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~5~

» …und deswegen denke ich, wir können Sie morgen gefahrlos nach Hause entlassen«, beendete Doktor Sheridan seinen Bericht und strahlte den Polizisten im Bett vor ihm aufmunternd an. Jener ließ - zu seiner großen Überraschung - allerdings nur ein verkniffenes Lächeln spielen und murmelte mit sorgenvollem Gesichtsausdruck ein paar Dankesworte.
»Sie werden natürlich nicht gleich wieder arbeiten müssen«, schob der junge Arzt deshalb noch etwas nervös nach und ließ seinen Blick über die blonde Krankenschwester schweifen, die das Wasser der Blumen auf DI Lestrades Nachttisch auswechselte. Sie schien dabei keine Eile zu haben und starrte immer wieder kurz zu den beiden Männern hinüber, was Sheridan in seinem ohnehin schon großen Verdacht bestärkte, dass sie auf ihn stand; er zumindest wollte schon länger etwas von dieser Lilly Cooper, besonders seit sie ihm durch ihr plötzliches Fragen nach seinen Patienten aufgefallen war. Doch er besann sich seiner Arbeit und ließ ein leises Räuspern spielen, ehe er dem Polizisten noch einmal zunickte.
»Ich bin sicher, Sie werden sich gut erholen. Aber falls doch noch etwas sein sollte und Sie sich vielleicht nicht wohl fühlen, wird Schwester Cooper sich sicherlich um Sie kümmern.«
Die eben genannte zuckte betroffen zusammen und schaute auf, wobei er ihr kurz schelmisch zuzwinkerte - dass sie daraufhin allerdings angewidert den Kopf schüttelte, bekam er nicht mehr mit, da er nur noch kurz in Lestrades Richtung nickte und dann den Raum verließ. Lilly wandte sich daraufhin sofort dem Polizisten zu, der noch gedankenlos an die weiße Wand starrte, genau dorthin, wo Doktor Sheridan eben gestanden hatte. Seine Stirn war leicht gerunzelt und es sah aus als würde er angestrengt über etwas nachdenken - über etwas schlechtes - weshalb Lilly ihn sanft an der Schulter berührte und ein strahlendes Lächeln aufsetzte.
»Möchten Sie vielleicht einen Tee, Inspektor?«
Der überaus süße und attraktive Mann, den sie seit zwei Tagen so vergötterte, zuckte zusammen und bedachte sie mit einem überraschten Blick aus seinen schokoladenbraunen - wirklich wunderschönen - Augen. Er lächelte zaghaft, aber es wirkte nicht mehr ganz so gequält wie vorhin.
»Nein danke, ich kann Ihnen doch nicht noch mehr Arbeit machen. Außerdem muss ich gleich nochmal telefonieren. Nur ganz kurz, versteht sich ja.«
Mit einer nervösen Bewegung wuschelte er sich durch die Haare, was die Krankenschwester einfach zum Anschmachten fand.
»Natürlich. Ich werde Sie dann mal allein lassen«, schnurrte sie zart wie ein Kätzchen, bevor sie sich ihre honigfarbenen Haare in einer leicht flirtenden Geste über die Schulter schnippte und anmutig aus dem Raum stöckelte; trotz ihrer Bemühungen hatte der Polizist sie bisher gar nicht richtig wahrgenommen und nun lief ihr langsam die Zeit weg - es reichte nicht mehr, nur diesen bescheuerten Sheridan nach mageren Infos auszuquetschen. Heute Nacht noch würde sie richtige erste Schritte einleiten, um ihre Beziehung zu Gregory Lestrade zu »vertiefen«.

