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Kapitel 51

Danach versuchten wir erneut, ein wenig zu schlafen. Und tatsächlich gelang es zumindest mir, für die nächsten Stunden wegzudösen. Bis ein Scharren mich weckte. Es war ein Scharren von Pfoten gegen die Balkontür. Wodka. Oh, musste der dämliche Köter womöglich für kleine bissige Hündchen? "Sorry, aber wir alle haben dieses Bedürfniss", grummelte ich und starrte den Hund aus müden Augen an. Konnte ich in seine Seele eintreten? Diese Idee kam mir erst, als der Kopf des Hundes wegschwenkte. Eigentlich wäre es ziemlich interessant gewesen, seine Seele zu sehen. Er besaß bestimmt nur einen Klecks. "Welches Bedürfniss? Von was faselst du?" Niall hustete und stützte sich auf seine Ellenbogen. Er lag nun noch näher bei mir, wie mir unweigerlich bewusst wurde. Zuvor hätte mindestens der Köter noch zwischen uns gepasst. Nun nicht mehr ganz. "Na, was wohl?", sagte ich. Ich musste dringend auf die Toilette, kam fast um vor Hunger und außerdem zweifelte ich daran, dass mein Zeh die nächsten fünf Minuten überlebte. Wodka scharrte erneut. "Himmel, hör auf damit du Drecksvieh!" Meine Stimme wurde ganz laut. Sie tat scheußlich weh, so wie mein ganzer Körper. Niemals wieder würde ich auf diesen Balkon hinaus gehen.

"Du bist aber gut drauf", bemerkte Niall. "Ja, ich habe auch perfekt geschlafen, ausreichend getrunken und gegessen und hier draußen gibt es natürlich die beste fünf-Sterne-Toilette auf der ganzen weiten Welt. Ehrlich, nicht wir werden das Ende der Menschheit bringen, sondern die Welt selbst. Wieso baut niemand Toiletten auf Balkons?" Wieder redete ich unaufhaltsam dummes Zeug. Die Kälte, verteidigte ich mich in Gedanken selbst. "Und ich dachte, es gäbe niemanden, der mehr Blödsinn erzählen kann, als meine Cousine Macy." Niall setzte sich auf seinen Hintern und zog die Beine an. Er zitterte und ganz leicht merkte man ihm die Kälte dank seiner hellvioletten Lippe ebenso an wie mir. Also saßen wir im selben Boot. Wie schön. Dann hatte er ausnahmsweise keinen Vorteil über mich. "Tja, was man alles heraus findet, wenn man kurz vorm Erfrierungstod steht." Im Gegensatz zu ihm, ließ ich mich wieder zurück auf den Boden fallen. Mein Kopf knallte mit einem lauten Dumpf auf. Es tat zwar weh, aber ich sagte nichts. Meine Stimmkraft war mir einfach zu schade, also leidete ich stumm. Wodkas Scharren wurde dringlicher. "Er muss ganz schön stark aufs Klo, findest du nicht?", sagte ich. Bevor ich die Augen schloss, nahm ich aus dem Augenwinkel war, wie Niall die Achseln zuckte.

"Wann kommt GGG denn wieder?", fragte er einen Moment später. Diesmal zuckte ich die Achseln. Hoffentlich bald. "Wo ist er überhaupt?" Nun öffnete ich die Augen doch wieder, allerdings um den Himmel zu mustern. Es war noch dunkel, weswegen ich vermutete, dass es mitten in der Nacht war. Obwohl man um diese Jahreszeit ja nie genau wusste, was Sache war. "Ruby?" Mein Name aus seinem Mund hörte sich fremd an. Mindestens so fremd, wie wenn er mich Cherubyn nannte. "Woher wusstest du eigentlich, dass ich Cherubyn heiße?", fragte ich einer Eingebung folgend zurück. "Nur so", antwortete er blitzartig. Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben, aber ich hatte nicht die nötige Kraft herumzubohren. Mir schwummerte alles. Der dunkle Himmel über unseren Köpfen verschwamm zu einer riesigen dunklen Fläche und ich fühlte mich bereit, von den Nebelschwaden in die Tiefe geschubst zu werden. Bis ich begriff, dass das hier keine Seele war, die über uns wachte, dauerte es. "Wo steckt GGG?" Anscheinend besaß Niall mehr Energie, denn irgendwann trat sein Gesicht in die schwarze Masse. Seine Augen schwebten über mir und ich holte erschrocken Luft. Die ganze Zeit war ich wie in Hypnose gewesen. Was stimmte mit mir nicht? Naja, außer dem ganzen Kram, der nicht mit mir stimmte...

