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Kapitel 55

Die nächsten Tage verbrachte ich zuhause. Aus vielerei Gründen. Erstens war ich fertig mit den Nerven. Zweitens hatte ich mir eine Erkältung eingefangen und hustete praktisch alle fünf Minuten. Drittens musste ich mir darüber klar werden, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Es stand fest, dass ich es nicht führen konnte, wie geplant. Laut Grant warteten Hunahuna und seine Sklaven nur auf die passende Gelegenheit, um ihm einen zweiten Besuch abzustatten. Und bei diesem würden sie mich vermutlich ins Visier nehmen. Vor Gericht, so hieß es, sei ich sogar mit einbezogen worden. Grant könne durch mich auf die Idee gekommen sein, eine Pistole zu entwenden, weil ich ihn zu sehr an seine Tochter erinnerte und er diesem Druck nicht standhalten konnte. So ein Schwachsinn. Ich wusste selbst nicht, was ich von dieser Tatsache halten sollte. Zwar hatte ich keine großen Pläne gehabt, aber es schmerzte trotzdem, so viele Möglichkeiten verwehrt zu bekommen. Natürlich hatte ich immer schon stark daran daran gezweifelt, jemals im Fernsehen aufzutreten, aber es noch mal deutlich gemacht zu kriegen... Kein schönes Gefühl. GGG hatte mir eingeprägt, dass ich eine Zielscheibe darstellte, immerhin war ich dem Tod geweiht. Noch viel größerer Schwachsinn. Humbalumba wusste doch gar nichts von meiner Existenz, die in Verbindung mit der grausamen Prophezeihung stand. Es sei denn Grant hatte ihnen davon erzählt, was ich nicht hoffte.

Das alles wurde nicht mal annähernd erträglicher. Mit jedem Tag, ja jeder Stunde, die verstrich, bekam ich den noch größeren Wunsch, ihnen einfach einen Gefallen zu tun. Die Pistole war immer noch in der Tasche meines Mantels, den ich Samstag getragen hatte. Grant fragte nicht danach und ich hatte vorerst auch nicht vor, es ihm zu erzählen. Natürlich kam es gar nicht erst in Frage, dass ich sie benutzte(allein schon, weil ich nicht wusste, wie man sie lud). Aufgeben lag in meiner Natur, das schon, doch ich hatte immer davon geträumt, einmal in die richtige Welt, außerhalb des Waisenheims, zu gelangen. Und jetzt, wo ich dort war, konnte ich mich nicht mir-nichts-dir-nichts erschießen. Selbst ich besaß keine derartige Feigheit. Am dritten Tag, den ich faul im Bett verbrachte, kehrte GGG bereits früher von der Arbeit heim. Aber anstatt wie sonst, als erstes unter die Dusche zu steigen, besuchte er mich. Irgendwas wollte er von mir. Seine Jacke noch angezogen, betrat er mein Zimmer, zog sich einen Stuhl ans Bett heran und befühlte meine Stirn. "Kein Fieber." Ich unterdrückte den Impuls, ihm zu sagen, dass ich auch gestern und vorgestern kein Fieber gehabt hatte. Von mir aus durfte er so tun, als hätte ich Fieber gehabt. Eigentlich klang diese Erklärung für mein tagelanges im Bettliegen mehr als gut.

"Würde es dir was ausmachen, wenn ich heute Abend ausgehe?" Er räusperte sich und diese Worte verließen so schnell seinen Mund, dass ich zuerst nachdenken musste, ob er sie tatsächlich ausgesprochen hatte. Als ich sicher war, schaute ich auf und seinen Bart an. "Würdest du deine Verabredung absagen, wenn ich ja sage?", fragte ich zurück, um ein neckendes Grinsen bemüht. Das mit dem Grinsen musste ich noch üben. Womöglich bat ich Niall darum, mir beizubringen, wie man Gefühle übertünchte. Sofern ich denn in nächster Zeit ein Wort mit ihm wechseln würde. Genau wie in allen anderen Dingen hatte ich keine Ahnung, was die Sache mit ihm und dem Bild auf sich hatte. Ich hatte auch keinen blassen Schimmer, ob ich es ignorieren oder ihn drauf ansprechen sollte. Dann wären da außerdem noch seine Berührungen gewesen und unsere bescheuerten Gespräche in der Kälte. Ehrlich? Allein bei dem Gedanken an ihn, schien mein Gehirn sich eine Pause gönnen zu wollen. "Nein, vermutlich nicht", meinte Grant in diesem Moment. Er wollte schon aufstehen, aber ich hielt ihn zurück.

