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Kapitel 3

Völlig erschöpft legte ich meine Tasche auf den Tisch und nahm langsam mein Material für den nächsten Unterricht raus. Mittlerweile sind es schon drei Wochen her, seitdem ich hier her gezogen bin. Mit James habe ich in letzter Zeit recht viel unternommen, trotzdem noch andere kennengelernt. Je länger ich hier bin, desto mehr gewöhne ich mich an die Tatsache, dass wir nicht mehr in dem Luxus, wie vorher, lebten, machte mir zwar noch etwas zu schaffen, doch ich versuchte mein Bestes mich einfach anzupassen. Für Mom und Dad. Was würde ich bloß ohne sie tun? Ich wäre höchstwahrscheinlich einfach nur eine verlorene Seele ohne jeglichen Halt. Solange es ihnen hier gefällt, so versuche ich stets mich mit diesem Gedanken abzufinden hier zu sein. Irgendwann kann ich es hier doch auch mögen. 

In diesem Moment kam auch James, gefolgt von unserem Geschichtslehrer, in das Klassenzimmer. Er setzte sich selbstverständlich neben mich und begrüßte mich mit einem Handschlag und dem darauffolgenden zerstören meiner so schönen Frisur. Leicht genervt richtete ich meine Haare wieder einigermaßen, um mich dann wieder nach vorne zu meinem Lehrer zu drehen. 

,,Guten Morgen. Wie ihr noch vom letzten Schuljahr wisst, bin ich ein großer Fan von Präsentationen, da dies weniger Arbeit für mich bedeutet. Daher werden zweier Teams gebildet und jede Gruppe bekommt dann ein Thema von mir. Ihr habt vier Wochen für diese Präsentation. Jetzt werde ich die Karten austeilen und ihr sucht dann eure Partner."

Mr. Natura holte einen Stapel Karten aus seiner Tasche, mischte diese gründlich und begann diese dann auszuteilen. Als auch der letzte Schüler seine Karte hatte, durften wir umdrehen. James drehte sich zu mir, kreuzte seine Finger und sagte mir, dass ich unsere Karten gleichzeitig umdrehen sollte. Während ich die Karten langsam umdrehte, schloss James seine Augen, um zu beten? Ob er es wirklich tat wusste ich nicht so wirklich, aber ich ging einfach mal davon aus. Als ich endlich die Karten umgedreht hatte, konnte ich nicht anders als zu seufzen. Es wäre doch auch zu schön gewesen, wenn es wirklich geklappt hätte. Auch James schien sichtlich enttäuscht zu sein, aber konnte sich genauso schnell wieder fangen und stand auf. 

,,Scheint wohl, als müssen wir unsere Partner suchen", er stand auf und bevor er ging, zwinkerte er mir kurz zu.

Grinsend stand ich auch auf, um meinen Partner zu suchen. Allmählich fanden sich die Paare, bis nur noch ein Junge und ich übrig waren. Er war im selben Tutorium wie ich, trotzdem wusste ich bis heute nicht seinen Namen. Auch er bemerkte, dass kaum einer mehr übrig war und kam auf mich zu. Ohne, dass er irgendetwas sagte, zeigte er mir seine Karte und ich ihm meine. 

,,Nimm deine Sachen und komm zu mir."

Er drehte sich wieder weg und ging zu seinem Platz. Etwas verdattert folgte ich seinen Anweisungen, nahm meine Sachen und ging in die letzte Reihe, wo ich neben ihm Platz nahm. Eine mir unangenehme Stille kam zwischen uns auf, aber er macht nicht gerade den Anschein, als würde es ihn interessieren. Er sah für eine Zeit lang nur auf seinen Stift, mit dem er spielte, bis unser Lehrer kam und uns einen kleinen Zettel mit unserem Thema gab. Er nahm den Zettel, sah kurz drauf, dann schob er es mir ohne ein Wort zu. Leicht genervt von dieser Stille, nahm ich den Zettel und las mir das Thema durch. 

Der Kalte Krieg - stabile oder labile Weltordnung? 

Seufzend schrieb ich mir das Thema in mein Heft und erstellte eine kleine MindMap. Aber da mir auf die schnelle nicht wirklich etwas einfiel drehte ich mich zu meinem Partner. Auch nachdem ich mich zweimal geräuspert habe, drehte er sich nicht um, sondern spielte Seelenruhig mit seinem Stift weiter. Als ich ein viertes Mal mich räusperte, drehte er sich wirklich um, aber sah dabei nicht gerade sehr erfreut aus. 