"Vor Gericht", hörte ich mich selbst sagen, doch es kam weder bei meinem Gehirn, noch bei meinen Ohren richtig an. "Das sagst du mir erst jetzt?" Immer noch schwebte sein Gesicht wenige Zentimeter über meinem. Da endlich wurde ich wieder klar. "Wann hätte ich es dir sagen sollen? Bevor oder nachdem du dich an mir aufgegeilt hast?" Ich rappelte mich hoch und unsere Köpfe stießen an einander, weil er sich wirklich wenige Zentimeter über mich gebeugt hatte und weil ich nicht darauf geachtet hatte. Autsch. "Wie oft noch? Das war ein Test. Ich hab mich nicht an dir aufgegeilt." Das sollte er sich ruhig einbilden. Etwas donnerte gegen die Balkontür. Wodkas Pfote prallte mehrere Male dagegen. Er schlug auf die Scheibe ein? "Tickst du noch richtig, Hund?", empörte ich mich. Kurz schien es, als hielte er inne, lege den Kopf schief und wundere sich, was ich bloß gesagt hatte. Aber genauso schnell wie ich mir dies einbildete, begann er wieder darauf einzuschlagen. "Schon verstanden, du musst mal." Er hörte nicht auf. "Wir haben es verstanden", brüllte ich, in Gedanken bei den Nachbarn, die vermutlich eine beschissene und laute Nacht hinter sich hatten. Als Wodka weiterhin keine Anstalten machte, sich selbst zu stoppen, rastete ich aus.

"Die ganze Welt versteht es! Also lass deine dämlichen Hundespielchen sein und leg dich schlafen oder tu, was Hund eben machen, wenn ihre Herrchen vor Gericht und ihre Babysitter ausgesperrt sind." Er wich zurück. Selbst die Nachbarn mussten meinen Wutausbruch mitbekommen haben. Vielleicht half uns ja jemand, den ich soeben geweckt hatte. Doch nichts geschah. Lediglich Wodka taumelte mehrere Hundeschritte zurück. Dann sprang er auf Grants Bett. Aus diesem Winkel erkannte ich nicht, was er anstellte, aber ich bezweifelte, dass es etwas positives war. Bestimmt erleigte er sein Geschäft auf dem Bett. Super. "Das hast du jetzt davon", murmelte Niall neben mir. "Ach halt die Klappe. Dich hat es doch genauso genervt." Er grinste. "Ja, aber im Gegensatz zu dir, weiß ich, wie ich meine Gefühle in den Griff bekomme." Welche Gefühle? Meinte er die, die er zeigte, wann immer er Lust darauf hatte? Oder die, die er nicht besaß? "Wenigstens hab ich welche", entgegnete ich so leise, dass er mich nicht verstehen konnte. Leider verstand er mich doch, denn im nächsten Moment setzte er zu einer Erwiderung an, kam aber nicht weit, weil ein heller Strahl glänzendes Licht im Innern der Wohnung erschien, direkt vor der Balkontür. Ich hielt mir die Hand vor die Augen um nicht geblendet zu werden.

Eine Erleuchtung? Definitiv nicht. xxx 


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