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Kapitel 66

Der restliche Abend verlief relativ normal. Anfangs diskutierten wir noch darüber, ob Claudine womöglich eine Hexe war - rote Haare hatten früher mal dafür gestanden -, leiteten allerdings schnell über zu einem Thema, das die beiden anderen viel mehr interessierte. Niall. Ich wiederholte mehrere Male, dass wir alles waren, nur kein Paar und auch keine Freunde. Also genau genommen, Bekannte, die ab und zu mit einander sprachen und sich am liebten gegenseitig umbrachten. In diesem Moment warf ich einen Blick auf meine Umhängetasche, in der die Pistole momentan verweilte. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit ihr anstellen sollte. Womöglich gab es demnächst einen guten Grund jemanden zu erschießen, sonst hatte ich verloren. Teenager versteckten keine Pistolen in ihren Taschen. "Da muss doch noch mehr sein", räumte Corine ein und rückte ein Stück näher zu mir. Sie flüsterte mir so leise ins Ohr, dass Kim es nur hören konnte, wenn er spezielle Fuchsohren hatte: "Du musste es nicht laut sagen, wir können auch ins Badezimmer gehen." Okay, er brauchte vermutlich keine Fuchsohren. Genau genommen, flüsterte sie auf dem Niveau einer Grundschülerin. "Es spielt keine Rolle, dass er mein Kumpel ist, Ruby. Wenn ihr da ne' Sache am Laufen habt, freu ich mich für euch." So wirkte er nicht. Im Gegenteil. Sein Lächeln verkrampfte und er spielte unaufhaltsam an einem Ring, den er an der rechten Hand trug. Ich kam nicht umhin mich zu fragen, ob dieser Ring... Nein, der Ring war gewöhnlich. Unwiderruflich gewöhnlich. So gewöhnlich wie Kim.

Kim konnte nicht besonders sein, weil er von meiner Gabe erfahren und sie genauso wenig verstanden hatte wie ich. Er konnte einfach nicht zu diesem Stamm gehören, auch wenn seine Onkels Mitglieder waren. Unmöglich. Die Seele des Mannes, und das bildete den krönenden Abschluss meiner Scham, stand neben Kim und lachte sich ins Fäustchen. Nialls Vater konnte sich sicherlich denken, dass sein Sohn und ich...Dass wir...Dass wir niemals zusammen kommen würden. Wir waren einfach nicht für einander geschaffen und basta. Vollkommen egal, wie wunderschön seine Augen aussahen und welches Volumen seine Locken hatten und diese Rückenmuskulatur und seine Hände an meiner Taille...Himmel, wir hatten keinerlei Chemie. "Es läuft absolut nichts zwischen uns. Leute, können wir bitte das Thema wechseln." Kim widmete sich wieder ganz seinem Ring und auch Corine begriff endlich, dass es mir ernst war. "Du klingst, als wäre dir das egal", stellte sie fest. Ich schnaubte. "Weil es mir egal ist." Verstanden sie es jetzt bitte alle?! Niall war mir egal. Schade, dass mein Herz in diesem Augenblick anfing, so laut zu schlagen, dass es sich anfühlte wie eine Lüge. Er war mir egal. Er war mir egal. Im Geiste widerholte ich diese Worte mehrmals. Dann lachte ich über mich selbst. Faszinierend. Corine und Kim hatten mir schon viel zu viel eingeredet, sodass mein Herz sich ihnen angeschlossen hatte.

"Okay", sagte Corine gedehnt. Nialls Vater hörte auf zu grinsen und fixierte mich nun seinerseits. Er wirkte reichlich wenig belustigt, eigentlich gar nicht mehr. Was denn? Konnte er Gedanken lesen? Hörte er mein Herzklopfen? Kopfschüttelnd schaute ich zu Kim. Ich versuchte meinen Schock zu überspielen, indem ich schnell zurück zu dem Mann schaute, schließlich auf meine Hände, wieder zurück zu dem Mann, wieder auf meine Hände. Ich besaß nicht sonderlich viel Talent darin, meine Gefühle zu verdecken. Jedenfalls nicht in brenzlichen Situationen, wie diese eine darstellte. Denn als ich zufällig zu Kim geguckt hatte, war das Licht perfekt auf seinen Ring und die darin eingravierte Schrift gefallen. Eben diese Schrift, die ich schon einmal auf Grants Ring gesehen hatte. Und plötzlich war Kims Ring nicht mehr irgendein willkürlich gewählter Ring, sondern etwas viel größeres, etwas viel mächtigeres und etwas, das mich verunsicherte. Warum hatte er mir nicht davon erzählt? Und warum war mir bisher nie aufgefallen, dass er ihn trug? Doch besonders traf mich die Erkenntnis, dass er mich die ganze Zeit über angelogen hatte. Als ich ihm von seiner weißen Seele erzählte, hatte er mich nicht für verrückt gehalten. Damals hatte ich gedacht, er täte dies nicht, weil er mich kannte und mochte und nicht verspotten wollte. Aber jetzt wusste ich es besser. Er hatte mich tatsächlich nicht für verrückt gehalten, nicht bloß so getan, ganz einfach, da er mir glaubte. Da er bereits erfahren hatte, welche Gabe ich besaß und inwiefern ich recht hatte. Verdammt, er spielte ja so ein falsches Spiel!

Von plötzlicher Wut auf Kim und meine eigene Naivität erfasst, griff ich nach meinem Kissen und grub meine Hände so tief hinein, dass ich Angst bekam, das Kissen zu zerstören. Ich schluckte alle meine Gefühle hinunter, so entschlossen wie nie zuvor. Er dachte, ich sei blöd. Dabei war ich alles andere als das. Laut Grant war ich besonders. Und langsam glaubte ich selbst daran. Kim würde noch sehen, was es hieß, wenn ich sauer auf jemanden war. Er hatte aufgehört, an dem Ring herumzufingern, besah sich seines Handgelenks, an dem sich weder eine Uhr noch sonstiges befand. Trotzdem sprang er auf und streckte sich. "Ich muss gehen. Wir klären das wann anders, Ruby." Was auch immer er vorhatte, mit mir zu klären - nein, danke. "Mal sehen", sagte ich. Corine verließ ihren Sitzplatz und ging mit Kim zur Tür. Na, da hatten sich zwei gefunden. Ich beschloss, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Kim war...merkwürdig. Meine Vermutung von vorhin bestätigte sich mit jeder verstreichenden Sekunde. Er besaß keine Persönlichkeit. Gruselig, aber wahr. Ich hörte sie in gedämpftem Tonfall reden. "Bis dann", rief er zum Abschied. Ja, dachte ich. Bis dann. Mal sehen, ob er mich überlebte.

Zu viele twists? Idk. ich liiiiiiiiiiiebe Plottwists. Ihr werdet schon noch sehen ahahah. und an alle dies noch nicht mitbekommen haben: es ist fertig. mein baby ist geboren. aaaaaaah xxx

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