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Kapitel 17

Kapitel 17

Herbert Sicht

Nachdem ich die Türe wieder geschlossen hatte, mussten wir erst einmal lachen. Ich muss gestehen, dass ich schon sehr lange nicht mehr so viel mit jemandem in einer Nacht gelacht habe.
Vater ist, sagen wir mal nicht die Art von Person die immer fröhlich durch die Gegend hüpft, im Gegenteil. Meist verzieht er sich und er wird immer wütend und traurig zugleich, wenn man ihn auf Mutter oder Layla anspricht.

Aber ich habe das Gefühl, dass sich nun einiges ändern wird. „Herbert? Hallo, bist du noch da?", rief Layla und wedelte mit ihrer Hand vor meinem Gesicht. „Äh was?", schreckte ich auf. War ich so sehr in Gedanken gewesen? „Ja, das warst du", sagte sie und ich sah sie entgeistert an.

Hab ich das etwa gerade laut gesagt? „Können wir?", fragte sie nun leicht ungeduldig, worauf ich nickte.
„Also was möchtest du zuerst sehen? Die Bibliothek, das Kaminzimmer und die Gruft kennst du schon. Wir hätten da noch die Gästezimmer, die Küche, der Speisesaal, die Ahnengalerie, die Innenhöfe...", zählte ich auf, doch ich wurde von meiner Schwester unterbrochen:
„Habt ihr ein Musikzimmer?". „Ja haben wir. Musikzimmer?", sagte ich und sie antwortete: „Musikzimmer".

So führte ich sie die Gänge entlang, aber im langsamen Tempo, damit sie sich den Weg besser einprägen konnte. „Da wären wir", sagte ich und öffnete die Tür zum Musikzimmer.

„Wow", kam es von ihr und sie sah sich im Zimmer um, während ich die Türe hinter uns schloss. Nach kurzer Zeit ging sie auf den Flügel zu, setzte sich auf den Hocker und fing an zu spielen. (Overtüre.)

Nachdem sie geendet hatte, sagte ich leise: „Du kannst wunderschön spielen. Woher kommt es eigentlich, dass du so schöne Lieder schreibst? Und woher nimmst du die Ideen?".
„Ich habe selbst keine Ahnung woher ich die Ideen für diese Lieder nehme. Es kommt mir irgendwie immer zugeflogen.
Während ich die Lieder geschrieben habe und ständig nachdem ich eine Zeile gesungen hatte, kam der Text irgendwie einfach in mir hoch. So auch die Noten.
Ich kann selbst nicht erklären woher der Text und die Melodie kommen, aber die Lieder zu schreiben, zu singen, die Melodie zu schreiben, manche Teile zu überarbeiten und das alles dann zu verbreiten, braucht seine Zeit.
So fühlen sich für mich all die Jahre viel kürzer an, als für andere Vampire", erklärte sie.

„Verstehe. Wo wir schon bei Vampire sind. Es ist einmal ein Vampir zu uns auf den Friedhof gezogen, der behauptet hat, die Komponistin der Lieder, also von Carpe Noctem und so, gesehen und sogar getroffen zu haben, was vor mehreren Jahrzehnten passiert sein soll", erzählte er nachdenklich.
„Vielleicht kenne ich ihn ja wirklich. Zeigst du mir die Innenhöfe und den Friedhof? Ich habe Lust dahin zugehen und nachzusehen, ob es wirklich ein Vampir ist den ich kenne", sagte meine kleine Schwester nach einer kurzen Weile des Schweigens.

„Gerne. Ich bin neugierig was die Friedhofvampire sagen, wenn sie erfahren, dass vor ihnen eine Vampirin steht, die meine Schwester und Tochter des Grafen von Krolocks höchst persönlich ist und dass sie auch noch ihr Lieblingslied komponiert hat", berichtete ich mit einem großem Grinsen im Gesicht.

Während wir durch die Gänge gingen, erklärte ich ihr wie der Mitternachtsball abläuft und dessen Vorbereitungen. Nach einer ausführlichen Erklärung, fragte Layla: „Hat Vater für dieses Jahr schon ein Opfer?".
„Nein, noch nicht. Er ladet sie in der Nacht vor dem Ball ein und sucht sie entweder kurzfristig aus, oder hat schon eine im Blick. Aber ich weiß noch nicht wer es wird. Ich erfahr es immer erst wenn sie hier ist", antwortete ich ihr, worauf sie nur nickte und ein 'Aha' von sich gab.