Mit einem leisen Fluch fing Mycroft den Wischmopp samt Eimer auf, die er eben in aller Eile fast umgestoßen hatte. Hier in der Besenkammer vom Justizgebäude roch es zwar nach einer Mischung aus Chemikalien und totem Tier, dennoch konnte er perfekt ungestört telefonieren, was in Anbetracht der vielen Politiker und sensationsgeilen Reportern, die sich hier rumtrieben, ein Segen war. Peinlich würde es nur werden, wenn der Hausmeister mal vorbei schaute und von der britischen Regierung persönlich seinen Wischmopp gereicht bekam, zusammen mit einer Portion Erzählen-Sie-jemandem-hiervon-und-Sie-sind-gefeuert.
»Alles okay bei dir?«, tönte in diesem Moment Greg aus Mycrofts Handylautsprecher, was den Politiker fluchend dazu brachte, die Putzutensilien gegen die bröckelige Wand zu schmeißen und sich zu einer längst überfälligen Unterhaltung auf den Linoliumboden zu kauern.
»Ich musste nur an einen Ort wechseln, wo ich ungestört mit dir flirten kann«, seufzte er schnippisch und rutschte in seinem wirklich teuren Anzug auf diesem dreckigen Boden herum, was ihn fast explodieren ließ; generell verspürte er nach seinen gestrigen Unterredungen mit Donovan und Anthea eine unbändige Wut auf alles, was ihm in den Weg kam. Wahrscheinlich war es der Stress, der ihn und Greg seit seiner Einlieferung ins Krankenhaus bei jedem Atemzug begleitete und die Sorgen um alles, was jetzt noch passieren würde - und die auch ein Grund für dieses Gespräch waren.
»Wo auch immer du bist, ich würde lieber dort deine schlechten Flirtereien abwehren, als von hier aus.«
Der Polizist seufzte betroffen.
»Ich wünschte, das alles wäre einfach nicht passiert. Wäre die Kugel doch besser an mir vorbei in die Wand gegangen … Morgen werde ich entlassen, was machen wir dann? Sally wird darauf bestehen, mich nach Hause zu bringen und die halbe Abteilung wird mich dort auch besuchen wollen. Das wird ein Desaster!«
»Komm, beruhig dich, ich lass mir was einfallen«, erwiderte Mycroft, der innerlich schon etwas ruhiger geworden wurde, sanft.
»Deine alte Wohnung steht doch noch leer und ich werde gleich Misses Hamshire anrufen. Deine liebe Vermieterin wird es sicher erlauben, dass du dort für eine Weile wieder einziehst.«
»Du bist einfach der Beste!«, meinte Greg erleichtert und klang froh über seine gute Beziehung zu Misses Hamshire; sie war die Einzige, die in den letzten Jahren einen Verdacht bezüglich ihrer Beziehung gehabt, sich aber nie darüber geäußert hatte. Jedenfalls hatte sie ihm beim Auszug gesagt, dass sie Mycroft für einen »sehr anständigen jungen Mann« hielt und dass sie gern mal zusammen auf ein Tässchen Tee vorbei kommen könnten. Hoffentlich galt das aber auch für einen Monat und in dem Stockwerk unter ihrer Wohnung, aber das würde die britische Regierung schon hinkriegen.
»Du bist der Beste, Greg, nicht ich.«
Etwas beklommen richtete Mycroft sich auf, damit seine Beine nicht einschliefen Und sah sich in dem kargen, verdreckten Raum um - bessere waren die Aussichten auf Gregs und seine Zukunft für die nächsten paar Wochen auch nicht, denn wenn der Polizist sich kurzfristig in seiner alten Wohnung einnistete, wäre Mycroft wieder allein und auch nur bei seinem eigenen Ehemann vorbei zu schauen würde riskant und schwierig werden. Er fühlte eine große Leere in sich aufkommen, wenn er an das verlassene Wohnzimmer, die eingestaubte Küche und das leere Bett dachte, das sich ihm Zuhause offerieren würde. Aber er musste stark sein, denn Greg war es auch.
»Obwohl die ganze Zeit alles so dermaßen schlecht läuft, meckerst du nicht die ganze Zeit rum und bist ein wandelndes Nervenbündel. Du bist einfach so … strahlend«, formulierte der Politiker steif, auch wenn es nicht wirklich ausdrücken konnte, was er wirklich fühlte, wenn er Greg gerade ansah oder nur seine Stimme hörte. Er musste immer daran denken, was dieser wundervolle Mann auf sich nahm - für ihn.
»Naja, also eigentlich sitze ich hier nur rum, fresse Donuts und hetze Donovan auf dich, aber wenn du es so nennen willst …«
Mycroft hörte den schelmischen Unterton in der Stimme des Polizisten und musste unwillkürlich lachen.
»Ich wusste schon immer, dass du ein mieser Lügner bist, aber eine Gehaltskürzung? Dir ist schon klar, dass wir vom selben Haushaltgeld leben und ich auf meine Entenkeulen und den Kuchen nicht verzichten werde?«
»Schon klar, ich verstehe - du musst ohne mich ja schon verhungert sein! Das Erste, was ich tue, wenn ich nach Hause komme, ist einen Kuchen zu backen, damit mein geliebter Ehemann nicht noch die Scheidung einreicht.«
»Du weißt, das könnte ich nicht. Selbst ohne den Kuchen liebe ich dich viel zu sehr«, sagte Mycroft in einem etwas ernsteren Ton, immer noch ein Lächeln auf den Lippen.
»Selbst ohne Kuchen?! Da muss ich wohl der meist geliebte Mensch auf der Welt sein.«
»Falsch«, erwiderte der Politiker und seine Gesichtszüge wurden etwas trauriger.
»Das bin schon ich.«


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