,,Dein Räuspern nervt", sagte er und kaum sah er in mein Gesicht veränderte sich sein Ausdruck auf seinem.

Dass er je genervt war, könnte man ihm überhaupt nicht mehr ansehen, stattdessen sah er eher neugierig und verwirrt auf. Nachdem auf gefühlt eine Ewigkeit vergangen ist ohne, dass er seinen Blick von mir wendete, verging, fing ich einfach an zu sprechen, um diesem unangenehmen Starren zu entfliehen. 

,,Alsooo, ich denke wir sollten erstmal eine MindMap mit möglichen Unterthemen erstellen und uns eine Leitfrage ausdenken, damit wir uns besser zurechtfinden können", sagte ich und sah kurz auf meine Beine. 

Als ich wieder in sein Gesicht sah, war jegliche Emotion verschwunden. Er nickte mir nur kurz zu, dann sah er auf meine MindMap. Er zog den Block zwischen uns, sodass wir beide hineinschauen konnten, um dann verschiedene Unterthemen aufzuschreiben. Etwas verwundert über seinen plötzlichen Emotionswandel, näherte ich mich ihm etwas und sah ebenfalls auf das Blatt. Dabei sagte ich auch einige Unterthemen, wobei einige von ihm ignoriert wurden, was mich dezent nervte. Das Klingeln zur Pause erlöste mich und meinen Partner von dieser merkwürdigen Atmosphäre. Ohne mir eines weiteren Blickes zu würdigen, stand er auf und ging aus dem Klassenraum. Etwas verdattert saß ich noch an Ort und Stelle, bis James sich vor mich stellte und mich aus dem Raum hetzte. In mir kam ein merkwürdiges Gefühl auf und ich spürte, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. So sprach ich dann auch meine Gedanken laut aus.

,,Irgendetwas stimmt mit ihm nicht."

James sah mich kurz an, folgte dann meinem Blick zu meinem Präsentationspartner, welcher mit dem anderen Jungen aus meinem Tutorium neben den Spinden stand, und grinste mich an. 

,,Ich gehe gefühlt schon mein ganzes Leben mit Mason auf die selben Schulen und weiß genau, dass mit ihm alles stimmt. Er ist nur nicht so gesprächig mit einigen Menschen. Darunter zählen auch Neuankömmlinge." 

,,James? Erinnerst du dich noch an meinem ersten Tag hier? Ich habe dir doch gesagt, dass mich zwei Jungs angestarrt hätten"

,,Ja und?", James sah mich nur verwirrt an, aber es schien ihm allmählich bewusst zu werden, was ich meinte, ,,und ist einer von ihnen. Dann muss der zweite Noah sein."

Stellte er fest und ich nickte nur. Aber warum haben die mich so angestarrt? Vielleicht weil ich neu bin? Anders könnte ich es mir nicht erklären. Aber unabhängig davon, wie komisch er wirkt, müssen wir uns für diese Präsentation zusammensetzen, ob wir wollen oder nicht. Ich denke, ich sollte ihn Fragen, wann er Zeit hätte, denn je schneller wir das fertig bekommen, desto schneller bin ich ihn auch wieder los. Bevor ich ihn überhaupt fragen kann, muss ich ihn erstmal finden. Aber wo könnte er sich denn in der Pause aufhalten? Hat er eigentlich einen Ort, wo er ständig ist? In den vergangenen Wochen bin ich ihm hauptsächlich in den Unterrichtsstunden begegnet und nicht irgendwo anderes. Es war immer als würde er verschwinden, sobald er den Klassenraum verlässt. Andererseits habe ich mich in den Pausen nie wirklich mit ihm beschäftigt, geschweige einen Gedanken an ihn verschwendet. Trotzdem musste ich ihn finden, denn ich würde erst am Donnerstag wieder Unterricht mit ihm haben und bis dahin kann ich einfach nicht warten, denn er kommt nun auch nicht immer zum Unterricht. Unschlüssig was ich nun tun sollte, strich ich mir über meine Haare und seufzte leise vor mich hin. Dies blieb jedoch nicht ganz unbemerkt, denn James sah mich schon schief an.

"Was ist denn los? Zerbrichst du dir etwa den Kopf über die beiden?", kicherte er.

,,Nein, ich muss aber unbedingt Mason finden, um ihn wegen der Präsentation zu fragen", antwortete ich leicht kopfschüttelnd. 

