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14.

"Oh Allison! Und Hae! Ihr rettet mein Leben! Wir müssen sofort..."

Und mit diesen Worten packte Bella kurzerhand Allison und Hae an den Armen zu zog sie auf die Toilette im Kunsttrakt. Es kamen nur selten Mädchen in diese Toilette, weil die Putzfrauen das Klo anscheinend fast immer vergaßen und es das berühmt berüchtigte Fickklo war. Wer auf der Suche nach einem Platz für einen schnellen ruhigen Fick war, fand hier sein Versteck.

Aber es war auch ein guter Platz für Mädchengespräche, die niemand hören sollte. Und Bellas Reaktion nach zu urteilen stand ein solches Gespräche bevor.

"Allison. Hae. Hae. Allison. Alli und ich sind Freunde. Schon seit längerem. Hae und ich sind auch Freunde", stellte schnell Bella klar. Sie ließ sich auf den heruntergeklappten Klodeckel fallen und atmete langsam ein.

"Ich bin schwanger."

"Was?", brachten Allison und Hae unisono heraus. Mehr konnte auch Haes Gehirn leider nicht befähigen, so Leid es ihr im nachhinein tat. Vermutlich hätten die idealen Freundinnen in diesem Augenblick irgendetwas furchtbar taktvolles gesagt und Bella irgendwelche sinnvolle Ratschläge gegeben, aber Haes Gehirn meldete gerade nur Kurzschluss.
Erst die Prüfung, dann Leonard und jetzt auch noch Bella, die schwanger war.

Eine verhaltene Stille breitete sich in der Toilette aus und kroch, wie ein geschlagener Hund schließlich zwischen den Freundinnen umher.

"Okay...", sagte Hae schließlich gedehnt, "sicher das du dich nicht vertan hast?"

Allison warf ihr einen kurzen Blick zu. Anscheinend war das nicht ein besonders taktvoller Anfang gewesen, aber von Bella so in dieses Klischeeszenario geschmissen zu werden, war auch nicht besonders taktvoll gewesen.

"Hast du das vom Arzt?", fragte stattdessen Allison mit beruhigender Stimme. Sie lächelte Bella aufmunternd zu, die nur wortlos einen Schwangerschaftstest hervor holte: "Ich hab zwei ausprobiert. Außerdem verspätet sich meine ..."

"Dann ist es ja noch nicht sicher", meinte Allison rasch, "du solltest zum Arzt gehen..."

"Wie soll ich das denn begründen? Was ist wenn ich wirklich..." Bella wedelte hilflos mit den Händen in der Luft um ihre Fassungs- und Hilflosigkeit auszudrücken.

"Dann musst du dich entscheiden, ob du das Kind...", antwortete Hae. Bella verzog ihren Mund und funkelte Hae an: "Als ob ich das nicht schon entschieden hätte. Ich treibe, ganz sicher nicht ab!"

Bei den letzten Worten war ihre Stimme deutlich lauter und schriller geworden, obwohl noch immer Panik in ihrem Gesicht stand.

"Wer hat eigentlich bei euch nicht verhütet?", fragte Hae stattdessen. Bella errötete tief bis in die Haarwurzeln: "Ich..."

Sie biss sich auf die Unterlippe und schien in ihren Erinnerungen zu kramen: "Vermutlich beide"

Hae seufzte tief...ach du heilige Scheiße. Den Rest der Pause verbrachten Allison und Hae also ihre Freundin zu beruhigen, obwohl schon Allisons Blick Bände sprach. Es klang genauso, wie es in all den Biostunden geklungen hatte und wie es sein sollte. Im Angesicht der Tatsache, dass Bella (vielleicht-vermutlich) schwanger war, kamen ihren eigenen Probleme noch lächerlich vor. Wenigstens war sie nicht schwanger. Das dachte sich Hae, bis sie wieder Leonard sah und die ganze Frustation auf einem Schlag zurückkehrte.

Und ihr Magen meldete sich grummelnd zu Wort, was alles nicht besser machte. Stattdessen beschloss Hae einfach Leon ein Loch in den Rücken zu starren. Bis er sich umdrehte und ihre Blicke sich ineinander verhakten und sie schwer schlucken musste. Und Leonard sah weg. Er sah einfach weg, als würde es ihn nicht brennend interessieren, was das eigentlich zwischen ihnen war. Hae drehte ruckartig den Kopf und begann einfach auf den Typen neben ihn einzureden. Bis sie bemerkte, dass es Shawn war.

