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22. I Come With You


Ich wurde von unverständlichem Gemurmel und Bewegungen geweckt. Meine Haare standen komplett quer im Gesicht und ich hatte das Gefühl, eine Bleikugel rolle über meinen kompletten Kopf. Mit angestrengter Stirn stützte ich mich auf etwas weichem ab und hob langsam, ganz langsam meinen Kopf. Meine Augen fühlten sich schwer an und mein ganzer Körper schmerzte von dieser unwohlen Position, die ich wohl diese Nacht eingenommen hatte. Aber fürs erste eine andere Frage. Wo genau war ich?

" Dani, was machst du hier?".

" John?".

Ich schaffte es meine Augen zu öffnen und blickte auf eine liegende Person in Lederklamotten, die mich mit einem schläfrigen Blick beeugte. Es war tatsächlich John, der sich aufsetzten wollte. Doch sein Kopf schien es nicht ganz mitzumachen und er rieb sich verärgert mit einer Hand die Schläfe.

" Was ist passiert?".

" Ich hab dich nach Hause gebracht von Petes Party ".

" Oh Gott. Habe ich irgendwas gesagt.. etwas schlimmes?".

" N-Nein, nein. Alles gut ".

Ich werde ihm nicht von seinem Ausrutscher berichten. Er würde sich nur Vorwürfe machen. Aber er konnte doch nichts dafür, oder? Schließlich war er betrunken gewesen und hatte keine Kontrolle über seinen Körper gehabt. Hoffentlich hat Paul den armen George nach Hause gebracht. Ich würde gerne wissen, ob er auch ein Black Out hat wie John. Dieser konnte sich mit der Zeit selber aufraffen und strich mir übers zerzauste Haar.

" Du warst die ganze Nacht hier und hast auf mich aufgepasst?".

" Ich bin wohl eingeschlafen ".

" Das ist total süß von dir ".

Er beugte sich vor und gab mir einen Kuss auf die Wange. Es fühlte sich irgendwie klebrig an, weswegen ich leicht mein Gesicht verzog. John schaute mich mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck an. Ich schüttelte nur kichernd den Kopf und legte diesen auf seine Schulter ab. Es ist schon so lange her, wo wir beide gekuschelt haben. Leider war die Kuschelsaison schon wieder vorbei, als ich auf die Nachttischuhr schaute.

" Oh mein Gott, fuck!".

" Was hast du?".

" Meine Mum kommt heute wieder. Ich muss dringend los ".

" Deine Mum..?".

" Tschau!".

Ich ließ einen völlig bedröppelten John zurück und sprintete nach Hause. Vor meinem Zuhause sah ich ein schwarzes Taxi stehen. Mit schnellen Schritten und einem schweren Atem ging ich durch die weit offende Haustür. Im Wohnzimmer angekommen, vergaß ich glatt das Atmen.

Auf dem Boden lagen zersplitterte Bilderrahmen und zerstörte Bilder. Ein Sofakissen war vollkommen kaputt gerissen und die Vase von meiner Mum lag in Einzelteile auf dem Teppich. Vor mir standen meine Eltern, die erst sich, dann mich giftig anstarrten. Geduckt drehte ich mich um und wollte aus diesem Raum verschwinden, als die Stimme meiner Mum mich erstarren ließ.

" Dani, bleib hier!".

Mit gesenktem Blick und einer hohen Nervosität drehte ich mich zu meinen Eltern zurück und merkte, wie meine Mum auf mich zuging. Sie nahm meine Hände in ihre Zarten und sprach beruhigend auf mich ein.

" Dani, hör mir zu. Es wird alles nicht mehr so funktionieren, wie es einmal war. Ich muss fort von hier. Und ich möchte, dass du mitkommst, bitte Liebes ".

