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Kapitel 1

Mit meinem beigen Mantel um die Schultern gelegt, schlenderte ich, mit meiner gesunden Hand einen Schirm haltend, durch die Straßen.
Es war schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal in London war.
Während meine Tante damals nach London gezogen war, wo ich sie nur wenige Male mit meinem Vater besucht hatte, blieben Vater und ich in Sussex.
So hatte ich noch nie eine Fahrt mit dem London Eye erlebt, oder eine Stadtrundfahrt, in der berühmten Hauptstadt Englands, zumindest zu keinem Alter in dem ich mich daran hätte erinnern können.
Die Straßen waren, trotz des Regens, überfüllt wie die Kanalisation von Ratten besiedelt war. Ich kam keine fünf Schritte weit, ohne von jemandem angerempelt zu werden, der es eiliger hatte als ich. Ich hielt mich an den Ladentüren, da mir dort immer noch weniger Menschen entgegen kamen, als in der Mitte des Gehwegs.
Während ich meinen Blick über die Straße wandern ließ, zum Himmel und zu den Geschäften, bemerkte ich eine elegante kleine Limousine. Diese Limousine war gut gepflegt, gehörte offensichtlich einer Person von Bedeutung. Das Schwarz glänzte, war kürzlich erst poliert worden. Da machte sich jemand große Mühe, denn eine Politur lohnte sich nicht sonderlich, so oft wie es in London regnete. Der Schmutz, der vom Regen aus der Luft gewaschen wird, wird täglich auf den frisch polierten Wagen gespült. Doch die Politur war es nicht, die meine Aufmerksamkeit fesselte. Es war mehr die Tatsache, dass sich dieser schicke Wagen in dem Tempo einer Schildkröte fortbewegte.

Ich lief schneller, als der Regen stärker wurde und der Wind es mir erschwerte, meinen Schirm zu halten und schlängelte mich an den schnelleren Fußgängern vorbei, nur um mit Überraschung zu bemerken, dass der luxuriöse Wagen sich mit mir zusammen bewegte. Wie eine dunkle Bestie, die darauf wartete, dass ich unachtsam über die Straße laufen würde, um mich von ihr fangen zu lassen.
In meinem Eifer, das Auto zu überholen, streifte ich jemanden. Ich prallte, mit meinem lädierten linken Arm, gegen die Fassade eines traditionellen Teegeschäfts. Der Schmerz und die Verwirrung zogen mich in die Knie. Ich rutschte an der glatten schwarzen Marmorfassade hinunter.
In jenem Moment, in dem ich nur den schrecklichen Schmerz spürte, verging die Zeit wie in Zeitlupe und doch rann sie mir gleichzeitig, wie Sand zwischen meinen Fingern, davon. Jemand, den ich nicht sehen konnte, sprach zu mir, jedoch verstand ich denjenigen nicht. Ein fürchterliches Klingeln lag in meinen Ohren.