"Von was für einer Verabredung sprechen wir eigentlich?" "Ich weiß nicht, von welcher Verabredung du sprichst. Ich habe in keinem Satz erwähnt, dass es sich um eine Verabredung handelt." Aha. Ich tippte auf ein Date. Warum sonst hätte er solche Anstalten drum gemacht? "Ausgehen, das sagtest du", meinte ich um ihn noch mal ein bisschen zu ärgern. "Na schön, Ruby. Du bist stur, wir wissen es alle." Seine Worte ließen vermuten, dass er genervt war, doch ich musterte stets seinen Mund und der verzog sich zu einem Lächeln. Dankbar dafür, dass wir ein Thema gefunden hatten, das nichts mit dem Tod oder Besonderheiten zutun hatte, verkniff ich mir einen weiteren sarkastischen Kommentar. Grant wirkte glücklich. Auf verdrehte Art und Weise. Wenigstens sein Lächeln schrie mir entgegen: Jaaa, ich habe ein Date. "Wer ist die Glückliche?", wollte ich wissen. Selbstverständlich würde ich mit dem Namen der Frau nichts anfangen können. Ich kannte so gut wie niemanden in dieser Stadt(außer Grants Familie, Niall, Corine und mir selbst, sowie verschiedenen Jugendlichen, mit denen ich ab und zu ein Wort gewechselt hatte. Ich ging mal davon aus, dass er sich nicht mit einem der obrigen treffen würde, ansonsten war er absolut verrückt). Grants Lächeln erweiterte sich.

"Virginia Stacy", erklärte er beiläufig, als sei diese Information nichts besonderes. Dabei war sie das allemal. Virginia Stacy! "Meine Englischlehrerin", sagte ich, einer Eingebung folgend. Sollte ich deshalb graue Haare bekommen? Wahrscheinlich. Aber ich sah es als Chance für Grant, seine Highschoolliebe neu entflammen zu lassen. Darum scherte es mich erst einmal reichlich wenig, dass er mit meiner Lehrerin ausging. "Die Virginia Stacy, mit der du auf der Highschool zusammen warst und die Bestsellerautorin ist?", platzte es schließlich aus mir heraus. "Genau die." Ich meinte, einen verlegenen Unterton in seiner Stimme zu hören. "Aufregend", sagte ich schnell. Anscheinend überraschte ihn diese Information. Denn er schwieg für ein paar Minuten, ehe er auf seine Armbanduhr - seit wann besaß er so eine - schaute und aufstand. "Also, nur um das klarzustellen. Dir geht es gut, du brauchst nichts und ich kann dich heute Abend alleine hier lassen, ohne das du eine weitere Nacht auf dem Balkon verbringst?" Ich nickte. Er sollte mich bloß nicht daran erinnern. "Mach dir keine Sorgen. Ohne Niall hab ich da draußen doch nur halb so viel Spaß!" Ich lachte und wurde, entgegen meiner Bemühungen, sofort puderrot. Dieses Mal lachte ich echt. In der Tat. Wer sollte mich schon davor bewahren, eine Toilette auf den Balkon zu bauen, wenn Niall mir keine Gesellschaft leistete? "Dann ist gut", rief Grant im Rausgehen. Ich hatte auch nicht vor, ihn einzuladen.

Nein, wirklich nicht. Sie würde Niall niemals einladen und sie kann ihn auch absolut nicht leiden und sie würde auch auf jeden Fall eine Toilette auf den Balkon bauen. Wie kommt Ruby nur auf solche Ideen? Besser gesagt, wie kam ich auf diese Idee? Hahahahahah xxx    


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