Nach langer Zeit sah ich meiner Mutter in die Augen. Ihr Gesicht hat sich verändert. Mehr Falten sind entstanden und unter ihren Augen waren dunkle Augenringe zu erkennen. Sie hatte ein altes Kleid an, was schon etwas löchrig an den Armen war. Allgemein sah sie müde und fertig aus mit den Nerven. Ihr Druck wurde an meiner Hand stärker und ihre Augen flehten regelrecht um meinen Beistand. Ich fühlte mich hin und her gerissen. In erster Linie wollte ich hierbleiben wegen John und George ... und wegen Paul. Ich habe erkannt, dass ich sie alle brauche und das ich ohne sie kein gutes Leben in Liverpool gefunden hätte. Aber auf der anderen Seite wollte ich von meinem Vater fort. Ich spürte nicht mehr die Vater-Tochter Liebe zwischen uns. Mit jedem Tag wurde er garstiger und kontrollsüchtiger. Die Scheidung machte ihn agressiv und womöglich noch Alkoholabhängig so weit ich die ausgekippten Flaschen auf dem Boden sehen konnte. Vielleicht war es doch für meine Gesundheit und für mein Leben besser, wenn ich zurück nach Deutschland gehe.

" Okay ...".

" Was?".

" Ich komme mit ".

Ohne eine Antwort abzuwarten, ging ich hoch auf mein Zimmer und holte mein Koffer aus dem Schrank. Als ich die ersten Sachen einpackte und dabei aus dem Fenster schaute, erkannte ich Paul. Dieser hatte einen nicht gerade begeisterten Gesichtsausdruck und versuchte genauer zu erhaschen, was ich tat. Ohne wirklich zu überlegen, zog ich beide Vorhänge zu. Tränen stießen in meine Augen, die ich verzweifelt wegzuwischen versuchte. Doch es kamen immer mehr Tränen, die schließlich meine Wangen hinabkullerten. Die letzten Klamotten schmiss ich in den Koffer und holte aus dem Bad nebenan meine Kulturtasche und tat da die restlichen Sachen hinein. Unten hörte ich meine Eltern streiten und wie etwas zu Bruch ging. Mich wunderte rein gar nichts mehr. Aber es war richtig, was ich tat. Es war zu meinem eigenen Wohl. Auch, wenn ich dafür die wichtigsten Personen aufgeben musste.

Mit einem Koffer und meiner Gitarre betrat ich erneut das Wohnzimmer und sah meinen Vater, der mit Kopf in den Händen auf dem Sofa saß und es nicht wagte, mich anzusehen. Meine Mum trat von hinten an mich heran und nahm mir meinen Koffer aus der Hand.

" Da ist jemand an der Tür, der dich sehen möchte ".

Erneut stießen mir Tränen in die Augen. Langsam ging ich Richtung Haustür. Ich kontrollierte meine Schritte selbst nicht mehr. Es war, als würde jemand mich zur Tür steuern. Mit Hände in den Taschen sah mich Paul aus traurigen Augen an. In seinen Augen konnte ich die Frage schon erkennen, die er schließlich auch aussprach.

" Was hat das alles zu bedeuten, Dani?".

Eine knackende Fahrradkette war zu vernehmen sowie schweres Atmen, als ich zu einer Antwort ansetzen wollte. Paul sah zu Boden, als ich entgeistert in die Richtung schaute, aus der das Geräusch kam. John saß auf dem Fahrrad, hochroter Kopf, Schweißperlen auf der Stirn, George auf dem Gepäckträger. Als dieser absprang, sprang John über den Lenker und ließ das Fahrrad achtlos fallen. Er kam zu mir gerannt und blieb neben Paul stehen, Hände auf den Knien, nach Atem ringend.

" Dani ... was geht hier vor sich?".

" Dani, wo willst du hin?".

George sah zu dem Taxifahrer, der bereits ausgestiegen ist und womöglich auf das Gepäck wartete. Ich blickte zu Paul, der in einer geduckten Körperhaltung zu mir aufschaute.

" Wieso hast du sie angerufen? Du weißt nicht einmal, worum es geht ".

" Dann sag es uns, Dani!".

