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Kapitel 83

Mein zweites Erwachen konnte ich nur mit einem Wort beschreiben: Überraschend. Anders als damals mit der Leiche des Schweins, standen keine Polizisten über mich gebeugt, an meinem Bett. Außerdem blickte ich in grelles Licht. Damals war das Licht gleich einer Laterne gewesen, die kleine Kinder an St.Martin durch die Gegend kutschierten. Meine Augen gewöhnten sich nur schwer an das Licht, doch als ich endlich sehen konnte, wer anstatt den Polizisten an meinem Bett saß, fiel mir ein Stein vom Herzen. Jedenfalls von dem, was von meinem Herzen übrig geblieben war. Auf GGG's Stirn hatten sich Falten gebildet, seine Augen waren geschlossen, aber als ich Anstalten machte, mich aufzusetzen, zuckte er bloß kurz zusammen, ehe er sie öffnete. "Oh herrje, Ruby!", sagte er. Das Lächeln auf seinen Lippen erreichte mich nicht, denn es wirkte traurig. Und traurig war ich allemal.

Erneut trafen mich die vergangenen Geschehnisse mit einer Wucht. Corine. Matthew. Das Baumhaus. Ich betastete meine Schulter. Sie tat nicht mehr weh. "Ich habe dir heimlich ein Mittel gegeben, als die Ärzte nicht hingesehen haben", erklärte Grant. "Sonst hätte es ewig gedauert, bis du zu Bewusstsein gekommen wärst." "Danke", flüsterte ich. Zu mehr als einem Flüstern fühlte ich mich nicht in der Lage. Anscheinend lag ich in einem Krankenhausbett. Ah, ja! Jetzt sah ich es. Die Bettdecke - weiß. Mein Outfit - weiß. Die Wände - weiß. Beinahe wie Kims Seelenraum. Grant nickte. Wieder hatte ich Tränen in den Augen. "Corine...", wisperte ich. Nun schüttelte er den Kopf. Obwohl mir bewusst war, dass sie tot war, schnappte ich nach Luft. Vielleicht sollte es einfach nicht sein, dass ich eine Freundin hatte. Womöglich war es genau so vorhergesehen. "Es tut mir leid", seufzte er. Mehr nicht. Ich schätzte, er wollte mich nicht noch mehr belasten. Sonst hätte er bestimmt weitere Dinge hinzugefügt. Aber es konnte auch sein, dass es keine Dinge hinzuzufügen gab.

Ich starrte meinen Pflegevater an und eine Welle der Zuneigung überschwemmte mich. Grant war so ziemlich der einzige Mensch, dem ich etwas wert war. Er war hier. Mein Zustand sorgte ihn. Ganz egal, wie egoistisch ich mich benahm, irgendwie war ich ihm dankbar dafür. Das Gefühl, jemandem wichtig zu sein, war atemberaubend. "Ruh dich noch eine Weile aus." Mit diesen Worten verschwand er, ließ mich alleine in diesem riesigen weißen Raum. Die Wände kamen näher, alles wurde enger und ich dachte, zu ersticken. Indem ich mich auf etwas anderes konzentrierte, lenkte ich von diesem Problem ab. Auf einem Nachtkästchen lag meine Kette mit dem roten Ring, der nicht rot war. Das Rot war verblasst und der Ring wirkte...ausgelöscht. Er sah original so aus wie die Ringe meiner Eltern. Bestand die Möglichkeit, dass sie noch lebten? Wieso war er nicht mehr rot. Ich griff nach ihm und beinahe sofort fing er an zu leuchten. Ach so funktionierte das. Ich legte ihn mir um und schlief prompt ein. Entweder Grants Wundermittel half oder der Ring verlieh mir Flügel. Wahrscheinlich beides.

Mein drittes Erwachen konnte ich ebenfalls mit nur einem Wort beschreiben: Schockierend. Von Grants Anwesenheit hatte ich bereits Notiz genommen, allerdings saß, als ich zum dritten Mal aufwachte, eine weitere Person neben ihm im Stuhl. Ich erkannte ihn kaum wieder. Den witzigen, verwegenen Kimberley, der ehemals mein bester Internetfreund gewesen war und bunte Klamotten getragen hatte. Heute trug er eine schwarze Cordhose, ein schwarzes Shirt und eine schwarze Daunenjacke. Was war nur los mit ihm? Richtig. Die Erinnerung traf mich wie eine Faust aufs Auge. Er hatte mich belogen. Nicht nur das, er hatte mir etwas vorgemacht. "Was tust du hier?", empörte ich mich leise, weil ich mich aus irgendeinem Grund nicht traute, laut zu sprechen. "Kim hat dich gerettet", meinte GGG. Er legte seinem Neffen eine Hand auf die Schulter. Dieser lächelte leicht. "Nicht der Rede wert", sagte er, aber nicht zu mir, sondern zu seinem Onkel. Frechheit. Kim konnte mich nicht gerettet haben. Er war betrunken gewesen und...er war mit allen anderen Jugendlichen heim gegangen. Noch dazu war er Kim. Der Junge, der mich betrogen und belogen hatte. Wieso sollte er? Ich schnaubte und setzte mich auf.

Komischerweise hatte ich keinerlei Schmerzen mehr. Meine Schulter arbeitete wie selbstverständlich und ich fühlte mich ausgeschlafen und körperlich prima. Geistlich sah die Sache anders aus. Ich wagte es nicht, an Corine zu denken. Jeder noch so kleine Gedanke an sie drohte, mich zu überwältigen. Ich hatte keine Lust, noch mehr Tränen zu vergießen. Sie war gestorben und ich lebte. Eine faire Sache wäre gewesen, dass ich mich dem Leben würdig erwies, das man mir geschenkt hatte. Für Corine.

"Langsam!", befahl Grant. Er wollte mich schon zurück in die Kissen drücken, doch Kim hinderte ihn daran. "Sie wird wissen, wie schnell sie es angehen sollte", verteidigte er mich. Ich schnaubte noch einmal. "Wie hast du mich gerettet? Im Superman-trikot?", spottete ich. Kim lachte leise auf. "Siehst du? Ihr geht es gut, sie kann schon wieder witzeln." Kims Lachen wurde lauter. Grant hielt sich mit einer Bemerkung zurück. "Natürlich nicht. Sowas besitze ich nicht. Aber ich habe den Rauch gesehen, als ich zurückgefahren bin, um meine Schuhe zu suchen. Und da habe ich euch entdeckt." Mit euch meinte er vermutlich Corines Leiche und mich. "Um deine...Schuhe zu suchen?" "Ich war betrunken, als ich sie verlor." Wenigstens besaß er die Würde, seinen Fehler zuzugeben. Grant runzelte die Stirn, wie ich aus dem Augenwinkel heraus bemerkte. "Wo ist Matthew?", fragte ich, weil ich urplötzlich an den armen Jungen denken musste, der verschollen gewesen war. Die beiden wechselten einen Blick. "Und wer...ist der Verantwortliche für das Desaster?" Weitere Fragen sprudelten aus mir heraus. Immer wieder bekam ich als Antwort nur einen wirren Blickaustausch. "Hallo? Sagt ihr mir bitte, was ihr wisst?" Erneuter Blickaustausch. Ich verschränkte die Arme vor der Brust. Schließlich seufzte Kim und GGG rutschte tiefer in seinen Stuhl. Dann sagte mein ehemaliger bester Internetfreund: "Alle hoffen darauf, dass du ihnen das sagen kannst." Alle? Wen meinte er mit alle?

(10.11) exciting. its not the end,  believe me xxx 

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