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Part 5

Eine sehr emotionale Szene für mich *schnief* Diese Szene spielt nach der schrecklichen Folter von Cassy. Er ist jetzt kaputt...nur noch Schutt und Asche dank Nataschas kreativen Foltermethoden und ein ganz bestimmtes Mädchen findet ihn...

Cas saß zusammengesunken und kauernd im Gang vor seinem Zimmer. Er war ein einziges Wrack.

Seine Haare waren ein Desaster. Seine sonst so perfekten, weiß-blonden Haare, die er immer in einem perfekten lockeren Dutt trug waren offen und verdreckt. Sie waren ungewaschen und man erkannte das er sich nicht mehr so gut um sie kümmerte.
Knoten und noch mehr Knoten hatten sich in dem Gewirr verfangen und verfestigt. Es würde wohl Jahre dauern dieses Chaos in Ordnung zu bringen.

Seine sonst so exakte Kleidung war halb in Fetzen gerissen und an einigen Stellen sogar verbrannt. Das weiße Hemd war dreckig, kohlenschwarz und hing traurig seinem dünnen Leib herab, seine Hose war zerrissen und nicht mehr wirklich zu gebrauchen und sein dunkelblauer Mantel, den er immer getragen hatte war nicht mehr da.
Mache hatten vermutet er würde sogar darin schlafen, so sehr hing er an diesem seltsamen Kleidungstück, der zu einem Markenzeichen von Casmiel geworden war aber jetzt war er nicht mehr da. Denn er war nur mehr Asche in einem dreckigen Lock. Einem Loch, das Cas nie wieder betreten wollte.

Holzsplitter hatten sich überall in seinen Körper gebohrt und er hatte einfach nicht die Kraft dazu sie zu entfernen.
Dunkle Ringe untermalten seine dunkelblauen Augen, die vor Tränen feucht und gerötet waren. Wer auch immer da saß, es war nicht mehr Casmiel Tripe.

Es war nicht der arrogante Mistkerl, der jeden in seiner Näher einschüchterte. Der andere als dum bezeichnete und dafür eine gebrochene Nase kassierte. Es war nicht der Mann, der einen Ausbruch geplant hatte, der eine Horde von unkoordinierten, gebrochenen Teenagern den Kampf ermöglicht hat, ihnen Hoffnung gebracht hatte.
Nein. Das war nicht Casmiel Tripe.

Ein Mädchen kam in den Gang, in dem Cas kauerte und als sie ihn erkannte schossen Tränen in ihre himmelblauen Augen.

Sie stürzte zu ihm, ließ sich auf ihre Knie fallen und schlitterte den restlichen Weg zu ihm um ihn fest in die Arme zu schließen.
Cas reagierte nicht.

„Cas?" erst jetzt bemerkte sie das etwas mit dem sonst so charmanten Jungen nicht stimmte. Etwas stimmte ganz und gar nicht.

Wo war sein so verdammt charmantes Lächeln? Wo war die furchteinflössende Intelligenz, die ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ? Wo waren seine sarkastischen, bissigen Kommentare die er in diesem emotionalen Moment abgegeben hatte?
Wo war Casmiel Tripe?

„Cas!" Hailey rüttelte ihn an seinen Schultern und obwohl seine Augen die ihren ansahen, wirkte es als würde er direkt an ihr vorbeisehen, durch sie hindurch.

„Wer...wer bist du?" fragte er mit seiner krächzenden Stimme. In seinen Augen lag eine solche Verwirrtheit, diese konnte er nicht nur spielen. Sie war echt. Er meinte diese Frage ernst.

„Ich...ich bin's. Hailey. Die, die dir fast die Nase gebrochen hat!" schluchzte sie und Hailey versuchte leicht zu lächlen, aber sein Anblick trieb ihr nur noch mehr Tränen in die Augen, die sie aber sofort wieder wegblinzelte. Sie musste stark sein...für Cas.

„Und...wer bin ich?" fragte er und dann passierte etwas, das Hailey nicht erwartet, nicht für möglich gehalten hatte.

Eine Träne, eine einzige Träne rann über Casmiel verdrecktes Gesicht. Hinter ihr zog sich eine frische Spur entlang, die Cas' Haut etwas freilegte und sie zeigte deutlich das Casmiel Tripe geweint hatte.
Etwas unmögliches. Cas war immer so stark, so ruhig, so unbrechbar. Aber jetzt saß er, zusammengekauert am Boden wie ein getretener Hund und er weinte.
Casmiel Tripe weinte.

Hailey schluchzte auf. Das war ganz sicher nicht der Typ, der sie in den Wahnsinn getrieben hatte. Das war nicht der junge Mann dem sie fast die Nase gebrochen hatte.