"Sag das doch gleich. Er ist fast immer hinter der Schule mit seinen Jungs. Komm, ich bring dich zu ihnen."

Er nahm meinen Arm und zog mich aus dem Gebäude. Wir machten eine kurze Runde um die Schule und ich konnte ihn tatsächlich auf einer Bank erkennen. Leider saß er nicht alleine, sondern mit anderen Jungs. Allein beim Gedanken jetzt auf diese Gruppe zu zugehen wurde mir ganz mulmig. Ich hasste es andere anzusprechen, vor allem, wenn ich etwas fragen möchte. Da suche ich lieber eine gefühlte halbe Stunde im Supermarkt, als einen Mitarbeiter zu fragen. Und genauso ist es gerade hier auch.

"Ich glaube, ich frage ihn ein anders Mal. Er scheint viel zu beschäftigt zu sein", sagte ich und wollte gerade kehrt machen, wurde aber von James aufgehalten, indem er seine überdimensional großen Hände auf meine Schultern legte und mich somit festhielt. 

"Nein, du gehst jetzt einfach zu ihm und fragst ihn. So schlimm wird es schon nicht, glaub mir", er schubste mich leicht in ihre Richtung, aber ich drehte mich sofort wieder um.

"Warum kommst du nicht mit?"

"Geht's noch? Die sehen zwar gut aus, aber ich muss nicht unbedingt in deren Nähe sein...die sind zusammen irgendwie unheimlich."

"Na danke, dank dir möchte ich nur allzu gern zu ihnen gehen. "

"Du packst das schon, ich beobachte schließlich alles aus einer sicheren Entfernung", er zwinkerte mir zu und scheuchte mich mit einer Handbewegung zu ihnen.

Etwas unbehaglich ging ich wieder auf die Gruppe zu und blieb vor ihnen stehen. Von nahem sahen alle so unglaublich gut aus- Nein! Madi, konzentriere dich!

Ich räusperte mich kurz, um deren Aufmerksamkeit zu bekommen, aber davor auch schon bei Mason, klappte es nicht wirklich. Also musste ich mir etwas anderes überlegen und tippte Mason einfach direkt auf die Schulter. Er drehte sich verwirrt zu mir um und sah mich an. Es war komisch, denn wenn er sitzt, war ich genauso groß wie er. Das ist irgendwie deprimierend so klein zu sein...

"Ähh...kann ich dich...ähm...kurz...sprechen...?", stotterte ich etwas und hätte mir am liebsten selbst eine Ohrfeige verpasst. Ich wusste selbst nicht, warum ich so eingeschüchtert wirkte. 

"Okay", er stand einfach auf und schon war er viel größer als ich, "Jungs, ich komm gleich."

Zusammen entfernten wir uns etwas von der Gruppe. Seine Hände steckten in seinen Hosentaschen, sein Blick war wo anders gerichtet, doch dann schaute er mir in die Augen. Sie waren so schön und ich könnte sie stundenlang anschauen ohne es irgendwann satt zu haben. Mein Mund fühlte sich irgendwie trocken an und ich wäre am liebsten einfach weg gerannt, denn diese Stille war mir mehr als unangenehm. Ich wirkte auf viele Schüchtern, aber ich würde eher sagen, dass ich vielmehr zurückhaltend als schüchtern bin. Es ist einfach merkwürdig. Vor vielen Menschen kann ich manchmal einfach nicht sprechen. Ich öffne zwar meinen Mund, aber kein einziger Laut verlässt meine Lippen. So auch jetzt.

"Kleine, ich hab nicht den ganzen Tag zeit", sagte Mason etwas genervt. 

Verlegen schaut ich kurz auf den Boden, kratzte meinen ganzen Mut zusammen und sprach. 

"Wir müssen...also wegen der Präsentation...ähm...also wann hast du Zeit...ähm..."

Boden öffne dich! Verschlinge mich und mache, dass ich nie wieder rauskomme. Das ist noch schlimmer, als von meinem Lehrer aufgerufen zu werden. Noch viel schlimmer! Darf ich weinen? Oder rennen? Verschwinden? Irgendwas? 

"Hast du morgen um 18 Uhr schon etwas vor?"

Ich war einfach nicht imstande etwas zu sagen, also schüttelte ich nur kurz mit dem Kopf. 

"Gut, dann morgen bei mir."

Er wollte gerade gehen, als...

"Warte!"

Verwirrt drehte er sich nochmal zu mir um. 

"Ich kenne deine Adresse nicht." 


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