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Kapitel 34

Niall packte mich am Ellenbogen und zog mich weg von dem Trubel rund um die jahrmarkt-artigen Stände. Er sagte kein Wort, was mich absolut wahnsinnig machte. Wie kam er nur auf die glorreiche Idee, ich ließe ihm das einfach durchgehen? Der Idiot durfte mich nicht wie sein Schoßhündchen behandeln. Von wegen Ende der Menschheit! Mein Ende stand viel früher bevor, wenn er so weiter machte. "Pfoten weg", knurrte ich, als ich meinen Körper wieder komplett spüren könnte. Dies hatte eine Weile gedauert. Keine Ahnung, was es damit auf sich hatte, aber ich ahnte, dass Niall dafür verantwortlich gewesen war. "Ich bin kein Tier", gab er zurück. Dennoch entfernte er seine Pfoten von meinem Ellenbogen. "Herzlichen Dank." Dann blieb ich stehen. Wir befanden uns nun in einer kleinen Seitengasse, die nicht wirklich belebt zu sein schien. Außer uns führte hier bloß ein älterer Herr seinen Hund Gassi. Ich fühlte mich unwohl. Hier waren wir alleine. Niemand würde meine Schreie hören. Bevor ich abhauen konnte, hatte Niall mich gegen eine Wand gedrückt. "Warum bist du nicht tot?", hauchte er mir ins Gesicht.

Oh, er kam anscheinend schnell zur Sache. "Vielleicht weil ich lebe?!" Insgeheim tippte ich darauf, dass er ebenfalls Angehöriger des Stammes meiner Eltern war und irgendwoher wusste, dass ich gestorben sein müsste. Ich entschied mich dafür, das dumme Mädchen zu mimen. Womöglich bekam er Mitleid und verschonte mich. Er drückte mir seinen Arm an den Hals. Ich keuchte. Einen Vorteil hatte das. Meinen Körper konnte ich immerhin bewegen. Ich überlegte, ob ich ihm zeigen sollte, wie gut ich das konnte. Ein Tritt in sein wertvollstes Stück? Einfach wegen dem Adrenalinkling. Diese Idee verwarf ich jedoch, als mir sein Blick auffiel. Irgendwie vermisste ich den seelenlosen Mistkerl, der mich in der Schulcafeteria beinahe erdrückt hätte. Dieser hier, wie er so vor mir stand, mit Angst, Wut und Verzweiflung im Blick, gefiel mir plötzlich gar nicht so sehr. Und was mir noch weniger gefiel, war die Tatsache, dass ich ihm in die Augen sehen konnte. Dadurch kam ich mir so nutzlos vor. "Niall. Ich würde es bevorzugen, wenn du mich loslässt. Wir könnten wie Erwachsene mit einander reden. Das habe ich Kims Bruder doch genauso gesagt, oder?" Ich begann zu labern. Gott stehe uns bei. "Andernfalls weiß ich nicht, inwiefern du Rührei verträgst."

Hoffentlich fiel im nächsten Moment ein riesiger Hammer vom Himmel, der mich erschlug und gleichzeitig von diesem äußerst peinlichen Vorfall ablenkte. Rührei? Immer wenn ich nervös wurde, fing ich an, komische Dinge zu sagen. Niall lachte. Er lachte? Sein Lachen klang sogar menschlich. "Ach komm, Ruby. Willst du allen Ernstes weiter so tun, als ob du normal wärst?" Momentan hörte er sich ruhig an. Fast schon zu ruhig. Ich befürchtete, dass das nur der Anfang des Sturms war. Schnaubend versuchte ich mich aus seinem Griff zu winden. Er drückte mir die Atemwege zu und das tat höllisch weh. "Definiere 'normal'", sagte ich. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, so zu tun. Ich war tatsächlich normal. Vielleicht wollte er unbedingt besonders sein, aber ich liebte meine Gewöhnlichkeit. Nicht jeder konnte mit Piercings, goldenen Augen und langer Walle-Mähne prahlen. Tut mir leid. Ich schloss die Augen um mich auf meinen Atem zu konzentrieren. Bald würde ich bewusstlos werden, sollte er noch fester zu drücken. Niall lachte wieder, diesmal ziemlich verrückt. Wie ein alter Professor, der das Ende der Welt herbeisehnte. Gut, ich verstand schon irgendwie, was Niall meinte. Ich sollte mir andere Hobbys neben dem Lesen suchen.