„Du..." sie musste tief durchatmen damit die diesen Satz über die Lippen bekam, aber es war immer noch nur ein sanftes Hauchen: „Du bist Casmiel Tripe. Der einzig-wahre"

Er sah nur verwirrt an ihr vorbei auf den Boden.
„Nein." Stellte er fest. Hailey verstand nicht.

Wäre das der wahre Cas gewesen, hätte er ein triumphirendes Lächeln aufgesetzt, in seinen so wunderschönen Augen wäre die Intelligenz aufgeblitzt und er hätte mit säuselnder Stimme gemeint: Oh Darling. Du weißt wirklich nichts, oder?

Aber dieser Cas hier sagte nichts weiter. Nur ein Wort. Nein.

„Wa...was meinst du?" fragte Hailey ihn. Die Tränen rannen noch immer über ihre Wangen, ihre Augen waren gerötet. Es tat so weh ihn so zu sehen.

„Es gibt tausende Casmiels auf der Welt. Ich bin nicht der eizig-wahre" stellte er monoton klar.

Das war Haileys Moment von Epiphanie. Sie realisierte etwas, das ihr eigentlich schon zuvor klar gewesen war, aber in diesem Moment riss jeder Faden der Hoffnung ab.
Sie wusste das das hier Casmiel war. Mit seinen schulterlangen, weiß-blonden Haaren. Seinen dunkelblauen Auge, die jeden einfingen und nie wieder so richtig losließen.
Aber es war nicht der Casmiel, der ein charmantes Grinsen auf den Lippen trug. Es war nicht der Casmiel der andere so lange provozierte bis sie ihn zu Tode schlagen würde.

Das hier war der Cas, der gebrochen worden war. Der keine Fassade mehr trug, keine perfekte Maske die niemand durchschaut hatte.
Das war der Casmiel, der niemanden auslachte weil er dumm erschien. Das war der Casmiel der sich selbst als dumm bezeichnete.

Was auch immer in dieser Woche passiert war, in der Cas wie vom Erdboden verschluckt war, es hatte ihn zerstört.
Nicht äußerlich, auch wenn er aussah wie ein Bettler, der seit Jahren keine Dusche mehr gesehen hatte. Es hatte ihn innerlich zerstört, aufgefressen. Es schien als wäre nichts von dem alten Casmiel Tripe übrig. Nur mehr Schutt und Asche.

Hailey hatte Angst. Sie hatte Angst das Cas nie wieder der alte wäre. Das er nie wieder die Stimme erheben würde um einen Ausbruch zu planen.
Der nie wieder innerhalb weniger Tage einen beinahe perfekten Plan aushandelte, innerhalb weniger Sekunden schon einen Notfallplan entwickelte mit dem er alle anderen retten wollte.

Hailey fragte sich, ob sie jemals wieder diesen Mann ansehen könnte und sich nur ein Gedanke um ihn drehen würde: Wie gern würde ich diesem genialen Mistkerl die Knochen brechen?

Aber jetzt dachte sie nur daran, diesen verdammten Mistkerl zu umarmen.
Ihn zu umarmen bis er wieder der alte wurde, der Cas, den sie kennengelernt hatte, den sie auch irgendwie lieb hatte.
Er war wie ein nerviger großer Bruder gewesen. Sie hatte ihn einerseits gehasst. Wie er arrogant durch die Gegend spaziert war, alle als dumm hingestellt hatte und sich selbst als den einzig-wahren Casmiel Tripe vorgestellt hatte.
Aber andererseits hatte sie ihn geliebt. Wie er alles gegeben hat, alles getan hat nur um seinen absolut wahnsinnigen Plan zu vollführen. Wie sie ihm auf die Nase geschlagen hatte und er nur gelacht hatte, als hätte sie einen brillianten Witz erzählt. Wie er die Folter von Natascha auf sich genommen hatte, nur um herauszufinden wo der Chip war.

Erst jetzt fiel ihr auf wie viel Cas für sie und die anderen getan hatte, was er riskiert hatte.
Er war vernarbt, sein perfektes Gesicht war nun nicht mehr so perfekt. Er hatte etwas unperfektes in sein Leben gelassen nur um den anderen ein perfektes Leben zu ermöglichen.

Vielleicht dachte man, eine Narbe ist ein kleiner Preis für die Freiheit, aber nicht für Casmiel.
Wenn man immer perfekt, immer exakt gewesen war, war eine kleine Narbe, ein Stück Imperfektion, schon ein Beweis für wahre Liebe. Für Cas war es das gewesen.

„Du bist ein Held" hauchte sie ihm zu und sie umarmte ihn noch einmal fest.
Es interessierte sie nicht, das das alles so gar nicht zu ihr passt. Es interessierte sie nicht das Cas nur mehr eine Hülle war. Ein Wesen das nichts mehr spürte als den Schmerz im inneren.

Für Hailey war es immer noch Casmiel Tripe, ein wahrer Freund...


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