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Kapitel 40

Sofort fing Grant an zu grummeln. Ich schloss daraus, dass mein Ring ihm gute Laune bereitet hatte. Merkwürdig. Niall wäre beinahe in Flammen aufgegangen und Grant erlebte den Moment seines Lebens. Schnell steckte ich den Ring zurück in meinen Ausschnitt. Dort würde er vorerst verweilen - zumindest bis ich wusste, womit ich es zu tun hatte. "Woher hast du ihn?", wollte GGG wissen. Mir war bewusst, dass sein Blick auf mir lag. Ein Blick, wie der eines Raubtieres, das seiner Beute auflauerte. "Er lag vor ein paar Jahren...auf meinem Bett." Grant drehte den Kopf von mir weg. Ein kleiner Windstoß blies mir die Haare aus dem Gesicht. Ich sah zu ihm, damit ich irgendeine Regung erkennen konnte. Irgendetwas, das mir sagte, er wisse, was der Ring bedeutete. Aber nichts.

Im Profil sah Grant nicht länger alt aus. Er machte sogar einen ziemlich jungen Eindruck auf mich, lediglich die gerunzelte Stirn und die zusammengekniffenen Augen erinnerten daran, dass er längst über fünfzig war. Ich hielt diese Stille nicht aus. "Was denkst du?", fragte ich. "Der Ring ist dein gutes Recht. Das denke ich." "Ist er ein Erbstück?" Alles musste ich heute aus ihm herausquetschen. Dabei hatte ich zumindest ein bisschen angenommen, er würde mir bereitwillig alles erklären. Von Anfang bis Ende, und meine Fragen. Ich naives Ding. Grant nickte. Ich wagte es kaum, meine nächste Frage zu stellen. "Gehörte er... meinen Eltern?" Jetzt schüttelte er den Kopf. "Also ein Erbstück, das ich nicht von meinen Eltern erbe? Von wem dann?" Ich konnte mich nicht daran erinnern, ob jemals jemand Großeltern und mich in einem Satz erwähnt hatte. Okay, es hatte ja nicht mal jemand Eltern und mich, geschweige denn Familie und mich, in einem Satz verlauten lassen. So jämmerlich war ich. Ich hatte keine Familie. Wer vererbte mir diesen Ring? Und wieso hatte er einfach so damals auf meinem Bett gelegen?

"Von... Vom Stamm." Wodka bellte laut. Ein Mann schlenderte mit seinem Pudel an uns vorbei und die beiden Hunde fingen an, sich gegenseitig zu bekleffen. Verdammt. Sie sollten damit aufhören. Ich wollte mehr wissen. Als der Mann mitsamt seinen bellenden Hund endlich um die Ecke verschwunden war, hielt ich es nicht mehr aus. "Vom Stamm? Wie soll ich das verstehen?" Grant schloss die Augen. Ich konnte beobachten, wie sein Bart mit dem Wind wehte. "Ein roter Ring, mit Gold vereint. Feuer mit der Einsamkeit. So sind es zwei, die einst verstoßen. Zwei, die... Ach, unwichtig." Was faselte er da? Ein roter Ring, mit Gold vereint? Konnte das... Nialls Ring hatte die Farbe Gold. Meiner leuchtete rot. Und was hatte Niall mit Grants Ring gemeint? Er sagte, Grants Ring sei noch beeindruckender. "Hast du auch einen?" Mein Blick haftete an ihm, wie mit Kleber angeklebt. Seine Mundwinkel hoben sich, wenn auch nur einen winzigen, fast unsichtbaren, Millimeter.

Er holte die rechte Hand aus der Jackentasche und hielt mir seinen Ringfinger hin. Zuerst sah der Ring daran aus, wie ein ganz normaler rostiger Ehering. Dann aber knallte es leise, Rauch entstand und der Ring färbte sich schwarz. So pechschwarz wie Nialls Haare. Dachte ich ernsthaft in so einem Moment an Nialls Haare? "Wahnsinn", flüsterte ich. Der Rauch verselbstständigte sich und zurück blieb ein einfacher schwarzer Ring mit eingravierten Buchstaben. Jedenfalls tippte ich auf Buchstaben. "Was bedeuten die?" Ich deutete auf die Eingravierung. "Verstand und Körper. Das ist hebräisch." Aha. Verstand und Körper. Er lachte. Anscheinend fiel ihm meine Unbeholfenheit auf. "Ruby, mein Stamm ist ziemlich...speziell. Du wirst ihn weder auf Google, noch auf Instagram oder Facebook finden." Das dachte ich mir schon. Zyko hatte sowas zur Sprache gebracht. "Was macht ihn speziell?" Ich konnte nicht länger warten. Er sollte mir verraten, weshalb ich besonders war. Er sollte mir verraten, was sein Stamm tat, was er war, wieso er speziell war. Vorher würde ich ihn nicht in Ruhe lassen. "Solche Ringe haben doch viele Stämme, oder Clans oder...Sekten." Beinahe hätte ich über mich selbst gelacht. Als ob Grant Mitglied einer Sekte war! "Ja. Aber dieser Ring ist nicht bloß ein Ring. Dank dem Ring kann ich...Dinge, die ich als Mitglied des Clans zum Überleben brauche." Gruselig. Ohne den Ring würde er tot umfallen? "Wir alle tragen denselben Ring." Es dauerte eine Weile bis ich seinen Satz begriff. Denselben Ring? Ein und denselben? Schwarz mit Rauchschwaden? Und meiner war rot. Was war mit meinem Ring? Er sah genauso aus wie seiner, nur eben rot und ohne das hebräische Geschwafel. Was stimmte mit dem Ring nicht? "Du verstehst?" Obwohl ich mir nicht sicher war, was genau ich verstanden haben sollte, nickte ich.

"Wieso ist meiner rot?" Ich zog ihn wieder hervor und musterte das kleine Teil. In meinen Augen war er nichts besonderes. Ich war nichts besonderes. "Er ist rot, weil du besonders bist." Genau so eine Antwort hatte ich erwartet. Wage und vorsichtig formuliert. Konnte er nicht einmal ein bisschen genauer sein? Ich wusste seit letztem Mal, dass ich besonders war. Schön! Aber warum ich besonders war, hatte er mir nie erklärt. Er hatte mich im Dunkeln tappen lassen. "Und was heißt das?" Meine Stimme klang schrill, sogar in meinen eigenen Ohren. "Das ist schwer zu beschreiben." Nein. "Versuch es", sagte ich. "Die schwarzen Ringe stehen für Körper und Verstand. Es gibt ein paar wenige Mitglieder, die goldene Ringe besitzen. Diese stehen nur für den Körper. Rote Ringe...beziehen sich auf die Seele." Also ergab es doch einen Sinn. Ich Dummerchen. Seelen waren mein Spezialgebiet. Seit einer halben Ewigkeit konnte ich sie sehen. Warum war ich nicht früher darauf gekommen, dass das alles eine Bedeutung hatte? Vielleicht, weil ich angenommen hatte, ich sei verrückt. Das war ich ja auch. Nur nicht wegen den Seelen.

"Wenn sich schwarze und goldene Ringe vereinen, entsteht ein roter Ring. Aber rote Ringe sind besonders. Und besonders wird nicht akzeptiert. Deshalb werden alle roten Ringe vernichtet." Ich war mir sicher, dass hier nicht die Rede von Ringen war. Er benutzte das Wort Ringe nur als Synonym für Menschen.

Endlich. Endlich. Endlich. Ich hab so lange darauf gewartet, das schreiben bzw hochladen zu können. xxx      



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