Nach ein paar Mal blinzeln blickte ich zu einer grauen Zimmerdecke. Ich spürte sofort, dass etwas anders war. Die Schmerzen waren verschwunden.
Jemand hatte sich darum gekümmert, dabei hatte ich mit Absicht keine Schmerzmittel genommen. Von solchen Medikamenten wurde man müde und Müdigkeit schadete der Denkfähigkeit, zumal ich mir besseres vorstellte, als den halben Tag wegen Medikamenten zu verschlafen.
Eine Weile blieb ich noch liegen, bis mich dann doch die Unruhe packte und mich aus den warmen Lacken des Bettes scheuchte.
Meine Tante hatte große Arbeit geleistet.
Der Boden und der Teppich waren Staubfrei. Die Sachen des Vormieters waren zwar immer noch da, aber besser sortiert und verstaut, sodass das Wohnzimmer weniger sperrig wirkte. Leider wirkte es dadurch aber auch umso leerer, was mich doch irgendwie störte.
,,Sie können laufen?“
Jemand stand vom roten Sessel auf, der mit dem Rücken zu mir stand. Hätte derjenige, der sich als Mr. Watson herausstellte, nicht auf sich aufmerksam gemacht, hätte ich ihn glatt übersehen.
„Es ist mein Arm, nicht die Beine.“
Der Armeearzt nickte und fixierte mich mit seinem Blick.
„Mir geht es bestens und das würde es auch ohne die Schmerzmittel, die eindeutig Sie mir gegeben haben, sonst wären Sie ja schon weg. Aber da Sie mich gefunden haben, mussten Sie sich wohl unbedingt vergewissern.“
Erstaunt sah er mich an.
„Sie denken schnell…“
Ich legte den Kopf schief.
„Ich rechne nur alles zusammen“, erklärte ich und sprach weiter. „Da Sie nun sehen, dass es mir gut geht, können Sie jetzt gehen. Ich habe zwar nichts gegen Gesellschaft, aber Ihr Blick irritiert mich zu sehr. Außerdem muss ich arbeiten.“
„Arbeiten?“, echote er und wirkte auf mich recht langsam.
„Arbeit nennt sich eine Beschäftigung, mit der man seinen Lebensunterhalt verdient.“ Er schüttelte den Kopf und deutete auf meinen Arm, den ich in einer automatisierten Geste mit der anderen Hand fest hielt.
„Sie können unmöglich… -Nein! Sie müssen sich schonen. An Arbeit sollten Sie jetzt nicht denken. Wenn Sie sich nicht schonen, dauert der Heilungsprozess viel länger. Wollen Sie das?“, stellte er mir eine ironische Frage.
„Mr. Watson, denken Sie nicht, Sie kümmern sich etwas zu viel um Angelegenheiten, die sie nicht betreffen?“ Er presste seine Lippen aufeinander, sodass sein Bart von seiner Oberlippe leicht abstand.
„Verzeihung, Sie haben Recht. Ich dachte nur…“ Er schüttelte den Kopf und sah in Richtung Treppe. „Auf Wiedersehen, Mr. Watson“, verabschiedete ich ihn, nicht ohne zu bemerken, dass sein Blick gen Treppe nicht mit seinem Gehen zu tun hatte, sondern mehr mit dem Verweis auf Martha.
Ein schlechtes Gewissen überkam mich, als ich an meine Tante dachte, die sicher erschrocken gewesen sein- und sich schrecklich Sorgen gemacht haben musste.

Seufzend ließ ich mich in dem Ledersessel nieder. Obwohl er sehr alt und auch sehr verschlissen war, war er bequemer als der andere Sessel und das Leder Sofa.
So bequem, dass ich einen Moment in ihm verweilte, ohne mich zu rühren. Als ich die Augen öffnete, fühlte ich mich geplättet. Mein Nacken war steif und die Schultern schmerzten.
„Von wegen Arbeiten…“ Ich schüttelte den Kopf, was ich sofort bereute und mit einem Zischen kommentierte.
Ich sah zum Fenster und erkannte mit Verdruss, dass die Sonne, von der man an diesem Tag ohnehin nicht viel gesehen hatte, wie mir der Anblick des nassen Asphalts verriet, bereits am untergehen war.
Ich lehnte mich nach vorn und wischte mir mit meiner rechten Hand über das Gesicht, mit dem Gedanken, dadurch etwas klarer zu werden – doch es brachte mir nichts, außer der Erkenntnis, dass mein Gesicht fettig war. Als nächstes griff ich mir in mein Nest von Haaren.
>>Eine Dusche wäre angebracht<<, dachte ich und stand auf. So müde wie ich war, wusste ich, dass ich meinem jetzigen Zustand nicht duschen gehen konnte und verzog mich bei diesem Gedanken leidlich zurück in mein Bett. Ohnehin würde ich nie auf den Gedanken kommen, meine Tante darum zu bitten, mir beim Baden zu helfen. Dafür besaß ich doch zu viel Schamgefühl.

Das Laken und die Matratze, fühlten sich befremdlich an, mit dem Wissen, dass sie nicht meine waren.
Das Bett trug, obwohl es frisch bezogen war, noch den Geruch meines Vorgängers, als wollten die Laken dessen Geruch für sich behalten.
Ich schloss meine Augen und atmete tief den Geruch des Fremden ein. Der Geruch von Tabak und Zigaretten hatte sich in Stoff und Schaumstoff festgesetzt. Eine Note, die mir seltsamerweise Ruhe bescherte, da sie mir vertraut vorkam und mich an jemand anderen erinnerte.

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