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Kapitel 38

"Ruby!", schrie er und stürmte auf mich zu, als sei ich sein Anker und er kurz vor dem Ertrinken. Ich konnte nichts anderes tun, als mich von ihm umarmen zu lassen. Er drückte mich an sich und ich lief Gefahr zu ersticken. "Hi", röchelte ich, einfallslos. In diesem Moment hatten sie noch nicht erzählt, wer er war und ich fühlte mich ziemlich unbehaglich zumute. "Zyko", sagte Grant hinter mir resigniert. Zyko, der mich zuvor von den Füßen gehoben hatte - wie, versuchte ich auch noch zu verstehen -, ließ mich vorsichtig herunter, ehe er: "Granny!", erwiderte. Das war doch mal ein gelungener Spitzname. Ich würde ihn mir einprägen, für den Fall, dass GGG mich nervte. "Ruby, das ist mein Bruder. Zyko, das ist meine..." Aber er wurde unterbrochen, da Zyko mich zum zweiten Mal durch die Luft wirbelte und an sich drückte. "Deine Pflegetochter. Ich weiß. Patricia hat mir alles erzählt." Patricia war dann wohl...? "Patricia ist Kimberleys Mum", erklärte Grant, der meinen verwirrten Zustand zur Kenntnis nahm. "Ah", machte ich. "Sie sagte, du wärst größer als ich, dabei ist das gar nicht wahr." Zyko verschränkte die Arme vor de Brust. "Woher wusste Patricia wie Ruby aussieht?", fragte Grant. "Ich habe Kim besucht." Wir standen immer noch im Treppenhaus. Außer einem kleinen Licht am Ende des Ganges, befanden wir uns in völliger Finsternis. Das Licht am Ende des Ganges. Tja, welch Ironie dies doch wahr.

"Können wir nicht rein gehen?" Ich fror. Hier draußen wurde augenscheinlich nicht geheizt. "Sicher", sagte Zyko, während Grant ein Knurren ausstieß. "Ach hab dich nicht so, Granny. Ich werd' euch nicht lange an der Backe kleben." Das wollte ich hoffen. Ich war müde und ausgelaugt. Der Tag hatte eine andere Wendung genommen, als die, die ich mir vorgestellt hatte. Anstatt den aufgedeckten Lügen und Fragen waren neue entstanden, die ich noch weniger erklären konnte. Der Salat in meinem Kopf wuchs mit jeder verstreichenden Sekunde. Eigentlich hatte ich vorgehabt, Grant den Rest des Abend mit meinen Fragen zu durchlöchern und dann direkt schlafen zu gehen. Zyko zerstörte das gesamte Konzept. Nach einem Zögern, betraten wir die Wohnung. Sofort schaltete ich Licht und Heizung an. Hier fror ich nämlich genauso sehr wie draußen. Ich stellte den Wasserkocher an, um mir einen Tee zu machen. "Wollt ihr auch Tee?", fragte ich die beiden. Zyko nickte, GGG schüttelte den Kopf. Irgendwie schienen sie so verschieden wie Kaffee und Tee. "Also, Zyko, was machen die Kinder?" Grant plumpste auf die Couch und nahm absichtlich den gesamten Platz für sich ein. Doch Zyko störte sich weder daran noch an Grants missmutiger Laune, er griff nach einem der Plastikstühle, die nutzlos in der Gegend rumstanden und setzte sich darauf.

"Sie...gehen zur Schule. Mareen kümmert sich hauptsächlich um sie. Du weißt ja, wir Männer sollen uns bloß aus dem Haushalt raushalten." Mareen musste seine Frau sein. Und er hatte Kinder. Gleich mehrere. Wieso schockierte mich diese Tatsache? Unauffällig beäugte ich den rohaarigen Knirps. "Naja, wie du siehst, betreibe ich hier den Haushalt", sagte Grant und deutete dabei auf die Unordnung, die weiterhin herrschte. "Wirklich? Und Ruby?" Nun drehte er den Kopf in meine Richtung. Der Wasserkocher piepte. Schnell widmete ich mich unseren Tees. "Sie lebt hier. Ich behandle sie wie meine Tochter." Grants Stimme klang messerscharf. Die beiden verstanden sich nicht sonderlich gut, schätzte ich. "Das weiß ich doch! Du hast nie besonders dolle versucht, den Anforderungen des Clans gerecht zu werden." Ruhe kehrte ein, als diese Worte Zykos Mund verließen. Meinte er mit dem Clan, Grants Stamm. Eigentlich mussten sie doch beide demselben Stamm angehören, sie waren ja Geschwister. Und Patricia ebenso. "Was hat es mit diesem Clan auf sich?", erkundigte ich mich laut. GGG zog scharf Luft ein. Es war hörbarer als hörbar, dass ihm dieses Thema momentan widerstrebte. "Du hast ihr nichts erzählt?", warf Zyko vorwurfsvoll ein. "Nicht mal den Namen unseres Clans, damit sie ihn googlen kann?" Das wurde interessant. "Wir wissen beide, dass Google ihn nicht finden würde", seufzte Grant. Oha. Sie waren also Mitglieder eines Clans, der unbekannter war als die Farbe des Kleides der Mona-Lisa. Sollte ich mir Sorgen machen?

"Du hättest wenigstens so tun können, als ob sie ihn finden könnte", konterte Zyko. Das Grinsen, das man vorher deutlich in seiner Stimme gehört hatte, war verschwunden. Ich konnte mir denken, dass seine Haare auch nicht mehr so stark leuchteten und sein Winken hatte sowieso aufgehört, nachdem wir das Footballstadium verlassen hatten. "Wozu?" Grant stöhnte. Ich nahm die beiden randgefüllten Tassen Tee und wanderte zu den Brüdern. Eine Tasse drückte ich Zyko in die Hand, die andere behielt ich. GGG rückte auf der Couch ein Stück zur Seite und ich ließ mich neben ihn fallen. Der Tee schwappte sogar nur ein klitzekleines Stück über. So viel, dass ich nicht aufstehen brauchte um eine Sauerei wegzuwischen. Und das war gut so, weil ich befürchtete, dass die beiden sich gegenseitig umbringen würden, sobald ich sie aus den Augen ließ. "Spaß an der Freud." Zyko beugte sich vor. Der Plastikstuhl knarzte verheißungsvoll. Zyko war nicht überdimensional dick oder so, der Stuhl war einfach nur unzuverlässig und stand hier zur Zierde rum. Damit die Unordnung noch unordentlicher aussah. Hah, was ich alles schon von Grant gelernt hatte.

"Zyko, ich will sie nicht in den Clan mit reinziehen. Deswegen halte ich sie lieber aus der ganzen Geschichte raus." Grant öffnete seine Jacke und schmiss sie hinter sich zu den ganzen anderen Jacken, die dort achtlos herum lagen. "Das hättest du dir vorher überlegen müssen." GGG's Bruder nahm einen Schluck seines Tees und verzog das Gesicht. "Heiß", bemerkte er. Ich grinste in mich hinein. "Das hat Tee so an sich", sagte ich leise. "Erzähl mal Ruby, wie gefällt es dir hier?" Himmel, sie fragten mich alle dasselbe. Hätte ich mir eine Antwort parat legen sollen? "Gut", antwortete ich einfachheitshalber. Ja, ich fand es gut hier.

Same, Ruby, same. xxx 


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