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Kapitel 92

Glaub es ruhig. Seine Worte schwirrten in meinem Kopf herum wie kleine Mücken. Lästig, laut, viel zu klein, um sie zu verdrängen. "Warum bringst du es nicht gleich zu Ende? Was hast du davon, uns hier festzuhalten?" Niall entfernte sich von uns, während er dies sagte, setzte sich in einiger Entfernung auf eine Bank. Gute Idee. Ich wanderte hinterher. "Du folgst ihm wie ein Schoßhündchen! Hach, seid ihr niedlich." Schnaubend ließ ich mich neben Niall fallen. Solange wir seine Worte nicht an uns heran ließen, geschah nichts. "Um deine Frage zu beantworten, Ni-all." Kimberley zog das I in Nialls Namen unendlich lang. Es klang grausam. So wie er. "Ich habe davon nichts." Das verstand ich nicht. "Dann töte uns! Greif dir dein mit blut-besprenkeltes Messer und geh auf uns los!", forderte ich ihn auf. Ich konnte hier doch nicht sitzen und nichts tun. Darauf warten, dass er uns umbrachte, kam mir nicht in die Tüte. "Warum denkt ihr denn, dass ich euch töten werde?"

Plötzlich hielt ich inne, mir Sorgen darüber zu machen, dass ich meine leiblichen Eltern nie sehen würde, Grant nie wieder sehen würde, überhaupt niemanden mehr sehen würde. Im Gegensatz zu Samstag, als das Baumhaus zerstört wurde, gab es auf einmal einen Lichtblick. "Wirst du nicht?", hakte ich nach. Er lachte wieder. "Ich nicht." Und der Lichtblick löste sich in Luft auf, genauso fies grinsend wie Nialls Dad vorhin. "Du hast sie gerufen." Niall holte tief Luft. "Spinnst du völlig?" Hallo? Merkte Niall den gar nicht, dass Kim spinnte? Seine Frage war überflüssig. Kim konnte sich kaum noch halten vor Lachen. Sie beide hatten etwas zu tun und ich saß dort und...zweifelte an meinem Verstand. Was machte ich hier? Ich hätte gemütlich daheim in meinem Bett liegen können, sofern ich auf Grant gehört und mich noch mal geschont hätte. "Wen hast du gerufen?", fragte ich Kim. "Wen hat er gerufen?", fragte ich Niall. Beidseitiges Schweigen, das immer wieder von Kims Lachen unterbrochen wurde. "Wir müssen hier weg", sagte Niall schlicht. Kims Stimme hallte durch den Park, durch die gesamte Welt, die still stand. "Das könnt ihr nicht!" Er war wahnsinnig. Der Wahnsinn schwang in seiner Stimme mit. "Wieso?" Niall lächelte leicht. "Wieso, was?" Sein Lächeln steckte mich für den Bruchteil einer Sekunde an. Kim zerstörte unseren Moment. "Wieso, alles!", flötete er, anscheinend in dem Versuch, mich nachzuahmen. Es regte mich auf, dass sie jedes Mal so hoch sprachen wie ein Maus vor ihrem Stimmbruch, wenn sie mich nach äfften. Das war nicht fair. So sprach ich nicht! Aber es gab wichtigeres. "Leider hat er recht", sagte ich. "Niall, wieso müssen wir hier weg? Und wen hat er gerufen?"

Nun begann Kim, durch die Gegend zu hüpfen, einem Kleinkind gleich, das den Weihnachtsmann entdeckt hat. Eindeutig wahnsinnig. "Den Verband hat er gerufen. Wir müssen hier weg, weil sie herkommen werden und dann..." Was darauf folgte, konnte ich mir vorstellen. Allerdings verzichtete ich auf das Bild in meinem Kopf. "Sie werden mich töten", flüsterte ich. "Ha Ha Ha Ha Ha!" Kim tanzte an uns vorbei. "Sag mal, nimmst du was?" Ich räusperte mich. Abrupt blieb er stehen, drehte sich zu uns um. Kaum blinzelte ich, da saß er neben mir. Es war eng, zu dritt auf dieser Bank zu sitzen. Und es war mir unangenehm, sowohl Kim als auch Niall dermaßen nah zu sein. Wenn auch auf zwei verschiedene Weisen. Kim beugte sich vor, sodass er uns beide im Visier hatte. "Ehrlich gesagt, hatte ich viel mehr Taktgefühl von dir erwartet, Ruby." Hä? Ich bedachte ihn mit einem Stirnrunzeln. "Frag dich doch viel besser, was sie mit Niall anstellen werden!" Kim sprang wieder auf und ich stieß gleichzeitig angehaltene Luft aus und spürte mein Herz in meiner Brust wie wild klopfen. Bevor ich Niall dazu befragen konnte, fuhr Kim fort: "Niall ist ein Goldener. Die sind sowieso längst tot. Er hatte eine einzige Aufgabe, die er nicht erfüllt hat." Die Pistole. Das wusste sogar ich. "Und dann hat er dich geküsst, überhaupt Kontakt zu dir. Gold und rot ergibt..." Kim ließ uns keine Zeit, selbst zu antworten.