Shawn war der Fuck-Badboy. Für so jemanden hielt er sich zumindest, das Problem war nur, dafür war er doch etwa zehn Zentimeter zu klein. Und zu behaart.
"...wie fandest du die Prüfung?", fragte sie ihn schließlich.

"Ganz in Ordnung. Bei diesen Aufgaben ging es ja eigentlich...es hätte sogar für dich gehen müssen, Warley", meinte der nur abfällig und Hae hätte die Wand neben ihr einrennen können. Allmächlich fragte sie sich, ob es nicht ein Fluch war, der sie davon abhielt, einen Jungen je wieder zu küssen.

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Wenn es etwas gab, was Leonard nicht ausstehen konnte, dann war es Kunst. Er hatte eher das Händchen für Erzgebirgische Volkskunst, sein Großvater war stets ein Anhänger davon gewesen. Also hatte er als Kind viele freie Stunden an der Werkbank verbracht und seine Leidenschaft verbessert.
Es war nicht, dass er das Bearbeiten von Holz zum Beruf machen wollte, dafür war er zu viel in Biologie interessiert, aber er liebte es einfach frisches Holz zu riechen, die Muster mit der Feinblattsäge auszusägen und zusammen zu fügen.

Und stattdessen quälte er sich mit der stinkenden Acrylfarbe und den weißen Leinwänden ab, die genauso fantasielos und leer waren, wie er sich fühlte, wenn er die kleinen Kunstwerke mancher Schüler sah.
Und jetzt war auch noch die Farbe leer, Leonard stand mit einem Seufzen auf und vermied es in Haes Richtung zu schauen. Sie mit Shawn reden zu sehen, hatte ihn daran erinnert, dass er eigentlich in einer Wette steckte und Küssen nicht drin war. Aber leider hatte er auch keinen Plan, wie er Hae verführen sollte. Shawn aber anscheinend auch nicht. Und im Nachhinein betrachtet, die Wette war ganz schön schwammig formuliert. Was bedeutete es schon ein Mädchen rumzukriegen? Soll sie am Ende bettelnd um Liebe auf den Knien liegen oder war es einfach Haes Jungfräulichkeit, die dem Sieger winkte. Und hätte Leon sich entscheiden sollen zwischen den beiden Möglichkeiten, er wüsste nicht, was er eher wählen würde.

Lustlos trottete er in das Zimmer am Ende des Ganges, wo die ganzen Utensilien für den Kunstunterricht aufbewahrt wurden und er sah sich fragend um. Was brauchte er noch einmal?

Jemand streifte ihn und Hae quetschte sich an ihm vorbei in das Zimmer: "Geh weg, wenn du keinen Plan hast"

Er beobachtete die bedröppelt, wie sie geschickt um ihre Achse wirbelte und im Takt zu der Musik, die sie mit ihren Kopfhörern hörte, rasch einige Tuben aus den Regalen nahm und die Farbe in ihre Palette quetschte.

"Was ist?" Sie sah kurz zu ihm auf, als sie sein Starren bemerkte. Er bemerkte, wie ihm allmählich heiß wurde unter ihrem ernsten Blick, bis ein kleines Lächeln ihre Lippen brach.

"Brauchst du das?" Hae hielt ihm die Tube hin und strich sich eine Haarsträhne der kurzen braunen Haare aus ihrem Gesicht, dabei hinterließ ihr Handrücken einen breiten blauen Streifen auf ihrer Wange.

"Du hast da was", brachte er mühsam heraus.

Hae strich sich mit der anderen Hand über die Wange und sah ihn fragend an: "Immernoch?"

"Du siehst aus wie eine Schlumpfine"

Sie lächelte kurz: "Also brauchst du oder brauchst du nicht?"

Er nahm die Tube entgegen,obwohl er nicht wusste, ob er die Farbe überhaupt brauchte, dabei berührten sich ihre Finger.

"Mann...", stöhnte Hae entnervt und stellte sich auf das unterste Regalbrett. Sie teste, ob es ihr Gewicht aushielt und Leon streckte rein aus Reflex seine Hand aus: "Soll ich was runterholen? Das Regal bricht noch zusammen"

"Ich brauche keine Hilfe", zischte sie nur ungehalten zurück. Ihre Finger berührten die Tube, das Regal ächzte und ein Regen aus den Farbtuben ergoss sich auf sie. Hae fluchte laut und lang, er wollte gar nicht wissen, was sie alles gesagt hatte, aber da standen sie nun. Er warf ihre einen kurzen Blick zu und daraus wurde ein regelrechter Starrwettbewerb.

