
5
Shin, Kaito
Der Schwarzhaarige mit seinen schönen Augen.
Wir starrten uns an, ich total überrascht, während seine Augen in etwa das Gegenteil ausdrückten.
"H..hi" sprach nun mein Gegenüber, was einen großen Stein von meinem Herzen fallen ließ.
Er war innerlich genauso umsicher wie ich.
"Hey"
"Du bist derjenige mit dem Rucksack."
Sein Blick huschte kurz zu dem riesigen Gepäckstück, welchen ich zu meinem Unglück schon bei unserem zweiten Treffen auf dem Rücken hatte.
"Naja, normalerweise trag ich den nicht so oft" versuchte ich abzuwinken.
Er nickte bloß "Min, Yoongi"
Meine Augen weiteten sich kurz, was er glücklicherweise aufgrund meiner Sonnenbrille nicht sehen konnte.
Wollte er sich vorstellen?
Ich meine, das hat er ja schon.
Aber wollte er mich kennenlernen?
Ich spürte, wie mein Herz anfing, wild zu klopfen.
"K..kaito. Shin, Kaito."
Min Yoongi nickte kurz.
"Brauchst du irgendwie Hilfe, oder so?"
"N..nein, ich schaffe das schon!" Erwiderte ich schnell und lächelte ihm bestätigend zu.
Unterbewusst verstärkte ich den Griff um den linken Schultergriff, was ich sofort innerlich bereute, er sollte doch nicht denken, dass ich ihm nicht vertraue, und auch nicht, dass da etwas Wichtiges drin ist.
Doch er nickte bloß erneut und sah mich mit seinem bohrenden Blick an.
So langsam hatte ich das Gefühl, er konnte durch die verdunkelten Gläser meiner Brille sehen..
"Wie es aussieht, werden wir uns wohl noch öfters begegnen...wir sehen uns dann.."
Versuchte Min Yoongi offensichtlich die angspannte Atmosphäre zu unterbrechen und und unser Treffen zum Ende kommen zu lassen.
Ich verstand ihn ja, und wollte ihm die Situation nicht unangenehm machen.
Plötzlich, ohne nachgedacht zu haben, rutschten mir Wörter aus dem Mund, für die ich mich am liebsten sofort verflucht hätte.
"Vielleicht könnten wir ja unsere Nummern austauschen, um unsere Treffen nicht dem Zufall überlassen zu müssen?"
Erschrocken biss ich mir auf meine Lippe und wartete verunsichert auf seine Reaktion.
"Okay"
Ich musste mich sehr zurückhalten, meine Freude nicht übermäßig zum Ausdruck zu bringen, als er sein Handy zückte.
Erwartungsvoll sah er mich an und holte mich schnell zurück auf den Boden.
Schnell griff ich ebenfalls nach meinem Handy und diktierte ihm aufgeregt meine Nummer.
Er speicherte sie ein und rief mich kurz an, damit ich seine Nummer hatte.
Schließlich steckte er seins zurück in seine Jackentasche und verschwand um die Ecke.
Währemd ich ihm nachsah, bemerkte ich, wie er sich glücklicherweise von meinem Treffpunkt entfernte.
Schnellen Schrittes lief ich in die entgegengesetzte Richtung.
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