"Genau, das ergibt eine furchtbare Explosion. Den Untergang. Das Ende. Eine Katastrophe." Woher wusste er schon wieder, dass unsere Münder Bekanntschaft gemacht hatten? Spanner-Kimberley war mir nicht geheuer. Insgesamt war mir Kim kein bisschen mehr geheuer. "Falsch", meinte ich. Beide Jungen sahen mich überrascht an. "Ihr habt mir nicht zugehört. Als ich zu Niall gesagt habe, dass die Prophezeihung falsch gedeutet wird, habe ich das nicht zum Spaß gesagt." Warum hörte mir niemand zu? Selbst Kim, der elende Spanner, hatte nicht hingehorcht, als ich Niall belehrte. Dabei bekamen Spanner doch jegliche Information, die sie begehrten. "Ruby. Verwechsle nicht, nicht-zuhören mit nicht-zustimmen." Kim schüttelte in gespielter Enttäuschung den Kopf. "Tragisch, dass du derart unwissend bist. Eigentlich dachte ich, du wärst gebildeter." Mir platzte beinahe die Hutschnur. "Kann es sein, dass du das ganze hier lustig findest?" Meine Stimme klang fremd. So...wütend, aggressiv, geladen. Ich drohte zu zerplatzen wie eine Seifenblase. Keine Minute länger würde ich dieses Desaster aushalten. Er hatte Spaß daran, dass wir sterben würden.

"Ruby, beruhig dich. Es hilft uns beiden nicht, wenn du jetzt ausrastest." Ich tat genau, was Kim wollte. Ich ging auf seine rüden Bemerkungen ein. Es gelang mir nicht dies zu ändern. Er hatte zu viele wunde Punkte getroffen - nicht nur heute, sondern auch in den vergangenen Wochen. "Genau. Deine Gereiztheit steigt dir womöglich zu Kopf." Kim lachte. Und lachte. Er lachte so elend selbstgefällig, dass ich kurz davor war, mir die Haare auszureißen. Einzeln. "Hör nicht auf ihn", sagte Niall. "Hör auf Niall", trällerte Kim. "Er ist immerhin ein Gott!" Sein Lachen wurde immer lauter. Konnte er Gedanken lesen? "Ich habe nicht nur die Gespräche mit Niall belauscht." Er war uns wieder näher gekommen.

Es reichte. Corines und meine Gespräche auch? Das verdiente Corine nicht. Kim war solch ein...Widerling! Ich brüllte aus Leibeskräften. Der Zorn in mir ließ mich explodieren. "Du bist so ein Arschloch. Hast du noch nie was von Respekt gehört? Du hast Corine etwas vorgemacht, nur um sie hinterücks zu ermorden! Du hast mir was vorgemacht. Nur um mich auszuliefern. Du hast uns allen etwas vorgemacht, damit wir dir vertrauen und damit du uns letztlich hinters Licht führen kannst. Wieso? Warum lebst du noch, du dreckige Version von einem Menschen?" Ich spürte, dass mir Tränen der Wut über das Gesicht liefen. Das Leben war nicht fair. Ich wollte aufspringen, ihn erwürgen. Doch Niall hielt mich zurück. Er zog an dem Gurt meiner Tasche und ich besaß nicht genügend Kraft, um dem Griff zu entgehen. Moment. Alles blieb stehen - rethorisch, diesmal. Meine Tasche! Die Pistole! Was passierte, wenn Kim starb? Würde die Welt weiterhin stehen bleiben? Oder kamen wir frei?

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