Chào các bạn! Vì nhiều lý do từ nay Truyen2U chính thức đổi tên là Truyen247.Pro. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền mới này nhé! Mãi yêu... ♥

Kapitel 76

Immer mehr Menschen in unserem Alter tummelten sich auf der Lichtung. Niemand kletterte die Leiter zum Baumhaus hinauf. Das wusste ich, weil Corine und ich quasi durchgehend ein Auge darauf hatten. Es war eine Sache, dass ich mit Niall dort oben gewesen war, eine völlig andere, dass die Mutprobe nun angeblich dort stattfand. Entgegen meiner Vorsätze, bekam ich es mit Angstschweiß zu tun und Corine, die ständig auf und ab hopste, verstärkte meine Angst nur noch. Jede Sekunde, in der jemand zu laut sprechend an uns vorbei lief, befürchtete ich, dass es los ging. Dass man uns holen, ausziehen, in die Mitte eines Kreises stellen, uns Blut abzapfen und damit beschmieren würde und uns hinterher vom Baumhaus springen ließe. Gut, das mit dem Blut war wohl etwas übertrieben. Irgendwann war es dann so weit. Während der Mond die Lichtung in dieses wunderschöne Licht tunkte, das heute ganz anders als wunderschön war, wurden ein paar Fakeln am Rand der Lichtung angezündet - wie in einem Geisterfilm - und Daizy begann, in ein Mikrofon zu lallen. Sie war total dicht. Das versprach, ein lustiger Abend zu werden. Grant rechnete ein Glück nicht mit mir vor dem morgigen Tag. Ich war mir nicht sicher, ob ich deswegen beruhigt oder beängstigt sein sollte. Als ich zu Daizy schaute, die neben ihrem Freund auf einem Podium stand, fiel mein Blick hinter sie auf eine weitere Gestalt. Kim. Er stand dort und redete mit jemandem. Au weiha. Ich zog Corine am Ellenbogen näher und deutete dann unmerklich auf meinen ehemaligen besten Internetfreund. "Ach du heilige Scheiße", sagte Corine, ganz meiner Meinung.

Ich fand es tröstlich, dass sie zu mir anstatt zu ihm hielt. Irgendwie verschaffte mir das eine gewisse Genugtuung. "Kannst du laut sagen." Kim drehte sich zur Seite. Er sprach mit noch jemandem. Erst als ich noch genauer hinschaute, erkannte ich Niall. "Doppelte Scheiße", keuchte ich. Ich hatte völlig verdrängt, dass die beiden ein Herz und eine Seele waren, wortwörtlich. "Kannst du laut sagen." Corine zog mich von diesem Bild weg. "Ignorier ihn einfach." "Wen? Kim? Oder Nik? Oder Niall? Oder gleich alle drei?" Mein Magen rumorte, aufgrund der Aufregung - und ein bisschen wegen den dreien. "Alle männlichen Wesen auf dieser Lichtung, schlage ich vor. Wir müssen noch viel über uns ergehen lassen, heute Abend, hab ich so im Gefühl." Und ihr Gefühl schien sie nicht zu täuschen. Ein paar Mal sprach Daizy noch lallend: "Test! Test! Halloooooo?", ins Mikro, ehe zu meiner Überraschung Claudine, es ihr abnahm. Sie stieg auf das Podium, flüsterte Daizy etwas ins Ohr, woraufhin diese anfing zu lachen und dann vom Podium stieg. "Willkommen, willkommen!", flötete Claudine ins Mikrofon. Corine knurrte. "Und du ignorierst am besten alle weiblichen Wesen auf dieser Lichtung", wisperte ich. Sie nickte nur.

