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Kapitel 43

Ängstlich verkroch ich mich in einer der Ecken. Es war feucht und kalt und ich wollte einfach nur weg.
Heiko - ein Drogendealer. Das hätte ich selbst ihm nicht zugetraut. Ob Justin wohl etwas davon wusste? Er kannte Heiko ja anscheinend ganz gut. Und war er nicht gestern plötzlich so komisch gewesen, als Amsterdam ins Gespräch kam? Gab es wohlmöglich einen Zusammenhang? Ich grübelte eine Weile über diesen Gedanken, kam jedoch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.
Immer wieder hörte ich Schritte von vorbeilaufenden Leuten, doch niemand erbarmte sich meiner. Ich wollte nicht hier in diesem schrecklichen Loch sitzen. Ich sehnte mich nach Mama, nach Papa, nach Justin. Warum war ich nur so dumm gewesen? Ich wünschte mir, die Zeit zurück drehen zu können, so sehr, wie noch nie in meinem Leben. Eine einsame Träne kullerte meine Wange hinab. Ich konnte sie nicht wegwischen. Gott, ich weiß nicht, was ich tun soll. Bitte hilf mir, hier heraus zu kommen. Irgendwie.
Nach dem Gebet wurde mir etwas leichter zumute. Plötzlich fiel mir eine Filmszene ein, in der der Schauspieler nach einem scharfen Gegenstand gesucht hatte, um damit die Fesseln aufzuschneiden. Ich fasste neuen Mut. Entschlossen stand ich auf und tastete, so gut es ging, die Wand mit meinen zusammengebundenen Händen ab.
Drei Wände und noch kein Erfolg. Da es dunkel war, konnte ich nicht erkennen, wie weit es noch bis zur nächsten Ecke war, doch auf einmal stieß mein Unterarm gegen etwas langes, Hartes. Ich tastete danach und konnte gerade noch einen Jubelschrei unterdrücken. Es war ein rostiger, langer Nagel, der in der Wand steckte! Sofort hob ich meine Hände und legte sie so, dass der Nagel zwischen ihnen das Seil berührte. Dann versuchte ich, das Seil aufzuritzen. Es war schwerer als gedacht. In Filmen klappte sowas immer ganz leicht. Warum nicht auch in Wirklichkeit?
Plötzlich hörte ich Schritte. Sie kamen immer näher.  Blitzartig ließ ich von meiner Arbeit ab und setzte mich wieder in meine Ecke. Schon wurde die Tür aufgeschlossen und ein fremder Mann trat ein. "So, du bist also unser Problem?", fragte er mit einem hämischen Grinsen. Ich antwortete nichts. "Ich soll dich fragen, ob du Hunger hast. Heiko meint, wenn ja, dann kriegst du ein Brot und ein bisschen Wasser." Überrascht sah ich den Fremden an. Seid wann denn so gastfreundlich? Ich nickte, der Mann verließ meine kleine "Zelle" und ich war wieder allein. Kurz wog ich ab, ob es gut wäre, jetzt mit meiner Befreiungsaktion weiter zu machen, hielt es aber dann doch für zu riskant, da jeden Moment mein Essen kommen würde. Also wartete ich.

                        Justins Sicht
Ich atmete noch einmal kurz durch und griff dann beherzt zur Türklinke. Die schwere Tür knarzte und ich hielt inne um zu lauschen. Als sich nichts regte schlich ich weiter. Den mir wohl bekannten Gang entlang, an den Lagerräumen vorbei bis an die Kreuzung der beiden Haupt-Flure im mittleren Teil des Gebäudes. Plötzlich bemerkte ich im Augenwinkel eine Bewegung.
"Na Bruderherz? Was führt Dich denn wieder hier her?" Spöttisch blickte Heiko auf mich herab. Eine ungeheure Wut keimte in mir auf. "Ich war nie dein Bruder und ich werde auch nie dein Bruder sein!", schrie ich. Meine Stimme war immer lauter geworden.  Ich rammte dem überraschten Heiko mit aller Kraft den Ellebogen in den Bauch und rannte los. Ich rannte, wie ich nur ein mal in meinem Leben gerannt war. Als Luisa im Begriff war, entführt zu werden. Von Heiko. Nun lief ich vorbei an vielen Räumen, die wenigsten waren in Gebrauch. Ich rannte weiter, geradewegs in den Schlaftrakt, den sich die Dealer eingerichtet hatten. Das war eine Sackgasse. Ich schaffte es gerade noch, mich in einem Türrahmen zu verstecken, als ein Mitglied der Bande aus seinem Schlafzimmer trat und an mir vorbei rauschte. Ich erkannte seinen Geruch. Es war Josh. Mein bester Kumpel hier. Es traf mich wie ein Messer in der Brust, dass er immer noch dabei war. Er hatte doch aussteigen wollen. Ich hielt die Luft an, bis ich mich in einem nicht mehr benutzten Lagerraum sicherer verstecken konnte. Heiko rannte geradewegs an ihm vorbei. Der Schmerz, das hier alles noch einmal miterleben zu müssen, war zu viel für mich. Ich krümmte mich und ließ mich mit letzter Kraft auf die Knie sinken. Alles in mir fühlte sich an, als würde es jeden Moment explodieren. Ich schloss die Augen. Doch dann sah ich plötzlich Luisas Gesicht vor mir, verdreckt, Tränen überströmt und verängstigt. Nein, dachte ich mir. Ich musste  stark sein. Für sie.

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