"Du bist es jedenfalls nicht", meinte er. Ich öffnete die Augen. Mit einer Hand drehte er meinen Kopf in seine Richtung, sodass ich gezwungen war, ihm ins Gesicht zu blicken. Wir waren uns unglaublich nah. Ich spürte das Klopfen meines Herzens. Vermutlich drückte er nicht nur meinen Hals, sondern auch mein Herz zu. Ich schloss meine Augen wieder. Für den Bruchteil einer Sekunde hoffte ich so sehr, dass ich gleich aufwachen würde. Der Traum artete langsam aber sicher in einen Alptraum aus. Nialls Aussehen hin oder her, sein Auftreten schüchterte mich in Maßen ein, die ich nicht zu deuten wusste. "Mach die Augen auf", flüsterte er, auf einmal noch näher. Ich hielt es nicht mehr aus. Diese Nähe brachte mich um den Verstand. Und da half es nicht, meinen eigenen Herzschlag extrem laut im Ohr zu haben. Angestaute Gefühle brachen aus mir heraus und abermals begann ich zu labern. Diesmal energischer und mit rasender Wut im Schlepptau. "Gott. Kannst du bitte von mir abrücken. Ich wollte den Tag eigentlich überleben, ohne blaue Flecken am Hals und ein zerquetschtes Herz zu haben. Keine Ahnung, was zum Henker du von mir willst. Zumindest hast du bisher nie den Eindruck gemacht, als wolltest du überhaupt irgendwas. Aber lass mich in Gottesnamen endlich in Ruhe", platzte es aus mir heraus.

Niall war zu weit gegangen. Und wofür? Das fragte ich mich schon die ganze Zeit. Weil du besonders bist. Grants Worte schossen mir durch den Kopf. Nein, verdammt, ich war nicht besonders. Ich war ein Niemand, so gewöhnlich wie alle anderen Menschen auf diesem Planeten! Niall wich ein Stück zurück - zumindest spürte ich seinen Atem nicht mehr auf meiner Haut. Ganz vorsichtig öffnete ich meine Augen zum wiederholten Male. Er hielt seine Hand immer noch an meinem Hals, drückte aber nicht mehr zu. Er schaute mich an, so durchdringend, dass ich mich nackt fühlte. Ich gelangte nicht in seine Seele, obwohl ich genauso zurück starrte, erfüllt von Provokation. Verdammt, ich hatte total vergessen, wie schön seine Augen waren. Das Gold nahm mir den Atem. Hätte ich ein Wort gebraucht um sie zu beschreiben, wäre es 'göttlich' gewesen. Göttlich, ja, seine Augen strahlten wie die Kränze der griechischen Götter. Womöglich noch mehr. "Tut mir leid", sagte er, verlieh seinen Worten allerdings wenig Nachdruck, indem er erneut ein Stückchen näher kam. "Aber das kann ich nicht, ehe du mir verrätst, warum du hier bist."

Ich wollte schnauben, ihm ins Gesicht spucken, doch irgendwie besaß ich die Fähigkeit, meinen Körper zu bewegen, nicht mehr. Das war Nialls Schuld. Niall trug an allem Schuld. "Lass mich überlegen. Ich bin hier, weil du mich in diese Gasse gezerrt hast." Bestimmt lautete die Antwort, die ihn befriedigt hätte, anders. Mir doch egal. Hoffentlich kamen bald ein paar Fußgänger hier vorbei. Oder kleine Jungs, auf dem Weg zu ihrem Football-Spiel. Ich interessierte mich nicht dafür, wer kommen und mich retten würde, hauptsache es tat überhaupt jemand. Sonst würde Niall mich umbringen, vermutete ich. "Ich hätte dich nicht hier her bringen müssen, wenn du gar nicht erst existieren würdest." Das Gold seiner Augen nahm eine neue Farbnuance an. Dunkler wurde es, bis es bei einer Mischung aus Rot und Kupfer anhielt. Seine Worte hätten mich nicht treffen dürfen. Was scherte ich mich darum, wie er von mir dachte? Immerhin konnte ich ihn selbst bis auf den Tod nicht ausstehen. Dennoch spürte ich, wie mein Herz einen kleinen Bruch davon trug. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn ich nicht existiert hätte. Super. Das brachte mir reichlich Selbstvertrauen ein.

Hach, Niall. Irgendwas macht er falsch, würde ich sagen. Oder wie seht ihr das? xxx 


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