"Ich freue mich, dass ihr alle heute so zahlreich erschienen seid. Es ist der Tag der Tage! Unglaublich, ich glaube mich noch an das letzte Jahr zu erinnern! Roberta, das war ein Tag, wie?" Sie redete ein Mädchen weiter vorne an, das sofort errötete. Anscheinend hatte diese Roberta vor einem Jahr dasselbe Schicksal gehabt wie wir. Armes Ding. "Heute, meine Lieben, findet das alljährige Aufnahmeritual der Brookes statt." Die betrunkene Menge gröhlte verheißungsvoll. Ich schluckte. "Dieses Jahr dürfen wir drei Neue begrüßen, die sich der Mutprobe stellen!" Claudine schlug in falscher Vorfreude eine Hand vor den Mund. Ich hasste dieses Mädchen. Stopp. Hatte sie drei gesagt? Ich hielt nach jemandem Ausschau, der mindestens genauso bedröpelt dreinblickte wie ich. Aber alle schienen betrunken oder von Claudines Rede benebelt. "Corine, Ruby und Matthew!" Sie brüllte unsere Namen beinahe ins Mikrofon. Ernsthaft? Ein Kerl, der das hier freiwillig durchzog? "Ihr Süßen, hebt doch bitte eure Hände, damit alle einmal sehen, wem zu Ehren sie heute Abend hier sind." Diese Erniedrigung. In Gedanken erhängte ich Claudine. Corine hob ihren Arm als erste, zog meinen gleich mit nach oben. Zuerst lagen alle Blicke, inklusive die der drei Typen, deren Namen ich nicht nannte, auf uns, dann auf einem Arm, der nicht weit von uns in die Luft gereckt wurde. Matthews Arm war lang. Mehr konnte ich nicht dazu sagen. Aus dieser Entfernung sah ich bloß noch, dass er eine dicke Daunenjacke trug und ein Paar Handschuhe. Sein Kopf ging in den anderen Jugendlichen unter. Es hatte vielleicht geschneit, aber so kalt war es nun auch wieder nicht. Unwillkürlich schaute ich an mir herunter.

Ich trug eine Jeansjacke, die innen gefüttert war und ein bisschen wärmte, gerade so viel, dass es ausreichte. Dazu eine Jeans und Turnschuhe, die auch mal einen besseren Tage gehabt hatten. Tosender Applaus ertönte, als sich alle mit unserem Anblick abgefunden hatten. Ein Wunder, dass so viele gekommen waren um unsere Misere zu beobachten. "Und nun, amüsiert euch ein bisschen. Schwingt das Tanzbein, trinkt ordentlich und habt Spaß. Um Punkt Mitternacht werde ich persönlich verkünden, was unsere drei Neuen an diesem Abend erwartet." Das durfte doch nicht wahr sein. So viel Tumult und dann verriet sie noch nicht ein mal den Grund dafür? Entschuldigt mal. "Kann sie es nicht einfach jetzt sagen? Was soll der Scheiß mit zwölf Uhr?", sagte ich zu Corine. Sie zuckte die Achseln und ich widmete mich meiner Uhr, die gerade mal sechs Uhr am Abend anzeigte. "Was machen wir denn jetzt in den sechs Stunden?", wollte ich wissen, doch Corine war in der Masse verschwunden. Sie hatte mich allen Ernstes alleine gelassen? Ich wollte weder das Tanzbein schwingen, noch mir die Hucke voll saufen. Diese Mutprobe überlebte ich nur nüchtern. Außerdem hatte ich vor, mich morgen daran zu erinnern, welche Schmach mir ergangen war. Jemand tippte mir auf die Schulter. Hoffentlich war das Corine, sonst würde ic-

"Kim", stellte ich perplex fest, als ich mich umdrehte. Eine Wolke seines Aftershaves, gemischt mit Alkohol, drang mir entgegen, gefolgt von seinem Atem. Seine Hand lag auf meiner Schulter und ich widerstand dem Drang, sie abzuschütteln. Er durfte nicht merken, dass ich wusste, welches Spiel er spielte. "Ruby, wie geht es dir? Wir haben uns lange nicht gesehen", sagte er. Sein Tonfall gefiel mir nicht. Ich schauderte. "Stimmt", bestätigte ich. "Möchtest du was trinken?", fragte er, aber es ging in der Musik unter, die jemand anstellte. Ich suchte den Verantwortlichen und schaute mich nach einer Anlage um. Dort stand, wer hätte das gedacht, Niall. Er redete mit dem Kerl, den ich als DJ vermutete. Dieser drehte die Musik an einem Knöpfchen lauter. Manchmal hatte ich das starke Bedürfnis, Niall zu knutschen. Echt, er rettete mich gerade. "Was?", rief ich Kimberley über die Musik zu, tat so, als habe ich ihn nicht verstanden. Aber er grinste, drehte sich um und lief davon. Ich atmete auf, nur um festzustellen, dass Kim kurz darauf mit zwei gefüllten Plastikbechern zurück kam.

Es ist bald so weit, ich ticke aus. Hahaha hoffentlich verzeiht ihr mir das. Obwohl... Ändern werd' ichs sowieso nicht xxx

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro