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»Na sieh mal einer an«, stieß Lilly Cooper überrascht aus und starrte gebannt auf den Bildschirm ihres Laptops. Inzwischen war es Abend geworden und sie saß bei sich Zuhause auf der Couch, ein liebloses Fertiggericht vor sich auf dem Tisch liegen. Doch dieses lapprige Stück Fleisch und die leicht grünlich wirkende Soße, mit der sie sich bestimmt die Gesundheit ruinieren würde,  interessierten sie gerade gar nicht - viel zu viel Euphorie verspürte sie bei der Entdeckung, die sie gerade gemacht hatte. Nach den Ereignissen am Nachmittag hatte sie sich schlicht entschlossen, diesen mysteriösen Mycroft Holmes aus Lestrades Kontakten doch mal zu googeln. Immerhin war dies ein ungewöhnlicher Name und sie hatte sich schnell einen guten Treffer auf Facebook oder Instagram versprochen, doch es war um einiges besser gelaufen; Mycroft Holmes, zweinundvierzig Jahre alt, Parlamentsmitglied mit wichtigem Posten in der Regierung. Sogar ein aktuelles Bild lachte ihr aus dem Wikipedia-Eintrag entgegen. Kein Zweifel, das war der Mann, den sie vorhin gesehen hatte. Aber was machte der in Gregory Lestrades Haus? Sie biss sich nachdenklich auf die Lippe. Es gab keinen Grund dazu, eigentlich bestand nichtmal eine richtige Verbindung zwischen den beiden. Außer … Ihr Blick schweifte die Suchleiste hinunter, bis zu einem Zeitungsartikel vom The Gurdian mit dem Titel Zwei geniale Brüder - Mycroft und Sherlock Holmes. Sie klickte ihn an und überflog neugierig den Inhalt; offensichtlich hatte Holmes auch noch einen kleinen Bruder namens Sherlock, der als Privatdetektiv bzw. als Consulting Detective bei der Polizei tätig war, bekannt geworden durch die Mordserie eines Londoner Taxifahrers  im letzten Jahr. Sie erinnerte sich dunkel an ein paar Zeitungsberichte und scrollte weiter, bis sie doch tatsächlich noch ein kleines Bild fand. Und ihr stockte in diesem Moment nicht nur leicht der Atem, weil der Mann mit dem schwarzen, welligen Haar und den scharfen Wangenknochen extrem gut aussah, sondern auch, weil ein anderer Mann hinter ihm stand, in seinem Schatten, fast nicht erkennbar. Es war Gregory Lestrade - Lilly hatte also die fehlende Verbindung zwischen ihm und Holmes gefunden. Jetzt musste sie nur noch herausfinden, wie nahe die beiden sich wirklich waren.

»Willkommen zurück im Dienst, Chef!«
Seargent Donovan strahlte Greg dermaßen an, dass es fast suspekt war und reichte ihm eine Tasse mit frischem Kaffee, den er dankend auf seinen Schreibtisch stellte. Fast alle Mitarbeiter der Mordkommission, die heute Dienst schoben, grüßten ihn entweder überschwenglich oder boten ihm in aller Manier Tee, Kaffee, Kekse und Kuchen an, wie immer, wenn ein ach so mutiger Polizist sich von einer Schussverletzung erholt hatte und zurück ins Arbeitsleben musste. Und was war Greg erleichtert, dass es nun nach noch einer Woche endlich so weit war - kein Versteckspiel mehr mit Mycroft, keine freundlichen Kollegen, die ihn besuchten und er konnte hoffentlich bald wieder in sein wahres Zuhause zurück. Da lohnte sich das Feiern doch wirklich.
»Ich bin froh, wieder hier zu sein«, antwortete er deshalb fröhlich und setzte sich erstmal, wobei er einen Haufen Akten beiseite schob. Die nächsten paar Tage würden wohl mit nerviger Büroarbeit zugepackt sein und man konnte nur hoffen, dass ein kleiner Mordfall die Sache etwas auflockerte.  Doch auch ohne konnte er dann wenigstens früher Schluss machen und gemeinsam mit Mycroft-
»Hat sich die Sache mit Holmes und Ihrem Gehalt für Sie eigentlich geklärt?«, fragte Sally in diesem Moment ganz beiläufig, während sie diese eine verkümmerte Pflanze auf dem Fensterbrett goß, die in der letzten Zeit offenbar vergessen worden war.  Greg hätte fast die Akten fallen lassen vor Schreck. Mycroft oder in diesem Fall »Holmes« war für ihn immer noch ein heißes Thema, obwohl buchstäblich niemand auf der Welt und schon gar nicht Sally auch nur daran dachte, dass etwas zwischen ihnen sein könnte. Er räusperte sich dezent, um seine Fassung wieder zu erlangen.
»Ja, es war ja am Ende doch eine Gehaltserhöhung und ein riesiges Missverstänsnis, aber das hat er Ihnen ja schon gesagt, als Sie bei ihm waren.«
Die Schwarzhaarige hielt inne und sah ihn fragend an.
»Sie wissen, dass ich dort war?«
»Ja, natürlich, Sie-«
In diesem Moment wurde Greg klar, dass Sally zwar wütend abgerauscht, ihm aber nie von ihrer Auseinandersetzung mit Mycroft erzählt hatte. Ein warmer Schwall erfasste ihn und er zwang sich, ruhig ein- und auszuatmen, bevor er zittrig erwiderte:
»Holmes … hat es mir erzählt. Er war … sauer, aber es ist wohl nicht weiter schlimm. Vergessen wir das einfach.«
»Ach, dieser Bastard. Ich wollte nicht, dass Sie davon erfahren, es war wirklich peinlich. Lässt sich aber nicht mehr ändern.«
Damit war das Thema für die Polizistin wohl beendet, denn sie huschte in die Küche, um noch schnell Donuts zu besorgen, während Gregs Herz immer noch schnell wie ein Bass pochte. Fast hätte er sich verraten, einfach so. Er musste dringend wieder vorsichtiger werden.

Mycroft war nervös. Auch wenn es inzwischen über eine Woche her war, belastete ihn immer noch die Tatsache, dass er das Gefühl gehabt hätte, jemand wäre im Haus gewesen. Es war danach zwar nicht mehr vorgekommen und er hatte penibel alles abgesucht, aber jedes Mal, wenn er heim kam, fühlte er sich beobachtet. Selbst Greg und seine heimlichen, nächtlichen Besuche bei jenem hatten ihn nicht ablenken können. Er fühlte sich unwohl im Haus, arbeitet von früh bis spät und fuhr dann an den meisten Tagen sofort zu Greg, wenn es möglich war. Denn was, wenn er sich das alles doch nicht eingebildet hatte? Wenn Euros … Nein, dieser Spießrutenlauf war doch wirklich bescheuert! Entschlossen zog er sein Handy aus der Tasche und wählte die eine Nummer, die ihm von allen auf der Welt am wenigsten behagte. Es meldete sich ein junger Mann am anderen Ende der Leitung;
»Wie lautet das Codewort?«
»Blizzard.«
»Guten Tag, Mister Holmes. Was kann ich für Sie tun?«
»Ich …«, Mycroft zögerte kurz, »brauche eine Einschätzung über den derzeitigen Zustand meiner Schwester.«
»Aber natürlich, Mister Holmes. Gedulden Sie sich bitte einen Moment.«
Es rauschte kurz in der Leitung.  Dann:
»Der Zustand von Eurus Holmes ist körperlich sowie geistig unverändert zum Ihnen zuletzt mitgeteilten Protokoll. Es gab keine Vorfälle.«
Ein erleichtetes Seufzen überkam ihn.
»Danke. Ich habe kein weiteres Anliegen.«
Damit legte er auf und hatte nun endgültig den Beweis, dass seine Fantasie ihm einen Streich gespielt hatte. Euros war nicht hier, er musste nicht an sie denken und alle waren sicher. In diesem Moment vibrierte sein Handy - eine neue Nachricht von Greg. Zähle die Stunden, bis wir uns sehen. Vermisse dich schon. xx  Unwillkürlich musste er lächeln und die Anspannung fiel endlich von ihm ab. Ja, die letzten Wochen waren hart gewesen, aber es war Zeit nach vorn zu sehen, in ihre friedliche, rosa-flauschige Beziehung zurückzukehren. Und er konnte nur hoffen, dass ihnen dabei niemand in die Quere kam.

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So, ich war heute mal wieder produktiv  und habe im unnötigen Niederdeutsch-Unterricht, den wir sinnlos noch dazu bekommen haben, dieses Kapitel fabriziert. Außerdem gehen mir langsam die Mystrade-Fanarts aus, die ich vorne ans Kapitel hefte. Falls ihr noch welche habt, schickt sie mir gern über Instagram, dort heiße ich auch qhanqibe2. Ansonsten hoffe ich, euch hat das Kapitel gefallen. ^-^

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