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Kapitel 57

In der Mittagspause mussten Corine und ich gleichermaßen genervt feststellen, das man uns unseren Tisch enteignet hatte. Dort saßen heute drei identisch aussehende Mädchen, allesamt gekleidet in pink und plüsch und bei weitem hässlicher, als die drei vermutlich dachten. Wie gesagt, normalerweise war ich ganz anders. Die richtige Ruby urteilte nicht über andere Mädchen und bezeichnete sie in Gedanken schon gar nicht als hässlich. Doch das waren sie, zumindest vom überschminkten Mund abwärts. "Was nun?", fragte Corine. Beinahe hätte ich applaudiert. Dieser Satz war so ziemlich der kürzeste Satz, den sie heute in meiner Anwesenheit gebracht hatte. "Keine Ahnung", seufzte ich, zutiefst einfallslos. Wir hielten unsere Tabletts in den Händen und wurden mehrere Male von anderen hungrigen Teenagern durch die Gegend gestumpt. Nein, hier gab es nichts umsonst. Schließlich ließ Corine ein Schnauben von sich, ehe sie nach vorne auf einen Tisch deutete, an dem die üblichen Verdächtigen saßen. "Niemals", sagte ich. Ich hatte wenig Lust, Niall über den Weg zu laufen. Allerdings saß er an diesem Tisch. Neben Tschad, Daizy und den anderen, deren Namen ich mir nicht gemerkt hatte. Sie lachten gerade, alle außer Niall. Der starrte durch die Gegend, als sei er allein in der Cafeteria - oder auf der ganzen Welt.

"Komm schon, sie werden uns nicht beißen. Außerdem esse ich lieber bei ihnen, als auf dem Boden. Wenn die uns hier nämlich weiterhin so anrempeln, dauert es nicht mehr lange und genau das passiert." Ich aß mit Vergnügen auf dem Boden. Okay, nicht mit Vergnügen. Sagen wir, mit Resignation. "Da ist bloß ein Platz frei", protestierte ich. "Kein Problem. Ich klaue mir einen Stuhl von dem Tisch daneben und du nimmst den freien Platz." Leider befand der sich zu Nialls Linken. Na super. Als ich nichts weiter entgegnete, nahm Corine das als stille Fügung. Sie zog mich am Ellenbogen zu dem Tisch, schnappte sich mit dem Fuß im Vorbeigehen einen Stuhl und schließlich landeten wir bei den Leuten, die wir seither gemieden hatten. Ich fragte mich, ob Corine womöglich beim Zirkus anfangen wollte, so wie sie den Stuhl hergezaubert hatte, während diese den anderen sechs von unser Misere berichtete. "Also sind wir hier", endete sie. "Interessant. Wir sind wohl der Notausgang", bemerkte Tschad. Er hockte mit breiten Beinen auf seinem Stuhl, die Lehne vor sich, und beugte sich wie ein Schwein über sein Tablett. Ich fürchtete, die riesen Spagetti würde ihm gleich von der Gabel fallen. "Nein, nein", meinte Corine. "Bloß die zweite Wahl", konnte ich mir nicht verkneifen, einzuwerfen. "Autsch." Meine Nackenhaare stellten sich auf, als ich seine Stimme hörte. Anscheinend hatte Niall aufgehört, sich in der Einsamkeit zu sulen. Ich musste mich dazu zwingen, nicht zu ihm zu schauen. Tja, es war genauso bescheuert wie toll, dass ich ihm hätte in die Augen schauen können.

"Hat dir deine Grandma nie gesagt, dass du schweigen solllst, wenn du nichts nettes zu sagen hast?", fragte Tschad. Sein Kommentar sollte wohl scherzhaft gemeint sein, doch bei mir brannten für kurze Zeit die Sicherungen durch. Ich war ein Wrack. "Hat dir deine Grandma nie gesagt, dass du schweigen sollst, wenn du deinen gegenüber nicht kennst?" "Ho-ho. War nicht so gemeint." Tschad stopfte sich die nächste Spagetti in den Mund. Sie fiel nicht von der Gabel, ihre Vorgängerin übrigens auch nicht. Er kaute und dabei entstanden Geräusche, die mich wahnsinnig machten. Ich sprang fast auf. Alles brachte mich momentan aus der Fassung, allein das Schmatzen eines Typen ohne Rückrat. Bald würde ich mich einkerkern. Ja, das würde ich machen. Vielleicht beendete ich damit die Gefühle, die sich in mir tummelten und nur darauf warteten, aus mir rauszuspringen. Ich fühlte mich nicht nur wie ein Wrack, ich fühlte mich wie das elende Lenkrad, das dem Schiff als erstes entrissen wurde und nun im großen Meer herum trieb - allein gelassen, ohne Vorraussicht auf Rettung. Und am allerschlimmsten war die Tatsache, dass ich nicht mal wusste, wieso. Gut, da waren diese ganzen Dinge, von denen ich vor über einer Woche keinen Schimmer gehabt hatte, oder meine Familie, an die ich ebenfalls vor über einer Woche keinen Gedanken verschwendet hatte. Aber ansonsten ging es mir doch gut, oder? Ich lebte - und zwar in Freiheit. Und das war doch was! Schnell biss ich in mein Sandwich, um mich von den Gefühlen abzulenken, die trotz dieser inneren Beschwörung nicht verschwanden. Dann beschloss ich, mir wenigstens in einer Sache Gewissheit zu holen. Ich wollte wenigstens eine Sache klären, einen Grund weniger haben, nicht schlafen zu können.

Niall stand auf. Wie immer hatte er sein Mittagessen kaum angerührt. Wie konnte er so einen Körper haben, ohne sein Mittagessen zu vertilgen? Funktionierte das überhaupt? Ich schluckte meinen Bissen herunter. Ruby, die Gewissheit, rief mir mein Hirn in Erinnerung. Richtig. "Bis später dann", sagte Niall, bevor er auf dem Absatz umdrehte und sein Tablett wegbrachte - wegbringen wollte. "Warte", sagte ich, ruhiger, als ich es für möglich gehalten hätte. Er hielt inne, schien zu überlegen, ob er sich verhört hatte, drehte sich aber doch zu mir um. "Können wir..." Ich legte mein Sandwich aus der Hand und klopfte sie an der Serviette ab. Mir war vollstens bewusst, dass unser ganzer Tisch, wenn nicht sogar die halbe Cafeteria, mich beobachtete. "Können wir reden?" Um einen neutralen Tonfall bemüht, blickte ich ihm in die Augen. Dadurch musste er einfach erkennen, dass es mir ernst war. Ich sah es in ihnen. Seine eigene Unsicherhheit. Das wunderschöne Gold verdeckte sie nicht komplett. Er wusste genauso gut wie ich, worüber ich reden wollte. Es steckte in meiner Hosentasche. Das Bild. Das Bild der 14-jährigen Ruby, die ihren Kuchen vertilgt.

"In Ordnung", sagte Niall schließlich. Daraufhin nickte er in Richtung Cafeteriatür. Zögernd packte ich mein Tablett, warf Corine so etwas wie: "Tschuldige", zu, danach folgte ich ihm zuerst zur Tablettabgabe und dann nach draußen. Ich schnappte mir unauffällig mein Sandwich vom Tablett. Von mir aus, aß Niall nichts, für mich galten andere Regeln. Niall blieb nicht stehen und da ich ihm folgte, tat ich es auch nicht - außer wenn ich gerade einen Bissen von meinem Sandwich nahm.

Ruby ist ein verfressenes Kind. Ne, Spaß. Das kostet Geld hahah. Tja,wir haben 6:57 und ich hab nichts besseres zu tun als hier am PC zu sitzen weil ich leider verspätet gemerkt habe, dass ich erst zur zweiten Stunde in die Schule muss. Shame on me. Naja normale Menschen wären zurück ins Bett gegangen. Was tue ich? Mich an den PC setzen und schreiben. So siehts aus. Ich bin kein normaler Mensch. Noch nicht gewusst? Nein, ich bin ein Marsmännchen. (ich bin auf Kaffee-droge sorry xd) xxx       


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