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Kapitel 80

Die Ruhe war unglaublich. Ich fühlte mich sofort ausgeglichener und in gewisser Weise frei. Langsam erhob ich mich, um aus dem Fenster zu schauen. Vielleicht veräppelten sie uns und hatten die Musik kurz leiser gedreht. Aber Matthew hatte recht gehabt. Unter uns lagen lediglich einige Pappbecher auf dem Boden. Die einzigen Indizien, die davon zeugten, dass hier heute Abend jemand gefeiert hatte - natürlich abgesehen von uns, denen, die die Natur herausforderten. "Sie sind weg!", rief ich aus. Meine Erleichterung war mir anzumerken. Ich hatte nicht gewusst, wie ich den Partylärm überstanden, inklusive ein paar Stunden Schlaf gehabt, hätte. Ein Lichtblick am Ende des Tunnels, deshalb setzte ich mich gleich wieder auf den Boden neben Corine, zog meine Jacke enger um die Schultern und wartete mit geschlossenen Augen darauf, endlich meinen wohlverdienten Schlaf zu finden. Während sowohl Corine als auch Matthew innerhalb der nächsten paar Minuten weg dämmerte, lag ich wach. Gefühlte Stunden vergingen, in denen ich an die hölzerne Decke des Baumhauses starrte und meine Existenz verfluchte.

In einer solchen Situation kamen Selbstzweifel nicht unhäufig vor. Da ich sowieso schon überdimensionalen Stress mit mir herumtrug, passte es wie die Faust aufs Hauge. Ich wollte - nein, ich musste - hier raus. Aber im nächsten Moment fiel mir wieder ein, dass das nicht möglich war. Wenn ich das Baumhaus verließ, gewann Claudine. Dann gewann die ganze Schule. Ich gestand es mir selbst ein: Ich war auf sie angewiesen. Falls sie mich ablehnten - und das würde im Falle einer Niederlage geschehen -, war ich verloren. Mehr als das. Corine schnarchte leise. Ich musterte sie eine Weile. Ihre Sitzposition musste genauso unbequem sein wie meine. Die braunen Haare fielen ihr quer über das Gesicht und immer noch spürte ich förmlich, dass sie zitterte. Ihr Körper wippte auf und ab. Irgendwann hypnotisierte mich ihr Zittern so stark, dass ich automatisch in eine Art Halbschlaf verfiel.

Jedes noch so kleine Geräusch rüttelte mich wach, dennoch dachte ich durchgehend, ich schliefe. Bis etwas passierte. Eine Art Alptraum, die kein Apltraum war. Immerhin träumte ich nicht, noch schlief ich. Unter uns raschelte es. Gut, das war nichts merkwürdiges, besah man sich der Tatsache, dass wir uns in einem Wald befanden. Hier und da standen Sträucher. Doch die Art, wie es raschelte, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Weitere Geräusche folgten. Zuerst erklangen sie ganz leise, sodass ich sie nur zufällig bemerkte, aber mit jedem weiteren Geräusch vermittelte mir etwas das Gefühl, beobachtet zu werden. Ich wagte es nicht aus dem Fenster zu schauen, zu große Angst hatte ich vor...Ja, wovor? Vor einem Monster, das auf mich lauerte? Nein. Vermutlich wissen wir, vor was ich mich fürchtete. Nichts jagte mir eine größere Angst ein, als Humbalumba und seine Freunde. Selbst dieser Witz klang im Augenblick kläglich und lächerlich. Tatsächlich begann ich zu frösteln, als etwas gegen das Baumhaus schlug. Zum Glück besaß es wie die meisten Baumhäuser in Filmen, eine Klappe, die von innen verriegelt werden konnte. Andernfalls wäre ich gestorben.

Das Rascheln wurde lauter, aber momentan noch schien ich die einzige zu sein, die es hörte. Corine schnarchte und Matthew hatte beide Augen geschlossen. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er schlief. Zumindest tat er so. Meine Nackenhaare stellten sich auf, als das Rascheln endete. Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung, machte es einen ohrenbetäubenden Knall, ehe das Dach vom Baumhaus flog - nett ausgedrückt. In Wirklichkeit flog es nämlich nicht, sondern wurde brutal herunter gerissen. Holzsplitter rieselten auf uns nieder und alles, an das ich denken konnte, war: Das war's. Mein Leben endet hier, in diesem Baumhaus, in einem Wald, neben Corine und einem Jungen, den ich seit kurzer Zeit kenne. So sah mein Ende aus. Doch dazu kam es nie.

Ich erinnere mich an das Dach, das erneut Lärm verursachte, als es auf dem Boden aufprallte. Dann, so sah ich durch einen Blick aus dem Fenster, das kein Fenster mehr war, explodierte es. Funken stoben auf, die einzelnen Balken gingen in Flammen auf. So schnell konnte es gehen. Ich schüttelte mich um die Späne von meinem Körper zu trennen. Das war so...surreal. Alles, was passierte, überforderte mich. Punkt, aus, Ende. Vielleicht nehme ich das als Ausrede, für die folgenden Ereignisse. Oh, sehr wahrscheinlich nehme ich das als Ausrede. Mein gesamter Körper zitterte - von der kleinen Fußzehe meines rechten Fußes, über meine Fingerspitzen bis hin zu einzelnen Haarsträhnen, die elektrisiert von meinem Kopf abstanden. Zu allem Überfluss wachten nun auch Corine und Matthew auf. Man, hatten die einen guten Schlaf. "Was zum...", stieß Corine hervor. Sie hielt sich die Hände vor den Mund, starrte in den Himmel. Dorthin, wo zuvor das Dach gewesen war. "Ruby?", fragte sie, ihre Stimme bebte. Sie hörte sich mindestens so verängstigt an, wie ich mich fühlte. Schweiß klebte mir im Nacken, weil ich etwas sah, das sie nicht sah. "Corine", keuchte ich.

Die Wand, an der wir gelehnt hatten, bevor das Drama seinen Lauf genommen hatte, löste sich allmählich vom Rest des Baumhauses. Es geschah in einer solchen Langsamkeit, dass ich mehrfach Luft holen konnte und fast hyperventilierte. Corine stieß einen spitzen Schrei aus, als die Wand, dem Dach gleich, zu Boden fiel, zerbarst und in winzig kleine Fünkchen auseinander stob. "Was passiert hier?", fragte nun auch Matthew, dessen Stimme nicht länger leise und schüchtern war. Er klang regelrecht selbstbewusst und insbesondere eines. Erschüttert. Hätte ich in seine Augen geschaut, hätte ich die Angst in ihnen gelesen. Jene Angst, die auch mich ganz und gar erfüllte. Genau wie er fragte ich mich, was hier vor sich ging. Baumhäuser fielen nicht von selbst aus einander. Schon gar nicht mitten in der Nacht. Und außerdem explodierte Holz nicht. Das alles war...magisch. Mein Herz setzte aus.

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