Sie sah ihn aus irgendeinem Grund an. Sie wusste es selbst nicht so genau, was sie da tat. Und Leonard starrte zurück. Zu ihren Füßen lagen die Farbtuben, aber sie waren vergessen. Hae interessierte es nicht, dass vermutlich irgendwann die Lehrer kommen würden und sie vermutlich eine Stunden Nachsitzen aufgebrummt bekommen würden.  Alles war vergessen, bis auf die brennende mörderische Wut, die leider noch nicht weggegangen war, egal wie sie auch ihre Leinwand mältriert hatte. Hae spürte Hitze in ihre Wangen steigen, dann sah sie ihn wütend an: "Warum?"

Die Frage war mehr ein leises, zorniges Knurren und Leon war überrascht, wie sehr die mollige Hae einem Säbelzahntiger ähneln konnte.

"Was?",fragte er stattdessen und Hae legte leicht ihren Kopf schief, zog ihr Kinn milimeterweise an die Brust, um ihn aus lodernden Augen anzusehen: "Warum? Warum lässt du dich nicht küssen?"

"Ich..." Was sollte er auch antworten? Ich habe eine behinderte Wette am Laufen, mit Shawn meinem Erzfeind und sollte dich ins Bett bekommen. Oder so etwas in die Richtung...

"Ich meine, ich habe alles mögliche versucht. Ich hab so viel Zeit in unsere...Beziehung oder Bekanntschaft investiert..." Sie hob hilflos ihre Hände, als würde sie nicht verstehen, dass Freundschaften und mehr nun einmal nicht aus der Anzahl von Minuten resultierten. Ihr Gesicht hatte sich zu einer Grimasse verzerrt, tiefe Falten hatten sich in ihre Stirn gegraben, als sie angestrengt nachdachte.

"Wieso...?" Er wagte nicht die Frage zu beenden, er wusste schließlich die Antwort von Anfang an. Und ihm wäre es lieber, wenn sie ihn damit verschonen würde und es ihm ins Gesicht sagte.

"Ich wollte die auf meine Liste setzen!", antwortete sie auf seine eigentlich rhetorisch gestellte Frage und er zuckte heftig zusammen. Sie selbst war anscheinend über die Rohheit und Plumpheit ihrer Antwort überrascht und wich einen Schritt zurück. Dann zuckten mehrere Emotionen über ihr Gesicht, als könne sie sich nicht ganz entscheiden,was sie machen sollte. Schließlich verblieb eine resignierte Arroganz und Leonard war überrascht, wie sehr ihn Haes Antwort verletzt hatte. Irgendetwas in ihm hatte letztendlich doch gehofft, dass sie den Fastkuss zugelassen hätte.

"Lass mich vorbei" Ihre Stimme kühlte den Raum auf Minustemperaturen herunter und Leon wich automatisch zurück, aber als Hae mit gesenktem Kopf und geballten Fäusten vor ihm stehen blieb, waren seine Füße wie festgeklebt: "Nimm dich vor Shawn in Acht"

"Sehe ich so aus, wie als wäre ich ein Betthäschen für den Obergockel unserer Schule?", fauchte sie.

"Nein...ich wollte nur sagen, ..." Er bremste sich und presste sein Handrücken gegen seinen Mund, während sein Herz in seiner Brust klopfte. Auf das Herz hören. Badum. Badum. Badum. Badum.

Ihre Augen rasten über sein Gesicht von seinen Brauen zu seiner Hand vor seinem Mund. Er ließ die Hand vorsichtig sinken und atmete tief aus. Er musste es ihr sagen. Er wollte es sogar. Von Shawn Schwuchtel genannt zu werden für den Rest des Schuljahres kam ihm plötzlich unbedeutend vor. Na und? Wenn es um Hae ging...wenn es darum ging sie vor Shawns schmierigen Fingern zu bewahren, sollte er doch über seinen Schatten springen. Er sollte es können, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken...konnte er den Mut aufbringen, ihr die Wahrheit zu sagen?

Den Mut Shawn ins Gesicht zu sehen, selbst wenn er jeden Tag beleidigt und erniedrigt werden sollte? Selbst wenn er seine Chance aufgab, Shawn in seine Schranken zu verweisen...

Leon spürte, wie die Gedanken sich verknoteten und auch seine Zunge klebte am Gaumen, unfähig...er war unfähig es ihr zu sagen...

"Warley! Cox-Reid! Was ist hier passiert?", schrie ihre Kunstlehrerin bei dem Anblick des verwüsteten Zimmers. Ihre Köpfe fuhren auseinander und Shawns verhaltenes Grinsen ließ Leonard mit den Kiefern mahlen. Scheißtyp.

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