
#21 Leave's Eyes
Wer mich kennt, weiß, ich stehe total auf Symphonic Metal. Weil das Genre alle drei Dinge verbindet, die ich liebe. Klassik, Metal und sehr hohe, opernähnliche Frauenstimmen. Und so kam ich auch zu Leave's Eyes. Eigentlich lernte ich sie über eine Compilation CD kennen, auf der sie mit dem Titel „Haldvan the black" vertreten waren. Und dieses Stück fesselte mich beim ersten Mal hören total. Eben weil es der typische, symphonische Metal war, den ich so liebe. Und das sogar in Verbindung mit mystischen Elementen.
Leave's Eyes bestehen aktuell aus der, erst seit 2016 dazugehörigen, Sängerin Elina Siirala, an deren Stelle zuvor Liv Kristine für die Band sang. Alexander Krull, der ebenfalls singt. Torsten Bauer an Gitarre und E-Bass, Pete Streit an Gitarre und Joris Nijenhuis am Schlagzeug.
Gegründet wurde die deutsche Band 2003 und ihr Stil, ist eigentlich ziemlich typisch Symphonic Metal. Aber nur eigentlich. Denn viele orchestrale Elemente haben sie nicht in ihrer Musik. Ihre Musik ist sehr Metal, dominiert von Schlagzeug und Gitarre. Und der Gesang wird angeführt von der weiblichen Sängerin, die sehr hoch singt. Einen Kontrast zu ihrer Stimme bildet das Gegrowle von Alexander Krull , was man gut in dem Lied „Hell to Heavens" hören kann.
Vorstellen möchte ich euch „Edge of Steel", einer ihrer neusten Songs. Im Gegensatz zu anderen ihrer Songs ist dieser aber etwas symphonischer, nicht ganz so metallastig, wie andere ihrer Lieder. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich bisher noch nicht allzu viel von ihnen gehört habe. Jedenfalls findet man darin ebenfalls diese Mischung aus Growling und hoher Frauenstimme. Die symphonischen Elemente im Hintergrund stammen aber hauptsächlich aus dem Synthesizer und klingen nicht wirklich orchestral. Ansonsten hört man auch hier wieder hauptsächlich eine brüllende E-Gitarre und Schlagzeug, die die anderen Elemente ein wenig untergehen lassen. Gerade die Small Pipe, die man vereinzelt heraushören kann. Jedoch ist das in diesem Song kein Einzelfall. Ich brauche keine harten Riffs oder ein lautes Schlagzeug, ich liebe Klarheit in Musik und diese Instrumente legen wie so eine Art Schleier über das gesamte Stück. Was dennoch aber auch irgendwie seinen Reiz hat, wenn man abschalten will.
Der Text erinnert an einen Schlachtsong, in dem die Krieger voller Frohsinn und Hoffnung für ihr Land stehen. Dabei sind vermutlich Wikinger oder auf jeden Fall altertümliche Krieger gemeint, da sie laut Text noch mit Helm und Axt in den Krieg ziehen. Einen tieferen Sinn hat er jedenfalls nicht. Ist aber auch nicht schlimm, ich mag Wikinger ja sowieso.
Im Großen und Ganzen: Ich bin eben Nightwish gewöhnt, was Symphonic Metal betrifft. Und an die kommt auch keiner heran und ich weiß, dass mein Kopf ständig mit ihnen vergleicht, wenn ich ähnliche Bands aus dem Genre anhöre. Dennoch, Leave's Eyes sind ganz nett. Ich werde zwar kein totaler Fan davon, doch eine oder zwei CDs werden schon drin sein.
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