
1.
୨୧
[ medea ]
Die leise Musik, das nur all zu bekannte Getuschel, das ständig laut empörte Hupen der Autos ertönte mitten im Zentrum meiner Stadt, während ich durch die bepflasterten Straßen des Berlienerviertels lief.
Mit meinen schwarzen Kopfhörer die eng gegen meinen dunklen Lockenkopf gepresst werden.
Unechter konnte eine Erscheinung nicht sein, dachte ich mir, während ich zügig entlang der hochragenden kleinen Einfamilienhäuser marschierte.
Mein Auftreten war gewagt, diese Gedanken purzelten mir schon bereits zu beginn des Tages, mit Blitzgeschwindigkeit und Rot aufleuchtend, wie ein blinkendes Warnsignal durch mein Köpfchen als ich mal wieder Stunden damit verbrachte das perfekte und modisch angesagteste Outfit zu finden.
Wie immer begann ich damit bereits schon vor Sonnenaufgang und raubte mir ein paar Stunden meines Schönheitsschlafes, den ich solangsam doch viel eher benötigte als auf Dauerschleife mein Erscheinungsbild zu perfektionieren.
Wie immer war ich fein rausgeputzt, veranstaltete auf meinem Körper ein Kunstwerk, nutze es als meine ganz eigene Leinwand.
Ich war zum bedauern meiner Mutter vielleicht nicht wirklich Schick und Klassisch anzutreffen, trotzdem würde ich nicht behaupten das ich kein Geschmack habe.
Den kleinen aufkeimenden Zweifel, beweise ich mal wieder, mit einem Fingerschnipsen mit meiner neuen Kreation das Gegenteil.
Lässig um meinen Zarten Oberkörper geschwungen trage ich wie immer, meine viel zu große Braune Lederjacke.
Ich liebte sie überalles, was man bereits daran erkennen konnte, das ich sie fast immer trug, zu jedem Anlass zu dem ich die möglichkeit hatte.
Es war ein Schnäppchen das ich damals auf dem wöchentlichen Flohmarkt ergattern konnte.
Und ich war ungemein froh dass ich mich mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort befand.
Darunter trug ich ein eng geschnittenes langarm - shirt, was den schwarz bedruckten schriftzug »only hot bitches get fucked« zierte.
Wie immer durfte eine viel zu große Jeans als Unterteil nicht fehlen.
Mal wieder und eigentlich wie jeden Tag stibitzte ich es mir aus den Kleiderschrank meines großen Bruders. Ich führte keine Beziehung in der ich mir die Anziehsachen klauen konnte, deshalb musste mein Bruder herhalten.
Aber seien wir mal ehrlich, geklaute oder eher ausgeliehene Sachen, die durch ein ganz wenig Zufall zu uns finden, sind doch eh so viel besser als unsere eigenen.
Und das war einfach ein Fakt, ein ungeschriebenes Gesetz. Und jeder der das anders sieht war meines erachtens entweder komisch oder einfach noch zu jung um das zu verstehen...
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luv u,
wie fandet ihr es?
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i. wart ihr schonmal in berlin? - ich ja <3
ii. wie finden wir »medea« ? könnt ihr euch mit ihr identifizieren?
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[ 416 words ]
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