John packte mich an den Schultern und schüttelte mich einmal kräftig durch. Mir wurde zwar nicht schlecht oder schwindelig, aber sein Griff schmerzte leicht. Ausdruckslos sah ich in seine dunklen Augen, bis mir eine einzelne Träne runterlief. John ließ sofort meine Schultern los und musterte mein Gesicht mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck. Seine Augen bettelten nach einer Antwort. Auch George schien darauf zu warten. Er hatte seinen Kopf zur Seite geneigt und die Augen haben sich zu großen Tellern geformt. Pauls Blick blieb mir weiterhin verborgen. Die Pflastersteine schien interessanter zu sein.

" Ich gehe zurück nach Deutschland".

Meine Stimme war ein einziges Krächzen. Dicke Tränen quollen aus meinen Augen und tropften bereits auf die Steine. John als auch George sahen mich entgeistert an. Keiner brachte ein Ton hervor. Ihnen brannten hundert Fragen auf der Zunge, doch ihre Kehle ließ keinen einzigen Ton entweichen. Meine Mutter quetschte sich zwischen uns mit zwei Koffern durch zu dem Taxifahrer, der die Sachen in den Kofferraum verladet. Ein Koffer davon war meiner. Das war der endgültige Beweis für mein Verschwinden. John schaute vom Koffer zurück zu mir.

" Warum bringt deine Mutter dein Koffer in das Taxi?".

" D-Das habe ich dir doch schon gesagt".

" Ich will es aber nicht wahrhaben!".

Johns Stimme wurde mit jedem Wort lauter. Leicht verängstigt über seinen Wutausbruch duckte ich mich von ihm weg und vermied Blickkontakt. Sein Haltung entspannte sich wieder und John zog mich dicht an sich heran. Seine Worte flüsterte er ganz dicht an mein Ohr, sodass nur wir beide uns verstanden.

" Du wirst nicht gehen. Du bleibst hier .. bei mir ".

" John, ich kann nicht ".

" Doch du kannst. Sag einfach, dass du hierbleiben willst. Ich brauche dich doch".

In seinen Augen konnte ich Tränen sehen. Es zerbrach mir das Herz, die Jungs so leiden zu sehen. Aber ich fühlte mich im selben Moment auch nicht besser. Mein Kopf war ein Gemisch aus Gedanken und Gefühlen. Es tat weh, zu gehen und fühlte sich gleichzeitig richtig an. Ohne bemerkt zu haben, dass meine Mum wieder reingekommen ist, kam sie mit meinem Gitarrenkoffer wieder hinaus. Sie lud die Gitarre selbst ein.

" Wann wirst du wiederkommen?".

All unsere Blicke wanderten zu George, dem eine kleine Träne die Wange hinablief. Er war der Jüngste von uns. Mit seinem jetzigen Gesichtsausdruck und der Träne kam er noch jünger rüber. Ich löste mich von John, und ging schluchzend auf George zu. Wir umarmten uns wie Geschwister, die getrennt wurden. Uns war es egal, ob wir viel miteinander zutun gehabt hatten oder nicht. Was zählte, war das hier und jetzt. Ich merkte, wie mein Körper zitterte und meine Beine zu Versagen drohten. Georges starker Griff hielt mich auf und ließ mich enger an ihn schmiegen. Mir war es gerade komplett egal, was John gerade dachte.

" Dani, wir müssen los!".

" Wo fahrt ihr hin, Dani?".

" Zum Bahnhof nehme ich an ".

" Lass uns mitkommen ".

Hilfesuchend sah ich zu meiner Mum, die nach kurzem Überlegen schließlich nickte. Ohne mich noch einmal zu meinem alten Zuhause umzudrehen, ging ich mit meinen Freunden zum Taxi. Wir schafften es irgendwie, uns reinzuquetschen. Während der ganzen Fahrt war Schluchzen und Schniefen zu hören. Und John hielt die ganze Zeit meine Hand, die seine Wärme aufnahm.




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