Tür auf, ich glaubte in sekundenschnelle schon wieder rot geworden zu sein und stieg dann flink ein.
Solche Gesten war ich absolut nicht gewohnt.

Die Ledersitze fühlten sich gut an, man saß ein Stück weiter unten, aber das war bei Sportwagen, denke ich, normal.
Mein Blick schweifte über die Armatur, es sah alles ziemlich hochwertig aus und in keinem Fall konnte ich das Fahrzeug mit meinem, kleinen, alten, schwarzen Opel Corsa vergleichen. Einzig und allein der Duftbaum, der am Spiegel baumelte, erinnerte mich an mein Auto.

Die Tür auf der anderen Seite öffnete sich und Julian ließ sich ebenfalls auf den hellen Sitz fallen.

Ehe wir losfahren konnten, kramte ich den Pulli aus der Tasche und reichte ihn Julian hinüber.
Sonst würde ich es nachher schon wieder vergessen.
"Hier, ich glaube der gehört dir" erklärte ich unnötigerweise dazu.
Ein schmunzeln breitete sich auf seinen Lippen aus und auch ich lächelte.

"Danke" flüsterte er und warf mir einen herzergreifenden Blick zu.
Daraufhin entstand eine unangenehme Stille, weshalb Julian instinktiv das Auto startete und aus dem Hof hinaus fuhr.

Weil der Blonde hinter dem Steuer immer noch nichts von seinen Plänen preis gab, brach ich ungeduldig die Stille.
"Wohin fahren wir?"

Sein Blick ging kurz von der Straße ab und fixierte mich.
"Neugierig?" zog er mich auf.

Ich zog gespielt beleidigt eine Schnute "Ja schon."

"Lass dich überraschen" er zuckte mit den Schultern, während sein Gesicht ein schelmisches Grinsen annahm.

Wir fuhren mittlerweile mitten durch die Stadt und irgendwie fühlte es sich total komisch an, ich meine ich fuhr gerade mit einem Profifußballer, in einem mords Sportwagen durch die Kölner Innenstadt.
Das passierte auch nicht alle Tage.

Auf der Fahrt redeten wir jedoch nicht wirklich viel, aber es war auch nicht unbedingt nötig. Es gab einfach nichts wichtiges zu bereden und das machte die Stille erträglich.

Dann lenkte Julian das Auto auf einen Parkplatz und über mir entzifferte ich unser Ziel:

Kölner Zoo

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