Auf einmal blieb sie wie angewurzelt stehen und ihr Gesichtsausdruck wechselte von Entspannt zu Entsetzt. Dann kniff sie die Augen zusammen und blickte mich durchdringend mit den Worten: „Ihr hattet doch nicht etwa vor mich auf dem Ball auszusaugen?", an.
„Am Anfang nicht. Da hat Vater dich nur ins Schloss gebracht, weil er fasziniert von dir war", es entstand eine Pause in der wir weiter zum Friedhof liefen. Doch ihr Gesichtsausdruck veränderte sich nicht, worauf ich zögerlich weiter sprach: „Höchst wahrscheinlich wäre es dann so weit gekommen".

Wieder war es still, doch das Schweigen war unangenehm. Anscheinend fühlte sie sich nicht anders wie ich, denn ihre Gesichtszüge wurden entspannter und sie fragte: „Wen hat sich Vater denn deiner Meinung nach ausgesucht?".

Zuerst war ich verwirrt, doch dann wurde mir klar, dass sie den Mitternachtsball meinte. „Ich vermute jemand aus dem Wirtshaus der Chagals. Dort war er jedenfalls vor kurzem erst".

Schneller als von mir erwartet, kamen wir draußen an und stapften durch den Schnee. Auf dem Rest der Strecke zum Friedhof blieb es still, weil man konnte ja nicht wissen wie aufmerksam die Vampire dort gerade lauschten. Noch bevor wir ankamen, hörten wir den Gesang der Vampire, die, wer hätte es gedacht, 'Carpe Noctem' sangen.
Leise betraten wir den Hof und ich schloss das Eisentor hinter uns, als meine Schwester schon in das Lied mit einstieg:
„Aus den Gräbern und Ruinen, werden Tote auferstehn'. Und alle Ängste werden wahr, und alle Hoffnung muss vergehn'. Uns're Ordnung ist das Chaos. Verändern heißt zerstör'n. Wir wollen leben für die Gier und zu den Raubriern gehör'n."
Alle: ,,Die Welt im Tageslicht, hat keinen jemals glücklich gemacht. Drum tauch ins Meer der Nichts, wo's immer dunkel ist und kühl und wenn du von der Dunkelheit betrunken bist, dann fühl, fühl die Nacht. Fühl die Nacht!".
Dann kam wieder der Chor und auch die letzten Zeilen sang die Vampirin, die immer noch neben mir stand.
Kaum war auch der letzte Ton verklungen, strömten alle Friedhofvampire auf uns, genauer gesagt auf Layla zu.

Alle bedrängten sie und wie zu erwarten sprachen sie alle durcheinander, sodass ein großes Wirrwarr entstand, bis ein Vampir sich nach vorne drückte. Es war der Vampir Eric. „Layla! Lange nicht gesehen", begrüßte er sie freundlich und schüttelte ihr die Hand. „Schön dich wieder zu sehen, Eric", erwiderte sie eben so freundlich.

Also stimmt es das Eric sie kennt. „Was machst du eigentlich hier? Ich dachte du reißt um die Welt", fragte er, wobei es keines Wegs beleidigend klang. Inzwischen schwiegen alle und lauschten gespannt der Unterhaltung.

„Naja, sagen wir mal so, ich bin nach all den Jahrzehnten zurück in mein Heimatland und da wurde ich von dem Grafen aufgegabelt.", gab sie zur Antwort.

Nun begann das Getuschel und nun rief ich: „Layla von Krolock, die Tochter des Grafen und meine Schwester ist wieder daheim!". Sofort applaudierten alle kräftig, denn sie wussten nun schon, dass der Trübsal des Grafen sich nun endlich bessern würde, der sich in ihm einschlich, nachdem er seine Tochter weggab. Und alle wussten das, denn die die zu der Zeit schon gelebt haben, haben die Geschichte von Layla von Krolock und wie ihr Vater launisch wurde erzählt. Wenn meine Schwester wieder da ist, wird er sicher sehr viel bessere Laune haben, auch das wussten die Friedhofvampire.

„Und wisst ihr noch was?", rief Eric durch den Applaus und es wurde schlagartig still. „Layla ist die Komponistin von: Ewigkeit, Gott ist tot und Carpe Noctem!". 

Ein Staunen ging durch die Masse und Getuschel begann.
Viele kamen auf sie zu und sprachen sie von allen Seiten an.

Grinsend verschränkte ich die Arme vor der Brust, denn ihre Überraschung darüber, dass so viele auf sie zu gingen und mit ihr reden wollten, stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Es dauerte eine ganze Weile bis, sie entlassen wurde. Wir beide machten uns schnell vom Acker, bevor die noch auf andere Ideen kamen.

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